Die Social-Commerce-Plattform edelight (www.edelight.de) gewährt der neugierigen Webwelt erstmals einen Blick hinter die Kulissen. Nach eigenen Angaben stöbern inzwischen mehr als 330.000 Besucher pro Monat auf den Seiten des Dienstes nach Shoppingtipps. Über 2 Millionen Page Impressions kommen dabei monatlich zusammen. Stattliche Zahlen, ein Massenphänomen ist das Trendthema Social Commerce damit aber noch lange nicht.
Beim Verhalten der meist weiblichen Nutzer (rund 70 % der edelight-Mitglieder sind Frauen) stellen die Stuttgarter unterdessen einen Wandel fest: “Den Nutzern geht es heute nicht mehr primär um die Schnäppchensuche. Die Menschen entdecken das Internet zunehmend als Quelle für Trends und ausgefallene Produkte, die sie in den Städten mit ihren austauschbaren Einkaufsmeilen nicht mehr finden”. Produkte aus kleineren Shops oder von Anbietern mit einem speziellen Sortiment stünden bei den edelight-Mitgliedern deswegen besonders hoch im Kurs. Derzeit arbeitet das Unternehmen, an dem seit Sommer des vergangenen Jahres Burda Digital Ventures beteiligt ist, mit über 600 Partnershops zusammen. Der durch edelight vermittelte Umsatz beträgt bis zu 350.000 Euro pro Monat.
Ambrozy will im Long-Tail-Bereich punkten
Im kommenden halben Jahr will Gründer Peter Ambrozy das Wachstum der Social-Commerce-Plattform weiter beschleunigen. Dabei will er besonders im Long-Tail-Bereich punkten. “Immer mehr kleine Online-Shops finden so ihre erfolgreiche Nische jenseits des Massenmarkts”. Daneben will er unabhängiger von Google werden und die Anzahl der Besucher, die eher zufällig über die Suchmaschine zu edelight gelangen, stetig verringern. Ein schwieriges Unterfangen, vielleicht kann Gesellschafter Burda dabei helfen – schon jetzt ist edelight mit einigen Webablegern des Medienhauses verzahnt.
Artikel zum Thema
* edelight in neuem Gewand
* Zehn Fragen an Peter Ambrozy von edelight

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Kommentare
Also mir gefällt das Konzept sehr gut.
Kommentar von Sebastian 28. Mai 2008 @ 13:34Habe jetzt schon öfters darin gestöbert, wenn ich auf der Suche nach besonderen Geschenkideen war.
aber wie wollen die Live-Shopping-Kandidaten Geld verdienen? Bei einer Vermittlungsgebühr von 1-2% bleibt bei einem vermittelten Umsatz nicht so viel hängen …
Kommentar von benny 28. Mai 2008 @ 14:05Interessant wäre noch mit welchem durchschnittlichen Warenkorbwert edelight den “vermittelten Umsatz” gerechnet hat :-)
Kommentar von Eugen 28. Mai 2008 @ 14:35Zunächst einmal ist das Design seit dem Relaunch etwas unübersichtlich, und zeitweise stark mit Werbung überlastet.
Kommentar von Klaus 28. Mai 2008 @ 14:53Ausserdem muss man sich ernsthaft fragen wie lange man die “User” für so doof verkauft, für beinahe umsonst Produktbewertungen einzustellen.
Wenn bei 330,000 Euro Durcshnittsumsatz ca 5% an User gehen wprden (hypothetisch) dann wären dies ca 15,000 Euro für wieviele Nutzer? Was verdienen Topseller bei wieviel Produktbewertungen? Und warum sind edelight Angestellte überdurchschnittlich aktiv?
Und wenn edelight 10% vom Umsatz als Provision erhielte, also hypothetisch ca 30,000 Euro, rechnet sich dies?
Ich befürchte nämlich dass dieses Konzept wirklich dringend eine Neuausrichtung braucht!
Hi zusammen,
ich glaube nicht, dass Live-Shopping-Portale wirklioch 10 Prozent vom umsatz erhalten. gehe eher von 2-4 % aus. Umgerecvhnet auf den Monat müsste ein profitables Unternehmen wesentlich höhere Umsätze generieren – und das nachhaltig. Sehe da auch eher weniger chancen
Kommentar von benny 28. Mai 2008 @ 15:09Also aus Erfahrung weiss ich, dass es sehr schwer ist den “vermittelten” Umsatz festzustellen. Nicht alle Shops übermitteln diese Information bzw. bei einigen Shops kann man es auch nicht hochrechnen, da sie lediglich ein Fixum an Provision zahlen – unabhängig des tatsächlichen Umsatzen (Beispiel: Tchibo, Sportscheck, Schwab…). 330,- Euro Durschschnittsumatz ist aber deutlich zu hoch – ebenso 10% durchschnittliche Umsatzprovision.
Kommentar von Eugen 28. Mai 2008 @ 15:28Ich hätte eher mit 100,- bis max. 150,- Euro durchschnittl. Warenkorbwert oder 5% durschnittl. Provision gerechnet.
Nach meiner Berechnung würde sich damit ein monatlicher Umsatz von ca. 17.500 Euro ergeben.
Um festzustellen wie viel edelight an seine Kunden ausschüttet, muss man nur die Shop-Kondtionen auf edelight mit den Konditionen in Zanox vergleichen. Wenn ich das richtig sehe sind das knapp 50%.
Ergo gehen von den 17.500 Euro 50% ab – womit der Rohertrag bei 8750,- Euro / Monat liegt.
Wieviel Mitarbeiter hat edelight nochmal?
Naja, Praktikanten und Volontären muss man ja nicht so viel/gar nichts bezahlen. Vielleicht passt das dann.
Kommentar von Lina 28. Mai 2008 @ 15:35Danke für die Rechnung @Klaus und Eugen
350.000 € vermittelter Umsatz bei 600 Shops? Vor allem steht davor: bis zu 350.000.
Das sind ja keine 600 € pro integriertem Shop.
Eugen hat oben mit seiner Rechnung auch absolut recht.
Wieso gabs eigentlich einen Hype um diese Plattform. Ich persönlich kann da noch keine gesunde Tendenz ablesen.
Vielleicht wirds ja noch….
Kommentar von Henning Scheel 28. Mai 2008 @ 15:59“[...] und die Anzahl der Besucher, die eher zufällig über die Suchmaschine zu edelight gelangen, stetig verringern.”
=> robots.txt
User-agent: *
Disallow: /
SCNR
Kommentar von Oliver 28. Mai 2008 @ 16:44Ich finde die Zahlen absolut realistisch.
Ich bin kein großartiger Edelight User, hab mich aber mal angemeldet gehabt und ein paar Sachen empfohlen. So um die 80 Stück (siehe: http://www.edelight.de/profil/flipflop). In meiner Verkaufsstatistik sehe ich, dass über meine Empfehlungen in den letzten 2 Monaten Produkte im Nettowert von knapp 1000 Euro verkauft wurden. Wenn man jetzt bedenkt, dass meine Empfehlungen sehr schlecht tagged und beschrieben sind, es außerdem nur eine recht geringe Anzahl in Relation zu der Gesamtempfehlungsanzahl ist, sind die Zahlen mehr als nur realistisch.
Falls ihr mich nicht glaubt, mach ich auch gerne nen Screenshot ;) Die erzielte Provision für mich liegt bei knapp 50 Euro, wobei die “Bestätigung” noch bei 2 großen Posten fehlt, so dass ich mir aktuell 26 Euro auszahlen lassen könne.
Glückwunsch ans Edelight Team!
Kommentar von Philipp 28. Mai 2008 @ 22:42@Philipp – Ich habe nicht behauptet, dass die Zahlen unrealistisch seien – im Gegenteil, ich kann mir gut vorstellen, dass die Zahlen einigermaßen hinkommen. Mein Kommentar war einfach nur ein Gedankenanstoß :-)
Kommentar von Eugen 28. Mai 2008 @ 23:57Aus meiner Erfahrung heraus liegt die durchschnittliche Provition bei 4%, bei 350.000 EUR wären dieses also 14.000 EUR. Bei weitem nicht genug, um die laufenden Kosten zu decken, zumal die Benutzer auch noch am Umsatz beteiligt werden.
Warum möchte Herr Ambrozy die Anzahl der Besucher, die eher zufällig über die Suchmaschine zu edelight gelangen, stetig verringern?
Ich kann verstehen, daß edelight den Anteil loyaler Nutzer steigern möchte, nicht aber den Verzicht auf SEO-Traffic…
Zuletzt bezweifele ich noch, daß die Anzahl an Partnershops signifikant gesteigert werden kann. Die nicht vorhandene Vielfalt der Shops bei Preisvergleichern zeigt eigentlich schon recht deutlich, daß offensichtlich nicht allzuviele Shops bereit sind, für Listungen zu bezahlen.
Trotzdem toll, daß edelight die Zahlen veröffentlicht hat. Ich bin gespannt, wie sie ihren Weg weitergehen werden!
Kommentar von Heiko Lege 29. Mai 2008 @ 14:20“Glühstrumpf” an Philipp!!!
.. war bis vor einigen Tagen eine der “Top-Ten-User” bei edelight…
Was verdienen Topseller bei wieviel Produktbewertungen?
Nach über 2000 Produkteinstellungen wurde monitär gesehen nicht mal die Flatrate bezahlbar…
Prinzipiell ist die Geschäftsidee nicht schlecht!
Kommentar von Heike Andrea 30. Mai 2008 @ 22:28Viral Marketing wird momentan vom Grundansatz her ziemlich “verschleudert”, ist jedoch ein definitiv guter Ansatz.., aus dem was zu machen ist..
(z.B. Yieeha scheint endlich gelernt zu haben)
@ Klaus
Was verdienen Topseller bei wieviel Produktbewertungen?
Kann ich so ziemlich genau sagen, da ich bis vor einigen Tagen zu den “Top-Ten-Usern” gehörte..
Bei mehr als 2000 Einstellungen/Produktempfehlungen bekommt man durch die Provision nicht mal die Flatrate bezahlt..
Kommentar von Heike Andrea 30. Mai 2008 @ 23:19Noch Fragen…?
;-)
:-) @13 und 14; danke für die insights.
frage mich wieviele es noch geben wird die für eitle gründer wie peter den esel machen.
Kommentar von Klaus 01. Juni 2008 @ 15:43