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22 Kommentare

Autor: Alexander Hüsing

Kategorie: Aktuell

Tags:

Finanzspritze für Mikestar

Mittwoch, 13. Februar 2008 13:23

Die Online-Karaokebar Mikestar (www.mikestar.com) hat eine Finanzspritze bekommen. Neben dem High-Tech Gründerfonds investieren auch Cat­Cap, Burkhardt Funk (Mitgründer getgo.de) und Stefan Schraps (Vorstand Faktor 3) in das junge Unternehmen. “Uns hat neben dem Geschäftskonzept vor allem das Gründerteam überzeugt”, sagt Funk. “Es bringt eine hohe Motivation sowie zahlreiche neue Ideen mit und verfügt durch den interdisziplinären Hintergrund über viele wich­tige Fähigkeiten.” Markus Kreßmann vom High-Tech Gründerfonds lobt das “tragfähige und realistische Geschäftsmodell sowie das große nationale und internationale Potenzial”.

Die Online-Karaokebar Mikestar wird von den drei Hamburgern Cord-Christian Behrens, Monte A. Miersch und Joachim Penk betrieben. Ende Januar öffnete die Plattform ihre Pforten. Die Nutzer können seitdem mehrere hunderte Lieder nachsingen, ihre Darbietung per Webcam aufzeichnen und diese Filmchen von den anderen Nutzern bewerten lassen. Auf ein ähnliches Konzept setzen auch Benjamin Brandt, Matthias Krause, Sebastian Sobisch und Dirk Wischnewski. Ihre Cyber-Karaokebar heißt TalentRun (www.talentrun.de).

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22 Kommentare »

1.

Aus einem früheren Beitrag über Mikestar:

“Bei der Finanzierung ihrer Plattformen setzen die Macher von “Mikestar” und “TalentRun” ebenfalls auf ähnliche Strategien. Neben Werbung und Premiumdiensten spielen auch white-label-Lösungen für andere Anbieter und der Verkauf von CDs mit den Sangeskünsten der Nutzer in den Businessplänen beider Mannschaften eine Rolle.”

Jetzt mal ehrlich: Wie deckt sich das mit einem “tragfähigen und realistischen Geschäftsmodell”? Wieviele Leute werden sich z.B. darum reissen, CDs von irgendwelchen Karaoke-Community-Fritzen zu kaufen? Welche Werbepartner werden auf einer Website mit einigen Hundert/Tausend Nutzern Werbung zu einem anständigen Preis schalten etc?

Was der High-Tech-Gründerfonds da macht, nenne ich groben Unfug mit den Mitteln Dritter. Aber diese sind ja selber schuld: Finger weg von VC-Firmen, in denen irgendwelche Ex-Unternehmensberater die Brauchbarkeit von “Web-2.0″-Schnapsideen beurteilen. Sonst können sie auch bei mir zur Herzoperation o.ä. vorbeikommen ;-)

Kommentar von Pass — 13. Februar 2008 @ 14:32

2.

@ Pass
du hast vollkommen Recht. Sowas passiert nur, wenn öffentliche Gelder investiert werden. Es wundert mich also nicht, dass der HGF in Mikestar investiert, wähnrend es bereit http://www.talentrun.de auf den Markt gibt.Ich meine für http://www.talentrun.de sieht es schon düster aus, jetzt kommt noch einen zweiten Player auf den Markt.

“Uns hat neben dem Geschäftskonzept überzeugt”

Kein Wunder, wenn der HGF bereits in http://www.youmix.de investiert hat. Das ganze offenbart das mangelnde Internet-Business Know-How der Investment-Manager beim HGF.

“Es bringt eine hohe Motivation sowie zahlreiche neue Ideen mit und verfügt durch den interdisziplinären Hintergrund über viele wichtige Fähigkeiten.”

Mit Buzzwords kann man sich immer gut umschalgen, aber irgendwann gibt es die Quittung dafür!!

Kommentar von Jascha — 13. Februar 2008 @ 14:55

3.

Hmm… Die Sinnhaftigkeit dieses Investments erschließt sich für mich nicht!

Natürlich freue ich mich für die Gründer über die finanzielle Unterstüzung durch den HTGF, auf der anderen Seite liegt die Vermutung nahe, dass in Konzepte investiert werden, die über ein schwaches Fundament verfügen und langfristig nur wenig Potenzial mitbringen. In meinen Augen fehlt hier das Verständnis für den Markt!

Kommentar von Benedikt — 13. Februar 2008 @ 15:07

4.

Mich überzeugt das Geschäftsmodell auch nicht. Man macht sich doch tierisch zum Bären, wenn man nicht singen kann. Und das dürfte ein hoher Prozentsatz sein…
Und die Gaffer wollen die schrägen (oder besoffenen) Typen sehen und hören, um sich auf die Schenkel zu hauen. Die beiden Zielgruppen werden sich schlecht vereinen lassen.

Kommentar von Sörn — 13. Februar 2008 @ 15:18

5.

V.a. werden sie sich schlecht monetarisieren lassen!

Kommentar von Michael — 13. Februar 2008 @ 15:26

6.

“Man macht sich doch tierisch zum Bären, wenn man nicht singen kann. Und das dürfte ein hoher Prozentsatz sein…”

Darum geht es bei Karaoke.

Kommentar von Philipp — 13. Februar 2008 @ 15:35

7.

@Philipp
Mit 2,0 Promille lasse ich mir das gefallen – im kleinen, lustigen Kreis. Und am nächsten Tag denke ich mit dickem Kopp: “Gott sei Dank haben mich nur wenige gesehen!”
Bei Online-Karaoke brauche ich neben Alkohol in der Blutbahn eine sehr exhibitionistische Ader.

Kommentar von Sörn — 13. Februar 2008 @ 15:41

8.

Dann schau mal auf YouTube und MyVideo, wieviele Jugendliche sich da zum Affen machen. Dann siehst Du, dass Du da etwas anders tickst als die heutige Jugend ;)

Kommentar von Philipp — 13. Februar 2008 @ 15:45

9.

@Jascha: HGF in youmix? interessant, wo du dein oberflächen-info hernimmst…solltest es entweder beim lesen belassen oder andere quellen aufsuchen….unglaublich…

Kommentar von Will-Unerkannt-Bleiben — 13. Februar 2008 @ 16:00

10.

Sinn oder Unsinn stellt sich doch schon seit Monaten bei diversen Startups nicht mehr wirklich – wobei ich die Karaokenummer bei allem Erfolg von DSDS, Popstars und Co durchaus auch in Deutschland spannend finde. Die einzig relevante Frage im Zusammenhang mit diesen Plattformen ist aber doch, wie lange die Rechteinhaber der Lieder und Texte da mitmachen. Und so lange so eine Plattform nicht einen solch enormen Einfluss im Netz hat wie Youtube, könnte es brenzlig werden. Auch bei Youtube ist es wohl nur soweit gekommen, dass die Labels letztlich nicht mehr anders konnten, als kooperieren, weil die Plattform mit enormen Tempo gewachsen ist. Ähnliches ist so schnell nicht wieder zu erwarten. So bleibt den Rechtsanwälten nach den diversen Veröffentlichungen in den Medien über die Karaokeseiten ausreichend Zeit die “Waffen zu laden”. ;-)

Kommentar von CBS — 13. Februar 2008 @ 16:34

11.

HTGF hat mit YouMix 0,0 gar nichts zutun…

Kommentar von Philipp — 13. Februar 2008 @ 16:36

12.

@CBS: Ich kenn die Jungs von Mikestar ein bissl und weiß daher, dass sie Vereinbarungen mit den Rechteinhabern getroffen haben.

Kommentar von Philipp — 13. Februar 2008 @ 16:37

13.

Die Rechtefrage scheint bei beiden Plattformen geklärt zu sein. Beide Unternehmen haben Lizenzverträge für die Nutzung der Lieder abgeschlossen.

Kommentar von Alexander Hüsing — 13. Februar 2008 @ 16:39

14.

Na dann ist das Ergebnis am Ende des Jahres ja absehbar. Soweit ich das immer höre, ist sowas nicht für “‘nen Appel und ‘nen Ei” zu bekommen. :-S

Kommentar von CBS — 13. Februar 2008 @ 18:08

15.

Auch auf die Gefahr hin, dass die Frage nervt: wie will Mikestar seine/ihre Kosten decken? Jetzt und in Zukunft?!

Kommentar von Michael — 13. Februar 2008 @ 18:55

16.

@ Michael
“Bei der Finanzierung ihrer Plattformen setzen die Macher von “Mikestar” und “TalentRun” ebenfalls auf ähnliche Strategien. Neben Werbung und Premiumdiensten spielen auch white-label-Lösungen für andere Anbieter und der Verkauf von CDs mit den Sangeskünsten der Nutzer in den Businessplänen beider Mannschaften eine Rolle.”

Kommentar von Jascha — 13. Februar 2008 @ 19:06

17.

@Jascha, danke des Zitats. Allerdings konnte ich nicht ganz bis garnicht nachvollziehen, wie konkret ein Modell dieser Art mit Werbung, Premiumdiensten oder gar einer WLL finanziert werden soll?! Vom Verkauf der CDs mal ganz zu schweigen….

Kommentar von Michael — 13. Februar 2008 @ 19:11

18.

Soweit ich gehört habe, hat sich der HTGF beide Karaoke Plattformen angeschaut. Offenbar hat MIKESTAR den Zuschlag bekommen.

Ganz grundsätzlich ist ja Wettbewerb doch wünschenswert. Dann strengen sich beide mehr an und die User profitieren davon.

Kommentar von Christine — 14. Februar 2008 @ 15:17

19.

Check mal mtv.de… Header… Manchmal sollte nicht direkt so ein großes trara gemacht werden, schade dass die steigende Qualität der Artikel von der sinkenden Qualität der Kommentare überschattet wird. Eine Echte Herkunftskontrolle bzw. Relevanzkontrolle sollte eingeführt werden.

Kommentar von Phil Mohring — 14. Februar 2008 @ 16:41

3 Trackbacks »

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