Nach mehreren Monaten Betaphase schickt Madsack MediaLab seine Eigenkreation radio.de (www.radio.de) offiziell auf die Startrampe. Mit dem Dienst will der Ableger der Hannoveraner Verlagsgesellschaft Madsack den Internetbrowser zum Radiogerät umfunktionieren. Statt wie früher am Einstellungsknöpchen des Radios rumzufummeln, können die Nutzer bei radio.de “ihren” Sender einfach über die Browseradresszeile suchen. Das Unternehmen verspricht, dass jeder Nutzer “genau die Inhalte findet, die seinen persönlichen Interessen und der jeweiligen Stimmung entsprechen”. Das System funktioniert in der Tat erstaunlich gut. Wer beispielsweise heavymetal.radio.de, techno.radio.de oder news.radio.de in seinen Browser eintippt, landet umgehend bei einem Sender, der die gewünschte Richtung liefert. Zusätzlich verweist das System auf ähnliche Suchbegriffe und weitere Sender, die dem eingegebenen Profil entsprechen. Wer es lieber konventinell mag, kann die Sender auch über die Verzeichnis auf der Website durchstöbern.
Insgesamt sind nach eigenen Angaben über tausend deutsche und internationale Radiosender und Webradios in der Datenbank von radio.de vertreten – später sollen auch Podcasts hinzu kommen. Sämtliche Sender in der Datenbank sind mit unzähligen Schlagworten versehen. Registrierte Nutzer können jeden Sender zudem mit eigenen Stichwörtern versehen. Die Wiedergabe der Audioinhalte erfolgt über einen Player auf Flash-Basis direkt im Browser – die Installation einer Software ist somit nicht nötig. Künftig soll das System nicht nur über Browser, sondern auch über andere – vermutlich mobile – Endgeräte funktionieren. Das große Ziel von Andreas Arntzen, Geschäftsführer der Verlagsgruppe Madsack und Gründer von radio.de, ist es, mit radio.de digitale Audioinhalte aller Art der breiten Masse näher zu bringen. “Andererseits möchten wir über die Zusammenarbeit mit Content-Partnern neue Vermarktungswege entwickeln, um die Gattung Radio im Internet senderübergreifend voranzutreiben.” Dafür muss es aber gelingen, dass Thema Radio zu entstauben, denn bekanntlich nutzen immer weniger junge Menschen dieses alte Medium.
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Kommentare
Find ich eine gute Sache. Habe bisland immer nur die Radiostationen über den Windows Media Player angehört, aber da waren nur 100 zur auswahl.
Kommentar von Marc 28. März 2008 @ 20:08*Gähn* Ein Katalog für Web Radios mit ein bisschen Subdomain Fummelei? Das ist ja mal sowas von ‘97. Von so Dingen wie Last.FM oder Simfy hat man da wohl noch nicht gehört oder?
Kommentar von Philipp 28. März 2008 @ 20:36Hat GF Behnke nicht gerade Exit Games gegen die Wand gefahren? Keine gute Referenz…
Kommentar von Cheater 28. März 2008 @ 20:43jau shoutcast gibts ja schon seit zig jahren und is nichts anderes dazu muss ich auch nich immer den browser auf haben.
dennoch probier ich es grad aus. das radiointerface find ich nice.
Kommentar von Roland 28. März 2008 @ 20:48Ich empfinde es als eine optimale Verwendung für einen grandiosen Domainnamen.
Vielleicht sind die Funktionen nicht einzigartig, wahrscheinlich auch leicht reproduzierbar – der Name positioniert das Projekt aber wunderbar; darüberhinaus könnten/dürften die Direkteingaben (des Domainnamens) von einer anderen Nutzergruppe als die der oben genannten Projekte stammen.
Kommentar von Tim S 28. März 2008 @ 21:13Insgesamt eine gute idee mit einer tollen topleveldomain. mir fehlen aber die öffentlich rechtlichen. höre viel inforadio und – haha- fussball.
da müssen die also noch was nachklegen.
Kommentar von Satya Singh 28. März 2008 @ 21:51Finde es sieht gut aus, aber mein Lieblingssender ist leider nicht dabei. :-((
Kommentar von Roy Uhlmann 28. März 2008 @ 21:56@tim
finde die subdomain logik auch so schön blöd einfach und damit genial
hab noch nirgendswo gesehen das jmd fremde streams mit flash abspielen kann – meistens sind das doch immer playlists
Kommentar von Fiete Bornholm 29. März 2008 @ 10:40ein bischen mehr sender könnten die aber noch gebrauchen – wird aber bestimmt von allein kommen wenn die radiosender merken wie schwierig es ist sie bisher zu hören
muss mich meinen vorrednern anschließen, zumindest die domain ist der wahnsinn!
Kommentar von Max 29. März 2008 @ 10:54@ alle Kritiker: Im Vergleich was sonst jeden Tag hier vorgestellt wird ist das doch mal ne erfreuliche Ausnahme. Nicht das xte MamiPortal oder xte Sportcommunity …
Kommentar von Harald 29. März 2008 @ 13:56Machmal sind simple Ideen die “Besseren”
PS: Fußball fehlt in der Tat ;)
Bzgl Fussball: Sucht einfach mal nach wdr2
Kommentar von Johannes 29. März 2008 @ 16:15naja, das ganze gibt es schon länger auf http://www.streamr.de was ich wesentlich besser finde ohne diese ganze werbung und schnick schnack drum rum..radio.de find ich jetzt nich so knorke. zudem kann man auch immer schnell bei streamr seine bilder uppen, was ganz praktisch ist
Kommentar von Andi 29. März 2008 @ 17:22toller Service von radio.de, rockt
Kommentar von Alex 29. März 2008 @ 22:16Nette Auswahl. Wird sicherlich mal interessant zu testen sein..
Kommentar von Chris 30. März 2008 @ 17:58Zumindest haben sie sich eine ordentliche Domain dafür organisiert..
Kommentar von Olli 31. März 2008 @ 13:05