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27 Kommentare

Autor: Christina Cassala

Kategorie: Gastbeitrag

Wie junge Start-ups beim Marketing alles richtig machen – Gastbeitrag von Alexandra-Fee Beyer, Teil 3

Mittwoch, 17. September 2008 08:00

Nach einer allgemeinen Einführung in das strategische Handeln im Marketing in Teil 1 und dem “erste Hilfe”-Kurs in Teil 2 erläutert die Marketingexpertin Alexandra-Fee Beyer die Bedeutung von Marken und deren Namen. Der Beitrag richtet sich an Unternehmensgründer, die sich in der Ausarbeitungsphase des finalen Geschäftsmodells befinden.

Am Ende dieser vierteiligen Serie auf deutsche-startups.de gibt es die Möglichkeit, der Expertin Fragen zu stellen, die sie in einem Top-10 beantworten wird. Wer eine Frage an Alexandra-Fee Beyer hat, kann diese entweder im Kommentarfeld hinterlassen oder schreibt eine E-Mail an Christina Cassala.

Die Bedeutung der Marke

In einer Welt, in der wir tagtäglich mit unendlich vielen Marken und deren Botschaften konfrontiert werden, stellen sich wesentliche Fragen: Inwieweit ist das Medium Internet geeignet für den Markenaufbau? Und: Was konkret gibt es zu beachten, wenn eine Internetplattform etabliert werden soll, die ein neues Marktsegment beziehungsweise eine neue Kategorie eröffnen will?

Der Idealfall ist, dass es ein junges Unternehmen schafft, mit seinem Markennamen eine neue Kategorie zu prägen. Wie das geht, hat Google für die Kategorie Internetsuche vorgemacht. Das Unternehmen hat es sogar geschafft, ein neues Wort – nämlich: “googeln” – zu prägen. Auch aus der Old Economy gibt es solche Vorbilder. Ein Taschentuch heißt im Sprachgebrauch meist nur “Tempo”. Markennamen können also zum Synonym eines Produktnutzens werden. Es ist möglich, ein neues, zunächst erklärungsbedürftiges Produktkonzept mit nur einem Wort verständlich beim Kunden zu verankern. Haben Sie das geschafft, können sie mit jeder Menge kostenloser viraler Effekte und treuen Käufern rechnen.

Die richtige Wahl des Markennamens

Es ist gar nicht so einfach, den richtigen Namen zu finden. Denn allein beim Deutschen Patent- und Markenamt (DPMA) gibt es bislang mehr als 1 Millionen (!) eingetragene Marken. Um aus dieser Masse hervorzustechen, sollten einige Faktoren beachtet werden: Potential ein starker Markenname zu werden, haben Begriffe, die den wichtigsten Produktnutzen kommunizieren. Die Namen sollten zudem einzigartig, einprägsam und leicht auszusprechen sein. In anderen Sprachen sollten sie die gleiche Bedeutung haben. Ist der richtige Name gefunden, sollte er und die Marke sofort beim DPMA angemeldet werden. Nur so ist beides vor Missbrauch und Nachahmern geschützt.

Die Schaffung von Bekanntheit

Etablierte Marken wie ebay, amazon, Google, Yahoo, etc. haben vor allem durch massive PR-Präsenz ihre Marke bekannt gemacht. Richtig so, denn alle Unternehmen haben es zu ihrem Vorteil gemünzt, dass es sich bei Ihren Services um Neuheiten, teils um echte Innovationen handelt. Gute PR-Arbeit kann hier Großes leisten. Nutzen Sie den Medienhype zum Thema Internet und seien Sie kreativ bei der Schaffung interessanter Nachrichten mit echtem Mehrwert. Ein Schnellschussrezept gibt es nicht. Auch hier müssen Sie sich in Geduld üben und die oft erwähnte kritische Maße an Berichterstattung und Aufmerksamkeit erreichen, um in großem Stil wahrgenommen zu werden und somit für Bekanntheit und Durchdringung zu sorgen. Aber aufgepasst: Nicht jede Nachricht ist eine gute Nachricht.

Neben der Markenbekanntheit müssen wir uns also auch die Frage nach gewünschtem Markenimage und Markenwert stellen. Loyalität und emotionale Bindung, qualitative Wahrnehmung und klare Assoziationen mit der Marke bestimmen den Markenwert. Je höher der wahrgenommene Markenwert ist, desto höher ist der Preis, den der Kunden bereit ist, für Ihre Produkte zu zahlen.

Die Bedeutung der Emotionen

Eine große Rolle spielt die emotionale Bindung des Konsumenten zur Marke. Qualität eines Produktes ist ohne Frage wichtig. Aber Marken müssen es zusätzlich schaffen, durch eine emotionale Aufladung eine bestimmte Identität auszubilden und somit das Lebensgefühl des Konsumenten aus- oder abzubilden. Dies kann am effektivsten durch eine konsequente Markenstrategie nach definierten Attributen erreicht werden. Das heißt, die Marke muss in der Kommunikation entsprechend nach außen dargestellt werden. PR-Berichterstattung und klassische Medien eigenen sich hierfür sehr gut. Virale Spots können dies flankierend leisten.

Gerade Gründer junger Start-ups müssen es zusätzlich schaffen, das Vertrauen der Konsumenten in das Unternehmen und in seine Produkte aufzubauen. Auf den Vertrauensvorsprung, den etablierte Unternehmen genießen, können sie noch nicht zählen. Daher ist es enorm wichtig, klare Produkteigenschaften zu definieren und konsequent nach ihnen zu handeln. Nur so können sie auch in Kommunikation kontinuierlich in den Vordergrund gestellt werden.

Fazit
Wenn also die Merkmale einer Marke definiert sind, Kontinuität in der Kommunikation über alle Medienkanäle hinweg gewährleistet ist, wird eine einheitliche Markenwahrnehmung beziehunsweise eine eindeutige Assoziation mit der Marke geschaffen, was zu Widererkennungseffekten und somit zum Erfolg im Markt führt.

Faktoren für den Erfolg der Marke
1. Suchmaschinenmarketing zur Prägung des Markennamens
2. Regelmäßige Pressemitteilungen zur Unterstreichung der Marken-/Unternehmenspersönlichkeit und Steigerung der Bekanntheit
3. Konsequenter Transport der Markenbotschaft über alle Kommunikationsmaßnahmen hinweg
4. Konsequentes Handeln des Unternehmens nach definierten Attributen für die Marke also Schärfung eines klar verständlichen Markenprofils

Zur Person:
Alexandra-Fee Beyer ist Diplom Betriebswirt Medien und Kommunikation. Von 2003 bis 2005 war sie Marketing Manager Eastern Europe Hubert Burda Media, ehe sie 2006 als Senior Marketing Manager T-Mobile Hungary tätig wurde und dort ein mehrköpfiges Team leitete. Fee Beyer ist seit 2007 selbstständig und berät seitdem junge Start-ups mit Schwerpunkt Mobile Internet und Online Communities und entwickelt in Zusammenarbeit mit den Gründern die Produktpositionierungen und Partnerschaften. Darüber hinaus leitet sie viral- und online Aktivitäten (SEO, SEM, Online PR, Blog Marketing).

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27 Kommentare »

1.

Hoffentlich geht es diesmal gesitteter zu. Was im letzten Artikel in den Kommentaren stand, erinnerte doch schon sehr stark an Ghetto und Bushido Generation.

Kommentar von Chris — 17. September 2008 @ 08:28

2.

Hmmm… widerspricht sich das:

“Potential ein starker Markenname zu werden, haben Begriffe, die den wichtigsten Produktnutzen kommunizieren.”

nicht mit dem:

“Etablierte Marken wie ebay, amazon, Google, Yahoo”

Und überhaupt: Die meisten erfolgreichen Markennamen weltweit sind doch Phantasienamen, die keinen Deut des Produktnutzens kommunizieren…?

(Generische) Domains, die den Produktnutzen kommunizieren, haben natürlich ihre Vorteile (insbesondere wenn’s um die “Merkbarkeit” geht), aber der Artikel dreht sich doch um die langfristige Etablierung von Marken – und wenn dann noch Beispiele wie ebay, amazon, Google und Yahoo genannt werden, frage ich mich, wie diese Phantasienamen mit der obigen Aussage zusammenzubringen sind.

Kommentar von Sven — 17. September 2008 @ 09:04

3.

Ein schöner kleiner Einblick, der hier gegeben wurde. Auch wenn noch viel mehr dahinter steckt, aber als kleine Einführung auf jedenfall interessant.

Kommentar von Micha D. — 17. September 2008 @ 09:19

4.

Klirr. Das war das Wasserglas, das mir aus der Hand gefallen ist. Aus Enttäuschung. Aus Verwunderung. Darüber, dass nach einer kleinen Kritiklawine, die die letzten Artikel verschüttet hat nicht der Wille entstanden ist, in sich zu gehen und die Kritik zu reflektieren. Nein. Nichts ist passiert.

Zur “Bedeutung der Marke” – Natürlich ist das der Traum jeder Firma, so bekannt zu werden, allerdings sind die beiden Marken schon Beispiele, dass zuviel des Guten manchmal auch Gefahren birgt. http://www.heise.de/newsticker/Google-will-richtig-googeln-lassen–/meldung/76830

Zu “die richtige Wahl des Markennamens”:
1) “Potential ein starker Markenname zu werden, haben Begriffe, die den wichtigsten Produktnutzen kommunizieren. ”
??? Was kommunizieren denn Markennamen wie Google und Tempo. In den USA wissen doch die meisten nicht, was ein Gugel ist. Und was ist mit Tempo?
2)”In anderen Sprachen sollten sie die gleiche Bedeutung haben.”
- Warum? Das ist doch nur der Fall, wenn man auch ins Ausland gehen will. Es kann auch insgesamt die Gefahr bestehen, durch einen zu international eingängigen Markennamen irgendwo in der Mitte steckenzubleiben und die eigentliche Zielgruppe nicht genug emotionalisieren zu können. StudiVZ war einfach vom Namen nach näher an den deutschen Studenten dran als Studylounge.
Wenn man von Anfang an mit 1 Marke international werden möchte, dann sollte man die höheren Kosten nicht scheuen und nicht zum DPMA gehen, sondern eine Gemeinschaftsmarke anmelden. Dieser Hinweis fehlt hier. hier. Und auch noch weitere Vorteile.

Zu “Die Schaffung von Bekanntheit”:

“Je höher der wahrgenommene Markenwert ist, desto höher ist der Preis, den der Kunden bereit ist, für Ihre Produkte zu zahlen.”

- Es gibt durchaus auch gegenteilige Effekte, die nicht gewünscht sind. Beispiel: Zielgruppe denkt, dass Markenwert sehr hoch, aber damit für Sie zu hoch und nicht bezahlbar. Oder: Die Marke soll gar nicht so aufgeladen sein, dass die Leute bereit sind, einen hohen Preis zu zahlenn, sondern dass Sie denken, Sie zahlen einen niedrigen. Beispiel: Elektronikfachhandel.

Zu: “die Bedeutung der Emotionen”

“Das heißt, die Marke muss in der Kommunikation entsprechend nach außen dargestellt werden. PR-Berichterstattung und klassische Medien eigenen sich hierfür sehr gut. Virale Spots können dies flankierend leisten.

- Was bringt einem werden Gründer, der ja zur Zielgruppe gehört, ein solch oberflächlicher Allgemeinplatz?

Zu “Fazit”

“Kontinuität in der Kommunikation über alle Medienkanäle hinweg gewährleistet ist,”

- Das ist absoluter Quatsch, man braucht nicht alle Medienkanäle um eine Marke erfolgreich in den Markt zu bringen, in vielen Fällen kann es sogar schädlich sein, weil Authentizität bei Early Adoptern fehlt, die für manche Produkte unverzichtbar sind.

Mein End-Fazit zu diesem Artikel:

Katastrophal beratungsresistente Beraterin überschüttet junge Gründer mit praxisfernen
Plattitüden.

Kommentar von Peter — 17. September 2008 @ 09:24

5.

…nicht schon wieder!!!

Kommentar von jens — 17. September 2008 @ 09:54

6.

Hey nix gegen Bushido! Ers guter Junge ;-)

Ich denke der Artikel ist dieses Mal okay. Ich erwarte also keine grosse Wortschlacht.

Viele Grüsse vom Wannsee,

Sebastian

Kommentar von Sebastian — 17. September 2008 @ 10:36

7.

…ich bleibe dabei – alles marketing BLABLA. Kernaussage:

Es gibt kein Patentrezept – man kann DIESES oder aber auch JENES machen, auf JENES und WELCHES achten, aber auch DAS oder DAS kann funktionieren wenn es SO oder SO oder SO gemacht wird. Den Artikel nun mit wichtigen Marketingphrasen, Verallgemeinerungen und schönen Anglizismen füllen und da fertig ist er – der Beitrag ohne Mehrwert….

Wie schon einer der vorherigen Kommentare (Sven) sehr gut zeigte (generische Namen wie YAHOO oder GOOGLE :-) ) ist der gastbeitrag keine Hilfe für Gründer. Auch Weisheiten wie “aufladen mit Emotionen” oder Aussagen wie “Medienhype zum Thema Internet” (war der nicht schon 1999 vorbei ???) bringen GAR NICHTS. Sie hat einfach keine Ahnung, muss aber ihren Gastbeitrag füllen und daher viele schöne Sätze produzieren, die den Anschein von Expertentum rechtfertigen.

Danke – setzen – 6

Kommentar von Mr. Label — 17. September 2008 @ 10:59

8.

es ist zwar schön, wenn man generische Domains besitzt, aber wie kommt da eine Marke heraus, eher schwer. In dem ganzen Dschungel gibt es dann tausende seiten, die mit reisen, urlaub etc. anfangen, und man hat keine qualitative Unterscheidung der Marken!

Kommentar von Thomas Schulze — 17. September 2008 @ 11:08

9.

Eine Ergänzung, die besonders für Startups relevant sein sollte, möchte ich noch machen:
Wir haben mehrere Monate nach einer Marke gesucht – eines der größten Probleme war, nicht nur eine Market zu finden, die in den relevanten 5-8 Markenklassen noch frei war (ähnlich “klingend” ist dabei schon ein killer, da es auf die genaue Schreibweise nicht ankommt), sondern sobald wir einen “Namen” gefunden hatten, war das Problem sehr oft, dass die entsprechenden Domains in den verschiedenen Ländern nicht mehr frei waren.
Deshalb wohl auch die Flut von Kunstnamen in den letzten Jahren.

Da viele Startups vor der gleichen Herausforderung stehen, gibt es inzwischen einige Agenturen, die sich genau darauf spezialisiert haben. Allerdings muss man gerade am Anfang auch erstmal bereit sein 5-10k Euro (und das sind die günstigen) für so etwas auszugegen – uns war das zu teuer.

Kommentar von Cornelia — 17. September 2008 @ 11:40

10.

“Markennamen können also zum Synonym eines Produktnutzens werden. [...] Haben Sie das geschafft, können sie mit jeder Menge kostenloser viraler Effekte und treuen Käufern rechnen.” Den Automatismus sehen die früheren Markeninhaber von Thermoskanne, Fön oder Filtertüte sicherlich nicht so.

Kommentar von Stefan Wolpers — 17. September 2008 @ 11:42

11.

wo ist das abgeschriebn…bitte quellenangabe

Kommentar von derkabeltom — 17. September 2008 @ 12:52

12.

ich bin erstaunt, wieviel unwissen hier herrscht.

“Etablierte Marken wie ebay, amazon, Google, Yahoo, etc. haben vor allem durch massive PR-Präsenz ihre Marke bekannt gemacht.”

amazon hat im ersten jahr nichts gemacht außer ihr produkt betrieben und weiterentwickelt. werbung wurde nicht geschaltet. werbung oder sonstige pr für google kamen erst jahre nach ihrem launch. ebenso bei yahoo.

diese firmen und ihre name sind groß geworden, weil sie ein produkt hatten, das die menschen wollten.

frau cassala hat wohl erst 2005 ins internet eingeschaltet.

Kommentar von oliver — 17. September 2008 @ 13:10

13.

bitte, lieber oliver, nicht PR unter “sonstige Werbung” subsumieren. PR ist ganz und gar keine Werbung, sondern eine eigenständige Kommunikationsdisziplin, die amazon sicherlich genutzt hat. Oder gab es keinen einzigen Medienbericht über amazon? Und auch bei Google kann ich mich sehr genau an eine PR-Offensive erinnern. Oder glaubst Du alle Medienberichte über Startups entstehen, weil Journalisten von selbst was cooles entdecken oder ihnen gerade langweilig ist?

Kommentar von Sharif T. — 17. September 2008 @ 13:42

14.

@ 11

Hm, auf der einen Seite hast du völlig recht,

auf der anderen: Da steht PR… und nicht Werbung ;-)

Klar, Google hat NULL Werbung gemacht für sich…
Sollte auch die Dame wissen.

Aber sie haben in der Tat hervorragende PR betrieben, gab dann tausende Beiträge in den Medien, was wieder kostenlose Werbung ist..

Also, an deiner Kritik ist schon was dran,
Sie hat halt den Satz etwas unglücklich formuliert…
Wie so viele Sätze.. ;-)

@ Alexandra-Fee Beyer: Wenn ich Sie wäre, hätte ich nach dem ersten Beitrag das Team von DS gebeten, alles offline zu stellen und die anderen Beiträge nicht zu veröffentlichen. Oder sind Sie auf NEGATIV-Werbung scharf?

LG

Kommentar von BEST-Polit-BLOG-EVER — 17. September 2008 @ 13:57

15.

@oliver
Wie lange sich Frau Cassala im Internet bewegt lässt sich anhand dieses Beitrages nicht beurteilen, denn dieser stammt von der “Marketingexpertin” Alexandra-Fee Beyer.
Frau Beyer nimmt nie zu den Kommentaren hier Stellung und auch lassen ihre bisherigen Artikel eher nicht vermuten, dass sie sehr kompetent in Sachen Internet-Startup ist.
Also muss sich jeder Leser selbst die Frage stellen und beantworten ;) , inwieweit Frau Beyer als Expertin wirklich weiterhelfen kann!

Kommentar von twittspiration — 17. September 2008 @ 14:12

16.

>diese firmen und ihre name sind groß geworden
>weil sie ein produkt hatten, das die menschen wollten

Wenn es ein Patentrezept gibt, dann dieses. Viele Unternehmen, die scheitern, arbeiten an der Zielgruppe vorbei. Hören ihren Kunden nicht zu.

Viele Grüße vom Wannsee,

Sebastian

Kommentar von Sebastian (naanoo.com) — 17. September 2008 @ 14:32

17.

Mr. Label hat’s schon gut zusammengefasst, da brauche ich eigentlich nichts mehr posten.
Mir sind bei der Lektüre zwei Links eingefallen, die mir in den letzten Wochen zum Thema PR aufgefallen sind und vielleicht etwas weniger abstrakt sind:

1)
Robert Basic fasst zusammen, wie gute Kommunikation mit Bloggern (bzw. eher mit ihm ;) ) aussieht, wenn man ein Startup vertritt und positive Aufmerksamkeit gewinnen möchte: http://www.basicthinking.de/blog/2008/09/15/startups-im-gespraech-iii/

2)
Sebastian Keil hat eine “Archivaufnahme” im Kanal 14 eingestellt, in der er sich mit Thomas Knüwer über die (fehlende) Qualität von Pressemitteilungen und ähnlichem unterhält. Ist vielleicht “in der Ausarbeitungsphase des finalen Geschäftsmodells” (< geniale Formulierung…) noch etwas früh, aber dennoch interessant.

Ansonsten noch einmal der Verweis auf Seth Godin (http://sethgodin.typepad.com). Wer nach “seth godin podcast mp3 download” u.ä. sucht, findet auch zwei, drei hörenswerte Interviews, die er gegeben hat. Bei Google Video steht zudem ein etwas älterer Vortrag über Marketing im Onlinezeitalter (48min) bereit.

Kommentar von Besser Machen — 17. September 2008 @ 16:30

18.

“2. Regelmäßige Pressemitteilungen zur Unterstreichung der Marken-/Unternehmenspersönlichkeit und Steigerung der Bekanntheit”

- regelmäßige pressemitteilungen interessieren kein schwein

Kommentar von wtc — 17. September 2008 @ 17:13

19.

Frau Cassala ist aber leider nicht Autorin des Gastbeitrages :) Halte den Nutzen der Serie auch eher für gering, aber wenn er jemandem geholfen hat ist das doch okay. Bringt doch reichlich wenig die Autorin jedesmal aufs neue zu “zerreissen”, dürfte sich nicht unbedingt positiv auf die Motivation anderer Spezialisten auswirken hier zu publizieren.

Kommentar von Johannes — 17. September 2008 @ 18:00

20.

Also Google ist doch das Standardbeispiel für die Verbreitung durch ein innovatives Produkt und eben _nicht_ durch PR. Aber ich bin ja auch kein Marketingfachmann..

Das werde ich wohl auch nicht mehr, denn bei dem Artikel kommt doch nur die Aussage durch, dass eine tolle Marke prinzipiell wünschenswert, aber kaum gezielt zu erschaffen ist. Damit ist mein Interesse aber auch sofort erloschen und werde sicher keine knappen Startup-Ressourcen in sowas stecken.

Dass hier das Pflegen einer Traditionsmarke wie Tempo mit in den selben Topf geschmissen wird ist irgendwie auch verwunderlich.

Kommentar von hm — 17. September 2008 @ 18:07

21.

Leute, was ist mit Euch los?
Wir sind hier eine chancenorientierte Gründergemeinde. Das erfordert eine positivere Sicht der Dinge. Sonst demotivieren wir jeden, der einen Gastbeitrag plante. Wer weiss, was wir durch den Umgangston jetzt schon an Beiträgen verpasst haben.

Man kann aus der Serie Informationen ziehen und wenn etwas zu unkonkret war, kann man hier eine Kommentar dazu hinterlassen oder eine eMail mit seinen Fragen schicken. – Toller Service meiner Meinung nach!

Wenn ihr als Gründer so mit Euren Mitarbeitern umgeht, dann empfehle ich Euch das Buch: “Der Minuten Manager” – Kenneth Blanchard
Vielleicht hilft Euch das im Umgang mit Menschen und Mitarbeitern.

Gründergrüße

Roman

Kommentar von Roman Rosete ten Pas — 18. September 2008 @ 08:37

22.

Word! Roman, vielen Dank für dein Kommentar. Du hast zusammengefasst, was wahrscheinlich viele Leute hier denken, auch wenn sie nicht kommentieren.

Alexandra, danke dir für deinen Beitrag. Lass dich von den Pfeifen hier nicht beirren.

Kommentar von Chris — 18. September 2008 @ 09:20

23.

Das Thema MARKENSCHUTZ beschäftigt mich zur Zeit. Soll ich es selbst wagen, über das Deutsche Patent- und Markenamt die Markenanmeldung selbst zu wagen (Kostenpunkt € 300, glaub ich) oder soll ich´s einem Experten überlassen inklusive Recherche? (extra Gebühren)

Habe .com, .de und .at (sonst auch noch alle Länder frei). Soweit, sogut! Abgesehen davon kommen beim Googeln nur 5 Ergebnisse – es dürfte also niemanden mit dem gleichen Namen geben.

Und dann ist noch die letzte Frage nach der empfohlenen Vorgehensweise, wenn man den Markenschutz für D-A-CH oder ganz Europa machen will. Einfach in BRD anmelden und bei Erhalt des Markenschutzes auf Europa übertragen lassen?

Will nicht am falschen Ende sparen – wenn also jemand einen Tipp zu meinen Fragen hat, dann sag ich schon mal Danke …
… Wetterfrosch

Kommentar von Wolfgang Sumetshammer — 18. September 2008 @ 16:12

24.

roman:
“chancenorientiert” ist ein geiles wort! passt irgendwie zu deinem foto ;) der minuten-manager passt auch irgendwie – toll!

wolfgang:
such dir eine gute kanzlei, die erfahrung damit hat. und damit meine ich nicht roman;) das sind nochmal 400-600€ , die sich wirklich auszahlen! die google-recherche bringt dir nix! ich spreche aus leidvoller (und dann positiver) erfahrung.

Kommentar von Hm — 18. September 2008 @ 21:17

25.

@Wolfgang
Für Dich habe ich genau das richtige Unternehmen gegründet ;-) http://www.tulex.de

Du bekommst von einem Markenanwalt für 99 € ein Gutachten mit einer Ähnlichkeitsrecherche und wenn es keine Probleme mit anderen Marken gibt, dann kannst Du für +199 € eine Marke über den Anwalt anmelden lassen. Die Gebühren von 300€ vom DPMA kommen natürlich dazu.

Hatte es gegründet, weil ich wegen einer Domain abgemahnt wurde und vor Gericht ne Stange Geld latzen musste. Ausserdem nervte mich, dass die Anwälte immer soviel Geld dafür haben wollten….

Weitere Infos über das Markenrecht findest DU unter:
http://www.tulex.de/markenrecht

Wenn Du Dich mit Markenrecht auskennst, dann kannst Du es über DPMA selber machen, achte aber darauf, dass Du auch ähnliche Namen (schriftbild, aussprache und Bedeutung) prüfst, da die auch vom Markenrecht geschützt werden und die auch bei Namen mit einer vollkommen anderen Schreibweise greifen (So hat in Berlin “Cibo Matto” gegen “Tchibo” verloren)

Ich hoffe, dass es eine Hilfe war und drücke Dir die Daumen.

Roman

PS: Die letzte Frage darf ich nicht beantworten, aber ich kann Dir sagen, was ich in solchen Fällen mache:

Wenn ich eine Marke anmelde, dann prüfe ich erstmal für den deutschen Schutzbereich (DPMA, EU, WIPO) und melde erstmal eine Marke in Deutschland an. Nach einer Zeit melde ich dann die EU Marke an. Das mache ich zum einen wegen der Priorität (Ich kann wiederspruch gegen EU Marken einlegen!) und zum Anderen aus Kostengründen (EU-Markenrecherchen sind extrem teuer), weil im Rahmen einer Gründung am Anfang das Geld immer teurer ist als in einer späteren Phase.

Kommentar von Roman Rosete ten Pas — 18. September 2008 @ 22:07

26.

werbung vs pr, wie auch immer.

ich habe google zum ersten mal 1998 benutzt und da war weit und breit nichts in der presse zu lesen. ihre website verbreitete sich dennoch wie lauffeuer, weil es alle satt hatten, sich mit schlechten, bannerbeladenen suchmaschinen wie altavista abgeben zu müssen.

die ersten artikel kamen viel später. und selbst dann: hatten die gründer hier pr betrieben? ich bezweifle es. die presse hat einfach geschrieben, weil google nicht mehr zu übersehen war. larry und sergey waren damit beschäftigt, ihre modell profitabel zu machen und gleichzeitig finanzielle unterstützung zu bekommen, um die ganzen server zu bezahlen.

Kommentar von oliver — 19. September 2008 @ 06:36

27.

wolfgang:
nimm eine gute kanzlei. ich kann http://www.berndorff.de empfehlen. aber du findest sicher auch in deiner stadt eine passende kanzlei. lass die marke über den rechtsanwalt anmelden. kostet dich ca. 400€. Dieses geld ist gut investiert! schmierigen selbstdarstellern ala roman würde ich nicht vertrauen! erfahrene anwälte haben es sicher nicht nötig hier werbung zu machen.

Kommentar von Hm — 19. September 2008 @ 23:16

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  1. [...] Teil 3 dieser Serie auf deutsche-startups.de beschäftigte sich die Marketingexpertin Alexandra-Fee Beyer [...]

    Pingback von Wie junge Start-ups beim Marketing alles richtig machen – Gastbeitrag von Alexandra-Fee Beyer, Teil 4 :: deutsche-startups.de — 24. September 2008 @ 08:00

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