StartupWeekend 2.0

Das StartupWeekend geht in die zweite Runde. Zur CeBit im März wird mit Unterstützung von Cem Basman und Jason Franklin-Stokes wieder ein Unternehmen im Schnellverfahren gegründet. An den Details wird gerade noch gearbeitet. […]

Das StartupWeekend geht in die zweite Runde. Zur CeBit im März wird mit Unterstützung von Cem Basman und Jason Franklin-Stokes wieder ein Unternehmen im Schnellverfahren gegründet. An den Details wird gerade noch gearbeitet. Im Gegensatz zum ersten Mal soll die Veranstaltung aber allen Interessierten offenstehen. “Wir werden den gesamten Prozess forlaufend per Video, Blog, Wiki und Twitter begleiten und dokumentieren. Wir werden jede Möglichkeit des Digitalen Business nutzen, um unsere Sache voranzutreiben und soviele Menschen wie möglich produktiv einbinden”, heißt es im Blog. Ein sehr ambinionierter Teil der Veranstaltung wird sicherlich der geplante Börsengang des neu gegründeten Unternehmens. Einige Mitwirkende der Veranstaltung sollen zum Start an der New York Stock Exchange (NYSE) sogar die berühmte Glocke auf dem Balkon läuten.

Beim ersten StartupWeekend im September des vergangenen Jahres wurde von rund 100 hochmotivierten und engagierten Menschen innerhalb von gerade einmal 48 Stunden edelbild (www.edelbild.de), ein Online-Marktplatz für digitale Bildbearbeitung, gegründet. Ursprünglich sollte das StartupWeekend zur CeBit nur eine Art Vorspann und Vorqualifikation zum StartupWeekend 2008 sein. Nach einem ausführlichen Brainstorming entschieden sich die Initiatoren dann aber dafür, dass “Ding voll durchzuziehen”. Von der Idee bis zur Gründung und anschliessender Börseneinführung. Nun müssen nur die Regeln des StartupWeekends entsprechend geändert und erweitert werden.

Artikel zum Thema
* Experiment gelungen – edelbild ist da

Alexander Hüsing, Chefredakteur von deutsche-startups.de, arbeitet seit 1996 als Journalist. Während des New Economy-Booms volontierte er beim Branchendienst kressreport. Schon in dieser Zeit beschäftigte er sich mit jungen, aufstrebenden Internet-Start-ups. 2007 startete er deutsche-startups.de.

  1. edelbild: die selbe idee hatte ich auch schon vor paar jahren und glaube auch dran dass sowas ein erfolg werden kann. nur wofür die umsetzer da so eine halbe ewigkeit brauchen versteh ich ehrlich gesagt nicht. In 1-2 Monaten is so ne Plattform eigentlich aufgebaut. Wenn man vorhandene Softwarelösungen nutzt sogar noch schneller.

    Nur an das Konzept (100 Leute gründen ein Unternehmen und sind alle gleichberechtigt) glaube ich nicht. Immerhin können 100 Schafe auch nicht wissen wo es langgeht ohne mindestens einen Hirten. Meine Meinung.



  2. Cheater

    Edelbild ist noch immer “closed beta”. Das hätten jetzt aber 3 Leute schneller online bekommen, nur eben nicht mit dem Medienecho.

    Der “Börsengang an einem Wochenende” ist doch genauso ein Quatsch. Es gibt auch kein IPO-fähiges Konzept, daß sich in einem Wochenende entwickeln und umsetzen läßt, egal ob da 100 oder 1000 Leute daran arbeiten.

    Mal wieder typisches dot-com Gelaber, das hatten wir alles schon und wir wissen auch, wohin es geführt hat.



  3. mtm

    Edelbild als Erfolg zu feiern waere etwas frueh. In knapp einem Jahr haben sie es nicht mal aus der Closed-Beta geschafft. Und deren Blog ist auch praktisch leer.

    Viel Hype, nichts dahinter.



  4. Lykourgos

    IPO geplant??…das scheint ja für die wie ein spielzeug auszusehen…”hey kommt leute, ich hab bock an der NYSE gelistet zu sein, lassma unternehmer werden”…
    es gibt keine deutlicheren anzeichen für eine blase würde ich sagen, wenn man ehrlich ist wäre das doch die gleiche situation wie 2000…jeder wollte an die börse…das macht einem angst…



  5. Scheck

    …muss dir nur dann Angst machen, wenn du da Geld reinsteckst. An sonsten – zurücklehnen und die Show geniessen :-)



  6. Karsten

    Der Unterschied zu 2000der Blase ist doch gerade, dass diesmal keine Milliarden investiert werden.
    Wird haben doch keine 30 Web2.0-IPO’s, welche innerhalb von 3 Jahren 500+ Mitarbeitern haben, in aller Welt Niederlassungen, und BreakEvent unabsehbar ist.

    Wir haben doch nur so <50 Mitarbeiter Startups wovon die meisten auch schon Gewinn machen. Das Risiko ist doch schon um Größenordnungen kleiner.

    Beim StartupWeekend gehen die Personalkosten gegen 0. Büromiete gibts fast nicht. usw.
    Wenn man “die Base” so definiert, dass sie aus Geld besteht, dann haben wir ja gerade in diesem Fall keine.

    Aber das gute am alten “neuen Markt” lebt eben wieder auf: Der Enthusiasmus.
    Das ist ja nicht schelcht, wenn der diesmal mit finanziellem Augenmaß genutzt wird.



  7. Tim

    Also wenn ich mir das durchlese kann ich die beiden Initiatoren nicht ernst nehmen (sorry Cem). Es ist absoluter Humbug so etwas an einem Wochenende planen und durchziehen zu können. Dazu kommt noch, daß edelbild ja auch immer noch nicht einer breiten Masse zugänglich ist. Ein 3 Mann Team von motivierten & qualifizierten Gründern wäre da schneller und besser gewesen. Der Schwarm ist nicht immer besser. Es sollte das Ziel sein, die qualifizierten Führungspersönlichkeiten eines Schwarms zu finden und daraus vielleicht etwas zu schmieden. (es ist bewiesen, daß man mit einer Minderheit von nur 5 % einen Schwarm führen kann).

    Ich denke das alles hier ist nicht mehr als dumpfe PR. Ich glaube nicht, daß irgend eine dieser Idee marktreif sein wird, geschweigen denn einen Börsengang erreichen wird.

    Wohl eher traue ich dem Gründer zu, daraus eine Art Pseduo-Qualifikation für sich herzuleiten, um mit dieser “Qualifikation” VC zu bekommen und vielleicht ein eigenes Startup zu gründen. Aber auch hier, kein Börsengang, sorry ;-)



  8. Chris

    eine gute Idee erfolgreich in ein Unternehmen einzubringen braucht mehr, als ein wohldokumentiertes Wochenende. Und erfolgreich ist ein Unternehmen oder eine Unternehmung im wirtschaftlichen Sinne dann, wenn sie sich dem Markt stellt und mehr Geld einnimmt als ausgibt.

    Eine immer noch closed Beta zeigt doch eigentlich eher, das entweder das Wochenende und die gesamte Zeit bis heute eben NICHT gereicht haben, um ein Konzept rund zu machen, oder

    zu viele Köche ohne einen Chef-Koch doch nur ungeniesbare Pampe ergeben,

    oder solche onsari-Worthülsen Produzenten Erfolg in der Anzahl von Blogeinträgen über sich selber definieren, und nicht den “wirtschaftlichen” Erfolg einer Unternehmung.

    Mein Rat: wer den Gong bisher nicht gehört hat, braucht nicht extra zur NYSE reisen, um sein Glöckchen nach dem Blog-Wind zu richten… ;-)

    Chris



  9. Tim

    Wenn ich mir die Kommentare auf der Webseite dazu durchlese, dann frage ich mich “denkt da irgendeiner mit? zweifelt da vielleicht irgendjemand nur ein klitzekleines bißchen?” Sieht nicht so aus. Nicht vergessen, nur weil man sagt “hey, ich erobere die Welt” heißt es
    a) nicht, daß man dazu qualifiziert ist
    b) die Möglichkeit dazu hätte
    und
    c) das mach auch nur im Entferntesten an dieses Ziel heranreicht ;-)

    Ich kann nicht mehr aufhören den Kopf zu schütteln (ja, mir ist schon schlecht :-D )



  10. Karsten

    @Tim

    Ich denke zwart auch, dass Cem&co sich mit der “Spontanidee” des Börsenganges übernommen haben.
    Aber es wird doch trotzdem interessant sein zu sehen, warum es scheitert.
    Das ist zwar ein sehr undeutsche herrangehensweise aber damit eben auch eine Chance auf eine einzigartige Erfahrung.
    Ich glaube, dass selbst der glühenste Verfechter der StartupWeekend-Idee nicht wirklich erwartet, mit dem Unternehmen Erfolg zu haben.
    Das ganze hat doch viel mehr einen Workshop-Charakter. Und wenn man es aus der perspektive betrachtet, wird es wahrscheinlich effektiver als ein Seminar für das man 3000€ hinlegen müsste.

  11. Es ist eigentlich erstaunlich, wieviel Energie mancher reinsteckt, um Gründe zu finden, weshalb es nicht gehen soll. Mit gleicher Energie könnte man, bei allem Respekt, auch Wege finden, Dinge zu machen :-)

    Übrigens, ich finde StartupWeekend 2007 war erfolgreich. Wir haben unser Versprechen eingelöst.

    Diesmal haben wir das Ziel wesentlich höher gesteckt und arbeiten mit Hochdruck daran, es zu machen. Ob es gelingt sehen wir am Ende.

    Das ist wie Christos Reichtagsprojekt. Unmöglich. Und doch geschafft. das Ergebnis finde ich wundervoll. Und alles von Christo & Jeanne-Claude privat finanziert. Ich war damals dabei. Es war sehr bewegend es zu sehen. Und mit mir standen viele viele tausend weitere menschen. Eine sehr feierliche Stimmung.

    StartupWeekend ist zu 100% privat finanziert ohne staatliche Zuschüsse oder ähnliches. Sponsoren und Mikrofinanzierung druch Beiträge.

    Es geht. Vieles. Man muss es anpacken.



  12. Tim

    @Cem
    Sorry, aber ich kann es echt nicht ernst nehmen. Dein Einsatz in ehren und ich respektiere es sehr, wenn jemand “macht”, statt “reden”, aber das erinnert mich doch zu sehr an einen amerikanischen Motivator auf der Bühne, der den Leute erzählen will wie toll alles ist und das jeder Mr. President werden kann.

    Und einen ernsthaften Erfolg des ersten Startup-Weekends kannich auch nicht erkennen, zumal das “Produkt” noch nicht mal öffentlich ist, und das nach x Monaten…

  13. @Kommentar #7: Würdest du dein Expertenwissen mit uns teilen? Wo und wie ist es denn “bewiesen, daß man mit einer Minderheit von nur 5 % einen Schwarm führen kann”? Oder ist das zuviel verlangt, Tim?
    Was hast du eigentlich studiert Tim, wo du dich scheinbar so gut mit Beweisen auskennst?

    @Cem: Was das Startup Weekend #2 angeht, große Klasse! Ganz ehrlich Deutschland hat noch lange nicht genug Enthusiasten und Leute die den Mut haben große Ziele zu stecken und keine Angst haben auch mal auf die Nase zu fallen. Es kann nicht alles gut gehen, aber jeder Versuch etwas zu bewegen bringt uns weiter, gesellschaftlich, persönlich und manchmal auch wirtschftlich.

    :-) Ich hab zwar erstmal gestutzt als ich NYSE gelesen habe, aber hey, wenn man sich die Welt über dem Teich anguckt, dann sind die genau deshalb 2 Jahre weiter als wir. Zaudern und Bedenkenträger bringen uns nicht weiter. Mut hingegen schafft first mover.
    Alles Gute Cem und weiter soviel Ideen und hands on Geist. Genau das braucht es in diesem Land, solche Vorbilder.



  14. Tim

    @Christine
    Such einfach mal Quarks (der TV-Sendung) und Schwarm bzw. Schwarm-Experiment (die ganze Sendung ist vielleicht sogar online abrufbar), das ist der “Beweis”, der es am leichtesten und verständlichstem vermittelt. Ansonsten kannst Du auch gerne nach Material im Bereich Meeresbiologie suchen :-)



  15. Karsten

    @Tim

    Ich bin ja auch ein (kleiner) Kritiker der Idee. Aber ich bin mir auch über zweierlei bewusst:
    1. Die Menschheit hat schon die unmöglichsten Sachen geschafft.
    2. Immer wenn sowas geschafft wurde, dann hat mit Sicherheit jemand zuerst damit begonnen.

    Und wenn ich genauer nachdenke, will ich ein mal in meinem Leben Teil von etwas unmöglichen sein.
    Zwar stelle ich das StartupWeekend nun nicht auf eine Stufe mit den Pyramiden oder der Marslandung …aber es wäre in jedem Fall ein erster kleiner Versuch. :-)

    Ich werde in jedem Fall an meinem cebit-Tag dort vorbeischauen und den Programmierern was zu trinken reichen (oder mehr).
    Welcher Stand/Halle ist das eigentlich?
    Die Laufkundschaft auf der cebit ist nun nicht das beste Publikum. Die wenigen Dauerkartenbesitzer, sind dort ja beruflich und müssen auch anderen Tätigkeiten nachgehen.

    Schwarm…alles schön und gut. Aber ein Schwarm, der sich alle Nase lang ändert, kann eigentlich nicht effizient sein.
    Wenn man das so einrichten könnte, dass StartupWeekend-Mitglieder nur einen Tag bezahlen müssen, dann würde ich ja auch glatt länger bleiben.
    Klingt aber wenig realistisch.

  16. @Tim

    Um es ganz deutlich zu sagen: StartupWeekend und das Startup, das daraus entsteht, sind zwei verschiedene Dinge und liegen in unterschiedlicher Verantwortung. Jason und ich sind verantwortlich für StartupWeekend. Nicht für das Startup. So wie eine Hebamme für den Geburtsprozess mitverantwortlich ist, nicht aber für das spätere Aufwachsen eines Kindes. Da liegt die Verantwortung bei den Eltern. Das ist ein ganz grosser Unterschied.



  17. clinton

    in meinen augen ist ein ipo noch einem weekend sicherlich nicht unmöglich, ein solches unternehmen jedoch im ansatz erfolgreich zu machen schon wesentlich eher .. das sieht man ja am weekend07, was sicherlich für die beteiligten eine schöne erfahrung und herausforderung war, aber den proklamierten zweck “erfolgreiche unternehmensgründung” definitiv verfehlt hat.

    unmögliches schaffen und dabei sein hin oder her, aber das gegründete unternehmen bringt in der form keinen mehrwert – auch im erfolgsfall nicht mehr als ein konventionell gegründetes, ist somit also nicht vergleichbar mit marslandung, pyramiden oder sonstwas.

    die rechtfertigung nach einem spassigen wochenende, mit eine menge querdenkern, anregenden konversationen usw. akzeptiere ich als begründung voll und ganz und finde ich löblich, aber der output wird nicht funktionieren und der ipo ist nur wind. zack :)



  18. Tim

    @Cem
    Ich sehr viel Respekt vor dem was ihr macht, aber wenn Du den Vergleich mit der Hebamme nimmst, dann ist das soll, als würde die Hebamme zu der Mutter sagen “Ihr Sohn wird Präsident, versprochen!” ;-)



  19. Tim

    ups, ja, das passiert, wenn man schnell schreibt, man vergißt die Hälfte der Wörter… ;-)

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  24. ferit

    ich versteh das Problem nicht, wer alte Küsten nicht verlässt, wird auch nie neuen entdecken.

    Was ist schlimm dadran etwas neues auszuprobieren.
    Typisch Deutschland, eben nicht mehr als ein Vollkasko-Land.

    Mehr als Erfahrung will da auch keiner was mitnehmen.
    Die Erfahrung mit wildfremden Menschen ein Projekt zu starten finde ich schon spannend genug.

    deswegen müssen wir immer trends aus übersee kopieren, weil wir hier nix neues ausprobieren.

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