Heimlich, still und ganz leise hat das Leipziger Webunternehmen Unister seine Nachrichten-Plattform news.de (www.news.de) auf die Startbahn geschoben. Eine 20-köpfige Redaktion haut für den neuen Dienst nun tagtäglich in die Tasten. Chefredakteurin ist Kathrin Steinmetz, die zuvor als freie Journalistin für die “Mitteldeutsche Zeitung”, die “Volksstimme”, und die Nachrichtenagentur dpa gearbeitet hat. Aufgeteilt ist der neue Newsdienst in die Ressorts Politik, Wirtschaft, Gesellschaft, Sport, Medien, Gesundheit, Technik sowie Auto und deckt somit alle vermarktungsrelevanten Zielgruppen ab. Die allermeisten Texte liefern große Nachrichtenagenturen wie dpa und AP zu. Die Redakteure von news.de setzen aber bereits eigene kleine Akzente – beispielsweise in Form von Kommentaren und Rezensionen.
Optisch macht news.de einen guten Eindruck, das Angebot ist klar strukturiert und sehr übersichtlich. Für die sogenannte Tag Cloud mit den wichtigsten Schlagwörter des Tages haben die News.de-Macher am Kopf der Seite neben dem Logo einen interessanten und sehr aufmerksamkeitserregenden Platz gefunden. Darüber hinaus bietet news.de Bilderserien, Videos, Liveticker sowie die Möglichkeit, alle Beiträge zu bewerten und zu kommentieren. Erst einmal müssen die potenziellen Leser das frisch gestartete Nachrichtenangebot, welches sich über Werbung finanzieren soll, aber entdecken. Unterdessen ist ein Ausbau der Redaktion bereits eingeplant – schon bald sollen noch mehr Journalisten für noch mehr Lesestoff sorgen.
Mutiges Unterfangen
Der Einstieg ins Nachrichtengeschäft ist ein mutiges Unterfangen von Unister-Chef Thomas Wagner. Zum Portfolio des Webunternehmens gehören ansonsten Dienste wie ab-in-den-urlaub.de, Jux.de, Preisvergleich.de, Auto.de, Geld.de und fluege.de. Wie schwierig das Webnachrichtengeschäft für reine Onlinemarken ist, zeigt unter anderem das Beispiel Netzeitung (www.netzeitung.de). In den vergangenen Jahren wechselte das Angebot mehrmals den Besitzer – derzeit gehört die Netzeitung zur BV Deutsche Zeitungsholding (”Berliner Zeitung”, “Berliner Kurier”).
Artikel zum Thema
* Unister plant news.de
* Unister sichert sich Shopping.de


Fragen










Kommentare
Ideenmässig fast schon ein bisschen zu gewagt für die deutsche Startup-Szene.
Kommentar von pass 27. Oktober 2008 @ 16:55Ob es reicht, als einziges Unterscheidungsmerkmal zu anderen Nachrichtenseiten eine “sprechende” Domain zu haben? Man scheint ja stark darauf zu setzen, denn erstens bietet das Konzept sonst nullkommanull Neues und zweitens war die Domain bestimmt nicht ganz billig.
Kommentar von Thomas 27. Oktober 2008 @ 17:18))) wegen domain habe ich es mir auch gedacht! jep… wird spannend
Kommentar von MoeZart 28. Oktober 2008 @ 09:30Endlich mal ein Domainname, den man sich merken kann und nicht newidooboowoo.de.
2 Kritikpunkte:
Das Design mit dunkelgrauem Hintergrund und Kreischgrün ist furchtbar. Usabilitymenschen sagen dazu “gimme white”. Außerdem erkenne ich keine Einnahmequellen.
Kommentar von Wolfgang Wüst 28. Oktober 2008 @ 10:06Einfach werden die es bestimmt nicht haben. In Bereich gibt es so viele Angebote, gerade auch die ganzen Ableger aus der Offline-Welt…
Kommentar von Gero 28. Oktober 2008 @ 11:37@wüst: mach dir mal keine Sorgen die Einnahmequellen in Form von Werbebannern werden schneller kommen als dir lieb ist und ganz bestimmt auch Newsletter in Hülle und Fülle – genau so wie man das gewohnt ist von Unister.
Kommentar von le.x 28. Oktober 2008 @ 13:14@Thomas: ist doch eine klar erkennbare Strategie, generische Domainnamen kaufen und das machen was andere eh schon machen. Unister hatte noch nie ein Alleinstellungsmerkmal, Risiken eingehen wie Neuheiten oder etwas Eigenes bzw. Innovatives zu versuchen haben und werden sie nie – auch eine Geschäftsgrundlage
@lex->@Thomas – right! Die machen leidenschaftloses “Business” m.E. – null Innovation, null Design, null Philosophie
Da fällt mir ein: “living 4 the weekend” – oder: Heute schon Überstunden geschrubbt ? ;)
Kommentar von s33k wh3ncer 07. November 2008 @ 02:03