Statistiken über Statistiken finden Onliner seit wenigen Stunden auf der neuen Web-Plattform Statista (www.statista.org). “Unser Ziel ist es, die umfassendste und aktuellste statistische Internet-Datenbank zur freien Nutzung zu etablieren”, sagt Friedrich Schwandt, Gründer und Geschäftsführer von Statista. Und die Hamburger kleckern zum Start nicht, sie klotzen ordentlich: Über eine Millionen Statistiken sind nach eigenen Angaben bereits in der Statista-Datenbank vorhanden – aufgeteilt auf 18 Rubriken wie “Arbeit & Beruf”, „Liebe und Partnerschaft“ sowie „Wissenschaft und Technik“. Die vielen Statistiken stammen von renommierten und seriösen Partnern wie dem Institut für Demoskopie Allensbach, dem Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung sowie dem Statistisches Bundesamt und erfüllen somit alle wissenschaftlichen Standards. Sämtliche repräsentativen Daten können die Nutzer online abrufen, teilweise auch nach verschiedenen Kriterien filtern und mit eigenen Daten vergleichen. Bis zum Jahresende will Schwandt das Angebot auf zwei Millionen Statistiken ausbauen.

Die vielen Statistiken können die Nutzer aber nicht nur auf der Website nachschlagen, sondern in bester Web-2.0-Manier über einen kleinen Code auch in die eigene Webseiten oder das eigene Blogs kostenfrei einbinden. Die jeweilige Quelle für die Statistik ist dabei immer für jeden ersichtlich. Ein Newsticker mit aktuellen Umfragen von Forsa und emnid sowie eine Quizrubrik runden die ordentlich gemachte Statista-Website ab. Die Zielgruppe der Statistikensammlung sind Privatpersonen und professionelle Nutzer aus Wirtschaft, Medien und Wissenschaft. Alle können die gelungene Datensammlung kostenlos nutzen. Finanzieren soll sich Statista über Werbeerlöse. Betrieben wird der Statistikdienst von der im vergangenen Jahr gegründeten Statista GmbH mit Sitz in Hamburg. Neben Schwandt gehört Tim Kröger (ehemals Unternehmensberater) zum Gründerteam. Derzeit beschäftigt das junge Unternehmen acht Mitarbeiter.
“Statistische Daten einfach und ansprechend vermitteln”
Statista ist alles in allem eine äußerst sympathische Idee mit einem echten Mehrwert: Alle diese Zahlen, Daten und Fakten musste man vorher mühsam bei den verschiedenen Instituten abfragen oder im Web zusammensuchen. “Selbst in den USA gibt es bislang keine Webseite, die den Besuchern statistische Daten einfach und ansprechend vermittelt”, sagt Schwandt. Das Angebot von Statista sei bislang einmalig. Auch die Kooperationspartner sind begeistert: Jeder Bürger könne sich jetzt mit Hilfe des Internet schnell und einfach über gesellschaftliche Entwicklungen informieren, sagt Renate Köcher, Geschäftsführerin des Instituts für Demoskopie Allensbach. “Statista eröffnet jedem Menschen den Zugang zu dem reichhaltigen Wissensschatz der Demoskopie.”

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Kommentare
ENDLICH!
wirklich nützlich, wenn es gut ist. Jetzt kommt es nur noch auf ein intelligentes Preismodell an!
Kommentar von Peter 20. Mai 2008 @ 14:45@ Peter
Wieso “endlich”? Hast du auf Statista gewartet? Zum Preismodell: Die Seite ist kostenlos, soll sich über Werbung finanzieren. Oder stehe ich gerade auf dem Schlauch und du meinst etwas ganz anderes?
Kommentar von Alexander Hüsing 20. Mai 2008 @ 14:48Was ist Währunf?
Kommentar von Peter 20. Mai 2008 @ 14:57upps, sollte Werbung heißen. Hab offenbar gleichzeitig an Währung gedacht…
Kommentar von Alexander Hüsing 20. Mai 2008 @ 15:01@Alexander
Zu Deiner Frage: gerade wenn man Markt- und Wettbewerbsanalysen macht, würde einem sowas extrem helfen, weil es den Suchaufwand verringert. Ich hab im letzten halben Jahr mir echt gedacht, dass das endlich jemand machen sollte.. deshalb ENDLICH
bzgl. Preismodell: Natürlich wird sich das nicht nur über Werbung finanzieren.. wahrscheinlich auch über Affiliate, aber ich denke auch, dass Sie für Downloadmöglichkeiten der Ergebnisse / Charts, bzw. customization gut Geld verdienen können… z.B: Viele Leute brauchen bei großen Studien oft nur einen Teil der Studie.. und würden niemals die große Studie kaufen.. das ist der Longtail verschenkt.
Kommentar von Peter 20. Mai 2008 @ 15:02also ich finde es super interessant. inwieweit es sich über werbung finanzieren lässt, ist die andere frage.
Kommentar von Max 20. Mai 2008 @ 15:02Ein sehr interessantes Konzept! Nach unzähligen Social-Network-Konzepten hier mal wieder eine Idee mit einem ordentlichen Innovationsgrad und einem hohen Nutzwert.
Mögliche Probleme sehe ich höchstens beim Ertragsmodell. Ob sich nur durch Werbung genug Einnahmen erzielen lassen? Vielleicht lässt sich später mal auch der eine oder andere premium-Dienst vermarkten.
Kommentar von Harry 20. Mai 2008 @ 15:03@max: da hatten wir wohl beide gleichzeitig den gleichen Gedanken :-)
Kommentar von Harry 20. Mai 2008 @ 15:04Sehr gute Idee!!!
Kommentar von Roland 20. Mai 2008 @ 15:10Schöne und nützliche Idee! Da werden wir auch die eine oder andere Statistik gebrauchen können, die wir auf unseren Seiten einbinden.
Kommentar von S W 20. Mai 2008 @ 15:12Ich kann mir gut vorstellen, dass die Werbevermarktung funtioniert, wenn man Kontext bezogen werben kann, d.h. Belegung einzelner Statistiken mit Werbebanner.
Hi, das ist meiner Ansicht nach eine Seite mit einem deutlichen Mehrwert. Ich habe nach zwei konkreten Fragestellungen gesucht und tatsächlich sehr gute Studien gefunden.
Bei diesem Service wäre ich definitiv bereit, einen Premium-Betrag zu bezahlen.
Viel Erfolg, Andreas
Kommentar von Andreas 20. Mai 2008 @ 15:12Klasse Idee, sowas gibt es m.W. in dieser Form auch in USA noch nicht. Der inhaltlich extrem breit gefächerte Content lässt sich sicher auch ganz gut vermarkten – zumindest über Adsense.
Den Machern alles Gute!
Kommentar von Michael 20. Mai 2008 @ 15:16wunderbar ein Portal für alle Shit Brains dieser Welt, für Leute wie mich
wer weiß schon, dass die Ehescheidungshäufigkeiten mit Entfernung der Geburtsorte der beiden Parter zunimmt, wer weiß, dass im ersten Weltkrieg (16%) relativ weniger zivile Opfer zu beklagen waren als im zweiten (50%) und vor allem weniger als im Irakkrieg (90%) ich ich ich
Kommentar von Sascha 20. Mai 2008 @ 15:20juhu statista ich kommen
Was ist denn hier los?????
Kommentar von S W 20. Mai 2008 @ 15:30Nur positive Kommentare zu einem Startup???
Sind die Permanentnörgler im Urlaub oder einfach nur sprachlos?
@Sörn Weiß
die “Permanentnörgler” sind manchmal einfach nur kritisch.. wenn das unreflektierten Geistern nicht gefällt.. dann werden sie Permanentnörglern genannt..
das kannst Du ja auch mal statistisch betrachen:
wenn nur 9 von 10 Startups floppen (das wär ne supe Quote), dann müssen die Leute, die mehr Ahnung haben ja permanent nörgeln… ;)
Kommentar von Peter 20. Mai 2008 @ 15:39Was mich wundert ist die Verwertbarkeit der Studien. Wurden die Rechte an den Studien erworben? Wieso lassen die Institute das zu?!
Kommentar von agenturblick 20. Mai 2008 @ 15:46Ich werde es auf jeden Fall nutzen. :-) Ich wünsche viel Erfolg.
@16:
Ich denke schon, dass die das voerher abgeklärt haben. Hoffe ich zumindest ;)
Ansonsten sieht die Seite sehr interessant aus. Was schönes zum stöbern zwischendurch.
Kommentar von Gero 20. Mai 2008 @ 16:07Ich glaube den Server müssen sie aber noch was aufrüsten, im Moment scheint die Seite ein paar Probleme zu haben…
Kommentar von Gero 20. Mai 2008 @ 16:22Leider sehr viele Fehlermeldungen:
Internal Server Error
TDbConnection failed to establish DB connection: SQLSTATE[08004] [1040] Too many connections
An internal error occurred while the Web server was handling your request. Please contact the webmaster to report this problem.
Thank you.
Kommentar von Alexander Weipprecht 20. Mai 2008 @ 16:22Hey Jungs, geht mal runter von der Seite – Dr. Tea braucht Statistiken und bei ihm funktioniert die Seite nicht…
Na gut, abwarten und Tee schlürfen…
Kommentar von doctea 20. Mai 2008 @ 16:23doctea
Wirklich sinnvolle Idee, aus der viele Nutzen ziehen können. Jetzt müsste die Seite nur noch abrufbar sein ;-)
Kommentar von Ann-Carolin H. 20. Mai 2008 @ 16:34Sehr interessante Statistiken dabei.
Kommentar von Sebastian 20. Mai 2008 @ 18:00Mich würde interessieren, ob die Statistiken eingekauft werden müssen oder ob die Institute die Statistiken so zur Verfügung stellen.
Sehr schön gemacht. Ich hoffe, die aufwändige Programmierung lässt sich durch Werbung refinanzieren
Kommentar von Frank 20. Mai 2008 @ 18:54Sehr hilfreiche Seite. Werde ich auf jeden Fall mal antesten. Soweit ich sehe, kann man die Grafiken nicht speichern …da könnte man sicherlich gut mit einem Premium-Modell anknüpfen.
Kommentar von Werner Mesch 20. Mai 2008 @ 20:30Ja, ich muss auch sagen, dass das mal was erfrischend Anderes ist und sich wohl auch gut monetarisieren lässt.
Kommentar von Schaffner 20. Mai 2008 @ 23:53Um auch etwas zu nörgeln: Gibt’s die Statistiken vielleicht auch ohne Flash?
Kommentar von Andreas 22. Mai 2008 @ 12:08