Details zur Studie “Erfolgsfaktoren von Communitys im Web 2.0″
Die gemeinsame Studie der Fachhochschule Bonn-Rhein-Sieg und der Ranking-Community woobby (www.woobby.com) sorgte in der vergangenen Woche für reichlich Diskussionsstoff. Etliche Fragen blieben dabei jedoch offen. deutsche-startups.de liegt die nicht repräsentative Studie mit dem Titel “Forschungsprojekt Web 2.0. Erfolgsfaktoren von Communities im Web 2.0 – Entwicklung einer Kommunikationsstrategie” nun vor und wir liefern einige Details zur Befragung nach. Für das Forschungsprojekt der Fachhochschule und der Ranking-Community wurden von November bis Dezember des vergangenen Jahres 46 Community-Betreiber und 172 Community-Nutzer ausführlich befragt sowie 14 große Netzwerke inhaltlich analysiert – eine detailierte Übersicht gibt’s unter Anmerkungen am Fuß dieses Artikels. Natürlich sei die Studie nicht repräsentativ, sagt Thomas Goette vom woobby-Betreiber Freundliche Netzwerke. “Aber eine interessante Tendenz geben uns die Antworten schon.”
Zu den wichtigsten Ergebnissen der Untersuchung zählt die Erkenntnis, dass Community-Betreiber die Wichtigkeit von Zusatzfunktionen tendenziell unterschätzen bzw. ganz andere Dinge als ihre Nutzer präferieren. Besonders deutlich zeigt sich dies beim Thema Usertreffen. Rund 60 % der Nutzer haben laut Studie kein Interesse an Offline-Events. Die meisten wollen ohnehin keine neuen Leute im Netz treffen, sondern Freunde und Bekannte. Unattraktiv sind für viele Nutzer auch Belohnungssysteme, Vermittlungsprämien und Mini-Games. Wie bereits berichtet, gehören für User dagegen Suchfunktionen, Geburtstagserinnerungen und aktuelle Inhalte auf der Startseite zu den wichtigsten Zusatzfunktionen in einer Community. Wobei die Betreiber von Communitys Suchfunktionen und aktuelle Inhalte auf de Startseite ebenfalls wichtig finden. Nicht immer liegen die Vorstellungen von Community-Betreibern und Nutzern somit auseinander.

Die Privatsphäre ist für viele Nutzer ein wichtiger Punkt. Darüber, wer sein Profil aufrufen kann, möchten 73 % der befragten Nutzer selbst entscheiden, 19 % wollen, dass nur ihre Freunde automatisch alles sehen dürfen und nur 8 % sagen: “Alle sollen alles sehen dürfen”. Die für die Studie befragten Nutzer sind durchschnittlich bei zwei oder mehr Communitys registriert. Wobei sich insgesamt neun von zehn Befragten als aktive Community-Mitglieder bezeichnet haben.
Anmerkung: Für die Studie wurden um Alleinstellungsmerkmale und Gemeinsamkeiten zu erkennen 14 Communitys inhaltlich analysiert. Dies waren: Bondea, studivz, Plazes, Xing, Qype, Facebook, Chefkoch.de, MySpace, Lokalisten, kicker.de, Orkut, wer-kennt-wen.de und knuddels.de.
Teilnehmer der Befragung zu der Vermarktung: abitero.com, autoki.com, amiando.de, blog.de, bloomstreet.net, buddybook.de, care-and-click.org, comwat.de, dawanda.de, e64.de, fanground.de, gameduell.de ichbinpapa.de, imedo.de, konsumo.de, moviepilot.de, mummynetwork.com, myvitaminb.com, meinsport.de, meineleute.de, mixxt.de, mymuesli.de, meinnachbar.de, netmoms.de, oneview.de, ormigo.de, onlinewelten.de, onsari.de, platinnetz.de, smaboo.de, sportme.de, sevenload.de, sharewise.com, studihelp.de, sixgroups.com, sauspiel.de, sportsfreunde.de, trivago.com, townster.de, townkings.com, verwandt.de, viatoura.de, webnews.de, yabadu.de, yigg.de, yocapi.net.
Teilnehmer der Befragung zu den Erfolgsfaktoren einer Community: abitero.com, amiando.de, blog.de, bloomstreet.net, care-and-click.org, comwat.de, dawanda.de, e64.de, fanground.de, groops.net, ichbinpapa.de, imedo.de, meineleute.de, meinnachbar.de, mixxt.de, netmoms.de, onlinewelten.de, onsari.de, platinnetz.de, sevenload.de, sharewise.com, spickmich.de, sportme.de, sportsfreunde.de, trivago.com, townster.de, townkings.com, webnews.de, yigg.de, yocapi.net.
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* Was Nutzer wirklich wollen
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8 Kommentare »
9 Trackbacks »
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[...] Erfolgsfaktoren von Communitys im Web 2.0 – Die Befragung hat ja ein bisschen Wind gemacht und für Diskussionen gesorgt. Ich halte diese für totalen Blödsinn. Schon alleine weil es nur 172 Befragte gibt. Und, welcher Nutzer eines Social Networks kann etwas mit den Begriffen API und RSS-Feed anfangen? Grade was APIs angeht sind für einen Nutzer nur die darausvorgehenden Funktionen interessant. Das dieses von den Nutzer sehr gut angenommen werden kann, zeigt Facebook. [...]
Pingback von TaT: Erfolgsfaktoren von Web2.0-Communitys, AdWords Videos, neues Trackingverfahren bei Zanox — 18. Februar 2008 @ 22:58
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[...] bereits Spiegel.de und deutsche-startups schreiben, herrscht ein völliges Überangebot an diesen SNs. Zusätzlich werden sie [...]
Pingback von Blogverzeichnis meets Social Network — 19. Februar 2008 @ 21:55
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[...] woobby (mit denen smaboo ja in Hamburg gemeinsam im Businessplanwettbewerb-Finale der FTD) stand, hat zusammen mit der Fachhochschule Rhein-Bonn-Sieg eine spannende Studie veröffentlicht. Thema: Was sind die Erfolgsfaktoren hinsichtlich Funktionalität und Vermarktung von Communities. Die Studie hat in der Netzwelt für rege Diskussionen gesorgt, u.a. im Spiegel und auf deutsche-startups.de. [...]
Pingback von Studie: Erfolgsfaktoren von Communities im Web 2.0 - zimtblog - zimtkorn AG — 25. Februar 2008 @ 10:19
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[...] über die Web2.0 Studie der Fachhochschule Bonn-Rhein-Sieg berichtet und diskutiert, unter anderem hier oder [...]
Pingback von Web 2.0 Studie: Erfolgsfaktoren von Communities at six groups blog — 28. Februar 2008 @ 16:11
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[...] Artikel zum Thema * Details zur Studie “Erfolgsfaktoren von Communitys im Web 2.0″ [...]
Pingback von Communitys und ihr Image :: deutsche-startups.de — 03. März 2008 @ 08:01
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[...] als wichtig erachten, ist oft nicht dasselbe, was den Usern wichtig ist. Mehr Details auf deutsche-startups.de und [...]
Pingback von Social Networks und Communities - Crossmediale Kommunikation — 05. März 2008 @ 17:32
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[...] seiner Mitglieder. In einer Studie von der Fachhochschule Bonn-Rhein-Sieg und der Ranking-Community wurde klar, dass sich oft die Betreiber mit den gewählten Features oder Besonderheiten verstricken. [...]
Pingback von woobby.com oder was Unternehmen bei Communitys falsch machen | Webregard - Watch the Web — 27. April 2008 @ 22:24
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[...] kritische Studien über Web 2.0 immer gern gesehen – diese Internet-Scharlatane…Und so gelang unsere Studie, die wir mit der FH Bonn-Rhein-Sieg durchgeführt hatten, im Februar 2008 auf die Startseite von [...]
Pingback von Startup Lesson 27: PR oder wie woobby auf Spiegel Online gelandet ist - mit nur 4h Aufwand! | woobby.com - Der Blog zur Ranking Community — 14. November 2008 @ 18:14
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[...] The University of Applied Sciences Bonn-Rhein-Sieg and Ranking Community wooby have conducted a research project to identify the most important success factors for communities in the Internet. Many of the usual [...]
Pingback von Interesting Writing, Feb 24 « Unternehmer-Hochschule — 14. Juli 2010 @ 10:40
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Ich bin weiterhin der Meinung, dass diese Studie nicht wirklich viel aussagt.
Ich glaube ehrlich gesagt auch, dass die User, die befragt wurden mit dem Begriff “Geburtstagserinnerungen” einfach mehr anfangen konnten als mit dem Begriff “Widgets” und daher diese Option als wichtig bewertet haben.
Wie oft diese User aber direkt oder indirekt z.B. Widgets nutzen, ist denke ich den meisten garnicht klar.
Ganz abgesehen davon, dass Begriffe wie “Widgets” oder “API” eigentlich viel zu umfassend (oder auch zu technisch) sind, als dass sie in einer solchen Umfrage so einfach als Zusatzfunktion fuer User aufgelistet werden koennen.
Dass ein knuddels oder Kicker User mit einer Geburtstagserinnerung mehr Anfangen kann, als mit einer API, duerfte wohl jedem klar sein, oder???
Schaut man sich den Wachstum von Facebook an, steht ausser Diskussion, dass Dinge wie eine offene API zu einem riesigen Push fuehren in Userzahlen und Aktivitaet fuehren.
Von daher: diese Studie ist nichtsaussagend und wird wie viele solche News von den Medien mal wieder genutzt, um die “Wichtigkeit” oder “Brauchbarkeit” vom Web 2.0 in Frage zu stellen…
Kommentar von Kai — 18. Februar 2008 @ 16:59
na das nenn’ ich mal hübsch. denn trend zu mehr privatsphäre kenn ich aus studivz, bewerbungscoachingseminaren, usw. hätte aber nie geglaubt, dass es mehr leute gibt, die sich dem gruscheln/flirten/exhibitionismus entsagen wollen…
aber gut – wir bauen nämlich gerade einen dienst auf, der extreme privatsphäre garantieren soll. alles nach dem prinzip “echter freunde”, d.h. man sieht nur was voneinander wenn man gegenseitig dazu einwilligt..
bin auf die weitere diskussion um privatsphäre in communities gespannt. die studie gibt ja nur hoffnung auf mehr controlling/tracking bei bestehenden portalen…
Kommentar von Ralph — 18. Februar 2008 @ 18:28
Ist doch wirklich interessant, wie viele Features sich viele Websitebetreiber einfallen lassen und diese nach Aussagen der Studie wenig bis gar nicht beachtet werden. Wichtige Erkenntnis wie ich finde und wenn man sein eigenes Surfverhalten mal bewusster unter die Lupe nimmt, ist die Studie nachvollziehbar.
Kommentar von Johscht — 20. Februar 2008 @ 11:15
@ Johscht
Ich kann auch viele Sachen nachvollziehen. Eine der grandiosesten Sachen bei Xing ist für mich die Geburtstagsfunktion. Total banal, aber mit hohem Nutzwert.
Kommentar von Alexander Hüsing — 20. Februar 2008 @ 11:22
Allemal interessant. Ich bezweifele aber, dass die Privatsphäre für viele Nutzer ein wichtiger Punkt ist. Mit wenig Aufwand kann man von manch einem interessante Profile erstellen. Aber wenn man einen Menschen direkt danach fragt, ließt er ja auch täglich ein “gutes Buch”, ließt kein Bild und sieht nie RTL2. Nein, wirklich nicht…
Kommentar von Ralph — 20. Februar 2008 @ 21:47
@Alexander
Das ist schon richtig, einige Funktionen sind in der Tat sinnvoll. Wobei Xing in meinen Augen da auch wirklich gut Arbeit macht. De Funktionen passen gut zu dem Kernthema der Seite. Letztendlich sind viele Funktionen wohl einfach individuell sinnvoll und nicht immer für die breite Masse der Nutzerschaft von besonderem Interesse. Solange die Funktionen die man nicht nutzt nicht als störend empfunden werden ist ja auch alles gut.
Kommentar von Johscht — 26. Februar 2008 @ 15:04
Ich bin sehr skeptisch, was die Akzeptanz der 2.0 Anwendungen betrifft. Es gibt sicherlich einige Leute die diese Dinge nutzen und kennen. Aus meiner Erfahrung im Alltag kann ich jedoch sagen, dass das Wissen und der Bekanntheitsgrad all dieser Gimiks beim Durchschnitts-Surver gegen Null geht.
Ob sich das ändert bleibt abzuwarten …
Kommentar von T-Shirt Lover — 12. März 2008 @ 19:48
Hmm also ich denke schon, dass die Privatsphäre eine wichtige Rolle spielt. Wie man dieses schützen kann ist allerdings nicht so einfach denke ich.
Kommentar von Tobias — 22. April 2009 @ 08:31