Mit Unterstützung von unzähligen regionalen Zeitungsverlagen wollen Max Fischer und Axel Kmonitzek ihre Vereinsorganisations-Plattform MeinVerein.de (www.meinverein.de) ordentlich voranbringen. Dazu haben die Hamburger eine White-Label-Lösung entwickelt, mit der Medienhäuser ihre Online-Aktivitäten um ein eigenes Vereinsnetzwerk erweitern können. Die “Saarbrücker Zeitung”, die “Märkische Allgemeine”, die “Sächsische Zeitung” und die “Lübecker Nachrichten” nutzen das neue Angebot bereits. Bis Ende Juli soll die Zahl der Kooperationspartner auf 15 steigen. Während bei den “Lübecker Nachrichten” die Kooperation über die Subdomain ln.meinverein.de läuft, wirbt die “Sächsische Zeitung” sogar mit der eigenen Domain sz-verein.de für die Partnerschaft. “Die Entwicklungskosten für eine Community sind hoch, genauso wie der laufende Unterhalt. Diesen Teil leisten wir für unsere Partner. Mit den Kooperationen steigern wir unsere Reichweite und Markenbekanntheit in einer dem Nutzer vertrauten Medienlandschaft”, sagt Kmonitzek.
Die White-Label-Strategie könnte für die Hanseaten aufgehen, denn so kommen sie ohne große Marketingaktivitäten an ihre Zielgruppe, die vielen lokalen und regionalen Vereine im Lande. Die Medienpartner wiederum können ihren Leser kostenlos einen neuen Dienst spendieren und erhalten gleichzeitig eine neue Vermarktungsfläche. Von diesen Einnahmen wollen die Vereinsspezialisten natürlich einen kleinen Anteil. “Jeder Nutzer wird bei Anmeldung der entsprechenden Tageszeitung zugeordnet. Marketingaktivitäten innerhalb der eigenen Nutzerschaft können die Verlage selbst steuern”, sagt Fischer. Den jeweiligen Kooperationspartner sichert MeinVerein.de einen Gebietsschutz zu und arbeiten dementsprechend in einer bestimmten Region nur mit einem Zeitungshaus – im besten Fall dem Platzhirschen – zusammen. Für den Fall einer Beendigung der Partnerschaft haben Fischer und Kmonitzek ebenfalls vorgesorgt, die über die Medienhäuser gewonnenen Nutzer sollen dann weiter Teil der MeinVerein.de-Welt bleiben.
Kaninchenzüchter, Karnevalsanhänger und Pfadfinder
Die Vereinsorganisations-Plattform MeinVerein.de ging Ende Oktober des vergangenen Jahres an den Start. Neben Sportvereinen wollen die beiden Gründer, die von Matthias Nixdorf und dem ehemaligen Tennis-Spieler Michael Stich finanziell unterstützt werden, auch die vielen Kaninchenzüchter, Karnevalsanhänger und Pfadfinder im Lande über ihre Plattform vernetzen. Dreh und Angelpunkt des Cyber-Vereinsheims ist ein klassisches soziales Netzwerk mit all den bekannten Kommunikationsmitteln. Seit dem Start überzeugte MeinVerein.de nach eigenen Angaben rund 4.000 deutsche Vereine.
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Kommentare
Gruss an unsere Hamburger Nachbarn – der kleine Hinweis sei erlaubt, dass wir mit meinSport.de das Modell schon seit über einem halben Jahr fahren :)
Kommentar von Karsten Wysk 16. Juni 2008 @ 09:20siehe z.B. goesport.de zusammen mit dem Göttinger Tageblatt.
meinverein.de macht das doch auch schon länger, oder? Ich meine, ich bin schon vor einer ganzen Weile über einen dieser Kooperationspartner gestolpert.
Kommentar von Lina 16. Juni 2008 @ 10:46Soo white sieht das Label aber nicht aus :)
Kommentar von Tobias 16. Juni 2008 @ 13:42Und sz-verein.de ist dann auch nur eine Weiterleitung auf die Subdomain.
Prinzipiell sicherlich eine gute Idee, aber ich denke dann sollten auf dem “Vereinsportal für Sachsen” nicht Vereine aus Hamburg auf der Startseite auftauchen. Na ja, das kriegt man sicherlich auch noch hin.
Kommentar von Basti Schwiecker 16. Juni 2008 @ 14:24