Man nennt es auch Expansion: Die österreichische Beteiligungsgesellschaft VM Digital ist ihrem Ziel, in diesem Jahr noch in mindestens fünf Projekte und Unternehmen auf dem deutschen Markt zu investieren (deutsche-startups.de berichtete), erneut näher gekommen. Die Vorarlberger haben die Mehrheit an Pferde.de erworben. 50,1 % des von der WIV GmbH in Frankfurt am Main betriebenen Special-Interest-Portals gehören nun der hundertprozentigen Tochter des Vorarlberger Medienhauses. Helmar Hipp, Geschäftsführer von VM Digital, sieht sein Geld damit gut angelegt und sagt: “Digitalen Geschäftsmodellen, die sich mit Special-Interest-Themen beschäftigen, gehört die Zukunft.” Hipp sieht sich durch eine Umfrage von TNS Infratest bestätigt. Der Untersuchung zufolge nutzen 68 % der 1.500 befragten User Websites gezielt als Informationsquelle für ihre Hobbys und andere Freizeitaktivitäten.
Pferde.de wurde bereits 1998 gegründet und gehört nach eigenen Angaben zu den Pferdeportalen mit der größten Reichweite in Europa; über 130.000 Pferdefreunde seien hier registriert. Im Verlauf der letzten zehn Jahre sei das Angebot stetig erweitert und an das Web kontinuierlich angepasst worden, heißt es. Zusätzlich wurde eine Community hinzugefügt, damit die Reiter ihre Erfahrungen im Pferdsport miteinander teilen können. Außerdem bietet Pferde.de einen Kleinanzeigenmarkt und liefert Nachrichten und Hintergrundinfos sowie Einkaufstipps und Informationen zu Reiterferien.
Vorarlberger Medienhaus betreibt knapp 60 Internetdienste
Zum Beteiligungsportfolio von VM Digital gehören bisher die Oldtimer-Community Carsablanca (www.carsablanca.de), die Mütter-Community mamiweb (www.mamiweb.de) und die Promi-Plattform smash24/7 (www.smash247.com). Bereits seit mehreren Jahren ist die Mediengruppe mit der Kleinanzeigenplattform Quoka.de (www.quoka.de) im deutschen Markt vertreten. Die Haustier-Community Vivatier (www.vivatier.de) und Mascus (www.mascus.de), ein paneuropäische Angebot für gebrauchte Maschinen, LKW und Geräte, betreibt das Unternehmen in Lizenz. Insgesamt gehören zum Vorarlberger Medienhaus nach eigenen Angaben knapp 60 Internetdienste. Neben Österreich und Deutschland ist die Gruppe auch in Ungarn, Rumänien und der Ukraine tätig.
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Kommentare
@Alexander Hüsing!
Ich protestiere gegen diese nervige Layer Ad Werbung!!!!
Kommentar von Petra Panther 15. September 2008 @ 18:23Sehr spannender Markt! Das klingt für Hype-Gründer vermutlich zu altbacken. Aber Leute mit Pferden haben in der Regel richtig Asche.
Viele Grüße vom Wannsee,
Sebastian
Kommentar von Sebastian 15. September 2008 @ 19:12Jepp und dazu noch eine sehr alte Community und Top-Domain. Die Summe des Einstiegs würde mich mal interessieren.
Kommentar von Kai 15. September 2008 @ 20:03Der Kaufpreis ist leider nicht bekannt. Der Pferdemarkt ist für einen Verlag, der auf Special-Interest setzt, sicherlich ein lohnendes Engagement: Finanzstarke Zielgruppe, die sich sehr stark mit dem Thema identifiziert. Bisher informiert sich die Zielgruppe vermutlich noch immer über Printprodukte, langfristig wird sie aber im Internet ankommen.
Kommentar von Alexander Hüsing 16. September 2008 @ 09:08Ihr macht Euch lächerlich, wenn Ihr meine Kommentare nicht freigebt.
Kommentar von Peter 16. September 2008 @ 11:45