Können Sie sich eine Welt ohne Internet vorstellen?
Klar! Alle E-Mails, die man täglich erhält als Briefe per Post zu bekommen – da fühlt man sich doch gleich als Star!
Wann waren Sie zum ersten Mal im Internet?
Ich kann mich nur daran erinnern, als ich zum ersten Mal darüber gelesen habe: Alle PCs der Welt seien bald mit einander vernetzt. Klang für mich damals nach Science Fiction oder einem übermütigen Journalisten.
Auf welche Website können Sie nicht verzichten?
Alexa fürs Ego – alle anderen habe ich auf allyve!
Worauf können Sie im Internet verzichten?
Auf permanentes Ein- und Ausloggen, ewiges Durchklicken vorbei an penetranten Popups und Werbebannern, vorbei an Nachrichten wie „Britney schon wieder schwanger“, um dann irgendwann bei meinen persönlichen Daten anzukommen.
Was war bisher Ihr größter Erfolg?
Beruflich: Ganz klar, die Gründung von allyve gemeinsam mit meinem Studienfreund und Kollegen Philipp Spethmann.
Privat: Jeden Abend gegen 23.00 Uhr den Kochlöffel zu schwingen und eine Tomatensoße zu zaubern, die jedes Mal anders und trotzdem immer lecker schmeckt! Nils, mein Freund, kann es bezeugen ;-)?!
Was Ihr größter Flop?
Flip Flops habe ich nicht – die überlasse ich Mark Zuckerberg.
Worüber können Sie lachen?
Kaum zu glauben, aber genau so ist es passiert. Die Situation: Ein Bewerber für den Posten des technischen Leiters bei uns im Vorstellungsgespräch:
Wir fragen: “Welche Sprachen können Sie denn?” Er: “Englisch und Dänisch.” Wir meinten allerdings “Programmiersprachen”…
Was bringt Sie zum Weinen?
Der Satz: “Ah, Sie sind von alüüwe oder wie spricht man das noch aus?”Unser Name “allyve” kommt von “all you have, all live” und wird wie das englische “alive” ausgesprochen. Eigentlich ganz einfach, oder etwa nicht ;-)?!
Mit wem würden Sie gerne mal tauschen?
Mit unserem Durchschnittsnutzer, um von ihm noch mehr über unser Produkt zu lernen.
Was sollte unbedingt mal jemand erfinden?
Die persönliche Schreibtischaufräummaschine! Solange es die nicht gibt, ist es vielleicht doch ganz gut, dass die paar Hundert Briefe als Mail in der Inbox und nicht auch noch auf dem Schreibtisch landen.
Zur Person:
Julika Bleil, Co-Gründerin von allyve (www.allyve.com), arbeitete bereits während des Studiums bei Airbus, ehe sie bei der Boston Consulting Group als Unternehmensberaterin tätig wurde. Wenn nicht allyve auf dem Programm steht, ist sie begeisterte Kletterin und genießt die Natur oder ein gutes Essen, selbst schnelle Spaghetti.
Artikel zum Thema
* Alle Fragenbögen der vergangenen Wochen in der Übersicht

Fragen










Kommentare
Da musste ich mir vor lachen doch gerade kurz den Bauch halten – selten so spritzig-kreative Antworten gelesen, mein großes Kompliment! Insbesondere die Flip-Flop-Antwort war toll…die überlässt sie Mark Zuckerberg – herrlich…
Kommentar von Gerry 26. September 2008 @ 09:30Wirklich geniale Antworten, eines der besten Interviews bis jetzt. Die Frau weiß zu überzeugen!
Kommentar von Micha D. 26. September 2008 @ 10:35Herrlich, selten ein Interview mit so wenig Beweihräucherung des eigenen Produkts gelesen.
Kommentar von Chris 26. September 2008 @ 10:58meint ihr das jetzt ehrlich oder ironisch? …hmm, finds eigentlich genauso platt wie alle anderen interviews, in denen die gründer bei jeder frage versuchen, ihr proukt einzubringen. Bis auf die Idee, alle E-Mail mal als Briefe zu bekommen – die Vorstellung fiond ich auch witzig!
Aber bitte – man MUSS ja als Gründer betonen, dass man nich vor 23 Uhr dazu kommt, Spaghetti zu kochen, das ist hier so, oder ? :kopfschüttel:
Kommentar von Mike 26. September 2008 @ 10:59na ja…
;-)
gerade die Flip-Flop Antwort fand ich dämlich, alle anderen Antworten schon deutlich besser wie die der anderen Gründer…
bist ein nettes Mädel, Typ: “smarte Beraterin”…
Kommentar von BEST-Polit-BLOG-EVER 26. September 2008 @ 11:54Naja ob man bis 23 Uhr arbeiten will oder nicht bleibt doch jedem selbst überlassen. Ich denke mal für ehemalige Unternehmensberater, gehört das eben dazu;)
Tomatensosse kann man auch gut im Kühlschrank aufbewahren, dann muss man nicht jeden Tag kochen…
“Mit wem würden Sie gerne mal tauschen?
Mit unserem Durchschnittsnutzer, um von ihm noch mehr über unser Produkt zu lernen.”
Sie möchte also von jemandem den es per Definiton nicht gibt (2,35h online, 3,45 Accounts, etc) etwas über ihr Produkt lernen, so so:))
Nur so als Tip man lernt von seine TOP Usern:
warum sind die solange online?
warum haben die mehr accounts als andere?
welche account werden in dieser Gruppe gerade neu eröffnet?
warum haben die mehr Kontakte?
was schauen die sich an?
etc.
Es heisst ja auch nicht “Deutschland sucht das Durchschnittsmodel” ;)
Kommentar von Klaus 26. September 2008 @ 12:09Ist eine Frau, noch dazu recht hübsch, also schleimen sich die Kommentatoren da eher ein.
Ich schließe mich ansonsten eher Mike an – das Interview bewegt sich maximal auf dem Niveau der anderen. Eine Mischung aus Selbstbeweihräucherung (”Alexa fürs Ego”) und nur bedingt witzig konstruierten Antworten. Bei den Programmiersprachen muss man wohl auch dabei gewesen sein, um drüber lachen zu können.
Kommentar von Mathias 26. September 2008 @ 12:11Welche Rolle spielt es, ob die Dame gut aussieht oder nicht. Entscheidend ist das Produkt, für das sie steht. Mal ehrlich, bei einem Mann wäre die Optik keine Erwähnung wert. Oder?
Kommentar von Christina Cassala 26. September 2008 @ 12:53Für mich spielt es keine Rolle. Ich habe aber gemutmaßt, dass dies für andere eine Rolle spielt. Anders konnte ich mir die ersten 3 Kommentare nicht erklären
Kommentar von Mathias 26. September 2008 @ 13:22find allyve auf jeden fall endlich mal wieder ‘ne innovative idee nach all den shopping und hast du nicht gesehen startups!
Kommentar von tom 26. September 2008 @ 14:39Vermute eher, dass die ersten Kommentare so positiv sind, weil die Autoren ne Email bekamen: Mein Fragebogen ist im Netz
Kommentar von Angelos 26. September 2008 @ 19:57;-)
Optik + Produkt müssen passen , das lernt man doch schon in Marketing 101.
Kommentar von derkabeltom 26. September 2008 @ 22:08Die meisten Interviewten hier kommen ein wenig langweilig rüber, wenig überraschend. Ist vielleicht nicht einmal ihre Schuld. Ausnahmen bestätigen natürlich die Regel!
Das hier aber ist in meinen Augen das mit Abstand unsympathischste Interview der letzten Monate – bemüht-verkrampft auf besonders originell gemacht, dabei doch nur eine besonders peinliche Art der Selbstbeweihräucherung.
Kommentar von Formwandler 26. September 2008 @ 23:07Das Problem liegt vermutlich daran, dass die Kandidaten zu viel Zeit haben, um sich die witzigste und intelligenteste(aus deren Sicht)Antwort zurecht zu stricken zur Selbstdarstellung. Siehe die Frage zu Flops. Statt einer Anwort (jeder hat flops in der Biografie)kommt ein Versuch von Humor.
Die Lösung wäre eine Zeitvorgabe oder ein live Interview: Frage/Antwort/Frage/Antwort etc. und nicht nachbessern lassen.
Kommentar von Ulf 27. September 2008 @ 09:38Ich weiß nicht, die PR von Allyve ist zumindest in meinen Augen alles andere als das Gelbe vom Ei. Mich würde z.B. auch mal interessieren was Herr Spethmann zu sagen hat. Das sieht so langsam aus als hätte die Interviewte die Egozentrik neu erfunden.
Dieses ganze Airbus, 2 Patente, Klettern, BCG, Think Tank 30, “Es geschah in einer Sommernacht” rumgenöhle gehört wohl eher in die Kategorie “PR für angestellte Manager”, aber was im Unternehmertum letztendlich zählt ist in Euro ziemlich gut messbar. Wie wäre es sich mal damit zu beschäftigen und darüber zu sprechen.
Wie Allyve “plant Geld zu verdienen” und wie toll du persönlich bist wissen wir inzwischen. Beweise uns lieber mal dass Allyve keine Lösung auf der Suche nach Problemen ist.
Tip für die weitere Tränendrüsen-Egozentrik-PR, BCG- und McKinsey Mütter gabs im Handelsblatt schon, es fehlt eine Unternehmer-Mutter.
Kommentar von Christoph 27. September 2008 @ 11:12Zum Thema allüüwe, es ist wohl kaum die Schuld der Nutzer und Geschäftspartner wenn ihr einen Namen aussucht der im deutschen Markt nicht funktioniert. So viel zum Thema Markt- und Nutzerorientierung, dachte eigentlich so was würde man bei BCG lernen…
Kommentar von sebastian 27. September 2008 @ 13:21als Unternehmerin muss man sich mit zu viel ernsthaft unqualifiziertem Feedback rumärgern, hab ich auch schon gemerkt.. können wir mal auf die nächsten Entwicklungsstufe wechseln?
Kommentar von Christiane 27. September 2008 @ 15:57Es ist schon erschreckend, wie verbittert einige Kommentatoren hier schreiben. Ich glaube das Bloggen und Kommentare zu schreiben macht viele nicht so recht glücklich. Ich hoffe die Autoren lassen sich dadurch nicht entmutigen. Tja, that ist wohl Web 2.0
:-)
Kommentar von Carsten 27. September 2008 @ 18:52Bewegen wir uns mal weg vom Interview und schauen uns das Produkt an, das die Dame vertritt. Ich habe da erhebliche Zweifel, dass es dem Unternehmen gelingt, eine kritische Masse an Usern zu gewinnen. Ich brauche dieses Produkt jedenfalls nicht. Auf den ersten Blick mag es zwar einfach sein, keine Passwörter mehr zu brauchen. Die Folge ist aber nur, dass die Passwörter dann woanders gespeichert sind. Ich glaube nicht, dass allzu viele User dies wollen.
Kommentar von Ingolf 27. September 2008 @ 21:54Mhh… ich glaube, auch unter den englischen Muttersprachlern würde kaum jemand “allyve” wie “alive” aussprechen. Schon das bekannte “all” verhindert das.
Da würde ich zu 90% auf “all Yve” tippen… also irgendein Frauenmagazin.
Ansonsten konnte mich nur der hohe Kommentar-Count zum Lesen der 10 Fragen motivieren. Ich finde die sowas von öde.
Viele Grüße vom Wannsee,
Sebastian
Kommentar von Sebastian 28. September 2008 @ 18:36Ihr Merkt schon, dass der Name “Allyve” seinen Marketing Zweck schon erfüllt hat.
Denn wir unterhalten uns hier sehr rege über diesen….
Kontrovers, leicht zu merken und auch eine Idee dahinter.
PS:
Wer es weiß, wie schwer es ist, etwas eigenes auf die Beine zu Stellen, der würde nie Sinnlose Kommentare zu diesem Startup abgeben. Also schreibt doch Verbesserungsvorschläge bzw. Ideen für die Erweiterung. Aber nicht die ganze Zeit nicht konstruktive Kritik….
@ Allyve .. Viel Glück !!
Kommentar von Jakob Weber 29. September 2008 @ 09:18Zum Thema Namen gabs doch hier mal einen interessenten Bericht, vereinfacht ausgedrückt:
“Rufe einen Bekannten an und sage ihm die Adresse, er solle sie dann im Browser öffnen. Klappt dies auf anhieb, ist der Name schon nicht so verkehrt.”
So klingts dann am Telefon (leider)
Kommentar von Peter R. 29. September 2008 @ 10:17“Michi geh mal auf aleif.com”… “nein auf aleife.com”… “neee alive.com”… “mit y”… “und 2 l”… “ach vergiss es, ich schreib dir ne Mail”
Der entsprechende Artikel “Gute Namen, schlechte Namen” steht hier:
http://www.deutsche-startups.de/2008/03/26/gastbeitrag-florian-huber-von-united-domains-ueber-gute-namen-schlechte-namen/
Kommentar von Alexander Hüsing 29. September 2008 @ 10:19ICH SAG NUR GOOGLE !!!!
Wenn das keiner kennen würde und ich jemandem auf den Anrufbeantworter spreche, WIEVIELE KÖNNTEN DAS NACHSCHREIBEN ???
Ich glaub nicht viele…deswegen kam dann ja auch “Googel” !!!! Erinnert euch doch mal an die startzeit von google.. das war doch so…..
es hieß die ganze zeit .. “hä, wie schreibt man das nochmal” ??
Es gibt für den Namen kein Kochrezept nur eine Richtlinie und diese ist nicht für den Erfolg ein Garant.
Kommentar von Jakob Weber 29. September 2008 @ 13:41Man sollte sich nicht über Menschen lustig machen, die zu korrekter Aussprache (allyve spricht man nun mal “allüwe”) in der Lage sind und auf Fragen präzise Antworten (Englisch und Dänisch) geben können.
Der eigene (beschränkte!) Horizont wird wohl zu gerne als Kosmos angesehen …
Kommentar von Andreas K. 02. März 2009 @ 09:08