Wie in der vergangenen Woche berichtet, hat die Personen-Suchmaschine yasni.de (www.yasni.de) die erste Finanzierungsrunde erfolgreich abgeschlossen. Zu den Investoren gehören die Beteiligungsgesellschaft Mountain Super Angel AG, ein Ableger von Mountain Partners, und mehrere ungenannte Business Angels. Hinzu kommt nun noch media ventures, die Beteiligungsgesellschaft des Medienunternehmers Dirk Ströer. Die im Oktober des vergangenen Jahres gestartete Personen-Suchmaschine verfügt nach eigenen Angaben über 120.000 registrierte Nutzer und kommt monatlich auf 3,3 Millionen Unique User sowie rund 10 Millionen Page Impressions. Mit wenigen Klicks kann man bei yasni.de nachsehen, was zu einem bestimmten Namen im Internet steht. Anschließend kann jeder Nutzer die Infos aussuchen, die zu ihm gehören bzw. die aussuchen, die er mit sich in Verbindung bringen möchte, und sich so sein persönliches Profil zusammenstellen. Kritische Punkte im yasni.de-Konzept sind das Thema Datenschutz und die Abhängigkeit von Google. Diese Punkte wurden auf deutsche-startups.de zuletzt ausgiebig diskutiert.
“yasni ist unserer Meinung nach legal – natürlich haben wir das abgeklärt und natürlich wurde schon oft gedroht. Jedoch in der Regel von Leuten, die aus sehr plausiblen Gründen recht negative Berichte über ihre Person im Netz stehen haben”, schrieb Gründer und Geschäftsführer Steffen Rühl in den Kommentaren zum letzten Artikel. Der Sinn von yasni bestehe darin, dass sich Internetnutzer mit gutem Ruf von Namensvettern mit schlechtem Ruf abgrenzen können und helfe den bereits positiven Ruf aktiv zu verbessern. “Wer bereits negative Berichte im Netz stehen hat kann sie bei der Quelle löschen lassen, wenn diese nicht gerechtfertigt sind. Viele erfahren auch erst durch yasni davon und sind dann sehr dankbar.” Auch zum Google-Problem nimmt Rühl Stellung: Es sei bei einem vertikalen Suchdienst auch ganz natürlich und logisch, in horizontale Suchmaschinen wie Google integriert zu sein. Das sei bei Preissuchmaschinen oder anderen Spezial-Suchmaschinen nicht anders. “Weniger als ein Drittel aller Suchergebnisse bei yasni kommen aus Google – was schon erstaunlich ist, da Google ja eine sehr gute Abdeckung hat.”
Artikel zum Thema
* Finanzspritze für yasni.de
* Ansturm durch TV-Berichte
* yasni.de startet durch
* yasni.de geht in die Betaphase
* yasni.de findet Infos zu Namen


Fragen










Kommentare
“eniger als ein Drittel aller Suchergebnisse bei yasni kommen aus Google”
Würde ich mal ganz stark bezweifeln. Aber ein kleines bißchen flunkern gehört ja für jeden Gründer zum täglichen Geschäft ;-)
Kommentar von Phil 25. Juni 2008 @ 08:22Das wird auf alle Fälle spannend mit den Personen Suchmaschinen im Netz, wir mögen auch http://www.myonid.de und http://www.123people.com
Kommentar von Thomas Schulze 25. Juni 2008 @ 09:22Gruss TS
@ TS: Du verdirbst mir die Lust auf meinen Lieblingsburger!
Kommentar von Spamofrog 25. Juni 2008 @ 10:40Ihr Thommas Schulze von http://www.monster.de
ähm… http://www.jobpilot.de
ähm … http://www.icjobs.de
ähm…
http://achichweissesnichtmehrvorlauterkommentarspammerei habichunserennamenvergessen.de
Kommentar von "Thommas Schulze" 25. Juni 2008 @ 10:41Mensch, das wird ne super Verbindung…
Die Datenschutzclowns von Yasni… mit den Plakatierern aus dem Hause Stroer…
Da gibts dann auf den Plakaten große Screenshots mit Suchergebnisseiten von bekannten Namen, wo dann mittendrin irgendwas peinliches steht… und dann ist der Slogan… Wollen Sie das für sich verhindern?
Kann ich bitte schnell schnell noch was investieren…???? Bitte Bitte…
Und die Kampagne könnte man sich noch Co-finanzieren lassen… von der CDU… mit SPD Namen… mir fallen da soviele schöne Sachen ein…
Herr Ströer, bitte melden Sie sich bei mir…
Ich bin der Peter -> meine eMail : pipa@po.de
oder auch d@tenschutzclowns.de
Gibt es eigentlich beim Bundesdatenschutzbeauftragten nur absolute Nullinger?
Eine auch nur userbasierte oder userveranlasste Speicherung von Metadaten (hier bei Yasni die Speicherung, Sortierung und Clusterung von Informationen) IST AUCH EINE SPEICHERUNG VON PERSONENRELEVANTEN DATEN!!!!!! Und ohne die spezifischen Personen nicht zulässig!
Ist das zu abstrakt für die?
Kommentar von Peter 25. Juni 2008 @ 11:27Und ohne die Einwilligung der genannten Personen meinte ich natürlich…
Kommentar von Peter 25. Juni 2008 @ 11:28Yasni lebt ausschließlich von Google aber macht ja nichts.
Und dazu muss man natürlich alle “geklauten” Namen schön spidern lassen… sonst kein Traffic.
Ich versteh nicht warum die so extrem fahrlässig mit dem Datenschutz umgehen…
Kommentar von Bernd 25. Juni 2008 @ 12:41Yasni einfach abschalten. Das wär´s. So einen Quatsch braucht kein Mensch. Und über den Datenschutz reden wir erst garnicht.
Kommentar von tom 25. Juni 2008 @ 14:32Hi,
ich hab mal ne technische Frage. Wie geht das, dass Google Seiten mit Namen von yasni indexiert, obwohl diese kein Profil da haben? Also ich hab das durch Zufall gefunden, geb bei Google z.B. “Max Mustermann” ein und als ein Resultat erhalte ich dann ya$ni.de/person/mustermann/max/max-mustermann.htm
Kommentar von Michael X. 25. Juni 2008 @ 14:48und da widerum erhalte ich dann andere Google-Resultat, nur optisch aufbereitet, kann das sein? Also wie sagen die Google, dass es auf ya$ni.de die Unterseite max-mustermann.htm gibt? Steht das in irgendeiner Sitemap oder so, oder kann man das Google anders mitteilen? Und auch wenn, dann müssen die ja praktisch für eine riesige Namens-Datenbank (z.b. aus dem Telefonbuch) diese mod_rewrite URL’s verlinken, sprich diese sitemap müsste gigantisch groß sein, oder? Wo wir wieder beim Thema Datenschutz wären, ich will nicht, dass man über meinen Namen (der einzigartig in Deutschland ist) auf eine ya$ni Seite kommt, wohl weise also dass ich keine Social Networks mit echten Namen pflege und das Telefonbuch sowieso meide.
@Michael:
Natürlich haben die da ein Profil! Glaubst Du ernsthaft Yasni frägt bei jedem GoogleBot-Besuch schnell immer die Google-Suchergebnisse ab?
Der SiteMap-Aufbau dient ja auch nur schön von Google indiziert zu werden…
Kommentar von Bernd 25. Juni 2008 @ 15:06“mod_rewrite URL’s verlinken, sprich diese sitemap müsste gigantisch groß sein, oder?”
Bingo. Eigentlich funktioniert Yansi ganz einfach. Es gab anfangs eine Datenquelle um an die ganzen Namen zu kommen. Digitales Telefonbuch oder dergleichen. Diese Daten (Namen) werden dann in die eigene DB kopiert.
Nun macht man mit den ganzen Namen jeweils abfragen bei den ganzen Suchmaschinen und sammelt sich die Daten zusammen um sie dann aufbereitet bei Yansi zu präsentieren.
Da diese gesammelten Daten dann konzentiert auf einer Seite (mod_rewrite) zur Verfügung gestellt werden und der Name “Max Mustermann” auf einer Seite oft erscheint, denkt sich Google “Oh, die Seite ist aber wichtig” und erscheint gut platziert im Index.
Mir würde es schon reichen, wenn man Yansi verbietet sich mit unseren Namen von Google spidern zu lassen. Dann wäre das Projekt nämlich bald auch wieder tot. Hat nicht jemand Lust da mal was zu machen juristisch?
Kommentar von biernot 25. Juni 2008 @ 15:13Sitemap:
Kommentar von biernot 25. Juni 2008 @ 15:16Ich glaube eher es funktioniert über Tagclouds.
Also wenn ich jetzt zum Beispiel frage:
Ist “Dirk Ströer” schwul?
Dann müsste das doch irgendwann auch bei Yasni bei Dirk Ströer auftauchen.. oder?
Kommentar von Peter 25. Juni 2008 @ 15:19Ist ja alles schön und gut – aber ich frag mich nachwievor wie die Geld verdienen wollen?
Möchte mal eine Diskussion anstoßen:
Kommentar von Eugen 25. Juni 2008 @ 15:21Welche Erlösquellen seht ihr da?
Bannerwerbung.
Kommentar von biernot 25. Juni 2008 @ 15:24Bei 3,3 Mio Uniques sind das vielleicht 10.000,00 EUR / Monat.
Danke biernot, Danke Bernd,
ich hab gefunden was ich suchte :)
http://www.yasni.de/sitemap.xml.gz
da sind alle mod rewrite urls mit NACHnamen drin. Ruft man so eine Nachname-Seite auf, sind da zu dem Nachnamen nochmal alle Vornamen verlinkt. Erscheint logisch, da Google bei Sitemaps eine Begrenzung von 50.000 URLs drin hat.
Man kann sagen, dass yasni versucht das Telefonbuch auszubeuten ^^
Kommentar von Michael X. 25. Juni 2008 @ 15:35Richtig!
Kommentar von biernot 25. Juni 2008 @ 15:42Das ist irgendwie “Web 2.0″ mit Bogen überspannt.. Was? Du machst dir kein Profil bei uns? Dann verpassen wir eben jedem Bürger ein Zwangsprofil.
Kommentar von Michael X. 25. Juni 2008 @ 16:11Ich hoffe früher oder später ist das ein Fall für die Justiz =)
Ist wirklich eine Katastrophe das Ding. Weniger weil schlechte Dinge über einen dort gelistet sein können als vielmehr die Tatsache, dass ungefragt Daten von mir aggregiert werden.
Beispiel: Ich schreibe anonym drei diffamierende Websites über Alexander Hüsing, lade die hoch und schwupps flechtet yasni die in das Profil. An welche “Quelle” wendet der Alex sich nun wenn er das löschen lassen will? Informationswahrheit überprüfen kann ebenfalls keiner.
Herr Rühl, sie sollten sich schämen in solch Parasitenform und unter dem Deckmantel der positiven Veränderungsmöglichkeit des, von mir gar nicht gewünschten, Profils zu handeln und zu argumentieren.
Kommentar von Yella 25. Juni 2008 @ 16:27Naja der Punkt ist ja, dass yasni wenn ich mich richtig entsinne behauptet, keine Daten zu speichern, sondern diese nur “zusammenzusammeln und auszugeben”.
Die Frage dabei ist, ob da nicht trotzdem zumindest eine kurzzeitige Speicherung erfolgt. Denn speichern ist speichern und auch Daten im Browsercache gelten ja laut manchem Urteil als “Kopie”.
“Zwangsprofil” gefällt mir. Hat das Zeug zum Unwort des Jahres :)
Kommentar von Jens 25. Juni 2008 @ 16:31Yasni speichert sehr wohl was:
http://www.yasni.de/person/bergmann/bergmann.htm
Glaubt ihr ernsthaft das Yasni alle diesen Bergmanns schnell aus Google fischt?
Wiegesagt die Seite wäre okay, sofern sie NICHT in Google selber Namen anbieten würde.
Kommentar von Bernd 25. Juni 2008 @ 16:40So ein Quatsch!
Kommentar von biernot 25. Juni 2008 @ 16:45Natürlich speichert Yansi unsere Daten auf eigenen Servern!
Ich hatte mich lediglich darauf bezogen:
http://www.deutsche-startups.de/2008/06/19/finanzspritze-fuer-yasnide/#comment-14618
Hatte fälschlicherweise in Erinnerung dass der Kommentar von Yasni selbst kam. Nächstes Mal schau ich vorher!
Meine Meinung entspricht hier auch den Meisten. Natürlich ist Yasni praktisch und interessant, ABER die Sache mit dem “Zwangsprofil” zu dessen Erstellung man genötigt wird und die Speicherung (fast) ALLER personenbezogenen Daten über eine Person an einem Ort ist äußert bedenklich.
Kommentar von Jens 25. Juni 2008 @ 16:57diesen thomas schulze sollte man sperren. dieses spirofrog gespamme geht mir tierisch auf die “füße”.
Kommentar von Phil 25. Juni 2008 @ 19:56