Beim Trendthema maßgeschneiderte Produkte – im Branchenjargon Mass Customization genannt – setzen die zahlreichen Anbieter immer auf ein Produkt – etwa Müsli, Kaffee, Schmuck, Hundefutter, Tee oder Tapeten. Oleksandr Shcherbina dagegen schickt gleich mehrere Produkte auf einer Plattform ins Rennen. Sein kürzlich gestarteter Dienst hört auf den Namen myfitmix (www.myfitmix.de). Ein echter Zungenbrecher, der es locker mit dem berühmten Whiskeymixer aufnehmen kann. Shcherbina beschreibt myfitmix als einen “kreativen und schnellen Mixshop für individuelle Produkte”. Bei der Gestaltung des Mischvorgangs und der Verpackungen haben sich die Kelkheimer am Platzhirschen mymüsli orientiert.
Mit Müslis, Cocktails, Fruitails und Naschereien können sich die Nutzer des bonbonfarbigen Shops, an dem Shcherbina und seine Mannschaft knapp acht Monate gearbeitet haben, gleich vier Produkte individuell zusammenmischen. “Der Ablauf ist simpel: Wunschbehälter auswählen, Wunschzutaten reinlegen, Name vergeben und der Wunschmix ist ready”, sagt Shcherbina. Leider klappt dies in der Praxis nicht so einfach. Bei den Cocktails und Fruitails besteht die Herausforderung darin, ein Getränk zu mischen, welches einen Alkoholgehalt von mehr als 6 % aufweist. Wie man dies schafft, bleibt offen. Leicht verwirrend ist außerdem die Unterscheidung zwischen “Mix in den Warenkorb legen” und “Bestellung abschließen” unter der Mischeinheit im Shop. Denn nach dem Klick auf “Mix in den Warenkorb legen” folgt nur der Hinweis “Möchten Sie den Behälter wechseln?”. Danach springt der Shop wieder zum Anfangsmenü – es fehlt der Hinweis auf das Produkt im Warenkorb. Offensichtlich ist das Ganze noch nicht ausgereift. Bitte nachbessern!
Artikel zum Thema
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Fragen










Kommentare
Darf jetzt jeder seine halbgare Kopie einer zusammenkopierten Seite hier reinstellen?
Kommentar von .. 28. März 2008 @ 17:03Weniger “Wohnzimmerprojektvorstellungen ohne Zukunftsaussichten und ohne Innovation” wär vielleicht mehr…
Endlich mal wieder ein Mass Customization-Startup, bei dem man das Gefühl hat, es könne erfolgreich werden. Allerdings fehlt etwas die eindeutige Positionierung, denn – wenn gut gemacht – könnten sie gleich auf mehrere aktuelle Züge aufspringen: Gesundheits- und Bio-Wahn sowie den MC-Wahn.
@ Alexander: Schön, dass Du die kleinen Anfangsschwierigkeiten der Seite so detailliert erwähnst – das hätte ich mir bei anderen Seiten auch schon ab und an gewünscht.
Dem Angebot wünsche ich viel Erfolg!
Kommentar von Martin 28. März 2008 @ 17:03@Alexander
Du musst mehrmals “Gin” o.ä. hinzufügen. Idee und Umsetzung sind ein guter Start, jedoch einen Shop unfertig online zu stellen macht wenig Sinn. Letztlich ergibt sich der Nutzen eines Shops nur aus dem Bestellen und dies ist momentan auf Grund diverser Bugs (s. Alex’s Text) nicht möglich.
Abgesehen davon sind die Preise nicht gerade niedrig.
Kommentar von Markus 28. März 2008 @ 17:17Der Usability-Tod. In mehrfacher Hinsicht.
Kommentar von joerg 28. März 2008 @ 17:48@ Jörg, gebe ich dir Recht.
Absolutes Gegenbeispiel für gelungene Usability dagegen hier. muxtape.com
Kommentar von Roy Uhlmann 28. März 2008 @ 17:52Danke erstmal für die konstruktive Kritik.
8 Monate ist eine lange Zeit in Sachen Gründung. Als wir in den letzten 2 Monaten die Erscheinung von MyCornflakes und CocktailBude bemerkt haben, die sich mit dem gleichen beschäftigen, haben wir entschieden auch sofort online zu gehen um den Markt komplett nicht zu verlieren.
myfitmix Homepage wird in den nächsten 2 Wochen komplett aktualisiert.
Z.B. auf der Mix-Seite unter dem Behälter erscheint bei Cocktails und Fruitails noch Alkoholgehalt des Mixes. Die Frage “Behälter wechseln” verschwindet auch. Es kommen zahlreiche neue Funktionen dazu.
Und das sind aber keine Bugs – Unschönheiten. Der Bestellprozess verläuft einwandfrei.
Und zu der Halbfertigkeit:
die meisten setzen Microsoft ein, obwohl die Produkte gar nicht ausgereift auf den Markt kommen. Oder die Opensource Produkte…
Aber letztendlich die Kunden sind wichtig, sie müssen es akzeptieren.
Kommentar von Oleksandr 28. März 2008 @ 18:08Leider funktioniert mit Safari nicht alles, ich komm nicht mal über die Behälterauswahl hinaus :-)
In meinen Augen, (sorry für die direkte Aussage), zeigt es eher, dass myMuesli.de schon viel geleistet hat und vor allem dass mehr als die Programmierung einer Webseite dahinter steht.
Ich lass mich gerne davon überraschen, wenn myfitmix ein in sich geschlossenes und rundes Konzpt (von Produkten über Marketing über PR) aufweisen kann.
aber trotzdem wünsch ich euch viel Glück und einen guten Start
Kommentar von Sebastian Blum 28. März 2008 @ 18:57Sebastian
Danke Sebastian für die Glückwünsche.
Es steht doch auf der linken Seite – bitte Behälter auswählen. Einfach auf den Behälter klicken.
Jeder Start-up muss eine bestimmte Lernkurve hinter sich haben. Jetzt sehen wir die Reaktion des Marktes und werden bestimmt etwas verbessern.
Nur bei einem Unternehmen erreicht man nie 100%, man bewegt sich zum Ziel und das ist ein Prozess der ständigen Verbesserung.
Oleksandr
Kommentar von Oleksandr 28. März 2008 @ 19:21Mittlerweile hab ich den Link auch sehr versteckt gefunden, danke.
Ich persönlich bin ja teilweise sehr gespalten. Heute Vormittag hab ich mir einen Interessanten Artikel von Michael Brehm (StudiVZ COO) an der FH Erding bei München angehört. Gerade im Bezug auf StartUps wird meistens die
Time To Market genannt und ich finde, dass die gerade bei StartUp Unternehmen sehr sehr wichtig ist.
“Als wir in den letzten 2 Monaten die Erscheinung von MyCornflakes und CocktailBude”
Wenn schon MyMuesli den Erfolg vormacht MyCornflakes und CocktailBude vor 2 Monaten erschienen sind, wieso ist dann die Seite jetzt erst online?
Und auch das ist nicht böse gemeint, aber laut meinen Uni Vorlesungen und meiner Erfahrung (ich habe selbst 150 Mio PIs im Monat auf meinem Projekt)
entscheidet letztendlich
A, wie differenziere ich mich gegenüber Konkurenz
B, wie verkaufe / repräsentiere ich mein Projekt
C, wie stelle ich mein Projekt als das Beste dar
über den Erfolg. Ich bin 100% überzeugt, dass ihr ein super Konzept habt und es einfach noch nicht mitteilt bzw. rüberbringt.
lg Sebastian
Kommentar von Sebastian Blum 28. März 2008 @ 23:14@Sebastian
Auf welchem Projekt willst Du denn 150 Mio. PI´s haben?
Ich rechne Dir das mal vor:
Der Monat hat 30 Tage:
bedeutet: 5 Mio. PI´s pro Tag
gehen wir von grandiosen 30 PI´s pro Visit aus:
166.000 Visits pro Tag
Gehen wir von 2 grandiosen Visits pro Unique Visitor aus:
88.000 Unique Visitors pro Tag
Und das mit 60.000 angemeldeten Mitgliedern?
gehen wir von grandiosen 50% täglich angemeldeten Mitgliedern, die sich einloggen, aus, müssten pro Tag
noch roundabout (zählt man noch die anderen angemeldeten Mitglieder hinzu)45-50.000 Unique Visitors über links oder google traffic kommen..
Oder meinst DU Deine mehreren Projekte?
Oder meinst DU Jahr?
Ich würde mal schätzen, dass Du auf Deinem Ednetz so 10-15 Mio PI´s pro Monat hast… (also ich meine jetzt echte und nicht durch nen klickbot generierte)..
Ich lasse mich aber gerne eines besseren belehren.. da würde mich mal die Rechnung interessieren..
aber vielleicht rechnest du ja auch so wie Karsten von meinsport.de , der hat so leichte Probleme mit X, Y und der Definition was Online bedeutet..
Kommentar von Schwarzer Peter 29. März 2008 @ 00:11A, wie differenziere ich mich gegenüber Konkurenz
B, wie verkaufe / repräsentiere ich mein Projekt
C, wie stelle ich mein Projekt als das Beste dar
ich habe auch gerade 2 Jahre MBA Studium bei FOM hinter sich. Mitte April verteidige ich meine Diplomarbeit:)
Was ich auch bemerkt habe – das meiste im ganzen ist nur “Bubbles”. Youtube, Google, Spreadshirt, auch mymüsli – ich glaube Differenzierung und Positionierung war das letzte woran sie gedacht haben. Mymüsli hat sogar eine Umfrage gemacht. Die Ergebnis war – keiner braucht individuelle Müslis.
Man muss selber daran fest glauben, viel Arbeit reinstecken, den Markt betreten und dann das Resultat betrachten.
Internet und Globalisierung geben unvorstellbare Chancen heutzutage. Du bist nicht mehr an regionale Kunden gebunden.
Ich habe schon gehört: myfitmix – ein bisschen von mymüsli, ein bisschen von Cocktailbude. Für mich ist es definitiv falsch. Wir haben unterschiedliche Konzepte. Wir alle finden unseren eigenen Kundenkreis.
LG
Kommentar von Oleksandr 29. März 2008 @ 00:53Oleksandr
D, mit unrealistischen Zahlen sollte man nicht in einem Blog mit erfahrenen Webmastern posten ;)
Nur mal so zur Info: Ein Geschäftsmodell das mit richtigen Produkten funktioniert und dazu auch noch mass customized ist wird bestimmt nicht in 4 Wochen aufgebaut. Es sei denn man betreibt das Geschäft schon seit Jahren genauso in der Form offline. Da ist weit mehr zu beachten als beim 300. Social Network Klon.
Ein Social Network ist in 2-3 Wochen online mit allen nötigen Funktionen – diese Aussage basiert nicht auf irgendwelchen Univorlesungen sondern ebenfalls auf Erfahrung ;)
Kommentar von Roland 29. März 2008 @ 01:01@Roland
Juhuuuu ein neues Programmier-Genie! Ich bin beeindruckt. Du kannst ein Social Network in 2-3 Wochen online stellen und auch noch mit allen nötigen Funktionen.
Denn sonst kann das keiner..
Kommentar von Schwarzer Peter 29. März 2008 @ 01:12Denn Roland hat NING entdeckt.
Kommentar von Schwarzer Peter 29. März 2008 @ 01:24Der Shop an sich ist ja ganz nett gemacht, aber wer soll diese Preise bezahlen wollen? Wenn ich mir da ein Müsli zusammenklicke, das ich als Fertigmischung für 3-4 Euro kaufen kann, dann bezahle ich hier über 10 Euro!
Kommentar von Cheater 29. März 2008 @ 08:30Also ich schätze das 90 % der hier vorgestellten Seiten ( Unternehmen) innerhalb der nächsten 5 Jahre nicht mehr existieren.
Aber es ist nicht schlimm solange 10% übrig bleiben :)
Kommentar von Mike 29. März 2008 @ 10:23“ich habe auch gerade 2 Jahre MBA Studium bei FOM hinter sich. Mitte April verteidige ich meine Diplomarbeit:)”
Ein MBA mit Diplom find ich ja witzig ;-)
Spaß beiseite. Deiner Vita nach wirst Du langfristig eher Erfolg haben als MyMuesli & Co. – endlich mal jemand der aus dem Fach ist und online macht. Nicht andersherum gestümpert.
Kommentar von Markus 29. März 2008 @ 11:27Mit Diplom hast Du Recht, es heißt Master Thesis.
Statistisch gesehen nur 5-10% der Firmen überleben mehr als 20 Jahre. Im Internet vielleicht noch weniger.
Kommentar von Oleksandr 29. März 2008 @ 12:25Ich möchte trotzdem nochmal auf das Geschäftsmodell zurückkommen. Habe mal bei mymuesli und myfitmix die gleiche einfach Mueslimischung eingegeben. Inkl. Versand bei mymuesli 9,20 Euro und bei myfitmix 9,44 Euro (dabei ist es schon sehr auffällig, daß sich letzterer wohl ganz an den Preisen von mymuesli orientiert).
Aber jetzt nochmal die Frage: wer kauft ein simplex Muesli für fast 10 Euro, wenn es selbst im Reformhaus nur die Hälfte kostet? Sorry, aber ich kann da kein funktionierendes Geschäftsmodell erkennen.
Kommentar von Cheater 30. März 2008 @ 11:27Die Preise müssen +/- identisch sein.
Zur Frage: grössere Auswahl, Bio, individuelle Produktion, nette Behälter, Spassfaktor, Zeit, Prestige. Die Liste ist lang.
Porsche Model ist mehr profitabel als VW.
Warum kauft jemand ein BMW für 40000€ wenn gleiche Toyota 30000€ kostet. Jede Seite kann sich unendlich lang verteidigen.
Als Gruppenleiter oder Entwickler habe ich einen Stundensatz 20-30 €. Reformhaus finden – hingehen oder fahren – alles aussuchen – weg zurück. Eine Stunde weg, evtl. Autokosten 3-5 €. Du musst alles mitrechnen. Dann fällt Reformhaus evtl. plötzlich teuerer aus als eine Internetbestellung.
Man geht zum Bäcker oder zum Metzger, obwohl das gleiche bei Aldi viel billiger ist.
Wir haben es mal im Studium berechnet – oft ist es günstiger 3,9€ Versand zu bezahlen als in Supermarkt zu fahren.
Das Leben besteht nicht nur aus Müslis, wenn man überall seine Zeit reinsteckt, bleibt weniger für die Freizeit, Familie & Co.
Die Starups müssen nur diese Nachricht besser rüberbringen.
Kommentar von Oleksandr 30. März 2008 @ 12:56@Oleksandr, ich fahre doch nicht wegen einer Packung Müsli in die Stadt, sondern erledige das im Rahmen eines Wocheneinkaufs. Griff ins Regal und fertig. Das sind keine 5 Sekunden, und mein Müsli ist gekauft. Dann rechne Dir mal die Zeit aus, die ein individueller Müsli-Mix benötigt. Damit kannst Du nicht argumentieren.
Der Vergleich Porsche mit VW zieht auch nicht, ein Porsche vor der Garage sichert Prestige, die Müslipackung im Regal eben nicht.
Was dann? Shopping-Erlebnis? Qualität? Das finde ich doch wohl eher im Edel-Reformhaus oder im Gourmet-Tempel. Ich kann mir für 10 Euro selbst in der Feinkost-Abteilung im KDW oder bei Harrods das feinste Feinschmecker-Müsli kaufen, habe dabei aber noch ein ganz anderes Lebensgefühl als beim Online-Mixen im Internet.
Wo bleibt also der Mehrwert, der einen 2-3 fachen Preis rechtfertigt? Du bewegst Dich in einem extrem wettbewerbsintensiven Markt, es reicht nicht, einfach die Preise von mymuesli zu kopieren.
Kommentar von Cheater 30. März 2008 @ 14:08Ich stimme Cheater zu. Ein Müsli oder anderes Produkt, dass ich nie gesehen habe, zu deutlich überzogenen Preisen?
Nach der Hurra-Phase um mymuesli werden die Jungs auch auf den Boden der Realität zurück kommen. Nicht irgendwelche Phantasien, sondern der Markt macht den Preis.
Entweder kaufe ich halt guten Standard im Supermarkt (Seitenbacher) zu einem Drittel Eures Preises. Oder ich kaufe Luxus und fahre ins KDW in den 5 oder 6 Stock und liege immer noch nicht über den mymuesli / myfitmix Preisen.
Ich wünsche Euch viel trotzdem viel Erfolg. Vielleicht ist so eine Website ja für irgendein Industrieunternehmen interessant in Zukunft. Mymuesli würde doch toll zu Kellogs passen…
Kommentar von Peter 73 30. März 2008 @ 14:59Es gibt Nachfrage und Angebot. Wir konkurrieren eben nicht mit Kellogs & Co. Die verkaufen Millionen Packungen. Die Einkaufspreise sind andere, alles machen die Maschienen. Das wollen wir auch gar nicht. Wir bitten was anderes – individuelle Produkte. Wenn Du mit einer 4€ Müsli Packung zufrieden bist – keine Frage. Da können wir und wollen wir nich mithalten.
Wir orientieren uns an die Kunden die was besonderes möchten. Es gibt kein Supermarkt mit der ählichen Auswahl an Zutaten.
Ich hatte letzte Woche auch eine Nachricht “Eure Plattform ist halbfertig, wie mixe ich denn PicaColada bei Euch?”. Wir verkaufen keine PinaColada, kein Mai Tai – wir verkaufen individuelle Cocktails. Wenn jemand eine billige PinaColada sucht, aus no-Name Alkohol und mit Farbstoffen – bitte schön, im Supermarkt für 6€. Bei uns stehen nur die Markenzutaten zur Auswahl, Vaihinger ist auch eine Weltmarke.
Kellogs & Co verkaufen an 99,5%, für uns reichen die 0.5% Kunden die was einzigartiges haben möchten. Viele mixen auch Zuhause, jeder gestalten sein Leben wie er möchte.
Außerdem unser Geschäft hat nur zu 20% etwas mit mymüsli zu tun. Andere 80% sind ganz andere Märkte.
Gruß,
Kommentar von Oleksandr 30. März 2008 @ 15:20Oleksandr
Bei einem Ölgemälde wäre es mir ja wichtig, ob es der Maler von Hand gemalt hat, oder ob es ein Druck ist. Aber doch nicht bei meinem Müsli.
Soll ich dafür 300% Aufpreis zahlen? Müsli, mit viel Liebe von Hand gemixt? Nee, oder?
Viel wichtiger sind mir da dann doch die hygienischen Standards. Bei Seitenbacher kann ich sicher sein, da werden die besten hygienischen Standards eingehalten, die Produktion wird ständig kontrolliert, die Zutaten korrekt gelagert, usw. Aber wie ist das bei Euch? Wo kauft Ihr ein? Wer kontrolliert die Qualität der Zulieferer? Wie wird gelagert? Wie wird die Produktion überwacht? usw.
Da kann ich mir einfach nicht vorstellen, daß Ihr irgendeine Ahnung von den Standards in der Lebensmittelproduktion habt.
Also warum soll ich dann die hohen Preise bezahlen? Wo ist der Mehrwert?
Kommentar von Cheater 30. März 2008 @ 17:38Da gibt’s keinen Mehrwert. Das ist eine Lebenseinstellung genauso wie im Bioladen einzukaufen.
My müsli funktioniert scheinbar ganz gut aufgrund der grandiosen Selbstvermarktung und trotz der hohen Preise, langen Lieferzeiten ect.
Aber mal ganz ehrlich: Wer hat denn Lust sich ein Müsli zu mixen, tagelang darauf zu warten, falls man nicht da ist auch noch zur Post gehen zu müssen um die Rolle abzuholen und dafür Porto zu zahlen??
Für ein, zwei Bestellungen ist das sicher ein Gag, für eine Firma mal ‘ne nette Idee zum Verschenken, aber ein ähnliches Müsli kann ich mir auch im Biomarkt mischen. Auf “Vorrat” (um Portokosten zu sparen) kauf ich das auch nicht, wird ja nicht frischer im Schrank und keine Ahnung wie lange das Zeug schon bei “my-irgendwas” rumstand.
Für alle die mymüsli zu kopieren versuchen wird das eine Bauchlandung geben..
Und zu myfitmix: Auf dem mac geht bei Euch gar nichts, deshalb konnte ich nicht schauen wie ihr das Jugendschutzproblem gelöst habt. Ihr verkauft ja Alkohol übers Internet. Wie macht Ihr das?
Postidentverfahren mit weiteren Kosten??
Bei der Cocktailbude steht ja in den AGB sie “behalten sich vor das Alter über Postident zu überprüfen”. Dass soll wohl bedeuten dass sie gar nix machen bis sie das erste Mal abgemahnt werden..
Kommentar von trix 30. März 2008 @ 18:33Das Argument, „normales Müsli“ könne man nur im Supermarkt kaufen, gilt nicht. Über fast jede Bio-Naturkostseite kannst du dir Müsli nach Hause liefern lassen. Bei Seitenbacher ist sogar eine Online-Bestellung direkt beim Hersteller möglich. Wahrscheinlich nur eine Frage der Zeit, bis die großen Hersteller nachziehen.
Übrigens macht nun auch Hipp Müsli für Erwachsene. Sehr lecker. Ich finde, Werte wie Vertrauen, Gesundheit, Qualität und Bio, die von den Online-Mixern gerne angeführt werden, kommen bei Hipp viel authentischer rüber.
Kommentar von Torsten 30. März 2008 @ 19:04Ich würd gerne mal in die Runde fragen:
wer von Euch hat selber bzw kennt jmd, der bei mymüsli und co schon einmal bzw. mehrmals gekauft hat?
In meinem Freundeskreis finden viele die Idee ganz gut, aber bestellt hat noch keiner was weil einfach zu teuer.
Kommentar von trix 30. März 2008 @ 19:28Auch wenn es gar nicht zum Thema passt,
nein http://www.ednetz.de hat keine 150 Mio PIs im Monat.
Laut GA aber 100.000 Besucher am Tag.
meine zweites Projekt hat etwa 30.000 Besucher am Tag laut GA.
und die paar kleineren Projekte nochmals ein paar.
Deine Rechnung kommt in etwa hin, auch wenn die Socials Networks
33 und 36 PIs / Visit haben.
Einfach bei Xing anschreiben, dann sende ich original GA Screenshots raus.
Sorry fürs Off Thema :-)
Kommentar von Sebastian Blum 30. März 2008 @ 20:21aber jetzt zum eigentlichen Thema
Wenn ich länger über das Thema nachdenke, wird in den meisten Kommentaren hier aus der Sicht erfahrener IT-Leitern, Unternehmern, Investoren gesprochen.
Nur nachdem das nicht B2B ist, sondern B2C entscheidet nicht, was wir denken, sondern allein wie es die Kunden finden.
Die wenigsten Kunden werden etwas von dem Startup myMuesli.de mitbekommen haben, werden in meinen Augen auch keinen Marktüberblick über die Konkurrenten haben noch werden viele nicht die Preise im Reformhaus kennen.
Ich sehe eher die Chancen und Herrausforderungen darin, wie locke ich interessierte Kunden auf die Seite und wie mache ich ihnen die Bestellung eines Müslies, eines Cocktails oder Süßgkeiten schmackhaft.
Schaffe ich es, den bisherigen Besuchern der Webseite zu vermitteln, dass dies doch das perfekte Geschenk für Person xy wäre.
Gerade ohne eine überregional bekannte Marke entscheidet in meinen Augen nicht das Projekt, sondern nur der Eindruck und die Einprägsamkeit des Produkts.
Was denkt ihr über diesen Ansatz?
lg Sebastian
Kommentar von Sebastian Blum 30. März 2008 @ 20:47Interessant wäre es wirklich mal zu wissen auf wieviele Besucher eine Müslibestellung kommt…
Die wichtigste Relation für den Kunden in meinen Augen ist das Verhältnis zwischen der persönlichen Einschätzung vom Nutzen, den ein Produkt bringt und dem Preis.
Kommentar von trix 30. März 2008 @ 21:57Gibt es noch ein Alleinstellungsmerkmal, dann umso besser.
Wer braucht Tamagotchi? Ich nicht.
Aber alleine von 1997 bis 1998 wurden weltweit 40 Millionen Geräte verkauft. Weil es nicht nur darum geht was ich persönlich denke, sondern um noch weitere 6 Milliarden Menschen.
Wir können hier ohne Ende diskutieren ob die Ideen schlecht sind oder gut – es gibt immer eine Nachfrage für die Nischenprodukte.
***Aber wie ist das bei Euch? Wo kauft Ihr ein? Wer kontrolliert die Qualität der Zulieferer? Wie wird gelagert? Wie wird die Produktion überwacht?***
Bio-Kontrolle schaut auf die Lagerbedingungen, Lieferanten, Produktion, usw. Außerdem gibt es Lebensmittelkontrolle mit eigenen Anforderungen. Wir produzieren in Deutschland, hier wird alles kontrolliert.
***Ihr verkauft ja Alkohol übers Internet. Wie macht Ihr das?
Postidentverfahren mit weiteren Kosten?? ***
Postident reicht nicht für Jugendschutz.
Wir drehen uns hier im Kreis.
lg,
Kommentar von Oleksandr 30. März 2008 @ 22:10Oleksandr
Lieber Oleksandr,
was Du wirklich gut kannst ist reden.
Leider gibst Du keine Antworten. Somit drehen wir uns wirklich im Kreis.
Danke für die Aufklärung daß Postident nicht für den Jugendschutz beim Versand von Alk reicht, wie macht Ihr das denn jetzt?
Wenn ein startup größere Mengen an Bio kontrollierten Lebensmitteln einkauft, diese dann eine gewisse Zeit lagert und eigenhändig verpackt kann ich mir nicht vorstellen daß die Qualität, Frische und Hygiene wie bei einer industriellen Abpackung erreicht werden kann.
Und noch kurz zum Tamagotchi: Das Ding hat ein Alleinstellungsmerkmal gehabt, hat Spiel, Spaß und Spannung bedeutet war was absolut neues und einmaliges. Dein Vergleich mit Müsli und Drinks hinkt “etwas”..
Kommentar von trix 30. März 2008 @ 22:44