Tagtäglich treffen sich in U-Bahnen, Bussen oder S-Bahnen unzählige Augenpaare. Manchmal verharren diese Blicke ein bisschen länger. Meist gehen die beiden Flirter dann aber ohne ein Wort zu wechseln auseinander. Hinterher ist der Kummer dann groß: Wer war er? Wie heißt sie? Die Folge sind kleine Anzeigen in Stadtmagazinen oder Aushänge an Laternenpfälen. Mit verblitzt.de (www.verblitzt.de) wollen Thomas Kombüchen und Uli Wolter von neonature studios genau solche Menschen wieder zusammenbringen. Wer einen interessanten Zeitgenossen in einem öffentlichen Verkehrsmittel getroffen hat und sich eine zweite Begegnung wünscht, muss bei verblitzt.de nur eine Stadt sowie eine Liniennummer auswählen und kann eine Suchanzeige aufgeben.
“So viele Singles leben in Deutschlands Städten, die sich diese zweite Begegnung wünschen. Mit verblitzt.de wird das endlich einfacher”, sagt Kombüchen. Der Kölner ist schon gespannt, “wann er die erste Hochzeit vermelden kann, die es ohne verblitzt.de nie gegeben hätte”. Zunächst muss die Plattform aber reichlich Leute anziehen, sonst laufen die Suchanfragen ins Leere. Aber selbst wenn viele Leute die Seite regelmäßig ansteuern, kann es durchaus sein, dass ausgerechnet der ungeküsste Traumprinz einen großen Bogen um verblitzt.de macht. Insgesamt also kein leichtes Unterfangen, Zufallsbekanntschaften zu verkuppeln. Zumal einige Verkehrsbetriebe die Sache selbst in die Hand nehmen: In Berlin heißt das Angebot der BVG Augenblicke.
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Kommentare
Ah, das finde ich mal eine süße Idee. Wenn das richtig kommuniziert wird, dann hat das echt Potential denke ich. Aber wie gesagt, die Usergruppe muss groß genug werden!
Wie finanziert sich verbiltzt denn?
ich wünsch Euch jedenfalls viel Glück!
Kommentar von Lina 23. Juli 2008 @ 15:25Ich mach auch mal ne Seite auf, wo sich User eintragen können, die während des Besuch im Friseursalon eine Bekanntschaft gemacht haben bzw. eventuell sogar noch tierischer mit Hundesalons. Oder wie wäre es eine Singlebörse einzurichten, für diejenigen, die unter ständiger Pupserei leiden oder aufgrund von Krankheit starken Achselschweißgeruch mit sich tragen? Hmmm….eventuell mach ich einfach für jede Alltagssituation ne Flirtbörse auf, denn das scheint unser Land zu brauchen. Man kann das dann ja mit Subdomains lösen z.B. hundesalon.flirtmichtot.de oder ichmusspupsenweilichzuvielbohnengegessenhabe.flirtmichtot.de
Wow, ich habe soeben ein neues Geschäftskonzept entdeckt, DANKE für diese Eingebung!!!
Kommentar von wumme 23. Juli 2008 @ 15:31Wo ist das Problem? Die Idee ist gut und Nachfrage besteht auch. Nur eine Frage ob diese ausreichend ist… Als StudiVZ Plugin oder sowas in der Richtung wäre das sicher interessanter.
Kommentar von Stefan 23. Juli 2008 @ 15:45Genutzt wird das natürlich nur, wenn beide Flirtpartner suchen UND auf die Plattform kommen. Insofern wird der “Userfang” schwierig.
Kommentar von Lina 23. Juli 2008 @ 16:35Aber ich muss @ wumme mal wiedersprechen. In Stadtmagazinen etc wimmelt es nur so von solchen Anzeigen… die Nachfrage scheint also vorhanden zu sein.
Nette Idee! Am besten wäre eine Kooperation mit einem regionalen Verkehrunternehmen (z.b. bvg) und sich erstmal auf eine Stadt konzentrieren…
Kommentar von Markus 23. Juli 2008 @ 16:47die Bvg in Berlin macht das schon seit ewigkeiten.
Das hängt in jeder Tram,U-bahn etc.
siehe auch
Kommentar von RudeiRudeboy 23. Juli 2008 @ 17:31http://bvg.de/augenblicke
@ RudeiRudeboy
Genau, deswegen steht es ja auch im Text.
Kommentar von Alexander Hüsing 23. Juli 2008 @ 17:34Ob viel Nachfrage besteht, kann man nur schwer beurteilen. Wenn man sich die Anzahl der Einträge bei dem BVG-Angebot anschaut (5-10 pro Tag), ist die Nachfrage doch ziemlich überschaubar. Und die BVG macht relativ viel Werbung dafür.
Kommentar von Robert 23. Juli 2008 @ 18:33Eigentlich ja eine süße Idee und echt nett, aber wenn man dann so manche Einträge sieht, dann denkt man sich schon “Oh Gott”, weil es einfach keinen “längeren Blickkontakt” o.ä. gab. Und nicht zuletzt:
Wenn jetzt jeder seine von den fremden Mädels geschossenen Photos da hochlädt, na super, na gute Nacht liebe Mädels. Da werden sich manche dann reihenweise auf Photos befinden, ohne zu wissen, dass die halbe Welt sie öffentlich im www anhimmelt! :D
Na ja, wenn die Ansicht der Anzeigen (zu Mindestens der mit Bildern) von außen gesperrt würden, ginge es ja…
Außerdem vermisse ich die öffentlichen Verkehrsmittel = Zug! (Zugart kann ja Drop-Down sein und Nr. kann man selber eingeben/raussuchen)
Kommentar von Hagata 24. Juli 2008 @ 05:41Das wäre das einzige, wofür ich mich als Viel-Zug-”Fernfahrer” bei verblitzt.de registrieren kann, weil ich nun mal nicht in einer großen Stadt mit S-Bahn studiere… -.-
Ganz klar eine schwierig zu positionierende Geschäftsidee, doch mit viel Mühe wird es ein großer Erfolg!
Kommentar von Karl Ebenauer 24. Juli 2008 @ 13:53@Robert Die BVG macht zwar viel Werbung dafür, allerdings ist die Werbung nicht gerade selbsterklärend: Einfach ein Bild und eine URL reicht meines Erachtens nicht. Ich habe erst nach ein paar Monaten mal nachgesehen, was das eigentlich ist. Obwohl ich die Bilder gut finde. Erfolg kann der Dienst sicher nur in Kooperation mit mehreren Verkehrsgesellschaften und aussagekräftigeren Plakaten als bei der BVG haben.
Die Monetarisierung würde mich auch interessieren. Für die BVG liegt es wohl im reinen Image-Gewinn.
Kommentar von Nico 24. Juli 2008 @ 18:21Ich finde die Idee und die Umsetzung toll! So etwas hätte ich vor ca. 1 Jahr gebraucht und wahrscheinlich sogar Geld dafür bezahlt.
Kommentar von Reno 24. Juli 2008 @ 21:21BVG Augenblicke Berlin hat mittlerweile eine konkurrenzseite bekommen berlinwanted.de
Kommentar von Marco Geesch 10. Juni 2009 @ 20:09die haben sich nur auf sowas spezialisiert. Es sollen schon einige erfolgreiche verkuppelungen auf der seite stattgefunden haben :)