Der neuerliche Flirtboom geht weiter: Mit Jupidi (www.jupidi.de) wollen Kjell Fischer, Jascha Samadi und Benny Schilling einsame Herzen auf mobile Art miteinander verkuppeln. Die Kontaktanbahnung funktioniert bei Jupidi über SMS. “Völlig anonym und ohne die Gefahr einer öffentlichen Abfuhr, bringt Jupidi in Erfahrung, ob der Traumprinz oder die Traumfrau ähnliche Gefühle hegt”, erklärt Gründer und Geschäftsführer Fischer das Konzept. Wenn der oder die Angeflirtete Interesse zeigt, stellen die Hamburger einen Kontakt zwischen den beiden Nutzern her. Die Flirterei kann dabei weiter über Jupidi laufen oder direkt zwischen Verknalltem und Schwarm. Das Ganze ist somit eine moderne Version der Liebeszettel, die früher in jeder Schulklasse durch die Reihen gereicht wurden.

Die Zielgruppe von Jupidi dürfte somit auch klar sein: Der mobile Flirtdienst, der von der Beteiligungsgesellschaft Neuhaus Partners und der KfW finanziell unterstützt wird, soll vor allem einsamen jugendlichen Herzen zwischen 12 und 19 Jahren das Flirten erleichtern. Für die Kontaktanbahnung via Kurzmitteilung müssen die verliebten Nutzer 99 Cent zahlen, jede weitere SMS schlägt mit 49 Cent zu Buche. Für die Angeflirteten entstehen außer den normalen SMS-Gebühren keine Kosten. Vielnutzer können ein sogenanntes Superstar-Paket buchen und ihr Guthabenkonto für 4,99 Euro aufladen. Dann kostet die erste SMS nur noch 49 Cent und jede weitere 29 Cent.
Jeder Nutzer bringt einen weiteren mit
Ihr Guthaben können die Flirter entweder über die Webseite investieren oder direkt via Kurzmitteilung. Die Nutzer brauchen dazu nur eine SMS mit allen wichtigen Daten (unter anderem dem eigenen Namen, dem Namen des Schwarms und die Handynummer) an die 60777 schicken. So können die Nutzer Jupidi jederzeit und überall unabhängig vom Internet flirten. Im Gegensatz zu klassischen Flirtbörsen spielen die Jupidi-Nutzer zudem eine große Rolle bei der Verbreitung der Idee. Denn dadurch, dass jeder Nutzer bei dem mobilen Datingservice immer direkt eine andere Person anspricht, bringt jeder Erstnutzer auch einen weiteren potenziellen User mit. Selbst wenn dieser die Avancen nicht erwidert, wird er dadurch vielleicht selbst zum Nutzer von Jupidi.
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Fragen










Kommentare
Premium-SMS-Dienste für Kinder/Jugendliche finde ich immer sehr bedenklich.
Kommentar von matthias 12. August 2008 @ 09:34Nettes IdeeCHEN. Mit den 50k Startgeld von der KfW sollte man die Plattform schon erstellen, betreiben können.
Aber weshalb man noch ein VC mit an Bord nimmt erschliesst sich mir nicht wirklich.
Thomas Schulze mode on
Herzlichen Glückwunsch viel Erfolg tolle Idee!
Thomas Schulze mode off
Kommentar von 123 12. August 2008 @ 09:41Und wie wollen sie die ganzen 11jährigen von VIVA weglocken? Ich finde diese ganzen Handy-Dienste mit womöglich versteckten Kosten für Kinder/Jugendliche extrem bedenklich. VIVA und MTV exerzieren das bis zum Erbrechen, wieso muss es nun auch noch ein weiteres Portal dafür geben?
Kommentar von Sling 12. August 2008 @ 10:14Schrecklich!
Mir ist noch was aufgefallen: Die Zielgruppe sind 12 bis 19jährige, aber angeblich sollen die dort ihren “Traumprinz” finden – klar, Traumprinz für 3 Monate oder so, aber das Ganze hat für mich keine Logik. Ich denke eher, dass da älteren Männern Tür und Tor geöffnet wird, an jüngere Frauen heranzukommen.
Kommentar von Sling 12. August 2008 @ 10:17Doppelt bedenklich
Oh, wieder ne Jugendlichenabzocke. Schön, dass die KfW sowas finanziert. Das finde ich noch skandalöser als der Preis vom BMWI damals für die gescheiterte Luupo Abzocke
Kommentar von Peter 12. August 2008 @ 12:12In Hamburg gab es glaube ich auch schon einen Preis für das Projekt, obwohl es noch nicht mal online war.
Schon schlecht wenn man sowas auch noch auszeichnet.
Aber die EU geht ja jetzt gegen solche Sachen vor!
Kommentar von 123 12. August 2008 @ 12:23Grausam, dass sowas auch noch an allen Ecken Fördergelder bekommt (Hamburg hat auch noch was gegeben).
Kommentar von Florian 12. August 2008 @ 12:27Schaut euch mal die Pseudo-Kinder-freundlichen AGBs der Seite an. Wenn sich dir Gründer ihren ersten Porsche vom Taschengeld tausender Kinder kaufen, können sie hoffentlich nicht mehr ruhig schlafen.
Aber die Samwers haben es mit Jamba ja vorgemacht: für Kinder-Verarsche ist Deutschland ein guter Standort.
bei pupsi wird per sms gefurzt
Kommentar von hm 12. August 2008 @ 12:41Zielgruppe 12-19 ??? 12-jährige sind Kinder und spielen mit Barbiepuppen, 19-jährige sind Erwachsene, haben Führerschein, dürfen wählen oder sich bedenkenlos ins Koma saufen.
Was soll das denn für eine Zielgruppe sein? Ich finde solche Angebote extrem bedenklich und unseriös. Sehr eigenartig, daß Neuhaus Partners in eine solche Sache investiert. Noch schlimmer, wenn die kfw da Geld reinsteckt. Eigentlich ist es so eine typisch kunathmäßige Idee.
Kommentar von Cheater 12. August 2008 @ 12:42@Cheater
Kommentar von Lina 12. August 2008 @ 12:4612jährige spielen mit Barbies? Schön wäre es, aber ich denke das ist mittlerweile eher eine Minderheit. Durchschnittliche 12jährige haben Handys, Beziehungen und all sowas. Für die ist so etwas sicher interessant.
Schöne Idee! Zeitgemäß und auf jeden Fall längst überfällig im Zeitalter, wo 8jährige schon mit Handys am Start sind. Kosten für Kids hin oder her. Spätestens seit Jamba haben das doch eh die Eltern auf der Uhr und checken, was die Kids so ausgeben.
Kommentar von Kai 12. August 2008 @ 13:22@Sling: Natürlich wollen die Kids noch keinen Partner fürs Leben treffen, umso besser wird das Business Modell aufgehen. Wenn die alle 2 Monate einen neuen Check machen, perfekt ;-)
Wie die werden mit 50k Euro gefördert???
Kommentar von blub 12. August 2008 @ 15:14Sind die Investoren betrunken gewesen?
@blub
Es dürfte wohl etwas mehr gewesen sein. Wegen 50k steht bei Neuhaus sicherlich keiner auf;)
Kommentar von 123 12. August 2008 @ 16:57..dann hätten die das geld lieber versaufen und verhuren sollen(natürlich nur mit mir), da hätten die(wir) erstens mehr von gehabt, zweitens wäre unsere jugend von einem weiteren unsinnigen webflirt angebot verschont geblieben und drittens würden die jugend sich dann, eventuell, wenn die sterne günstig stehen, für das geld ein buch kaufen und wenns dann ganz dick kommt und weitere Sterne in perfektert konstellation zueinander stehen, das gekaufte buch auch lesen. Aber was red ich hier…ich geh fernsehn…
Kommentar von blub 12. August 2008 @ 17:21Man munkelt über eine Startbewertung von über 2 Millionen Tacken…
Kommentar von Göran 12. August 2008 @ 17:48Was hier los allllllaaaaa.
Kommentar von Ali Bombali 12. August 2008 @ 18:51Also, Ihr seit ja alle Moralapostel. Am Ende wird den Jungs und Mädchen doch irgendwie geholfen. Der Kundennutzen ist schon da, obwohl man immer gucken muss wo die Grenze zu Abzockerei ist. Aber mal ganz ehrlich, wer von euch würde denn Jamba nicht gern gegründet haben wollen? Heuchler!
Kommentar von Jürgen 12. August 2008 @ 19:16@jürgen
Kommentar von blub 12. August 2008 @ 19:36*meld*
Es gibt halt Menschen für die ist Geld und Erfolg nicht alles.
Moralisch korrekt hin oder her.
Für 50K hätten die Jungs die Seite auch ordentlich designen und aufbauen können. Finde es sieht extrem billig produziert aus.
Frage an das Gründerteam. Wie wollt ihr den Markteintritt gestalten?
Zusätzlich glaube ich nur, dass ihr Erfolg haben werdet, wenn es eine Art Kultstatus erreicht andere Personen über dieses Medium zu kontaktieren. Anderseits werden die Jungs und Mädels, die ja eure Kunden sind, wohl die 3€ sparen und lieber die betreffende Person selbst fragen oder einfach durch Körpersprache etc. herausfinden, ob diese was von ihr/ ihm will.
Fazit: Finde die Idee schwach und nicht finanzierungsfähig.
Kommentar von Martin 12. August 2008 @ 19:46ein zweites niedliches Problem wird sein, warum soll die auserwählte Person überhaupt antworten, denn Sie bezahlt 19 Cent für die SMS. Also, werde ich als Kunde, nur bereit sein für diesen Service 0,99 € zu bezahlen, wenn ich überhaupt die Erwartung habe, dass der Counterpart antwortet. Hinzu kommt, dass ich als Kunde auch zumindest eine Grundwahrscheinlichkeit für ein erfolgreiches Match haben muss.
Kommentar von Martin 12. August 2008 @ 19:51Soll heißen, alle Pickel-, Computer-, MCDonaldsJungs werden sich, so fern sie wirklich noch bei Verstande sind, nicht zu einer Nachricht für 0,99€ hinreissen lassen. Da Erfolgswahrscheinlichkeit = 0 -> besser ein Hamburger bei MCDonalds.
@Göran
Kein seriöser BA oder VC würde das Unternehmen auf 2 Mio. bewerten. Ausnahme bilden hier ausländische Getränkelieferanten die schon so gloreiche Konzepte wie onsari finanziert haben. Lach ;-)
@Martin
Kommentar von Christian Ogait 12. August 2008 @ 20:30stimme mit deinen Bemerkungen vollumfänglich überein. Hier gibt es nicht wirklich ein Business Modell das kontinuierlich wachsen kann. Aber vielleicht trifft der von dir zitierte Kultstatus ein und dann wird die Kiste riesig. Davon gehe ich jedoch nicht aus.
Was ich nicht verstehe, wie gestandene VCs in merkwürdig schlecht umgesetzte und incentivierte Businessmodelle investieren.
Vielleicht sollten die mich vorher fragen. Anfragen gerne an mich.
Kommentar von Martin 12. August 2008 @ 21:03Ihr Lieben … auf was für Erfahrungswerte greift ihr denn zurück?!?
VC hat das größte interesse daran einen hohen ROI zu bekommen; ergo wird ein guter VC dafür sorgen dass das geförderte unternehmen nachhaltig (!) erfolg hat … insofern: super, mehr VC! dazu das coaching, das netzwerk, die hilfe beim IPO – wer kann denn das alleine?!?
hamburg ist tatsächlich eine der grundungsfreundlichsten städte in ganz deutschland, und zwar die ganze metropolregion (zB ist die leuphana universität in lüneburg die gründungsfreundlichste universität deutschlandweit, vergl handelsblatt-ranking)
wieso also soll ein solches projekt nicht gefördert werden?…
die moralische und gesellschaftspolitische ebene muss dort geklärt werden wo sie herkommt: in der politik.
zur erklärung: ich persönlich finde es nicht besonders toll das junge und jüngste menschen solchen service nutzen. aber ich würde meine kinder dahingehend erziehen und die werte vermitteln das sie das nicht tun, anstatt ein junges unternehmen anzugreifen das diese niesche nutzt.
hier werden arbeitsplätze geschaffen! cashflow generiert! steuern gezahlt! also bitte…
LG
prometheus…
Kommentar von promi 12. August 2008 @ 21:08@Martin:
Weil man sich kennt?
Kommentar von Tom 12. August 2008 @ 22:41@ Christian
Kommentar von Göran 12. August 2008 @ 22:47Ist ziemlich verlässlich die Quelle… Finde die Idee auch selten idiotisch, aber nun gut.
ihr seid solch lustige vögel, kommentiert hier alles rauf und runter und sitzt daheim und habt selbst noch nie was auf die beine gestellt. hin oder her, ob die idee gut ist, das umfeld seriös, die vcs richtig gehandelt haben, etc. etc.
ihr schreibt alle abstruse bemerkungen und keiner von euch gibt sich zu erkennen. ich würde wetten, dass KEINER von euch jemals irgendetwas zum fliegen gebracht hat, geschweige denn, einen service am start hat, der vc-tauglich ist.
setzt euch lieber an die rechner, kommt mit besseren sachen auf den markt und kritisiert dann.
ehrlich, ihr seid lachhaft.
eurer anonymer verehrer. lol
Kommentar von Freund des Unternehmens 13. August 2008 @ 00:17Zielgruppe 12-19? Hm, und dann das in den AGB :)
…
Kommentar von michael79 13. August 2008 @ 00:27§ 3 Registrierung und Kennwort
* Du die Online-Dienste ausschließlich zu privaten Zwecken nutzt und mindestens 14 Jahre alt bist,
…
Ja, ich stimmt Martin da voll und ganz zu
@26 Und woher bitte willst Du wissen, wo wir gerade sitzen? Naja, wenn Du meinst… ;-)
Kommentar von Lina 13. August 2008 @ 10:16Ich finde die idee geil ;-)
Mal ehrlich-> im Teeniealter macht man viel blödsinn wenn man verliebt ist.
Und einen Euro zahlt da jeder mit freuden, wenn er nur den Hauch einer Chance hat, zu erfahren was der/die Gegenüber denkt.
Und wo ist da ne Abzocke der Jugend ? Hallo, einen Euro…Da kostet ja schon die Pausenmilch das doppelte. Abzocke ist es, wenn man sich nen Klingelton lädt und dann n Abo mit 20 EUR/ Monat am Hals hat.
Aber das finde ich absolut legitim.
Ich frage mich gerade eher, warum nicht ich auf die Idee gekommen bin ;-)
*Daumen hoch* – Holt Euch Euren Porsche ! Verdient ist es mit so ner Idee…
Kommentar von Markus 13. August 2008 @ 11:47Jupidi-Jungs,
hört nicht auf die Neider, ihr werdet das bizz fett rocken! Ich find die Idee geil, wenn ich noch 15 wäre, auch garantiert Kunde :-)
Also, haut rein!
Kommentar von Lisa 13. August 2008 @ 16:14@ Lisa
Ich glaube nicht…
Kommentar von Göran 13. August 2008 @ 17:00Wir sind hier nicht in der Kirche.
Also finde das Design für die Zielgruppe angemessen.
Es ist halt eine Frage der Viralität die Jupidi innerhalb kürzester Zeit aufbauen muss.
Sehen wir mal was die Zeit dazu sagt .
Vor allem sind die Jungs keine Anfänger und das ist bei so einem Konzept sehr wichtig!
Also ich wünsche euch viel Glück :-)
Grüße
Kommentar von Supernanny 13. August 2008 @ 18:28Hallo zusammen,
vielen Dank für die zahlreichen Comments, vor allem an die, die sich positiv geäußert haben. Über konstruktives Feedback und Anregungen freuen wir uns natürlich auch immer. Womit wir leider nichts anfangen können sind unsachliche Äußerungen, Mutmaßungen und Pauschalisierungen – auf diese werden wir nicht eingehen. Es ist schade, dass ernst gemeinte Kritik und vielleicht sogar Konstruktives nicht in angebrachter Form vorgebracht wird. Ich würde euch bitten, euch über das Produkt und auch die dahinter stehenden Personen ein etwas genaueres Bild zu machen bevor ihr ein Urteil fällt.
Kommentar von Kjell Fischer 13. August 2008 @ 20:19Einige der Mobile-/SMS-Dienste, die heutzutage auf dem Markt sind, haben ein Image-Problem, weil sich – wie Markus bemerkt – viele Jugendliche bei der Erstnutzung zu einem Abo verpflichten, häufig ohne dass sie es überhaupt richtig mitbekommen. Rechtlich gesehen regelt das Gesetz hierzu, inwieweit eine Informationspflicht beim Anbieter liegt.
Bei Jupidi zahlt der Nutzer wirklich nur für die einzelnen Aktionen. Ich denke auch, dass ein wirklicher Nutzen gegeben ist – es nicht das Ziel von Jupidi, Jugendlichen das Geld aus der Tasche zu ziehen, sondern sie zusammen zu führen. Dies ist der Anspruch, an dem wir uns messen lassen werden. Wer Jupidi mit anderen (hier angeprangerten) Diensten vergleicht, der wird erkennen, dass wir uns nicht wirklich hochpreisig positionieren.
Es ist richtig – Jupidi wurde vielfach von der Stadt Hamburg gefördert. So konnten wir neben diversen Fördermitteln auch den hier vergebenen Innotechpreis gewinnen. Dass auf dieser Ebene Seriosität und Vertrauenswürdigkeit ebenso wie Vision und Nachhaltigkeit nicht vorgegaukelt werden können, ergibt sich denke ich von selbst.
Wir sind stolz auf unseren Service, ebenso wie darauf, so viele Menschen im Vorfeld des Launches dafür begeistert zu haben – und das werden wir auch weiterhin tun.
Wir freuen uns über jegliches Feedback, besonders über negatives – nur konstruktiv sollte es sein.
In diesem Sinne
Das finde ich jetzt mal hochanständig, hier eine Antwort zu geben! Inhaltlich hab ich an Jupidu trotzdem so meine Zweifel, von Gründer zu Gründer wünsch ich natürlich jedem der versucht was aufzubauen Glück!
Kommentar von florian 14. August 2008 @ 01:2033.
Soviel Text und sowenig Aussage;)
Kommentar von öhm 14. August 2008 @ 07:51Als Nutzer muss ich die Handynummer meines Schwarms kennen, um den Service zu nutzen.
Woher bekomme ich die? Über Bekannte meines Schwarms oder direkt von dem Schwarm! Wenn dies so ist, dann kann ich doch gleich meine Chancen abschätzen, was das Ergebnis meiner Liebesmühen sein wird. So benötige ich den Dienst nicht.
Wenn ich die Nummer nicht habe, kann ich den Dienst nicht nutzen. Und diese Überbrückung der Angst hat doch nur Sinn, wenn ich meinen Schwarm nicht einschätzen kann. Den Schwarm also nicht jeden Tag spreche etc. Problem hierbei ist aber, dass ich die Telefonnummer dieses Schwarms dann aber nicht kenne.
Wie denkt jupidi über dieses Problem?
Kommentar von Martin 15. August 2008 @ 21:3133. ich werde echt sauer wenn ich sowas lese, zu mal ich eine Tochter im Zielgruppenalter habe.
ihr wollt Profit machen und dafür ist Euch und Euren VC doch alles egal, auch wenn das Geld von 12 Jährigen Kindern von Hartz4-Leutchen kommt die nicht wissen wie sie über die Runden kommen sollen.
Und das Hamburg solchen fundamentalen Unsinn auch noch fördert ist eine Schande für diese schöne Stadt. Die Herren sollten sich mitschämen.
Ich kenne in Hamburg viele Einrichtungen für Kinder wo es an allem mangelt, da sollten mal die innovationsheinis ihr Geld reinpumpen, denn die Kinder sind unsere Zukunft.
und nochwas: Ich bin kein Neider. Ich gönne jedem Erfolg und maximalen Profit, aber bitte ohne solche Abzockmethoden bei Kindern und Jugendlichen.
Also, tut mir den Gefallen und stellt mal Feuer ein und macht etwas sinnvolles. Von mir aus sogar eine SMS Flirtbörse für Leute ab 18.
Kommentar von Carsten 16. August 2008 @ 09:22@martin
sehe ich auch so. kann mir dann doch gleich eine pre
paid sim kaufen und mit dieser unbekannten nr. meinem schwarm eine sms senden und die kostet dann bei aldi&co
nur noch 0,19€
was die zielgruppe angeht muss ich carsten ebenfalls recht geben.
Kommentar von Svenja klar 16. August 2008 @ 09:36Das Konzept verdient eine schnelle Insolvenz. Wann lernt die deutsche Investorenszene endlich, daß es auch eine moralische Komponente bei Investments gibt? Wenn es nur um den Profit geht, warum schmeißt ihr dann nicht alle Hemmungen über Bord und steigt in den Drogenhandel ein? Hamburg wäre doch als Umschlagplatz ideal und Neuhaus könnte den Stoff gleich an der Binnenalster an neureiche Yuppies vertickern.
Kommentar von Cheater 16. August 2008 @ 10:57Ich finde es ok, dass sich Gründer, die noch keinen großen Wurf getätigt haben, alles auf eine Karte setzen und moralisch fragwürdige Geschäftsmodelle umsetzen. Das ist ok.
Aber bei diesem Geschäftsmodell ist keine Monetarisierung erkennbar. Die Anreize sind einfach völlig falsch gesteckt und die Annahmen, wie die Menschen auf diese neue Möglichkeit reagieren absolut fehleingeschätzt. Ich würde den Gründern empfehlen schnellstmöglich mit anderen Anbietern wie cellity und co. zu kooperieren, damit die Sendekosten deutlich gesenkt werden können. Dann sehe ich eine Möglichkeit, dass das Angebot für Nutzer attraktiv wird. Blöd bloß für die Investoren. Denn ich bin mir sicher, dass das Geschäftsmodell in der jetzigen Form nicht fliegen wird.
Ich finde, die Gründer und vor allem die Investoren sollten sich vermehrt fragen, warum sollte eine Person diesen Service nutzen und bereit sein diesen Preis zu zahlen. Anscheinend haben die dies nicht getan, sondern einfach den BPlan gelesen, sich gefreut und nicht auf den Menschenverstand verlassen. Schade eigentlich. Wenn die VC-Branche weiterhin solch “schwache” Modelle fördert wird es schwierig werden für die VCs spätere Fonds aufzulegen. Und das fände ich Schade für D. Denn es gibt einige, wenn auch zu wenige, gute Unternehmer. Diese Unternehmer finde ich geil.
Kommentar von Martin 16. August 2008 @ 19:17dieses projekt ist rechtlich sehr bedenklich! man sollte sich doch vorher mal genauer darüber informieren ob dies rechtlich wasserdicht ist. es kann nicht sein dass kinder ohne einwilligung per sms angeschrieben werden, ob sie interesse an einer anderen person haben.
das ist rechtlich untersagt !
aber jeder soll als unternehmer sein lehrgeld zahlen. das haben wir alle schon machen müssen.
bin ein absoluter befürtworter von unternehmertum. aber es sollte ehrlich und fair funktionieren!
Kommentar von falk 17. August 2008 @ 17:44Wie siehts eigentlich von dem rechtlichen Aspekt dieses Projektes aus? Dürfen Kinder einfach so angeschrieben werden? Finde es blöd und so halt, dass 5,5Mio in dieses Startup investiert wurden und nicht in meins…
Kommentar von Henning Lauernbach 17. August 2008 @ 23:31Wenn ich ein Mädel wäre und ein Typ würde mich über “www.jupudi.de” kontaktieren, fände ich es sehr dämlich.
Warum ruft er mich dann gleich nicht an, wenn er sowieso meine Handynummer hat.
Ob ich ihm ab- oder zusage ist ja nicht entscheidend, denn ich erfahre ja schließlich, um welchen Typ es sich handelt, bevor ich ja oder nein sage.
Kommentar von Max 18. August 2008 @ 12:53Seit wann fördert die KfW mit 50K? Soweit ich weiß, gibt es nur 500K vom HightTech Gründerfond (Kfw) sowie 50K als allgemeine Förderungsmöglichkeit der KfW über Darlehen für KMU (Micro- Mini- oder irgendwie so heißt das). Oder hab ich was verpasst?
Und was für Fördermittel der Stadt Hamburg gab es? Wär ja auch mal interessant von wem genau, wofür und zu welchen Konditionen (techische Innovation? Stadt Hamburg? Darlehen oder Beteligung…) Auf jeden Fall Glückwunsch zur gelungenen Finanzierung.
Zu der hitzigen Diskussion hier:
1. Dinge, die moralisch fragwürdig aber rechtlich zulässig sind, muss jeder für sich selber entscheiden. Das kann man zwar verwerflich finden, ändert aber nichts :)
2. Das MUSS rechtlich ok sein, ansosnten würde kein VC und keine KfW so etwas fördern
3. Kann es sein, dass hier mal wieder eine Neiddskussion in Gange ist? Sicher kann man darüber dskutieren, ob öffentlich Fördergelder bei Jupidi angebracht sind, aber auch staatliche Fördermittel (btw. KFW gehört zwar dem Staat ist aber eine Bank und handelt auch so) werden letzlich nur an wirtschaftliche Aussichten und rechtliche Unbedenklichkeit geknüpft.
4. Falls jetzt irgendwer auf irgendwelche Ideen kommt, weil ich das Ganze hier versuche neutral zu beurteilen: Wir planen keine Premium SMS Dienste für Jugendliche bei sixgroups und auch sonst nichts moralisch Diskutables :)
Kommentar von Andreas Stephan 18. August 2008 @ 19:58Hallo zusammen,
ich würde ganz gerne kurz auf die oben genannten Punkte eingehen, ohne dabei in eine ellenlange schriftliche Diskussion zu Vorwürfen und moralischer Fragwürdigkeit zu verfallen.
Martin (36)
Erstmal danke für die sachliche, zielgerichtete Frage.
Im Kern sehe ich in deiner Frage den Zweifel daran, ob für diesen Service überhaupt ein Bedarf besteht. Eine Diskussion darüber, ob dies der Fall ist oder nicht wird sich mit der Zeit erübrigen. Diese Gegenargumente wage ich zu liefern:
- An die Nummer eines Anderen zu kommen, muss kein großes Hindernis darstellen. Ich kann diese über Freunde der Person oder auch direkt erhalten haben. Vielleicht hat diese Person mir auch seine/ihre Nummer in einem der diversen Netzwerke freigegeben
- Die Telefonnummer einer anderen Person zu haben impliziert Nähe zu dieser Person, bedeutet aber nicht, dass ich mich dieser Person sofort offenbaren würde.
- Darüber hinaus bedeutet im Besitz der Telefonnummer zu sein nicht sofort, dass ich auch weiß woran ich bei der anderen Person bin und wie meine Chancen stehen
- Gerade bei einer jüngeren Zielgruppe bestehen diesbezüglich viele Unsicherheiten und Zweifel. Zur gleichen Zeit beschränkt sich das Umfeld zumeist auf bestimmte Kreise, in denen man mit vielen Menschen, die sich untereinander kennen, in Kontakt ist (Schule, Sportverein etc.). Eben aus diesem Grund kann hier die Schwelle zur direkten Ansprache (zum „offenbaren“) größer sein, als auf einen vollkommen Fremden zuzugehen, den man zumeist nicht wieder sieht (bei „Flirtmisserfolg“).
Carsten (37)
Dass dich die Tatsache der Existenz eines solchen Services sauer macht ist schade, ich übersehe mal die Unsachlichkeit deiner Argumentationsführung und versuche ganz “unbeschämt” darauf einzugehen:
- Es ist uns nicht vollkommen egal wie wir an Geld kommen. Wir verdienen an jeder SMS Geld, das ist richtig. Aber irgendwie fehlt mir das wirkliche Argument von deiner Seite (Stichwort: „Abzockermethode) – denn der Nutzer bekommt eine Gegenleistung, das Pricing ist transparent kommuniziert und es gibt keine versteckten Kosten und keine Vertragsbindung. Wir halten uns streng an alle Datenschutzbestimmungen. Letztendlich kritisierst Du somit jedes Produkt, dass sich an eine jüngere Zielgruppe richtet – denn das, was eigentlich zu einem solchen schlechten Image von mobilen Services geführt hat, ist bei uns nicht implementiert.
- Es gibt eine Kindersicherung, bei der Eltern die Nr. ihrer Kinder sperren lassen können.
Svenja Klar (38)
Jupidi tritt als Vermittler auf. Der Angesprochene soll wissen, dass die von ihm preisgegebenen Informationen nicht weitergegeben und auch nicht missbraucht werden. Ich denke nicht, dass Du viel Erfolg hättest, wenn Du Dir eine Prepaid Karte (Starterset-Preis bei Aldi übrigens 12,99 €) kaufen würdest, um dann jemanden von dieser Nummer aus zu Fragen, für wen er/sie Gefühle hat.
Falk (41)
Unser Konzept wurde mehrfach rechtlich überprüft. Du nennst uns in einem Atemzug sowohl illegal, unehrlich als auch unfair und sprichst darüber hinaus ein Rechtsgutachten in einem Satz aus. Natürlich haben wir vor Launch dieses Services über den rechtlichen Aspekt nachgedacht und uns auch beraten lassen. Unser Service ist rechtlich einwandfrei und beruht auch nicht auf juristischen Finten. Wir treten als Vermittler auf. Um nicht in eine lange Rechtsdiskussion zu verfallen möchte ich hier auf die AGB verweisen, die auch Dir frei zur rechtlichen Überprüfung stehen.
Andreas (44)
Danke für Deine Worte.Zu den Fördermitteln, die wir erhalten haben:
- Ein voll ausgestattetes Büro, im Rahmen des Programmes „Gründerwekstatt“
- Den „Gründerjob“, bei dem jedem der Gründer für einen bestimmten Zeitraum ein Gehalt gezahlt wird, welches ihm/ihr hilft, sich voll und ganz auf die Gründung zu konzentrieren
- Preisgelder und Sachgutscheine (keine echten Fördermittel) über den Hamburger Innotechpreis.
Alle diese Programme sind dem Gedanken der „Gründung aus der Hochschule“ entsprungen.
Mehr Informationen gibt es hier http://www.hep-plus.de/cms/page/Home
An alle:
Ich finde solche Begriffe wie „moralisch fragwürdig“ und „unseriös“ aus o.g. einfach super unangebracht. Wir bauen hier eine wirtschaftliche Einheit auf, die mit einem witzigen, innovativen Produkt an den Markt geht und dabei ein wirklich vorhandenes Problem aufgreift. Wir geben jeden Tag alles für diese Firma, nicht weil wir für riesigen Profit über Leichen gehen wollen sondern weil wir von der Vision des Gründertums überzeugt sind – diese beeinhaltet auch Geld verdienen. Sie beinhaltet Seriosität. Sie beinhaltet Nähe zum Kunden und zum Produkt. Sie beinhaltet Transparenz und die Vision einen gesellschaftlichen Mehrwert zu schaffen. Diskutiert mit uns darüber, wo ihr Risiken seht, wo Chancen liegen könnten und woran ihr Zweifel habt. Aber versucht dabei selber möglichst fair und seriös zu bleiben.
Viele Grüße
Kommentar von Kjell Fischer 20. August 2008 @ 14:48Zielgruppe 12-19 Jahre????
Auszug aus den AGB:
“…Du die Online-Dienste ausschließlich zu privaten Zwecken nutzt und mindestens 14 Jahre alt bist…”
Ihr habt euch rechtlich beraten lassen, werbt aber dennoch die Zielgruppe 12-14 Jahre?
http://www.jupidi.de/agb.html
Kommentar von Christoph 21. August 2008 @ 16:52Ich finde diesen Moral-Tsunami hier schon etwas fehl am Platz. Über die Erfolgschancen dieser Idee/Art der Umsetzung kann man sich ja streiten, aber dieser Dienst ist immerhin nicht auf halbbetrügerischen Abomodellen aufgebaut. Wer maßt sich an, für sämtliche Jugendliche zu entscheiden, welche Art von Mehrwert ihnen ein paar Euro wert sein sollte?
Ich finde zwar das Preismodell bei Jupidi auch etwas undurchsichtig, da wäre eine klarere Gestaltung wünschenswert, aber “Abzockmethoden” sehen doch anders aus.
Kommentar von Stefan 22. August 2008 @ 18:19Nicht noch ein Rip-Off: Das gesamte Konzept ist bei eCrush geklaut, die gibts schon seit 10 Jahren und waren schon in der “New Economy” dabei. Allerdings machen die das mit E-Mails und nicht mit kostenpflichtigen SMS.
Kommentar von Markus Ganz 12. September 2008 @ 10:21