Keine Angst vor großen Tieren hat Mirko Riedel. Mit seiner neuen Online-Partnervermittlung Yeeva (www.yeeva.de) bläst er sogar zum Angriff auf die führenden Partnerbörsen im Netz. Der Berliner positioniert seinen Dienst als “erste kostenfreie Plattform für seriöse Partnersuche”. Personalisierte Partnervorschläge, ein wissenschaftlich fundierter Persönlichkeitstest und verschiedene Kommunikationstools sollen den Nutzern bei der Suche nach dem Wunschpartner helfen. Somit will Riedel mit Yeeva eindeutig den Platzhirschen Elitepartner und Parship Marktanteile abjagen – beide Anbieter setzen erfolgreich auf seriöse Partnervermittlung. “Bei uns gibt es keine Mitgliedsbeiträge. Wir bieten schon heute die inhaltliche Qualität der großen Player, ohne Kosten für den Nutzer”, sagt Riedel, der zuvor bei der Partnerbörse Heartbooker (für Singles über 30) Erfahrungen sammelte.

Finanzieren soll sich Yeeva über Werbung. Wobei Riedel und seine kleine Mannschaft auch noch andere Ideen haben, wie sie Geld in die Kasse bekommen wollen. Verraten wollen sie die aber noch nicht. Betrieben wird die neue Online-Partnervermittlung von der Yeeva Limited, die Riedel gemeisam mit einem ungenannten Partner Anfang dieses Jahres aus der Taufe hob. Beim seriösen Thema Partnervermittlung könnte die Rechtsform Limited allerdings das ein oder andere einsame Herz vergraulen. Die Anmeldung bei Yeeva funktioniert in wenigen Sekunden. Bereits kurz danach bekommt jeder Nutzer umgehend einige Partnervorschläge aus der Stadt, die er bei der Registrierung angegeben hat. Die eigentliche Arbeit, das Ausfüllen des Profils, kommt dann erst noch.
Fünf neue Anbieter in kürzester Zeit
Mit Yeeva geht innerhalb kürzester Zeit nach Simpado (www.simpado.de), Owonda (www.owonda.com), Meetya (www.meetya.com) und KissNoFrog (www.kissnofrog.com) die fünfte neue Flirt- und Datingplattform an den Start. Während bei Owonda, Meetya und KissNoFrog das Thema Speed Dating und somit das schnelle Kennenlernen von Leuten eine große Rolle spielt, setzt Simpado auf das Verteilen von Kärtchen in der Offlinewelt, die die Nutzer kaufen müssen. Yeeva kommt auf den ersten Blick sehr traditionell daher und will vor allem mit dem kostenlosen Konzept punkten. Damit kann man sicherlich immer einige Nutzer anlocken, es bleibt die Frage, ob es im heiß umkämpften Markt der Datingdienste genug sind, um die Plattform durch Werbung zu finanzieren.
Neue Dating- und Flirtdienste
KissNoFrog (www.kissnofrog.com)
Schwerpunkt: Speed Dating mittels Webcam
Online seit: Februar 2008
Meetya (www.meetya.com)
Schwerpunkt: Speed Dating mittels Live-Chat
Online seit: Dezember 2007
Owonda (www.owonda.com)
Schwerpunkt: Blind Dating mittels Webcam
Online seit: April 2008
Simpado (www.simpado.de)
Schwerpunkt: Dating mittels Kärtchen
Online seit: Mai 2008
Yeeva (www.yeeva.de)
Schwerpunkt: Kostenlose Partnersuche
Online seit: Februar 2008
Artikel zum Thema
* Bei Simpado wird über kleine Kärtchen geflirtet
* Bei Owonda wird geflirtet
* Hervorragende Aussichten für Online-Singlebörsen
* Bei KissNoFrog und Meetya dreht sich alles um schnelle Dates


Fragen










Kommentare
Eigentlich sind Mitgliederbeiträge für Partnerbörsen nicht zu rechtfertigen.
Daher wünsche ich den Gründern viel Glück.
Kommentar von biernot 04. Juni 2008 @ 15:33Warum bitte sind Mitgliederbeiträge für Partnerbörsen nicht zu rechtfertigen? Warum muss jeder Service kostenlos sein???
Kommentar von Jo 04. Juni 2008 @ 15:54Ich finde es im Bereich der “seriösen” Partnersuche eher positiv, einen Geldbetrag zu verlangen. Durch die Zahlung verifiziert man die Nutzer und untersteicht auch deren Ernsthaftigkeit. Eine monatliche Gebühr ist im Bereich der “seriösen” Partnersuche keine ernsthafte Hürde – beim Speeddating, etc. schon eher.
Kommentar von Andreas 04. Juni 2008 @ 16:00Eine kostenlose Datingsite! Revolutionär!
Gehen deutsche-startups.de die Startups aus?
Kommentar von Hendrik Mans 04. Juni 2008 @ 16:02Weil es nicht viel kosten sollte Partnerbörsen online zu halten. Darum. Viele Online Parnterbörsen sind meiner Meinung nach Wucher.
Geld als Hürde für Seriösität zu erklären ist möglich. Allerdings gibt es auch bessere, günstigere Alternativen.
Kommentar von biernot 04. Juni 2008 @ 16:09Hallo Alexander,
“Beim seriösen Thema Partnervermittlung könnte die Rechtsform Limited allerdings das ein oder andere einsame Herz vergraulen.”
Wie begründest Du diese kühne Vermutung?
Welcher Anteil der Nutzer interessiert sich für die Rechtsform der Gesellschaft seiner Partnerbörse der Wahl???
Ich finde solch schwammigen Sätze unnötig – warum macht ihr nicht einfach mal einen Artikel zum Vor- und Nachteilen der Ltd ? Notwendigkeit des Jahresabschlusses, Problematik der Publizitätspflichten (für jeden einsehbare Bilanz von StudiVZ Ltd. z.B.).
DAS wäre viel hilfreicher als ein solcher Satz, der wohlmöglich nicht mal stimmt.
Gruß,
Moritz
Kommentar von Moritz 04. Juni 2008 @ 16:21Sag bloß Du redest von diesen lustigen Kärtchen mit einem Code, die man sich ausdrucken kann. Warte…die kosten ja auch was. ;-)
Langsam nehmen die neuen Partnerbörsen etc. ein bisschen überhand finde ich. Gut kostenlos ist nett, aber auch da gibt es zumindest regional ja schon Angebote. Bin gespannt, wie sich das entwickelt als offizielle Alternative zu den kostenpflichtigen Diensten.
Aber StudiVZ kostet ja bekanntlich auch nichts ;-)
Kommentar von Lina 04. Juni 2008 @ 16:27“Weil es nicht viel kosten sollte Partnerbörsen online zu halten.”
Man merkt, Du hast sicher schon die ein oder andere Partnerbörse betreut und legst einiges an Erfahrung in die Aussage…
Wenn Du wüsstest wie viele Fakes (und Spinner) in Partnerbörsen unterwegs sind. Gerade bei kostenlosen wird es hier einfach ausgenutzt sich mehrfach anzumelden und einfach rum zustänkern und seinen Spaß zu haben.
Zudem macht eine Partnerbörse nur Sinn, wenn Du einen gewissen Mitgliederstamm hast – und der kommt nicht von ungefähr. Zudem brauchst Du regelmäßig neue Mitglieder, Besucher und Co. Sonnst wird es langweilig.
Die großen machen ja Fernsehwerbung – aber auch einfaches Online Marketing frisst genug Geld.
Neben Design, immer neuen Features die Mitglieder (zu recht) verlangen, Hosting und evtl. auch rechtlichen Schritten – gerade in dem Bereich wichtig.
Natürlich kann man ein System aufsetzen und dann hoffen das die Leute kommen und sich dort wohl fühlen – aber klappen wird das nicht.
Man sieht es ja schon an den o.g. Singlebörsen – alles sehr nette Ideen – man kann dort sicher auch viel draus machen – aber die Mitgliederzahlen dort sprechen für sich…
Nichts für ungut – aber so einfach wie Du es hinstellst ist es leider nicht.
Auch wenn ich Dir recht gebe, dass einige Partnerbörsen im Internet schon teuer sind und es alternativen im kostenlosen Bereich gibt.
Beste Grüße
Michael
Kommentar von Michael Weber 04. Juni 2008 @ 16:52@ Moritz
Bei der Partnervermittlung spielen viele Sachen eine Rolle. Gerade wenn es um die eigene Person geht, schauen viele Leute sehr genau hin. Manchmal machen sie die Leute sogar Gedanken darüber, in welchem Stadtteil ein Anbieter sitzt.
Kommentar von Alexander Hüsing 04. Juni 2008 @ 17:10Ich sage ja, dass es Mittel und Wege gibt die Benutzer zu verifizieren ohne dass dafür eine, wie ich finde, oftmals unverschämte Gebühr verlangt wird.
Als Alternative könnte es zum Beispiel verschiedene “Verification Levels” geben, wobei das letzte Level auch Geld kosten darf (wenn Yeeva will, darf sie meine Idee gerne klauen ;))
Zwar habe ich noch keine Partnerbörse betrieben, aber diverse andere Projekte, daher kann ich Kosten zu Programmierung, Hosting und Marketing durchaus einschätzen.
Dass es Geld kostet Werbung im TV zu schalten ist klar – und diese Aufwendungen werden selbstverständlich an den Nutzer weitergereicht. Genauso wie ihr Günther Jauch indirekt Geld in die Tasche steckt, wenn ihr einen Kasten Krombacher kauft.
Dann bleibt natürlich die Frage wie erhält man mit knappem Budget Nutzer? Ich denke, dass wenn zwei gleichwertige Produkte am Markt existieren und eines 0,00 EUR und das andere 30,00 EUR kostet, wird sich wahrscheinlich (auch ohne TV Werbung) das kostenlose Produkt durchsetzen.
Aus diesem Grund sehe ich noch viel Potential bei kostenlosen Partnerbörsen.
Kommentar von biernot 04. Juni 2008 @ 17:48also den satz mit der Ltd kann ich auch nich nachvollziehen. studivz is heute noch ne Ltd und es kümmert keine alte sau.
die strategie erstmal kostenlos zu sein und später dann kostenpflichtig zu werden haben ilove.de und konsorten doch auch so gemacht.
Kommentar von Roland 04. Juni 2008 @ 18:54Um eine gute Kundenbasis aufzubauen is das nen einfacher Weg – langfristig wird es aber finanziell bestimmt nicht funktionieren -> Umso größer die Plattform, umso mehr Support muss geleistet werden.
Frage mich, was in einem solch hart umkämpften Markt an Einführungs-Werbung finanziert werden muss, um erst einmal eine solide Grundsubstanz an Mitgliedern zu bekommen… Oder sind die deutschen Singles so scharf auf neue Portale?
Kommentar von chris 04. Juni 2008 @ 18:54@chris
wenig wird es nicht gerade sein, aber ich glaube, dass die aufmerksamkeit für neue kostenlose partnerbörsen groß genug ist, das die leute ab einem bestimmten bekanntheitsgrad selber kommen.
mal ehrlich: wieviele wirklich gute kostenlose partnerbörsen gibt es wirklich? kommt mir jetzt aber nicht damit, das jede x-beliebige community auch eine partnerbörse ist.
@roland
ich glaube nicht, dass es sich heutzutage noch eine seite leisten kann plötzlich von kostenlos auf kostenpflichtig umzuschwenken. der größte teil der derzeit startenden projekte erwähnt explizit eine “einführungszeit”, in der die seite kostenlos genutzt werden kann. somit weiß das mitglied aber auch, was einmal auf ihn zukommt.
es wäre das ende von yeeva&co, wenn sie plötzlich elementare bestandteile der partnersuche kostenpflichtig machen würden.
Kommentar von Niklas Berger 04. Juni 2008 @ 20:23Also die meisten Angebote sind kostenlos. z.B Ilove, Meetic, Neu.de usw Jedoch nur für Frauen ;)
Kommentar von Martin 05. Juni 2008 @ 09:34P.S und da Frauen Männer mit Geld suchen finden sie diese eher bei Börsen bei dennen Männer Geld bezahlen oder?
Kommentar von Martin 05. Juni 2008 @ 09:35@biernot: wenn Du kostengünstige (für den Betreiber, kostenlose für das Mitglied) Methoden kennst würde ich mich freuen diese zu hören – bin immer auf der Suche danach. Diese dürfen aber auch nicht zu viel Aufwand für das Mitglied bedeuten, da sonnst die Neu-Anmeldungen zurückgehen – und die sind lebenswichtig für eine Single Community
Ich denke man kann andere Projekte – sogar Community Projekte nicht mit einer Single/Partnerbörse vergleichen.
Bei einer normalen Community hast Du eine gut lebende Webseite – evtl. schon mit 30 Usern – oder auch 100 Usern.
Eine Singlebörse lebt aber von Profilen und Usern – und da müssen mehrere (zehn-)tausend Profile vorhanden sein, um überhaupt großartig attraktiv für die neuen Benutzer zu werden.
Würdest Du Dich in einer Single Börse anmelden, bei der 2-3 Mitglieder in Deiner näheren Umgebung angemeldet sind? Wo Du doch bei zehn anderen Börsen 100 Treffer dafür bekommst.
Wenn zwei gleichwertig Produke auf dem markt sind, dann entscheidet sich der User (vorausgesetzt er findet beide!) natürlich für das kostenlose. Aber wie schon gesagt, damit das “Produkt” gleichwertig ist, muss bei einer Singlebörse die Mitgliederzahl stimmen – da bringt sonnst das beste Design/Produkt nichts.
Noch eine Sache bei den Single Börsen – was ich leider feststellen muss – ist im unterschied zu anderen Communitys oder Webseiten, dass der User die Singlebörse eher nicht (bzw. kaum) seinen Freunden weiterempfiehlt. Das liegt wohl daran, dass man dort recht viel persönliches preisgibt – und nicht jeder aus dem Freundeskreis soll wissen, dass man “online” jemand Kennenlernen will – teilweise ist das den Leuten einfach peinlich. Ich persönlich würde auch nicht hingehen und meinem Kumpel erzählen, dass ich da in einer Singlebörse angemeldet bin ^^
Das heißt das ein wichtiger Punkt in der Kalkulation einer Singlebörse teilweise einfach weg fällt.
@Roland: “Umso größer die Plattform, umso mehr Support muss geleistet werden.”
Da kann ich nur zustimmen!
@Sven: Es gibt viele kostenlose Singlebörsen – gute relativ wenig – auch wenn welche dabei sind – davon sind aber wahrscheinlich nur 2-3 die das ganze wirklich Gewinnbringend betreiben können.
Sorry ist was länger geworden ;)
Michael
Kommentar von Michael Weber 05. Juni 2008 @ 09:52naja ich weiß nicht aber ich find diese single börsen sowieso nich sonderlich innovativ. Letzlich hocken immer alle vor der Kiste zuhaus und schauen sich irgendwelche Profile an. Es gibt auch viele Singles die nicht online sind – sondern draußen im Reallife.
Wieso macht nicht mal jemand ne coole Handyanwendung bei der ich einfach ein Signal aussende dass ich Single bin, ein Girl in der Nähe bekommt das Signal auf ihr Handy und kann sich mein Profil (aufm Handy) ansehen und mich dann direkt anchatten. Zusätzlich kann ich die Profile auch online abrufen wenn ich mich nicht gleich getraut hab Kontakt aufzunehmen. Das ganze noch schön kombiniert mit mehreren Providern (T-Mobile etc.) mit ner hübschen Tariferweiterung für meinen bestehenden Tarif (”Single-Handy-Tarif”) für 10 Euro im Monat. Is dann praktisch ne Datenflat aber eben nur auf diese (zertifizierte) Anwendung beschränkt.
Kommentar von Roland 05. Juni 2008 @ 11:23ich habe eine Idee: Lasst uns das gesamte Internet kostenlos anbieten, ich meine wirklich alles ausnahmslos … alle Webseiten finanzieren sich nur noch durch Werbung, wohin wird das ganze führen? Das wäre ja so als ob ich in einem Einkaufsgallerie gehe und alles wird mir umonst angeboten und die Läden machen Werbung für andere Läden … irgendwann wird doch dann das ganze zusammenbrechen, oder?
Kommentar von Chris Bergenger 06. Juni 2008 @ 00:48Also ich finde: yeeva ist nicht mehr als heiße Luft. Die Texte zu “Über Yeeva” zB enthalten nur Allgemeinplätze, keinerlei Vorteile, nichts, was eine Revolution auch nur ansatzweise rechtfertigen würde.
Mal gespannt, wie lange es den Laden noch geben wird…
Kommentar von Martin Seufert 17. Juni 2008 @ 11:00@ Roland: Meinst Du sowas wie aka-aki???
Kommentar von Martin Seufert 17. Juni 2008 @ 11:15