KONTAKT IMPRESSUM ÜBER UNS PRESSE MEDIADATEN
 
PaperC ist das Start-up des Jahres
Fotogalerie:
Hausbesuch bei bettenjagd.de
  •  
 

20 Kommentare

Autor: Alexander Hüsing

Kategorie: Aktuell

Tags:

Facebook spricht jetzt deutsch

Montag, 03. März 2008 11:03

Das amerikanische Social Network Facebook (www.facebook.com) ist nach langer Vorbereitung in Deutschland gelandet. Damit ist das Duell zwischen studiVZ (www.studivz.net), dem deutschen Community-Marktführer, und Facebook, dem am schnellsten wachsenden sozialen Netzwerk der Welt, eröffnet. “Wir freuen uns sehr, den deutschen Nutzern die Möglichkeit zu geben, ab sofort in ihrer eigenen Sprache auf Facebook zugreifen zu können”, sagt Matt Cohler, Vice President of Product Management bei Facebook.

Für die Übersetzung des Dienstes sorgten rund 2.000 deutschsprachige Facebook-Mitglieder – nicht immer ist diese Übersetzung gelungen. Zurzeit hat Facebook nach eigenen Angaben über eine Million aktive Nutzer im deutschsprachigen Raum. Zahlen für den deutschen Markt nennt das Unternehmen nicht – es dürfte aber rund 700.000 Nutzer sein. Weltweit hat Facebook 66 Millionen aktive Nutzer. StudiVZ hat gemeinsam mit seinem Ableger schülerVZ (www.schuelervz.net) nach eigenen Angaben 8 Millionen Mitglieder. Bis Ende dieses Jahres soll die Zahl der Mitglieder auf rund 14 Millionen steigen. Einen großen Beitrag soll dabei der vor wenigen Tagen gestartete neue Ableger meinVZ (www.meinvz.net) leisten. Facebook will vor allem mit “ständig neuen Funktionen” punkten.

In der Branche wird der Deutschlandstart von Facebook bereits heiß diskutiert. deutsche-startups.de dokumentiert einige Äußerungen:

“Ob deutsche User, von denen eine große Zahl bei studiVZ/schülerVZ (und bald meinVZ) registriert sind, deshalb jetzt sofort scharenweise bei Facebook einfallen werden, ist zumindest mit Fragezeichen zu versehen. Wenn nicht, dann wäre eine Akquisition der Holtzbrinck-Netzwerke für Facebook eine Alternative. Vorerst wird man es aber auf eigene Faust versuchen.”
Martin Weigert, zweinull.cc

“Ob Facebook Gorbatschows Erkenntnis-Klassiker ‘Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben’ widerlegen kann, bleibt offen: Holtzbrincks StudiVZ, 2005 als Facebook-Klon gestartet, hat bereits 5 Millionen Nutzer eingesammelt, der kleine Bruder SchülerVZ drei Millionen.”
PeterSchwierz, turi2

“Durch die ungelenke und unvollständige Übersetzung wirkt die deutsche Seite oft lieblos hingeschludert. Ein wirklich großer Wurf ist das nicht. Dem größten deutschen Konkurrenten StudiVZ müssen jedenfalls nicht vor Angst die Knie schlottern. Der war dem Start der deutschen Facebook-Seite in der vergangenen Woche mit dem Start von “meinVZ” zuvorgekommen
Nina Kirst, kress.de

“Ob Facebook seinen großen Erfolg in den Vereinigten Staaten oder Großbritannien auch in Deutschland wiederholen kann, ist fraglich. Denn die Konkurrenz ist größer als in den anderen Ländern (…) Schwierig ist auch die Vermarktung der populären Netzwerke. Mit Online-Werbung hat StudiVZ im vergangenen Jahr etwa einen Euro Umsatz je Nutzer erzielt, also einen einstellingen Millionenbetrag. Facebook-Manager Olivan will sich zu den Umsatzerwartungen in Deutschland nicht konkret äußern. Markus Frank vom Werbepartner Microsoft hat allerdings schon klare Vorstellungen: ‘Der Umsatz soll natürlich siebenstellig sein. Im Verhältnis zu StudiVZ wollen wir je Nutzer mindestens einen doppelt so hohen Umsatz erzielen.”
Holger Schmidt, Netzökonom

“Viele erwarten nun, dass die Anzahl deutshcer Benutzer rapide wachsen wird. Jedoch zeigen Statistiken, dass sich die Zahlen der deutschen Registrierungen in den letzten Wochen reduziert hat. Dabei kann man nicht sagen, dass sich aufgrund der neuen Version viel ändern wird. Beispielweise ist die Zahl der Mitglieder aus Frankreich deutlich höher und kommt somit gut ohne Ländervariante aus.
Michael Klein, Webregard

“Im laufenden Jahr 2008 wird es auf dem deutschen Markt für Web-Communities wohl interessant werden. Man darf wirklich gespannt sein wer die Gunst der User erlangen wird. StudiVZ hat in Deutschland ca. 8.000.000 User auf ihren Seiten vereint. Facebook verfügt dagegen, nach eigenen Angaben, bereits über 600.000 Mitglieder allein in Deutschland, obwohl die Community bis gestern rein englischsprachig war. Seit heute sind die deutschen Seiten von Facebook im Netz zu finden. Die deutsche Übersetzung des Facebook Angebots wird die Mitgliederzahlen dieses Netzwerks in Deutschland sicher in die Höhe schnellen lassen.”
David Nelles, ethority

Das Timing könnte besser nicht sein. Ist doch am Donnerstag, also eben vor zwei Tagen, das neue StudiVZ-Netzwerk meinVZ gestartet. Let’s get ready to rumble. Die Übersetzung ist dabei zumindest.. gewöhnungsbedürftig. To poke wurde mit ‘anstupsen’ übersetzt. Da wäre man besser gefahren, poke als Eigenname anzusehen und beizubehalten.”
Marcel Weiß, neunetz.com

“Die Hysterie mit der ein möglicher Facebook-Start von der Blogger-Community aufgenommen wird, zeigt vor allem auch eines: wie wenig Mut man hierzulande noch hat und wie wenig man den deutschen Internetfirmen zutraut, wenn es ernst wird und amerikanische Anbieter den Markt betreten.”
Thomas Vehmeier, Interneteconomics

Anmerkung: Zu den Investoren von Facebook gehören die Samwer-Brüder mit ihrem European Founders Fund (EFF). StudiVZ gehört zur Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck. Sowohl der EFF als auch Holtzbrinck sind auch an deutsche-startups.de beteiligt.

Artikel zum Thema
* StudiVZ wappnet sich gegen Facebook
* Samwer-Brüder steigen bei Facebook ein
* Facebook kommt über den Teich

Webnews
Diese Seite zu Mister Wong hinzufugen
Post to del.icio.us
oneview - das merk ich mir!
 
Prox It
 
TwitThis

20 Kommentare »

1.

Können die sich keinen professionellen Übersetzer leisten oder warum mußte die deutsche Version “user generated” sein? Das ist schonmal kein professioneller Start, da zeigt sich doch die Bedeutung, die der deutsche Markt für Facebook hat. Die “Krauts” merken sowas aber recht schnell und bleiben dann eben doch bei XING oder StudiVZ.

Kommentar von Cheater — 03. März 2008 @ 11:14

2.

@Cheater:

Der Herr scheint nochmal nachdenken zu müssen..:
- die Inhalte in Social Networks sind nicht besonders komplex, deshalb auch nicht schwierig zu übersetzen
- ergo kann das auch durch die Nutzerschaft übernommen werden
- weil billiger (nach der gleichen Logik hätte auch Wikipedia durch Experten geschrieben werden müssen)
- und weil es auch ein paar mehr Sprachen als Deutsch und Spanisch gibt
- also für die Zukunft noch billiger ein skalierbares und kostengünstiges System einzurichten
- aber jetzt noch mal besser nachgedacht: das was für Facebook bei der Internationalisierung am wichtigsten ist, ist die Internationalisierung der Applications, die können sie ja nicht alle selber übersetzen, also war es der folgerichtige Schachzug, das Übersetzungssystem auch den Entwicklern der Applications anzubieten…

Also bitte erstmal nachdenken und dann einen Kommentar schreiben..

Kommentar von Peter — 03. März 2008 @ 11:38

3.

Herr Hüsing:

aber auch hier sind wir leider wieder ein bisschen ungenau und übernehmen die Marketingtricks von Facebook.

Können wir uns darauf einigen, dass StudiVZ die Schweiz und Österreich eigentlich herzlich egal ist?

Relevant für das Duell Facebook und StudiVZ ist damit die Anzahl der Nutzer von Facebook in Deutschland. Und die liegen nicht bei über 1 Mio. Hier wird versucht, den Erfolg von Facebook in der Schweiz in die Kommunikationsstrategie in Deutschland mit reinzunehmen. Erfolge in der Schweiz oder Österreich sind relativ irrelevant für den bundesdeutschen Markt.

Ich finde, das sollte man bei Berichten auch sauber und kritisch anmerken.

Kommentar von Peter — 03. März 2008 @ 11:49

4.

sehe das wie Peter: zudem ist das doch ansich eine coole Aktion. Ein Social-Network lebt doch vom UGC. Und warum den User dann nicht so gut wie möglich in das Geschehen einbinden. Das hat super mit den 3rd-Party-Scripts geklappt und das wird auch mit der Language klappen.

Cheers

Kommentar von Vincent Nicolai — 03. März 2008 @ 11:52

5.

@ Peter

Der Unterschied zwischen Deutschland und dem Begriff deutschsprachiger Raum dürfte den meisten Lesern klar sein. Und natürlich entfallen die meisten Nutzer davon auf den deutschen Markt.

Kommentar von Alexander Hüsing — 03. März 2008 @ 12:09

6.

@Alexander Hüsing

Nein, die meisten überlesen sowas, bzw. werden sich nicht darüber bewusst. Wenn dann im “Network Germany” 350.000 Mitglieder angemeldet sind, sind das mit Sicherheit nicht alle Deutschen (aber sicher sind hier auch nicht alle deutsch oder in Deutschland), aber spricht eine andere Sprache, als wenn man in direktem Vergleich mit über einer Million wedelt.

Also warum nicht gleich mal direkte Zahlen nennen. Wenn es die nicht gibt: nachfragen, wenn sie die nicht sagen: schätzen.

Kommentar von Peter — 03. März 2008 @ 12:34

7.

Ich habe mal Alexa bemüht:
http://www.internetboom.de/facebook-in-deutschland-wieviel-vorsprung-hat-studivz

… das ist zwar auch nur eine ganz grobe Daumenpeilung. Aber besser als nüx ;-)

Kommentar von Sebastian Fiebiger — 03. März 2008 @ 13:17

8.

Lieber Peter,
schlägst Du auch im richtigen Leben zu Beginn erstmal verbal auf alle Diskussions-Teilnehmer ein? Zumindestens hier tust Du dies und leider auch vollkommen übertrieben. Den ökonomischen Nutzen von UCG kennen hier wohl alle, aber Danke.

Nimm Dir doch eine Minute Zeit für http://de.facebook.com/ bevor Du weitere Ergüsse loslässt. Die Übersetzung ist, von wem auch immer, absolut minderwertig und inhaltlich mitunter vollkommen falsch.

Kommentar von Markus — 03. März 2008 @ 13:51

9.

@ Sebastian

Zumindest ein Anfang in der Plausibilisierung.

Allerdings ist das ein bisschen problematisch, schau mal wo mobile.de alles noch Nutzer hat..

Germany21.8%
Slovakia10.8%
Poland9.1%
Czech Republic8.1%
Romania7.4%
Bulgaria4.7%
France3.4%
Serbia and Montenegro3.0%
China3.0%
Lithuania2.5%
Greece2.1%
Hungary2.0%
Georgia1.6%
Latvia1.6%
Croatia1.4%
Spain1.2%
Bosnia and Herzegovina1.2%
Russia1.1%
Ukraine1.1%
Slovenia1.1%
Belgium0.9%
Portugal0.9%
Estonia0.8%

Kommentar von Peter — 03. März 2008 @ 14:57

10.

und freenet:

Germany83.2%
Brazil1.8%
Austria1.0%
France0.8%
United States0.7%

Kommentar von Peter — 03. März 2008 @ 14:58

11.

@Markus

Das ist nicht zu Beginn einer Diskussion, sondern nach einer Präsentation. Und da kritisiere ich, ja klar, kuscheln können wir hier ja eh nicht. Auch im echten Leben. Sorry, es gibt nun mal Leute, die genau sind mit Formulierungen und Zahlen, und andere, die es nicht sind.

Kommentar von Peter — 03. März 2008 @ 15:00

12.

@peter

Stimmt, Mobile.de ist ein schlechter Vergleich. Das habe ich übersehen. Aber Freenet ist doch ganz okay. StudiVZ hat ja auch “nur” 85% des Traffics aus Deutschland.

Kommentar von Sebastian Fiebiger — 03. März 2008 @ 15:19

13.

@Peter

Korrekt. Und Du warst ungenau und hast etwas kritisiert ohne dich damit beschäftigt zu haben. Dabei auch noch unnötig aggressiv. Konstruktive Kritik ist anders.

Gruß

Kommentar von Markus — 03. März 2008 @ 15:50

14.

@Peter, wer Facebook mit Wikipedia vergleicht, der hat wohl keine Ahnung von dem Thema, oder? So was dämliches habe ich ja noch nie gehört.

Facebook ist ein kommerzielles Unternehmen mit einer Marktkapitalisierung von 15 Mrd. USD (zumindest nach dem Deal mit MS). Glaubst Du denn ernsthaft, da sitzen die Vorstände zusammen und planen ihre Internationalisierung auf der Basis von User Generated Content?

“Hey, look this, those damned krauts made some translations of our menues. Well, at least, it looks like German. Can anybody confirm this?”

“Yeah, I was once at Oktoberfest and some words are definitively German.”

“Ok, it’s German. Guys, make a PR that Facebook now enters the German market. We will kill this fucking Stoudiwisii. Damned, we are good!”

“Have some beer? Let’s wait for the next bloody user doing our job, he, he.”

Kommentar von Cheater — 03. März 2008 @ 16:54

15.

“Sign up to Jemanden anstupsen on Facebook”

Aha…

Kommentar von Thomas — 03. März 2008 @ 17:12

16.

@Cheater

Tjaja, jetzt können wir mal darüber streiten, warum ich das nicht vergleichen sollte…

Kommentar von Peter — 03. März 2008 @ 22:12

17.

@Peter, da muß ich nicht drüber streiten, denn für mich ist der Unterschied klar. Nur weil Du Facebook und Wikipedia in Deinem Web-Browser sehen kannst, ist es nicht das gleiche. Vielleicht kommst Du noch drauf, streng Dich mal an.

Kommentar von Cheater — 04. März 2008 @ 12:27

18.

@cheater.. oder cheetah?

also wer nicht einsieht, dass das facebook übersetzungsmodul crowdsourcing ist und dann noch vielleicht bestreiten will, dass wikipedia auch crowdsourcing ist.. sorry, aber mit dem kann ich gar nicht diskutieren. da fehlt der hebel für die einsicht.

Kommentar von Peter — 04. März 2008 @ 20:59

19.

Na mal sehen, ob sich das bei uns durchsetzen wird. Ich kenne persönlich eine Menge Leute, die sich Social Networks angeschlossen haben – keiner von ihnen ist bei Facebook registriert.

Kommentar von lina — 04. Mai 2008 @ 00:59

20.

Extraordinarity: ,

Kommentar von Josh — 09. April 2009 @ 02:10

7 Trackbacks »

  1. [...] Mehr Infos gibt es auch auf deutsche-startups.de [...]

    Pingback von Facebook ist jetzt deutsch. — 03. März 2008 @ 11:15

  2. [...] kurz nach dem Facebook Deutschland-Start geht bei den Kollegen (Robert, Torsten, Alex und Frank) das große Rätselraten um Mitgliederzahlen, Reichweiten und Werbemillionen los. Die [...]

    Pingback von » Facebook in Deutschland: Wieviel Vorsprung hat StudiVZ? — 03. März 2008 @ 13:12

  3. [...] Erscheinen amerikanischer Projekte auf dem deutschen Markt sorgt für Hysterien in der deutschen Blogosphäre. Gemeint ist damit aber nichts anders, als die Übersetzung [...]

    Pingback von Wird Facebook im Deutschen explodieren? ||| Handelskraft ||| — 03. März 2008 @ 13:52

  4. [...] http://www.deutsche-startups.de [...]

    Pingback von myFacebook.de » Facebook spricht deutsch!!!! — 03. März 2008 @ 15:04

  5. [...] deutschestartups: Facebook spricht jetzt deutsch [...]

    Pingback von Facebook in deutsch - Tobbis Blog - Aktuelles ueber Windows, Opera & Co. gebloggt von Tobias Steinicke — 03. März 2008 @ 19:07

  6. Deutschland-Start: Experten sehen strategische Fehler bei Facebook…

    Trackback von HighText iBusiness Medien-Technik-Wirtschaft — 04. März 2008 @ 13:17

  7. [...] zum Thema * Facebook spricht jetzt deutsch * StudiVZ wappnet sich gegen Facebook * Samwer-Brüder steigen bei Facebook ein * Facebook kommt [...]

    Pingback von Facebook verklagt studiVZ :: deutsche-startups.de — 19. Juli 2008 @ 17:31

No Tweetbacks »

Einen Kommentar hinterlassen oder mit deinen Profil kommentieren

Ab sofort bietet Deutsche-Startups.de seinen Nutzern die Möglichkeit
ein persönliches Profil anzulegen um sich der Community zu präsentieren.

deutsche-startups.de
wird gesponsert von:
Suchmaschinenmarketing (SEM) Agentur