Frohe Kunde aus Hamburg: Martin Ostermayer, Thorsten Rehling und Dirk Freise, die Gründer des Telefondienstleisters blau.de, investieren nach Informationen von deutsche-startups.de in den Übersetzungsmarktplatz tolingo (www.tolingo.com). Das Trio stattet das junge Start-up von Johan Wenz, Hanno von der Decken und Sebastian Sobisch mit einem sechsstelligen Betrag aus. Daneben halten die blau.de-Gründer, die ihren Telefondienstleister Anfang dieses Jahres für einen dreistelligen Millionenbetrag an die E-Plus-Mutter KPN verkauft haben, treuhändisch Anteile für einen Pool prominenter Business Angels – darunter Jan Andresen, Geschäftsführer vom Avatardienst weblin. Die Erwartungen der Investoren und Gründer sind hoch: Der Übersetzungsmarktplatz tolingo soll nun eine “ähnlich rasante Entwicklung” hinlegen. Der Übersetzungsmarkt habe allein in Deutschland ein Volumen von über 700 Millionen Euro jährlich. “Wir gehen davon aus, dass sich dieses Marktvolumen in den nächsten zehn Jahren praktisch vollständig ins Internet verlagern wird”, sagt Gründer von der Decken.
Zum Konzept von tolingo: Über den Cyberdienst können Privatleute und Unternehmen Übersetzungen von Texten aller Art in Auftrag geben. Die Übersetzungen werden von “mehr als 1.000 zertifizierten Fachübersetzern” durchgeführt. Neben der Qualitätkontrolle durch weitere Übersetzer übernimmt Tolingo auch die Abrechnung. Kunden zahlen direkt an das Unternehmen und die Übersetzer bekommen anschließend ihr Geld von Tolingo. Eine Provision verbleibt beim Übersetzungsmarktplatz. Kunden wie Fielmann, Linde und Lufthansa haben den Übersetzungsmarktplatz bereits in Anspruch genommen. Auch äußerlich ist die Aufbruchstimmung bei tolingo bereits sichtbar: Anfangs residierte das kleine Team des Übersetzungsmarktplatzes noch in einem Gründerzentrum (siehe Hausbesuch bei tolingo), inzwischen hat das 10-köpfige Team seine Zelte unweit von Cellity und weblin aufgeschlagen.
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* Hausbesuch bei Tolingo
* Tolingo macht in Übersetzungen

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Kommentare
Good Luck, grösster Wettbewerber wird die http://www.trados.de/en/ sein, die ist bei allen Fortune 500 Unternehmen seit Jahren gesetzt :-)
Kommentar von Thomas Schulze 29. Oktober 2008 @ 13:53aber der KMU Bereich sit so oder so spannender! T.
Moin Thomas, vielen Dank! SDL Trados ist als drittgrößtes Übersetzungsunternehmen der Welt natürlich noch eine ganz andere Liga, aber genau wie Du sehen wir unsere Vorzüge im KMU Bereich. Da gibt es sicher noch genug zu tun.
Beste Grüße aus Hamburg
Kommentar von Hanno 29. Oktober 2008 @ 14:37Hanno
Hatte Google nicht vor kurzem angekündigt, in dem Bereich ebenfalls aktiv werden zu wollen?
Kommentar von Johannes 29. Oktober 2008 @ 15:46Hallo Johannes. Genau, Google hat angekündigt mit dem “Google Translation Center” eine prinzipiell ähnliche Softwareinfrastruktur zur Bearbeitung von Übersetzugsaufträgen zur freien Nutzung anzubieten. Je nachdem wieviel Aufwand Google in die Entwicklung steckt, wird das gewiss ein interessantes Tool- man kann gespannt sein.
Als reiner Softwareanbieter ist Google in diesem Fall für die von tolingo angesprochenen Zielgruppen vorerst jedoch gewiss weniger interessant.
Kommentar von Hanno 29. Oktober 2008 @ 16:31Hallo Hanno,
danke für die schnelle Info. Gratulation zum kürzlichen Relaunch, gefällt mir gut. Übrigens: Unter dem Menüpunkt “Qualität” hat sich ein kleiner Tippfehler eingeschlichen. (Philosopie)
Grüße aus Köln
Kommentar von Johannes 29. Oktober 2008 @ 18:03Ich finde die Idee von Tolingo nett und habe sie selbst mal getestet. Der Markt für Übersetzungen ist definitiv da nur ist es nicht immer so leicht händelbar, die Übersetzungen über ein Tool zu machen. Teils ist der direkte Kontakt zum Übersetzer einfach nötig.
Kommentar von Uwe 29. Oktober 2008 @ 18:29@Johannes
vielen Dank – bringen wir natürlich in Ordnung.
@Uwe
wir machen Übersetzungen einfach, eine Kommunikation mit dem Übersetzer ist bei tolingo natürlich über das Vorab-Briefing und auch während der Übersetzung möglich.
Besonders XML Dateien kann man z.B. in Zukunft über das Attribut “hint” mit Annotation ergänzen.
Kommentar von Johan 29. Oktober 2008 @ 19:35> grösster Wettbewerber..
Na, ich denke http://www.proz.com/ und leo.org sind die größten Wettbewerber ;-)
Kommentar von Andre 04. November 2008 @ 15:38