Pfandy verpfändet Waren aller Art

Auf den niedlichen Namen Pfandy (www.pfandy.de) haben Oleg Strecker und seine Mitstreiter ihr kürzlich gestartetes Online-Pfandhaus getauft. Über den neuen Dienst können Privatpersonen wie im klassischen Pfandhaus Gegenstände aller Art verpfänden. Auf der […]

Auf den niedlichen Namen Pfandy (www.pfandy.de) haben Oleg Strecker und seine Mitstreiter ihr kürzlich gestartetes Online-Pfandhaus getauft. Über den neuen Dienst können Privatpersonen wie im klassischen Pfandhaus Gegenstände aller Art verpfänden. Auf der anderen Seite stehen bei Pfandy die Geldgeber, welche von Pfandy vor der Freischaltung via Postident-Verfahren überprüft werden. ” Wir verlagern damit eines der ältesten und bewährtesten Gewerbe in das Web”, sagt Strecker. Als zahlungskräftige Zielgruppe für Pfandy hat er klassische Pfandhäuser und besonders Privatpersonen im Auge. Alle können Gebote für die angebotenen Waren abgeben. Der Geldsucher kann sich anschließend einen Geldgeber aussuchen und mit diesem in Kontakt treten. Alle Modalitäten wie beispielsweise die Konditionen der Pfändung werden von Pfandy in einem automatisch erstelltem Vertrag bereitgestellt. Lediglich den Rest wie Geld- und Warenübergabe müssen die Vertragspartner unter sich ausmachen.

Den rund 200 klassischen Pfandhäusern in Deutschland will Strecker mit Pfandy aber keineswegs direkt Konkurrenz machen. Vielmehr erhofft er sich, eine Erweiterung des Marktes. “Schließlich gibt es nicht überall ein Pfandhaus und zudem neben diese nicht immer alle Waren an”. Das Einstellen von Pfändungsgegenständen ist bei Pfandy kostenlos. Nur bei erfolgreichen Transaktionen verlangt das Online-Pfandhaus eine Provision in Höhe von 2 % des verliehenden Betrages. Bei der Konzeption von Pfandy stand offenkundig die Kleinkreditplattform Smava (www.smava.de) Pate. Mit dem Unterschied, dass bei Pfandy Produkte wie Ringe, Autos und Münzen als Sicherheit dienen. Wenige Tage nach dem Start ist bei Pfandy selbstverständlich noch nicht viel los.

Eine Million Menschen nutzen Pfandhäuser

Offen bleibt allerdings die Frage, ob regelmäßige Geldverleiher für Pfandy ein Problem darstellen können. Denn bekanntlich steht in Deutschland das gewerbsmäßige Verleihen von Geld nur Banken zu. Aus diesem Grund arbeitet Smava auch mit einer Bank zusammen. Problematisch für die Pfandy-Macher könnte auch ihr zweites Standbein werden. Bereits seit 2006 betreiben die Steinbergener den Erotikmarktplatz Romeomust.com (www.romeo-must.com). Über die Seite können Nutzer verschiedene erotische Dienstleistungen und Sexartikel kaufen. Zum hochersiösen Thema Geldverleihen passt dies nur bedingt. Lukrativ ist der Pfandkreditmarkt allemal: Im vergangenen Jahr wurden laut Zentralverband des Deutschen Pfandkreditgewerbes von rund einer Million Menschen etwa 2,1 Millionen Kreditverträge in Pfandhäusern abgeschlossen. Die bewegte Kreditsumme lag bei knapp 500 Millionen Euro.

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Alexander Hüsing, Chefredakteur von deutsche-startups.de, arbeitet seit 1996 als Journalist. Während des New Economy-Booms volontierte er beim Branchendienst kressreport. Schon in dieser Zeit beschäftigte er sich mit jungen, aufstrebenden Internet-Start-ups. 2007 startete er deutsche-startups.de.



  1. Kai

    Cool.. auf Pfandy versucht gerade jemand sein altes Laptop fuer 1400 EUR zu verkloppen. Klingt nach einem Schnaeppchen ;-) Oder sollte ich mir dafuer doch eher den Couchtisch mit Marmorplatte besorgen…

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  3. Marc

    Eigentlich eine ziemlich gute Idee…
    das könnte was werden!

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  5. Michael

    Ich muss immer wieder den Hut ziehen vor Gründern, die sich auf vermeindlich dünnes (juristisches) Eis begeben, welches bereits in der Offline-Welt als sehr risikobehaftet gilt. Allerdings gibt es einen riesen Vorteil: sollten es die Jungs von pfandy schaffen, das System erfolgreich und möglichst klagefrei zu implementieren, gräbt ihnen so schnell kein “Neuer” das Wasser ab! Und mit smava als “Mentor” scheinen sie ja ganz gut gerüstet – viel Erfolg!



  6. Michael

    Frage an die pfandy-Crew: angenommen, ich habe die Möglichkeit, einen Diamantring für 3000 Euro zu “kaufen”, um ihn für 3100 Euro rückzulösen. Wie stelle ich sicher, dass der Ring auch wirklich 3000 Euro wert ist? Bei echten Pfandhäusern sitzen professionelle Insider, die sich auf Schmuck, Autos oder sonst was spezialisiert haben und die Branche kennen – ich hingegen habe davon keine Ahnung.

  7. Eine wirklich gute Idee, die ohne Probleme in Deutschland ein Erfolg werden wird. Viel Glück dabei…



  8. Michael

    PS: es sollte wohl “Business, Industrie” heißen, anstatt “Buisness”



  9. Michael

    Ah, wohl so wie onsari ohne Probleme eine Million Nutzer bekam, wa?! ;-)



  10. Benedikt

    @Patrick
    Ich glaube kaum, dass es OHNE Probleme zum Erfolg werden wird. Zeige mir eine Company, die das geschafft hat! …außer Onsari natürlich! *g*

    @Team von Pfandy
    Viel Glück! Finde die Idee gut und habe Hochachtung vor eurem Mut, in dieses – juristisch schwierige – Feld vorzudringen!

  11. ich bin nicht so überzeugt, das ist imho viel zu umständlich. Der Versand per Post, die zusätzlichen Gebühren,… da ist denke ich der Gang zum normalen Pfandhaus um einiges günstiger.

  12. Selbst ich als notorischer Startup-Nörgler muss hier meinen Hut ziehen – gute Idee, könnte funktionieren! Wünsche Pfandy viel Glück!



  13. Pass

    Bei Euch in Deutschland schreit immer alles: Achtung, das Gesetz! Sind die §-Reiter bei Euch wirklich so gegen das Volk, den Bürger und v.a. den Unternehmer wie wir das hier in der Schweiz (v.a. von Deutschen) immer zu hören/lesen bekommen. Euer Steuergesetz soll ja mehr Paragraphen haben als unser Zivilgesetzbuch ;-)

  14. Hallo Freunde!

    Gute Frage: “Frage an die pfandy-Crew: angenommen, ich habe die Möglichkeit, einen Diamantring für 3000 Euro zu “kaufen”, um ihn für 3100 Euro rückzulösen. Wie stelle ich sicher, dass der Ring auch wirklich 3000 Euro wert ist? Bei echten Pfandhäusern sitzen professionelle Insider, die sich auf Schmuck, Autos oder sonst was spezialisiert haben und die Branche kennen – ich hingegen habe davon keine Ahnung.”

    Es ist ja ein Web 2.0 Projekt. Durch die Gemeinschaft wird sich bestimmt jemand finden, der sich mit Schmuck auskennt. Die Preisvorschläge werden für alle Benutzer in der Detailseite angezeigt. So kann jeder einsehen und selbst entscheiden wie viel Geld er verleihen will.

    Tipp: einfach dort investieren, wovon man auch ein wenig Ahnung hat!

    Bei Fragen einfach ne Mail an: management@pfandy.de



  15. Mike

    Mutig das als GbR zu machen… :)



  16. Markus

    Hallo,

    ich bin leider nicht so optimistisch was das ganze betrifft, denn ich hatte die selbe Idee schon vor etwas über 2 Jahren und habe sie aus folgenden Gründen verworfen:

    – Die typische Klientel eines Pfandhauses ist mit sicherheit nicht online zu finden ;-)

    – Extrem stressig was versand und Geldübergabe betrifft – Theoretisch Treuhänder notwenig was die Kosten extrem hochtreibt.

    – Besagtes Problem-> woher weiss ich, dass mir kein Schrott angedreht wird ? Im Pfandhaus schaut sich der Mitarbeitder den Schmuck mit einer Lupe an. Ich habe dagegen nur ein schwammiges Foto.
    Genauso verhält es sich mit evtl. Defekten Geräten

    – Juristisch mit hoher Wahrscheinlichkeit in Deutschland nicht zulässig.

    Ich würde es Euch wirklich wünschen, dass es klappt, aber ich bin der Meinung dass das Pfandgeschäft NUR ein 4-Augen Geschäft bleiben wird, bei dem ich als Kreditgeber die Ware direkt in der Hand habe bevor ich meine Kasse öffne.



  17. Dieter

    Junge junge, als ob da eine Auktion echt wäre…
    Als ob einer eine alte Hose (!) verpfänden würde weil er 15 EUR braucht… Gehts noch ?

  18. @Dieter: Im Pfandhaus findest Du mittlerweile Leute, die etwas für 10 Euro wegbringen… Hauptsache Geld. Genauso, wie Du auf dem Strassenstrich junge Mütter findest, die sich prostituieren müssen, da Hartz IV nicht reicht. Das ist Deutschland heutzutage.

    Allgemein:
    Die Problematik von Fakes etc. sehe ich auch. Beim Pfandhaus normal weiß ich, dass der entsprechende Gegenstand geprüft wurde, online seh ich das nicht. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis die Plattform von Fakes überfüllt ist und da helfen auch keine Experten innerhalb der Community. Wenn man sich gewisse Markenprodukte anschaut, sagen wir Louis Vuitton Taschen oder ST. Dupont Feuerzeuge, wird man sehen, dass diese heutzutage in so einer wahnsinnigen Qualität gefälscht werden, das es ohne ganz genaues Betrachten des Objekts nicht möglich ist, einen Unterschied festzustellen.

    Das die besten Kunden des Pfandhaus nicht online sind, sollte auch klar sein. Wenn ich 15 Euro brauche, um was zwischen die Zähne zu kriegen, kann ich mir keinen 30 Euro Internet Zugang leisten (zumal die ISPs recht schnell sind, was Sperrung des Anschlusses angeht). Wobei, wird heutzutage Internet nicht sogar vom Amt bezahlt?

    LG,
    Philipp

  19. Pingback: Web 2.0 Sammelalbum - Web2Null - Pfandy



  20. Olaf

    Hatte mich vor 8 Jahren an der Pfandleihe im Internet “pawnbroker.com” beteiligt. Das Geschäftsmodell war und ist einleuchtend. Hat in den USA nicht funktioniert. Schaut in den Archiven nach..



  21. Jascha

    @ Olaf Nr. 17
    Das ist kein Argument dafür, dass das Geschäftsmodel jetzt nicht funktionieren kann.

    Vor MySpace gab es auch Friendster, vor YouTube gab es auch Video-Plattformen, die gescheietert sind.

    warum?

    Ja, weil der Markt einfach nicht reif war zu dem Zeitpunkt!

  22. Wieso seht Ihr nur die Leute die 10 oder 50 Euro haben wollen? Es gibt sehr viele Leute die auch ein Auto verpfänden. Und wenn ich mich mit Schmuck nicht auskenne, lasse ich lieber die Finger davon. Ich kenne mich mit Handys aus, also guck ich doch lieber da oder?



  23. wat'n dat

    smava hin oder her, bei pfandy da haben sich ein paar viel mühe gegeben und eine seite auf die Beine gestellt, die inhaltlich und vom Design her Hand und Fuss hat. Rechtliche Bedenken der anderen User dahingestellt kann das einfach aber leider nicht funktionieren.

    – niemand überprüft ob die Waren auch dem einstellenden gehören. Das Auto kann vom Nachbarn sein, der Bilder vom Ring aus einem Onlineshop, elektronisches Ware kann defekt sein, ect.
    – Jeder kann im Kaufhaus seines Vertrauens eine Ware kaufen, sogar mit Kaufbeleg bei pfandy einstellen und danach im Laden wieder zurückgeben.

    – Niemand kann verhindern daß es sich um geklaute Waren handelt. Kann der Schuldner nicht zahlen bekomme ich die Ware (wers glaubt..) und soweit mir bekannt ist hat man beim Erwerb gestohlener Ware keinen Besitzanspruch. Was heißt man muß sie ggfl an dem wahren Besitzer zurückgeben und hat dem Schuldner gegenüber einen Anspruch auf Erstattung..

    – Wie soll denn verhindert werden daß die Seite nicht nur dazu genutzt wird unliebsame Dinge zu verkloppen? Mein alter Schrank sieht beinahe antik aus. Flugs als Sammlerobjekt vergangener Tage für ein paar Euros Kredit jmd angedreht, natürlich nicht ausgelöst muss derjenige den wertlosen Schrott auch noch abholen. Na herzlichen Dank..

    – Im Gegensatz zu smava wo die Kreditwürdigkeit noch geprüft wird sollen hier Waren als Sicherheit dienen, deren Existenz sowie deren Wert nicht bewiesen werden kann. Der Streit ist vorprogrammiert.

    – ein Pfandleihhaus funktioniert über die Motivation der Schuldner die Ware wieder auszulösen da sie mehr wert ist als bei Abgabe ausgezahlt wurde. Da ein marktgerechter Preis einfach nicht festgestellt werden kann werden viele froh sein Ihre Ware los zu sein.

    was passiert denn außerdem wenn jmd nicht zahlt?
    – bestenfalls wird mir die Ware zugeschickt
    – oder ich muss sie abholen
    Normal wird sein daß jmd der seine Kleidung, sein Auto, sein Haus versetzt überhaupt keine Motivation hat diese dem Kreditgeber auszuhändigen.
    Bei allen kleinen Dingen kann er leicht einen Verlust / Diebstahl melden und sagt einfach er hat sonst nichts.
    Jeder der schonmal versucht hat bei solchen Leuten Geld einzutreiben weiß wie ausweglos das ist.
    Für Beträge unter einigen hundert Euro lohnt sich der Vorgang nicht und kostet nur Nerven.

    – Was ist der Vorteil gegenüber einem Pfandhaus (das in jeder größeren Stadt existiert?)
    Für den Kreditnehmer:
    – die Ware wird nicht von Profis taxiert
    – er legt die Bedingungen fest
    – die Ware bleibt bei ihm und er muss sich nicht (wie im Pfandhaus) trennen
    – die Ware muss gar nicht vorhanden sein

    für den Kreditgeber?
    – bestenfalls bekommt er Zinsen
    – oder eine Ware die der Beschreibung entspricht

    Ziemlich mager, oder?

  24. 1. Größte Teil der Deals wird von Mensch zu Mensch abgewickelt. Man trift sich und sieht das Produkt.
    Es ist nicht so gedacht, dass man die Produkte durch ganz Deutschland hin und her schickt.

    2. Man kann den anderen bewerten.

    3. die Preisvorschläge werden laut Betreiber offen zu sehen sein! So kann jeder sehen was der andere geboten hat.

    4. Geldgeber müssen sich mit einem Post Ident Verfahren prüfen lassen.

    5. Jeder hat einen Bereich wo er sofort Original von Fälschung unterscheiden kann. Außerdem gibst nicht nur einen Prüfer wie im Pfandhaus, sondern eine große Datenbank voller Nutzer.
    Wie in einem Forum, wo jeder sein Senf dazu geben kann.

    6. Wenn jemand versucht Müll an den Mann zu bringen, wird es sich wundern, warum keiner einen Preisvorschlag abgibt.

    – Was ist der Vorteil gegenüber einem Pfandhaus (das in jeder größeren Stadt existiert?)

    Genau das! es gibt diese nur in den Städten die groß sind!
    Und außerdem hier geht es um PRIVAT zu PRIVAT.
    Du bekommst für dein Kram mehr Geld und zahlst noch weniger Zinsen!

    Wofür in eine Großstadt fahren wenn mein Nachbar mir Geld leihen kann? aber ich würde ihn doch nie drauf ansprechen…;-) klar doch oder?

    was passiert denn außerdem wenn jemand nicht zahlt?
    – was passiert bei ebay? Abmahnung…sperre..fertig.
    Jeder kann sich selber aussuchen, welchen Geldleiher er akzeptiert. Zahlt einer nicht… so nimmt er den anderen. My Hammer macht es vor!

    Nimm einfach einen geprüften mit guten Bewertungen und hast keine Probleme!

    Mager ist hier wohl kaum was… den jeder Mist wandert ins Web 2.0
    Warum dann auch nicht das Pfandhaus?

    Die Frage ist nur, wie lange dauert es bis die Leute sich an sowas gewöhnen.

    Außerdem wenn ich als Investor sehe, dass die Rolex 10.000 € wert ist… so gibt ein Pfandhaus um die 4.000€ dafür mehr nicht. Ich als privat Person würde die Rolex bei ebay allein für 7.000 verkaufen.

    Was würde besser sein? 4000 zu bekommen oder 7000…

    Und so Dumm sind die Gründer wohl kaum. Am Ende, wenn das Geschäft zustande kommt… bekommen beide Parteien ein Dokument zertifiziert als PDF.
    Dort sind alle Details abgebildet über dieses Geschäft.
    Beim Treffen beider Parteien, zeigen sich beide die Ausweiße und jeder hat das selber Dokument.
    So weiß man sicher, es ist die Person.

    Du hast also zu viel negativen Wind gemacht aber sich die Seite nicht genau angeschaut…

    Da steckt also nicht nur viel Mut sondern auch ausgedachtes System dahinter…

    Wünsche euch viel Erfolg.
    Haben uns per Skype unterhalten, sehr nette Burschen sind das.



  25. etwas licht ins dunkle

    Hallo, also so wie ich das verstanden habe, muss sich die Person von seiner Ware trennen, ansonsten macht das ja wenig Sinn oder? Hier soll auch nichts verschickt werden oder zu pfandy.de gelangen. Dies ist sozusagen eine Nachbarschaftshilfe. Man klärt vorher alles ab, wenn beide Seiten zu frieden sind, trifft man sich und tauscht Ware gegen Geld. Dieses wird natürlich in Großstädten besser funktionieren als auf dem Land, aber bei manchen Waren lohnt es sich auch ein paar km auf sich zu nehmen. Ich würde niemanden Geld leihen, wenn er mir anhand eines Beleges nicht beweisen kann, dass es sein Eigentum ist. Kein Beleg / Nachweis , kein Deal. Wenn ich mich mit Sachen nicht auskenne, dann sollte ich auch die Fingeer davon lassen. Klar werden Leute hier auch Unfug treiben, aber zeigt mir mal bitte eine Seite wo das nicht der Fall ist. Wenn derjenige sein Pfand nicht auslöst, wird es mein Eigentum und ich kann machen was ich will. Jmd. hat auch vor langer Zeit gesagt, wer braucht denn je einen Computer? Also ich wünschen den Jungs viel Erfolg und gutes gelingen….



  26. wat'n dat

    Das die Gründer sehr nett sind ändert leider nichts an der Ausweglosigkeit des Projektes.

    Wir sehen das ganze aus unterschiedlichen Perspektiven. Du als jmd der Geld braucht und seine Waren meistbringend an den Mann verpfänden will. Dafür taugt das System. Ich als jmd, der Geld geben würde. Dafür taugt es nicht.
    Somit wird es nicht funktionieren.

    Du schreibst:” Außerdem wenn ich als Investor sehe, dass die Rolex 10.000 € wert ist… so gibt ein Pfandhaus um die 4.000€ dafür mehr nicht. Ich als privat Person würde die Rolex bei ebay allein für 7.000 verkaufen.”

    Dazu möchte ich nochmal sagen: Ich KANN nicht sehen ob die Rolex eine Rolex ist oder für 10 EUR aus China kommt. Papier ist geduldig und bei den Summen um die es hier geht, wird kaum einer das Risiko eingehen.
    Ich KANN nicht sehen ob der Einsteller auch die Rolex überhaupt besitzt und ich WILL nicht durch halb deutschland fahren um eine Rolex oder einen Marmortisch abzuholen falls es zu einem Zahlungsausfall kommt.
    Ich GLAUBE nicht daran daß es bei pfandy nur gute Menschen geben wird die mir die Ware dann auch aushändigen werden.
    Für “investoren” wie Du die Kreditgeber benennst ist das Risiko einen totalverlust zu erleiden einfach zu hoch.

    Schau, der UNterschied zu ebay ist daß ich bei hohen Beträgen, bei einem Auto, einem Haus ect. erst hinfahre und mir die Ware anschaue bevor ich sie kaufe (um sie gleich mitzunehmen).
    Bei pfandy möchte ich als Geldgeber vorrangig aber nur Zinsen bekommen und werde sicherlich nicht mich ins Auto setzen um mir eine Ware beim Empfänger des Geldes anzuschauen die ich bestenfalls sowieso nicht erwerbe da mir an den Zinsen gelegen ist.
    Selbst wenn ich das machen würde, könnte der Besitzer in den nächsten Wochen während der Kredit läuft die Ware verkaufen, verschenken, verlieren und das Geld durchbringen.
    Sinn macht das System nur wenn der Geldgeber vorbeifährt, das Geld auf den Tisch legt und gleichzeitig die Ware mitnimmt. Dann sind wir beim Vorgang wie im Pfandhaus.

    Deiner Meinung nach werden Privatpersonen mehr Geld locker machen als ein Pfandhaus. Hast Du Dir mal überlegt wo das Einsparpotential ist gegenüber einem Ladengeschäft? Klar, die Miete, Lagerhaltung, Versicherungen und Personal. Aber gerade das Personal brauchst Du um Sicherheit bei der Taxierung der Gegenstände zu haben. Es geht hier einfach um Geld und da macht niemand einige Tausend Euro für eine vielleicht echte Rolex locker die er eigentlich gar nicht haben will. Es geht doch um Kredite und Zinsen, die Waren sind eigentlich nur Sicherheiten.

    Dass die Gründer viel Mut haben, steht außer Frage.



  27. wat'n dat

    Jetzt hab ich nochmal nachgelesen daß jmd von pfandy.de zu einem der kritischen Punkte schon geantwortet hatte:

    “Es ist ja ein Web 2.0 Projekt. Durch die Gemeinschaft wird sich bestimmt jemand finden, der sich mit Schmuck auskennt. ”

    Mein Geld ist nach wie vor nicht “web 2.0″ sondern ganz real und wie jmd einen Ring im Internet bewerten kann, wie soll das gehen?

    Meine Erfahrung mit Leuten, die Geld brauchen: Je auswegloser die finanzielle Situation umso größer die Versuchung der Wahrheit nachzuhelfen… Darauf zu bauen daß Menschen in schwierigen finanziellen Situationen bei der Wahrheit bleiben wenn das Geld lockt finde ich riskant.
    Smava bietet ja noch eine kleine Sicherheit das Ausfälle gruppenweise abgefedert werden.

    Grüße



  28. Oliver

    Warum wird eigentlich über smava geredet? elloly hat da viel besseres Geschäft.

    Wenn ich zu solchen Seiten gehe, dann nur darum, weil mir die Hausbank Stress macht.

    Und was bekomme ich bei Smava? das selbe, Schufa Prüfung usw.

    Ist mir zu viel, da gehe ich besser zu elloly.

    Und bei Pfandy musst du ja null Auskunft geben. Einfach Ware zeigen und wenn es so ist wie beschrieben wird der Deal gemacht.



  29. Mikel

    Wie es mir scheint haben nicht alle die Idee verstanden. Die Ware und das Geld bleiben NICHT bei EINER Person. Ware gegen Geld, sonst ist das BLÖDSINN! Ein Beispiel: Ich habe ein tolles Notebook, brauche aber Geld. Stell es bei Pfandy.de rein. Ein Geldgeber, z.B. ein Computerhändler sieht das Notebook und denkt sich, ok ich leihe dem Typen Geld und habe als Sicherheit das Notebook, damit kann ich aufjedenfall etwas anfangen, wenn der Typ das nicht auslöst. Wenn er es auslöst habe ich wenigstens etwas Zinsen verdient. Es soll nichts verschickt werden oder das jmd. vom Norden in den Süden fährt ist auch sehr unwahrscheinlich. Ich würde mich z.B. nur im Umkreis von 10 km umschauen und auch nur bei den Sachen, bei welchen Ich mich persönlich auskenne. Der Geldgeber hofft eigentlich auf: “Hoffentlich löst der Typ nicht sein Pfand aus, dann behalte ich es und hab ein Schnäppchen gemacht.” Beim Verpfänder soll der Ehrgeiz erhalten bleiben um sein Gut auszulösen, ansonsten macht er ja nur Miese. So hab ich das verstanden, wenn es falsch ist, so bitte ich um Klarstellung. Sind die Jungs überhaupt hier ?



  30. wat'n dat

    Nee, Du sollst Geld für ne Ware geben die beim Empfänger des Geldes verbleibt, das ist die Idee.
    Somit hat derjenige, der gerade in Geldnot ist zugleich das Geld und die Ware, die die Sicherheit darstellt.

    Ansonsten würde derjenige, der die Ware als Sicherheit annimmt, ja auch die Haftung für den Zeitraum der Verwahrung übernehmen. Und das bei nem Auto, nem Haus oder nem 30000 EUR Ring. Und die “Sicherheitsware” müsste ja auch zweimal hin und hergebracht / geschickt werden.
    Überleg mal, während der Verwahrung wird bei Dir eingebrochen bzw das Zeug wird beschädigt, Elektronik geht kaputt ect. Ich glaube nachwievor daß das so gemeint ist daß nur dann die Ware übergeben werden soll wenn ein Zahlungsverzug eintritt.

    Oder irre ich da?

  31. Der Kommentar von Mikel ist vollkommen richtig. Ware und Geld müssen getauscht werden, ansonsten sind Probleme vorprogrammiert. Keine Ware, kein Geld. Man muss auch nichts hinundher schicken. Dieses soll innerhalb weniger Kilometer geschehen. Gruß http://www.Pfandy.de



  32. wat'n dat

    Dankeschön für die Aufklärung.

    Dann muss ich meine Meinung revidieren. Aber schön daß jmd von pfandy da ist, dann kann ich ja nochmal detailliert meine Fragen stellen:

    Du schreibst “Dieses soll innerhalb weniger Kilometer geschehen.”

    (Das ist so als würde ich bei ebay im Radius 10 km eingeben. In größeren Städten funktioniert das, aber da gibts auch Pfandhäuser. In kleineren wohl kaum.)

    Wenn ich das jetzt richtig verstehe muss ich mir als Geldgeber jmd suchen der
    – um die Ecke wohnt und
    – noch etwas verpfänden möchte mit dem ich mich auskenne und
    – das ich weiterverkaufen bzw selber besitzen möchte.

    Dann fahre ich da hin, übergebe das Geld und nehme das Auto, den Ring oder die alte Jeans mit und bringe, sofern derjenige Zahlungsbereitschaft signalisiert das Zeug wieder zurück.
    Das wäre ja ein zeitlicher Aufwand der sich nie rechnen kann. Dann kann es ja noch passieren dass ich bei demjenigen vor der Tür stehe und die Ware in einem ganz anderen Zustand ist bzw mit einem Defekt übergeben wurde ect.

    – beim Marmortisch muss ich als Geldgeber
    1. ihn abholen und später dem Schuldner wieder zurückbringen, richtig?
    2. Ich als Geldgeber hafte während des Transportes für Schäden?
    3. Ich hafte während der Verwahrung für Schäden bzw Verluste, richtig?

    – wie funktionert das System bei noch größeren Gegenständen wie einem Auto bzw dem eingestellten Haus?

    1. Darf der Schuldner das Haus weiterhin nutzen? Falls ja handelt es sich ja um eine Hypothek, die im Grundbuch eingetragen werden muss. Wie soll das ohne erheblichen finanziellen und zeitichen Aufwand von statten gehen?

    2. Wo kann ein privater Geldgeber ein Auto für einige Monate sicher und kostengünstig verwahren und wie soll er es dahin transportieren? Selber fahren ist ja etwas risikoreich bei so einer Angelegenheit und auf der Strasse kann man es ja wohl auch nicht “parken”. Wer haftet dort für entstandene Schäden, wahrscheinlich wieder der Geldgeber.

    OK, also größere Sachen gehen einfach schon wegen des Transportproblems nicht. belibt der Kram den mann normalerweise ins Pfandhaus bringt.

    Elektronik nehmen die nur selten an da der Wertverfall zu schnell ist. Bleiben wertvolle kleinere Objekte mit deren Taxierung ein normaler Mensch schlicht überfordert sein dürfte. Fake oder nicht, das kann kaum noch jmd feststellen.

    Hab ich die Idee jetzt verstanden?



  33. Limited

    Laut Alexa ist Pfandy.de besser gestartet als Mymuesli…

  34. @Limited: Das liegt daran, das Alexa nachträglich Charts verändert. Einer der vielen Gründe, warum Alexa großer Beschiss ist ;)



  35. chucky

    jede wette, dass das nichts wird. warum gibt es kein web 2.0 projekt, bei dem man unsinnige geschäftsmodelle diskutieren kann – bevor sie jemand umsetzt.



  36. marc

    @ chucky
    Das gibt es. Du bist schon auf der richtigen Seite – http://www.deutsche-startups.de

    Es gibt viele Geschäftsmodelle, die Experten anfangs abgeschrieben haben, diese Geschäftsmodelle haben sich aber im Markt durchgesetzt und sind heute sehr erfolgreich.

    Es ist wirklich unmöglich im Voraus zu bestimmen, ob ein Geschäftsmodell erfolgreich sein wird oder nicht. Wenn es möglich wäre, dann gäbe es heute Unternehmen wie eBay, Jamba, Amazon, Facebook, YouTube oder Starbucks nicht!

    Ich weiß, dass einige Startup-Ideen auf den ersten Anblick sich dumm anhören, aber ich würde die Gründer nie fertig machen!!! Gib sie einfach Zeit



  37. wat'n dat

    @ marc
    Da gebe ich Dir vollkommen recht. In die Idee von Jamba und Starbucks hätte ich keinen Cent investiert..
    Ich frage nur deshalb so penetrant bi pfandy nach weil mich zum Einen die Idee interessiert und zum Anderen über die Abläufe wer wie und wann wem Geld bzw Ware übergibt so gut wie nichts auf der Seite finden lässt.

    Letztlich sind sie ja online und müssen ja eine praktikable Lösung für Autos, Häuser und Schmuck gefunden haben.

    Dass sich manchmal aus einer schlechten Idee auch ein gutes Geschäft entwickeln lässt ist ja nix neues.



  38. Mikesch

    zu dem thema pfandy.de solltet ihr mal folgendes lesen: http://www.ratgeberrecht.eu/abzocker/warnung-vor-pfandy.de.html



  39. claudchen

    was mich stört sind die Kosten zum wieder auslösen… wenn ich mal von
    Pfandy ablenken darf… ich habe im Internet ein online Pfandhaus gefunden wo ich meine Sachen ohne Kosten wieder auslösen kann…siehe 62days.com…

  40. Na ja, ich denke, dass man das vorher immer alles kaputtreden kann. So geht jedes Projekt bei der Geburt schon vor die Hunde. Ich mein, von einer kleinen Scheune wie http://www.kaeuferportal.de bis zu einem massiven Gigant wie Ebay haben alle mal in irgendeiner Weise klein und mit einer Idee angefangen. Die war immer mal mehr mal weniger verrückt, hat aber oft funktioniert.

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