Die Wunschmüslifabrik mymuesli (www.mymuesli.de) gewährt bei der “FTD” wieder einen Einblick in die Geschäftszahlen. “Bei Mymuesli ging zuletzt die Post ab. Im wahrsten Sinne des Wortes: Müsli im Verkaufswert von 463.000 Euro verließ in den Monaten März bis Mai die Produktionsstätte in Passau”, schreibt Thomas Clark. Zum Vergleich: Von Dezember bis Februar erwirtschaftete mymuesli 271.314 Euro, in den drei Monaten davor 205.392 Euro. Erstaunlich sind die Einnahmen im April mit 211.869 Euro. Die Passauer Jungunternehmer führen dies auf einen TV-Bericht bei Vox und die Erwähnung im Newsletter des Zahlungssystems Paypal zurück. Wie bereits berichtet erwirtschaftete der kleine Müsliladen am Rande der Stadt in den ersten zwölf Monaten seit dem Start insgesamt mehr als eine Million Euro Umsatz.
Die Kosten der Müslifabrik stiegen ebenfalls erheblich: Von März bis Mai stehen 392.257 Euro auf der Ausgabenseite. “Zwar sank die Gewinnmarge zwischen März und Mai auf 15 %, während sie im Winter noch über 21 % betragen hatte. Doch für so ein junges Unternehmen bleibt die Profitspanne weiter eindrucksvoll, zumal der Quartalsgewinn in absoluten Zahlen von 58.000 auf 71.000 Euro stieg – ein Plus von 22,4 %”, schreibt Clark. Durch die guten Geschäfte stiegen die Kapitalreserven der Niederbayern weiter an – auf nunmehr 287.843 Euro. Damit sich darüber nicht nur das Finanzamt freut, müssen Max Wittrock, Hubertus Bessau und Philipp Kraiss das Geld investieren. Die erste größere Investitionen ist ein TV-Werbespot. Mit den Kosten für die Produktion und diverse Vorratskäufe erklärt Bessau auch die zuletzt hohen Ausgaben.
Mymuesli in Zahlen
| Monat | Einnahmen in Euro | Ausgaben in Euro |
| 09/07 | 35.000 | 14.180 |
| 10/07 | 73.392 | 22.349 |
| 11/07 | 97.000 | 67.400 |
| 12/07 | 110.397 | 85.762 |
| 01/08 | 88.846 | 50.694 |
| 02/08 | 72.071 | 76.611 |
| 03/08 | 131.781 | 70.876 |
| 04/08 | 211.869 | 189.886 |
| 05/08 | 119.509 | 131.495 |
Quelle: FTD/mymuesli
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Fragen










Kommentare
Beeindruckend! Die Jungs machen alles richtig. Das mit den Investitionen in einen TV Werbespot finde ich sinnvoll.
Kommentar von Maik 03. Juli 2008 @ 11:00Das freut mich, hätte ich nicht erwartet. Dachte eigentlich jetzt gehts abwärts… Aber das Müsli hat mir trotzdem nicht geschmeckt :)
Kommentar von Christian Reber 03. Juli 2008 @ 11:02Fragt, wie das Geschäft läuft, wenn der ganze Medien- und Blogger-Hype erstmal rum ist.
Im Augenblick bekommen sie ja nach Gratis-PR ohne Ende…
Kommentar von Carsten 03. Juli 2008 @ 11:09Ich halte TV Spots für ein Geschäftsmodell im Internet für absolut überflüssig. Würden sie dieses Geld etwa in gute WoM oder Reichweiten Maßnahmen investieren, wäre der CPO mit Garantie besser.
Kommentar von wumme 03. Juli 2008 @ 11:14@wumme
schonmal den Text und die Zahlen gelesen/angesehen ? Der Umsatz hat sich schon extrem gesteigert nach einem TV Bericht. Also bringt es wohl doch etwas.
Ob sich das dann mit den Ausgaben für die Ausstrahlung der Werbung rechnet wird man sehen im nächsten Bericht.
Find ich super solche Einblicke in ein Startup zu bekommen!
Kommentar von Roland 03. Juli 2008 @ 11:23Unser Müsli-Helden ;)
Gratulation! Zeigt es den ganzen Zweiflern. Weiter so.
Kommentar von Oliver 03. Juli 2008 @ 11:27TV Bericht != TV Spot.
Kommentar von wumme 03. Juli 2008 @ 11:30@ Roland
Wobei es sich bei dem Bericht um einen redaktionellen Beitrag gehandelt hat. Ob TV-Spots ähnlich gut funktionieren, muss sich erst noch zeigen.
Kommentar von Alexander Hüsing 03. Juli 2008 @ 11:33RESPEKT (und Dank für die Offenheit)!
Kommentar von Tobias Worzyk 03. Juli 2008 @ 11:39Ein wirklich solides Geschäftsmodell was nachhaltig funktionieren soll baut auf reale Gehälter (nicht drei GF’s mit 1000 Euro oder naiven Praktikanten), hat eine Kapitalreserve ohne Preisgelder und Bekanntheit ohne Gratis PR.
Toll wie es funktioniert, ohne Frage, aber wo ist die Beispielhaftigkeit für andere Start-Ups oder Gründer?
Mir sind hier einfach zuviele Punkte, die nicht schlüssig sind und daher nicht ernsthaft als gutes Unternehmerisches Beispiel dienen können.
Kommentar von Johnny D 03. Juli 2008 @ 12:16@Johnny: wieso bezeichnest du Praktikanten als generell naiv ?
Kommentar von Maik 03. Juli 2008 @ 12:47Ich bin ganz ehrlich, als ich zum ersten Mal von MyMuesli gehört hab, hab ich gelacht und mir gedacht “wer kauft denn so teures Muesli”.
Offensichtlich haben die Mueslis eine 6.stellige Zahl von Muesli Fans gefunden, der Tatsache allein muss man Respekt zollen.
220.000 mehr Einnahmen als Ausgaben in den letzten 9 Monaten sprechen für das Geschäftsmodell. Preisgelder und kostenlose PR sprechen für die Gründer und die Idee.
Kommentar von Sascha 03. Juli 2008 @ 13:11die zahlen sind wirklich toll, super leistung! glückwunsch an das team für die sehr gute PR, sicherlich der entscheidende erfolgsfaktor.
sehe nur wie johnny d. auch die viel zu niedrigen gehälter der gründer sowie das systematische (aus)nutzen von praktikanten als kritisch, darauf sollte kein geschäftsmodell basieren.
ansonsten aber eine echte erfolgsgeschichte!
Kommentar von becker 03. Juli 2008 @ 13:11@11, Maik: Nicht generell naiv, das habe ich auch gar nicht behauptet.
Nur als Arbeitgeber fragwürdig, wie man als Student ein Praktikum als Müslidosenbefüller macht.
Kommentar von Johnny D 03. Juli 2008 @ 14:00Mymuesli schluckt Mycornflakes
Kommentar von Mark,Paulus 03. Juli 2008 @ 14:05in 4 Tagen ist es soweit auf ebay.
Verdammt gute Zahlen wer hätte das gedacht.
Ich sicherlich nicht.
@Johnny/14
Kommentar von Lina 03. Juli 2008 @ 14:09Die Pratikanten machen das Praktikum doch sicher eher in der “Buchhaltung” von mymuesli, oder?
Abgesehen davon: selber mal Student in den letzten Jahren gewesen? Ist kein zuckerschlecken und wenn man Pech hat muss man nehmen, was man kriegen kann – vor allem den guten Namen
P.S.: Was nicht heißen soll, dass ich pro Ausbeutung von Praktikanten wäre.
Kommentar von Lina 03. Juli 2008 @ 14:10Das Finanzamt wird sich freuen wenn sie nicht
Kommentar von Mark,Paulus 03. Juli 2008 @ 14:16investieren.Kapitalreserven von fast 300.000€
Der Haupterfolgfaktor ist mMn die kostenlose PR bei z.B. VOX und auch allgemein die Berichtserstattung in den Medien. Qype wurde ja auch im Focus erwähnt und das war wohl der Startschuss für die Community.
Ihr könnt euch ja mal überlegen, wieviel man für einen 10 minütigen Werbespot eigentlich zahlen müsste ;) Diese ganze kostenlose PR ist wirklich Gold wert.
Ich denke allerdings das wird nicht ewig so weiter gehen. Wenn die kostenlose PR weg bleibt und MyMuesli die vom Staat subventionierten 40 Jobs verliert wirds eng.
Fixkosten + Personalintensive Produktion + Selber Geld für Werbung ausgeben = zu teures Müsli
Aber ich lass mich in einem Jahr gerne eines besseren belehren ;)
Kommentar von biernot 03. Juli 2008 @ 14:18Biernot alles ist schlecht und du hast unrecht wie immer .
Kommentar von Mark,Paulus 03. Juli 2008 @ 14:25Mymuesli
Mycornflakes
yourtee
Myfitmix
u.s.w alle setzten auf dieses Geschäftsmodell
aber der Weise Biernot hat recht wie immer im
Schlarraffenland.
Fakt sind die Zahlen.
Kommentar von Mark,Paulus 03. Juli 2008 @ 14:27Die gibts für dich Biernot schwarz auf weiss.
Schwarz-Weiß-Denken ist aber nicht immer von Vorteil Kollege ;)
Kommentar von biernot 03. Juli 2008 @ 14:33@20: Deine Aufzählung liesse sich abkürzen: mydesaster.com
@16: ftd blog sagt aber, nach meiner erinnerung, dass die studis nicht in der buchhaltung arbeiten
Kommentar von Johnny D 03. Juli 2008 @ 14:42Hallo – jeder halbwegs gute Anwalt macht mehr mit seiner Kanzlei an Gewinn – würde der sich bei Deutsche Startups so aufblasen wie die Körnerfresser würde den jeder Auslachen. Meinetwegen auch jder mittlere SEO/SEM/Affiliate.
HINTERFRAGT AUCH EINER MAL DAS GANZE BUZZWORDGEHOLTZE?
Kommentar von Paul Bohne 03. Juli 2008 @ 14:50Hallo?!? Frage mich ob hier immer nur “germanys next global player” geduldet ist. Mymuesli ist vielleicht nicht das neue “Ebay” oder “StudiVz” und wird auch bestimmt nicht von Holzbrinck für 1 Milliarde € gekauft. Aber die Jungs werden auf der anderen Seite auch keinen Exit über Ebay hinlegen. Der Laden wird eine Existenzgrundlage für 2 – 3 Hände voll Menschen sein und das ist doch auch mal etwas Gutes/Positives.
Kommentar von Pierre 03. Juli 2008 @ 14:53@ stimmt. und deswegen nicht allen ernstes alle naselang damit nerven.
Kommentar von Johnny D 03. Juli 2008 @ 14:59“5-17Prozent allein für das Personal, das mittlerweile aus einer Bürokraft, einem Produktionsleister, 40 Mitarbeitern in der Produktion (allesamt auf Basis von 400-Euro-Jobs) sowie fünf Praktikanten besteht.”
Eigentlich sagt das gar nicht wo die Praktis arbeiten. Das wäre doch mal echt interessant.
Kommentar von Lina 03. Juli 2008 @ 15:02@ 27: In Passau 40 x 400 Euro Jobs; wenn da mal keine Studenten dabei sind…….
Kommentar von Johnny D 03. Juli 2008 @ 15:19MiesePeter Johnny D wo ist den dein Bruder Tim
Kommentar von Mark,Paulus 03. Juli 2008 @ 15:20geblieben.
Hmm, also ich rede jetzt aber von Praktikanten, den vieren die da angegeben sind. Das müssen ja nicht automatische Studis sein, oder?
Kommentar von Lina 03. Juli 2008 @ 15:26Das bei den 400€ Jobbern Studis dabei sind, da stimme ich dir sofort zu.
40*400 Euro Jobs ist doch besser als = 0 Jobs ;) Also mich freut es für die Jungs. Mal sehen wie die Sache weiter geht :)
Kommentar von Martin 03. Juli 2008 @ 16:25manchen steigt wohl die hitze zu kopf! ;)
Ist doch super wenn die Jungs arbeitsplätze schaffen und wenns auch erstmal nur 400 euro jobs sind. Würd ich auch nicht anders machen – so ist man gerade am Anfang um einiges flexibler. Egal ob das nun Hausfrauen sind die etwas dazuverdienen müssen/wollen oder Studenten die ihr Studium finanzieren müssen/wollen.
Und wenn die (BWL)-Praktikanten an der Maschine arbeiten kann ihnen das mal auch nich schaden fürs spätere Leben. Ausserdem zwingt man doch niemanden dazu. Sollte halt nich das ganze Praktikum so sein ;)
Kommentar von Roland 03. Juli 2008 @ 16:46Mich würde mal die Umsatzrendite bei “realistischen” Kosten interessieren.
Kommentar von Mirko Riedel 03. Juli 2008 @ 23:23Wenn die aktuell schon soviele Mitarbeiter benötigt werden um 200k € zu verdienen und dann jeder nur Hungerlöhne hat, dann kann man sich ausmalen wie viel % da bei halbwegs sinnvollen Löhnen bleiben. Das ganze sollte auf jeden Fall unter 10% sein, eher stark weniger.
Ob nach dem “Hype” immer noch genug Leute ihr Geld für son paar Gramm Müsli verbrennen naja…
Ansonsten kann man eben die 400€ Jobber kurzfristig entlassen.
Das ganze möglichst richtung Automatik zu bringen wird wohl der sinnvollste Schritt sein, was die auch wohl machen werden/müssen.
Mit dem Kaptial sollte das möglich sein und dann sind die meisten Jobs weg und es lohnt sich halbwegs.
Entsprechende weitere Erweiterungen sollten da auch sehr nahe liegen, aber die will ich nicht unbedingt vorkauen ;-)
Kommentar von Schlaubi 04. Juli 2008 @ 04:15Ich kann nur sagen, herzlichen Glückwunsch :-) Das ist ein klasse Ergebnis! Schöne Grüsse aus Minga – TS
Kommentar von Thomas Schulze 04. Juli 2008 @ 10:03Erst mal herzlichen Glückwunsch zum Erfolg! Wird bestimmt noch eine Weile weiter gehen und hoffe Ihr bringt das Baby über den Hype schon länger hinaus.
Allerdings ist es sehr schwer vorstellbar, wie Ihr Gründer mit >1000 € auskommt. Das sind dann 750 € – 800 € netto wovon sich grad die Miete und Essen zahlen lässt (die Bude ist dann allerding schon recht klein). Da ich nicht denke ihr nehmt euch alle Lebensquali, nehme ich die Zahlen nicht ganz erst. Sorry!
Aber da man davon ausgehen muss, Ihr wisst was Ihr tut – weiterhin viel Erfolg bei dem. Und ob nun 40 x 400 € oder 100 x 400 € ist ja egal – schlau gerechnet und nicht jeder kann heutzutage behaupte eine Arbeit zu haben.
Viele Grüße!
Kommentar von Vuiker 04. Juli 2008 @ 16:15Vuiker
@Vuiker: Bei den Zahlen kann man davon ausgehen das Sie stimmen, wird ja von enable geprüft. ……oder inzwischen nicht mehr?
Kommentar von Maik 04. Juli 2008 @ 16:26Der Erfolg scheint immer noch anzuhalten. Mal schauen wie es weitergeht. Auf den TV-Spot bin ich mal gespannt ;)
Kommentar von Ramón 06. Juli 2008 @ 12:30