Mit kuscheliger Unterstützung stürzen sich Saskia und Justus Schneider sowie Janina Fey und Eric Singhartinger in das Community-Geschäft. Ihre Plattform für Kinder im Alter zwischen 6 und 15 Jahren hört auf den Namen Smoodoos (www.smoodoos.de). Die Kids können sich bei Smoodoos eigene Profilseiten anlegen, Clubs und Interessengruppen beitreten oder gründen sowie mit Freunden chatten und andere Kinder kennenlernen. Die Nutzung der werbefreien Kinder-Community ist in der Basisversion kostenlos. Unbegrenzten Zugang zu Smoodoos und die Möglichkeit seine Cyber-Heimat umfassend selbst zu gestalten gibt’s nur gegen Bezahlung. Und hier kommt der Kuschelfaktor ins Spiel: Die Premiumversion lässt sich über ein Stofftier zum Preis von 24,95 Euro freischalten. Jedes dieser Kuschel-Smoodoos, die Eltern im Einzelhandel oder über den Smoodoos-Shop kaufen können, kommt mit einem Geheimcode daher. Zur Auswahl stehen derzeit 13 Modelle – alle ermöglichen den unbegrenzten Zugang zur Community. Neben diesen 25 Zentimeter großen Stoff-Smoodoos soll es bald weitere kleine Sammel-Smoodoos geben. Diese haben ebenfalls einen Geheimcode im Gepäck. Nach der Eingabe dieses Codes stehen den jungen Nutzern “noch mehr Hintergründe, Items & Animationen” zur Verfügung.

“Sicherer Kommunikationsraum für Kids”
Betrieben wird Smoodoos von der Münchner just us & friends GmbH & Co. KG. Das Unternehmen wurde bereits im August 2006 von Saskia und Justus Schneider aus der Taufe gehoben. Ziel der dreifachen Eltern war es, einen “sicheren Kommunikationsraum für Kids im Internet zu schaffen”. Justus Schneider arbeitete zuletzt acht Jahre als Head of Global Marketing Mercedes-Benz Passenger Cars. Unter seiner Verantwortung entstand unter anderem die Musikdownloadwebsite Mixed Tape. Im Februar des vergangenen Jahres dockte die Designerin Janina Fey bei Smoodoos an, im April der Multimedia-Designer Eric Singhartinger. Neben diesem Gründerteam ist auch die Datenwerk GmbH an Smoodoos beteiligt. Jetzt müssen die Kinder der Republik die neue Community nur noch entdecken. Die harten Einstiegskriterien mit Überprüfung der Postanschrift könnten sich allerdings negativ auf das Wachstum der Plattform ausüben. Bei der Premiunversion ist der Verkauf von Stofftieren allerdings eine gelungene Idee – so bekommen die Kinder als Zuckerl noch ein Spielzeug quasi geschenkt.


Fragen










Kommentare
Da bin ich auch mal gespannt wie sich soetwas entwickelt.
Viel Glück!
Kommentar von Sebastian 15. Mai 2008 @ 16:16Interssanter Ansatz die Premium-Zugänge über Stofftiere zu verkaufen die man im Einzelhandel findet! Ich stand den Premium-Modellen für Kinder sowieso schon immer etwas skeptisch gegenüber. In der Regel müssen ja im ersten Schritt die Eltern von der Plattform überzeugt da die das dann später bezahlen… die Idee das ganze über Stofftiere zu machen finde ich deshalb echt gut.
Aber: Es müssen ganz schön viele Stofftiere verkauft werden um die kritische Maße zu erreichen. Was mich noch interessieren würde, wer sind die Händler? Die “großen Player” wie Karstadt etc. oder eher der kleine Einzelhandel um der Ecke?
Kommentar von Maik 15. Mai 2008 @ 16:21Spannend. Sammeln ist auf jeden Fall immer gut, vor allem wenn es dann immer noch kleine Sammelmodelle gibt. ich denke da an die frühere Regina regenbogen, Mein kleines Pony oder jetzt diese ganzen Anime Geschichten. Und wie gesagt, so behalten die Eltern auch mehr Kontrolle, denn eigentlich finde ich Plattformen für Kinder gar nicht schön!
Kommentar von Lina 15. Mai 2008 @ 16:32Was könnten denn Zufallsfragen aus dem Schulalltag sein?
Interessante neue Ideen. Kinder-Communities laufen super, und die Kuscheltiere bringen da was zum Anfassen mit rein. Könnte klappen.
Allerdings wird man dadurch das Wachstum etwas einschränken. Auch der komplizierte Freischaltprozess wird Wachstum kosten, jeder zusätzliche Schritt bringt eine neue conversion rate.
Ich schätze mal, daß man damit im ersten Jahr mit 10.000 Mitgliedern schon sehr erfolgreich unterwegs wäre. Größere Erwartungen sollte man nicht haben.
Kommentar von Cheater 15. Mai 2008 @ 17:04Das Design sieht ja ganz nett aus. Interessant ist auch der Ansatz, dass man sich nur von 6 – 22 Uhr einloggen kann.
Ich frage mich nur, ob 5-jährige nicht von Begriffen wie “mood message” oder “comm center” abgechreckt werden ;)
Kommentar von Gero 15. Mai 2008 @ 17:18Eine super Umsetzung. Muss man wirklich sagen. Viele tolle Ideen und ein sehr interessantes Konzept.
Ich hoffe sehr für die Gründer das sich die Mühe lohnen wird.
Allerdings glaube ich auch das die Schritte zur entgültigen Anmeldung bzw. Freischaltung zu lang sind, obwohl gerade das ja die Sicherheit die man braucht aus macht.
Leider muss man bei der Premiumversion gleich 2 Parteien von der Plattform überzeugen, das Kind und die Eltern. Und ob das dann immer passt ist wohl die größte Frage.
Dann gibt es übrigens noch ein Problem. Die Altersspanne. Kinder und Jugendliche im Alter von 6-15 sind mit fast jedem Jahr komplett unterschiedlich.
Was ein 6 Jähriger toll findet, ist für einen 8 Jährigen vielleicht schon zu kindisch.
Und was den 14 Jährigen schon interiessiert (ich sag nur Dr. Sommer), sollte ein 10 Jähriger lieber noch nicht wissen. ;0)
Das ist wirklich eine ganz kritische Altersspanne.
Ich bin gespannt was man in Zukunft davon hört.
Das die Eltern einen Report über alle Aktivitäten erhalten, finde ich auf jeden Fall super.
Wenn meine beiden Kinder alt genug sind, werden wir es sicher mal testen.
Viel Erfolg wünsche ich auf jeden Fall erst einmal.
Kommentar von Tobi Spill 15. Mai 2008 @ 17:48Social Networks für Kids sind immer arg grenzwertig.
Kommentar von Matias Roskos 15. Mai 2008 @ 18:00Aber so wie es hier beschrieben ist, klingt es nicht unspannend! Die vielen Sicherheitsmechanismen gefallen mir.
Und die Idee mit dem Freischaltcode über die Stofftiere ist genial!!! Wenn man es schafft die Tiere breit zu streuen im Einzelhandel.
Bei der Preisstrategie sind ja Lidl, Aldi und Tchibo keine Partner-Kandidaten. Dafür ists zu teuer.
Bin gespannt, wo sie auftauchen die Smoodoos. Aber für meinen Spielwarenladen könnte ich mir das durchaus vorstellen. Wenn der EK denn auch stimmt! Das darf man nicht vergessen. Der Handel MUSS dabei mitverdienen.
Viel Erfolg!
Ich habe die Strategie auf der Spielwarenmesse in Nürnberg gesehen (Hasbro und Mattel). Die haben das auch an ein Sammelspielzeug gekoppelt. Allerdings schien mir das (noch) auf kleiner Flamme zu köcheln, denn die schienen mir ein wenig verwundert, dass ich so begeistert von dem Ansatz war.
Kommentar von S W 15. Mai 2008 @ 18:20Smoodoos muss jetzt nur richtig schnell sein, denn wenn Hasbro und Mattel da Gas geben, wird es in meinen Augen eng, denn die haben ihre Lsitung im Spielwarenhandel und können mit TV-Werbung entsprechend Druck erzeugen.
Also innovativ ist das nicht, das gibt es seit langen in den USA z.B. “Build a bear” etc.
Kommentar von Maddin 15. Mai 2008 @ 18:45Zu Build a Bear gibt es eine Community? Ich hab auch so ein Bärchen aber das wusste ich nicht. Werd ich mir gleich einmal angucken…. danke für den Tipp ;-)
Kommentar von Lina 16. Mai 2008 @ 09:33Vielen Dank für das große Interesse! Und für die positiven Reaktionen auf unseren Ansatz. Das Thema Sicherheit liegt uns zwar sehr am Herzen, aber die Akzeptanz durch die Kinder noch mehr. Darum auch die anspruchsvolle Grafik und die aufwendigen Animationen. Wir sind ganz optimistisch, daß wir für die Kinder keine zu hohen Hürden bei der Anmeldung aufgebaut haben, insbesondere auch durch die Möglichkeit zur kostenlosen Anmeldung.
Kommentar von Justus 16. Mai 2008 @ 09:41Bezüglich der Anzahl an Smoodoos-Charakteren, die im übrigen alle eine ganz spezifische Geschichte haben, planen wir sehr viel mehr, als die 13 Charaktere, die wir gerade im Handel einführen: Mit Hoffmann Interaktiv haben wir den agilsten Spielwarengroßhändler als Hauptpartner. Im Retail wird idee+spiel einer unser wichtigsten Partner sein. Das Management dort hat sich besonders für die Smoodoos stark gemacht. MyToys wird unser wichtigster Online Partner sein. Aber große Filialisten haben ebenfalls Interesse gezeigt. Ganz zu schweigen von einer Gruppe von Einzelhändlern, die sofort auf der Nürenberger Messe bestellt haben.
TV & Print beginnt noch im Mai. Die Hasbros und Mattels schrecken uns also nicht! Wir freunen uns über jeden moralischen support!
@justus
Kommentar von S W 16. Mai 2008 @ 10:24Dann kontaktieren Sie uns doch mal über http://www.freizeit-engel.de. Vielleicht können wir was zusammen machen.
respekt! das konzept gefällt mir sehr gut. soweit ich das beurteilen kann, hat sich da jemand echte mühe gegeben. ich denke das könnte klappen und wünsche den machern das allerbeste! wirklich witzige ideen wurden hier sehr gut umgesetzt ;)
Kommentar von sasha berekoven 16. Mai 2008 @ 11:03interessant … bewegst sich in einem ähnlichen space wie erinnert http://www.webkinz.com/us_en/ und das funktioniert in den usa ja ganz prächtig :D
Kommentar von Alexander Jorias 16. Mai 2008 @ 12:02Ich stehe der Sache sehr kritisch gegenüber. Man kann fast jedes Sicherheitssystem aushebeln. Meine Erfahrungen stützen sich auf meine Ausbildung als Fachangestellter für Bürokommunikation im öffentlichen Dienst (1,5 Jahre Berufserfahrung in Schulsekretariaten) und mein Studium der Informatik.
Als Sicherheitsmaßnahmen werden angegeben:
- Gegenseitige Überprüfung der Mitglieder
- Anschreiben der Heimatadresse (an die Eltern vermutlich)
- Erstellen von Gruppen
Die Problematik lässt sich einfach zusammenfassen: Was passiert, wenn mehrere “Erwachsene” sich absprechen, eine “Klasse” bilden und sich gegenseitig bestätigen?
Schulen dürfen zwar mitteilen, ob es eine Klasse 3b gibt, aber nicht, wer in diesen Klassen unterrichtet wird. Genausowenig kann man Daten von Gemeinde- und Städteverwaltungen erhalten, denn dafür muss man selbst eine öffentliche Verwaltung sein und – zumindest sollte das so sein – einen formellen Antrag nach §35a VerwVerfG (Amtshilfe) stellen. §16 (1) 2. des BundesdatenschutzG greift wahrscheinlich nicht, oder? (Berechtigtes Interesse an der Kenntnis der zu übermittelnden Daten)
Dann die Erklärung bei den Freundschaftsanfragen: Zitat “…Ausnahme: bei Freundschaftsanfragen werden dein Vorname, der erste Buchstabe deines Nachnamens, sowie deine Schule, Klasse und dein Wohnort gesendet…”
Nehmen wir einfach mal das deutsche Telefonbuch (www.dasoertliche.de) und eine der etwas kleineren Städte. Dann reicht schon das Nennen des Names des Vaters oder der Mutter aus, um mit hoher Wahrscheinlichkeit eine Adresse und Telefonnummer zu erhalten. (Das Örtliche verlangt 2 Buchstaben in der Namenssuche, einen hat man bereits durch die Freundschaftseinladung) Man darf nicht vergessen, wir reden von Kindern! Wenige zusätzliche Informationen können eine Suche sehr stark einschränken.
Zudem erlauben andere Onlineplattformen – z.B. http://www.schuelervz.net auch eine Spezifikation in der Suche der Schule, der Klasse, Lehrer und der persönliche Vorlieben eine genauere Personenbeschreibung zu erhalten.
Welchen Schutz bietet Smoodoos in den Chats? Gibt es eine Botüberwachung, die verdächtige Ausdrücke loggt und an den Betreiber übermittelt?
Und ich vermisse die AGBs – ich hab sie nirgends gefunden. Mich würde interessieren, für welche Zwecke die gesammelten Daten verwendet werden – §4 Bundesdatenschutzgesetz. Der einzige Hinweis ist die Verwendung der Daten zur Überprüfung.
Über eine Antwort würde ich mich sehr freuen.
Kommentar von Draygoon 15. Juni 2008 @ 19:04Sicherlich sind einige Detailfragen noch offen bzw. werden noch und immer wieder kommen. Doch dieses tolle Team wird diese Themen alle klären. Entscheidend ist doch eines: Qualität setzt sich langfristig durch. Und man hat auf einen wirklich sinnvollen und von Anfang bis Ende durchdachten Ansatz für Kinder-Communities gewartet. Deshalb wir Smoodoos ein Erfolg.
Kommentar von Thomas Müller 21. Juni 2008 @ 12:47@Thomas, “Und man hat auf einen wirklich sinnvollen und von Anfang bis Ende durchdachten Ansatz für Kinder-Communities gewartet. Deshalb wir Smoodoos ein Erfolg.” – den Zusammenhang habe ich jetzt nicht verstanden. Es ist vielleicht ein Ansatz, der noch nicht oft umgesetzt wurde. Aber das bringt auch neue Risiken. Ob es ein Erfolg wird, ist jetzt noch nicht abzusehen. Oder hast Du eine Kristallkugel zuhause?
Kommentar von Cheater 22. Juni 2008 @ 13:08..denke, wenn die mit den Grossen Retailern einen Deal hinbekommen, dann funktioniert das.. Siehe http://www.playmobil.de Firma aus Bayern, familiengeführt und macht in dem Business Geschäft seit Jahrzehnten! Spielzeug made in Europe kann gut funktionieren! und dann noch mit Online Anschluss :- Perfekt! Wenn die Jungs bei einer ECE unterkommen, dann fluppt das! / http://www.otto.de Gruppe !
Kommentar von Thomas Schulze 22. Juni 2008 @ 18:27Kann man die auch in Vorarlberg kaufen
Kommentar von Ani 29. Dezember 2008 @ 16:52