Aktuelle Neuigkeiten aus der Internetwelt in Kurzform.
* Bei der Schulfreunde-Community Passado (www.passado.de) herrscht Aufbruchsstimmung. “Passado ist eine lebendige Community kreativer und enthusiastischer Menschen. Es ist an der Zeit für eine bessere Oberfläche, die noch benutzerfreundlicher ist und mehr Funktionalität besitzt. Deshalb haben wir beschlossen, all die großartigen Leute und Blogs von Passado auf eine brandneue verbesserte Seite überzusiedeln”, teilt das Unternehmen mit. Aus der einstigen Plattform für das Wiederfinden von Schulfreunden soll offenbar ein Community zum Finden von Menschen mit ähnlichen Interessen und Hobbys werden. Neben einer neuen Optik und neuen Funktionen bekommt die 2001 von den Schulfreunden Michael Pütz (heute DaWanda) und Johannes Ballé gegründete Community auch einen neuen Namen – dieser soll in Kürze verkündet werden. Bereits im Gründungsjahr verkauften die Gründer Passado nach Großbritannien, derzeit ist die Plattform in fünf Sprachen verfügbar.
* Der amerikanische Social Web Browser Flock (www.flock.com) hat bei einer weiteren Finanzierungsrunde 15 Millionen US-Dollar Risikokapital eingesammelt. Das Geld stammt von Fidelity Ventures und den bisherigen Hauptinvestoren Bessemer Venture Partners, Catamount Ventures und Shasta Ventures. Das frische Kapital soll für Investitionen in Research & Development, Marketing und die Expansion in neue Märkte investiert werden. Die deutsche Version soll in den nächsten Wochen an den Start gehen. Der kostenlose Browser Flock basiert auf Firefox und zeichnet sich durch die Verzahnung mit diversen populären Webapplikationen (Blogposting, Bookmark- und Photosharing) aus.
* Kinder pflegen im Web lieber Freundschaften aus der realen Welt, anstatt Kontakt zu unbekannten Nutzern aufzunehmen – zu diesem Ergebnis kommt eine repräsentative Studie, die das Marktforschungsinstitut iconkids & youth im Auftrag des TV-Senders Super RTL erstellt hat. Hoch im Kurs stehen bei Kinder das Hochladen von Bilder und Videos, die Gestaltung von eigenen Hompages und das Thema chatten – allerdings alles nur “innerhalb eines geschützten Raumes, den nur gute Freunde betreten dürfen”. Blogs und virtuelle Welten à la “Second Life” kommenden bei den jungen Nutzern dagegen nicht an. Für die Studie wurden 452 Kinder und Jugendliche zwischen acht und 14 Jahren befragt, die das Internet mehrmals pro Monat nutzen.
* Mit BundiNetz (www.bundinetz.de) arbeiten Torsten Wiesske und Torsten Sörensen derzeit an einem Social Network für Mitarbeiter und Beamte im öffentlichen Dienst. Diese sollen auf der neuen Plattform Kollegen treffen, Informationen austauschen sowie Rat und Hilfe bekommen können. Derzeit läuft die Vorregistrierung, der Start ist für Juni geplant. Als Zielgruppe haben die Berliner die 4,6 Millionen Beschäftigten im öffentlichen Dienst im Visier.

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Kommentare
Wasabi.com wird das neue Passado heissen.
Kommentar von Michael Pütz 22. Mai 2008 @ 17:11Ich hab echt nichts gegen neue Social Networks, allerdings finde ich sollte etwas Innovation mit rein.
Dieses “Ich suche mir eine noch nicht belegte Zielgruppe und mache ein SN dafür” ist richtig nervig, aber auch mit Sicherheit nicht von Erfolg gekrönt.
Kommentar von Maik 22. Mai 2008 @ 17:18Ich wußte garnicht das man schon hinter das Portal schauen kann. Woher kommt den die Weißheit das es keine Innovation in diesem Netztwerk geben wird?
Kommentar von Torsten Wiesske 22. Mai 2008 @ 17:56Außerdem müssen sie es ja nicht nutzen wenn es nervt. Das Netz ist ja groß genug.
Bundinetz. Was für ein Quatsch. Sowas könnte jeder Beamte sich selbst auf ning.com zusammenschustern (Zeit dafür hätte er/sie ja genug). Aber sie machen es nicht. Warum wohl? Beamte haben manchmal eben mehr Verstand als sog. “Gründer”
@Alex: Der Begriff “Gründer” hat mittlerweile überhaupt keine Bedeutung mehr. Das dürfte nicht zuletzt an der Berichterstattung über solche und andere Zeittotschlägerei liegen. Latte rauf, s’il vous plait.
Kommentar von Lücky 22. Mai 2008 @ 18:23Hallo,
finde die Idee bundinetz ebenfalls fragwürdig. Ich glaube einfach, dass da XING die klare Nr. 1 ist und eigentlich auch für Beamte oder MA im öfftl. Dienst das richtige Portal darstellt. So what, ich wünsche den beiden trotzdem viel Erfolg :)
Viele Grüße,
Tobias
>> http://www.adwiso.blog.de (die Enstehung meines Start-Ups)
Kommentar von Tobias Gehring 22. Mai 2008 @ 18:47@Maik
Kommentar von Christian Ogait 22. Mai 2008 @ 19:36Sog. Nischen Communitys gehört die Zukunft. Allerdings sehe ich die Monetarisierung einer solchen Plattform als eher schwierig an. Beamte sind nicht unbedingt eine interessante Zielgruppe für die Indsutrie. Es bleiben also Premiummitgliedschaften. Und ob sich das rechnet?! Man wird es sehen!
@Lücky
Du hast natürlich recht, dass Xing einen speziellen Bereich für Beamte erstellen könnte, wobei das meiner Meinung nach nicht nötig ist, da Xing schon von Beamten genutzt wird.
Aber nehmen wie mal an, Thorsten Wiesske schaft es tatsächlich “nur” 5000.000 Mitglieder auf seine Plattform zu bekommen – dann wäre er ein potentieller Übernahmekandidat für Xing. Ich galube das ist auch eine mögliche Exit-option, die die Gründer haben.
Allerding denke ich nicht, dass Sie eine notwendige, kritische Masse an Usern erreichen werden. Ausnahme: es besteht ein vollumfängliches, nationales Kontaktenetzwerk an Fürsprechen in den Kommunen und Gemeinden!
Kommentar von Christian Ogait 22. Mai 2008 @ 20:09Also kann ich mir ehrlich gesagt auch nicht vorstellen, dass mit dieser Zielgruppe eine kritische Masse erreicht werden kann und für mich sind da auch kaum Anreize erkennbar, die für eine Anmeldung bei einem solchen Portal sprechen.
Kommentar von Sebastian 22. Mai 2008 @ 22:34Ich wünsche den Gründern dennoch viel Glück und Erfolg!
@CHRISTIAN
Beamten sind keine Zielgruppe für die Industrie?
Huhu! Aufwachen!
Kommentar von Peter 22. Mai 2008 @ 23:31Ich habe mal eine Frage an euch. Wie groß ist die kritische Masse?
Kommentar von Martin 23. Mai 2008 @ 11:56Das kannst du pauschal wohl schlecht beantworten… die Kritische Maße ist erreicht wenn die Plattform zum Selbstgänger wird und Gewinn macht.
Kommentar von Maik 26. Mai 2008 @ 10:58