Facebook ist das am schnellsten wachsende soziale Netzwerk weltweit, hierzulande aber wegen fehlender deutscher Version noch verhälnismäßig erfolgsarm. Unlängst aber wurde bekannt, dass die Amerikaner wenngleich zwar noch keinen Börsengang, so doch ihren Start in Europa planen. Dabei hat das Unternehmen um Mark Zuckerberg durchaus auch die User rund um StudiVZ (www.studiVZ.de) im Visier. Einem Bericht der faz.net zufolge wappnet sich die viel gescholtene Studentenplattform jetzt gegen den Giganten aus Amerika und stellt sich zum Start neu auf und setzt dabei vor allem auf seine Technik – bislang Facebooks großer Vorteil.
Auf Basis einer neuen Software-Architektur sollen sich neue Funktionen viel schneller entwickeln lassen als bisher und auch Schnittstellen für externe Entwickler will die Studentenplattform anbieten – diese Öffnung gilt in der Branche als strategischer Schachzug von Facebook, die das Wachstum des Netzwerkes stark beschleunigt haben soll.
Mehr Sicherheitsschutz
StudiVZ will eigenen Angaben zufolge zusätzlich neue Optionen zum Schutz der Privatsphäre anbieten. “Die neuen Optionen geben den Nutzern filigrane Einstellungsmöglichkeiten, wer ihre Seite anschauen und was andere Nutzer dort sehen können”, so Vorstandschef Marcus Rieke von StudiVZ zur FAZ. Neben einem proprietaeren API will sich die Studentenplattform nun vielleicht auch für OpenSocial öffnen und folgt damit dem Beispiel von anderen Netzwerken wie XING oder MySpace. Einen “News-Feed”, wie ihn Facebook bietet, ist derzeit indes noch nicht in Planung.
Artikel zum Thema
* Viele studiVZ-Nutzer akzeptieren die neuen Geschäftsbedingungen
* schülerVZ feiert IVW-Premiere
* studiVZ rudert zurück
* studiVZ sorgt wieder für Schlagzeilen
* Samwer-Brüder steigen beim Social Network Facebook ein

Fragen










Kommentare
Ich frage mich, warum man einen Newsfeed bei StudiVZ erst noch prüfen muss? Was sind die Nachteile eines Newsfeed, außer den Sicherheitsbedenken, die man aber durch einfache Einstellungsmöglichkeiten entkräften kann…
Kommentar von Stefan von MyAlikes 28. Januar 2008 @ 16:17Für mich völlig unverständlich, wieso da erst die große gemeine facebook-Maschine direkt vor der Tür stehen muss, bevor der Lokalmatador überhaupt nur dran denkt, sich zu bewegen…
Kommentar von Michael 28. Januar 2008 @ 16:19studiVZ müsste schon ein paar neue Entwickler einstellen um da noch hinterher zu kommen. Die Leistung des jetztigen Entwickler-Teams war ja eher weniger premium.
Wann soll das neue studiVZ denn an den Start gehen?
Kommentar von Jürgen 28. Januar 2008 @ 16:32Ich glaube die denken da schon dran aber sind zu schnell zu groß geworden um schnell und agil handlungsfähig zu sein. Der Status Quo verlangt schon genug Aufmerksamkeit und Deutschland ist auch nicht gerade (verglichen mit US) mit guten Entwicklern übersät, die sich darum reißen, bei SVZ zu arbeiten.
Auch die Renditeerwartungen (lässt sich der Traffic verkaufen?) haben hier in D natürlich ganz anderen Wert. Da kann man in den USA etwas länger “spielen”.
Kommentar von Yella 28. Januar 2008 @ 16:44Das wird wirklich spannend: Werden User die Plattform wechseln und wenn ja wie schnell ;-)
Kommentar von Stefan Hess 28. Januar 2008 @ 17:08Mal ehrlich, welcher Entwickler würde StudiVZ-Applikationen/Widgets entwickeln wollen, wenn es Facebook in D. gibt.
Interessanter wird es, wenn StudiVZ seine API so designt dass Widgets/Applikationen, die auf Facebook laufen auch auf StudiVZ laufen.
Kommentar von marc 28. Januar 2008 @ 17:09StudiVZ hatte doch in früheren Zeiten die beste nicht properitäre API von allen sozialen Netzwerken, ich habe damals auch nicht verstanden, warum sie damals so weit zurück gerudert sind!
Ein Beispiels was mit mit der API alles machen konnte:
Kommentar von Ora 28. Januar 2008 @ 17:09http://studivz.irgendwo.org/
Aha, StudiVZ dementiert natürlich das es was mit Facebook zu tun hat, aber deutsch-startups lässt sich nicht lumpen und haut es einfach mal als Headline raus. Sonst liest es ja auch keiner mehr.
Kommentar von Dino 28. Januar 2008 @ 17:11Das interessanteste Zitat aus dem FAZ Artikel fehlt meiner Meinung nach:
“Wir werden unmittelbar nach dem Übergang auf die neue Softwarearchitektur unsere VZ-Markenfamilie in dem Segment oberhalb von StudiVZ erweitern. Die neue Marke richtet sich an alle Freunde unserer StudiVZ-Nutzer, die nicht mehr studieren oder gar nicht studiert haben.”
Kommentar von Henning 28. Januar 2008 @ 17:29XING-Konkurrenz? *räusper*
Kommentar von Michael 28. Januar 2008 @ 17:42“sollen die Mitgliederzahl der drei Marken auf mindestens 14 Millionen bis Jahresende im deutschsprachigen Raum katapultieren, sagte der StudiVZ-Vorstandschef Marcus Riecke dieser Zeitung.”
Aktuell 7,5 Mio Mitglieder (studi+schuelerVZ, was ist die dritte Marke? Etwa die neue oberhalb von studiVZ angesiedelte?)
Das wäre eine knappe Verdopplung – Zweifel meinerseits bestehen.
Kommentar von Michael 28. Januar 2008 @ 17:45Zitat:
“Ein Geschäftsnetzwerk wie Xing soll die neue Gemeinschaft aber nicht werden; die private Kommunikation stehe im Vordergrund”
Kommentar von Philipp Götzinger 28. Januar 2008 @ 17:46@Ora: HAHA
Kommentar von Philipp Götzinger 28. Januar 2008 @ 17:46Interessant. StudiVZ bewegt sich…
Kommentar von Felix 28. Januar 2008 @ 17:47Wenn die fähige Programmierer eingestellt haben, sollte sich viel, schnell bewegen…
Riecke sagt, heute seien schon mehr Leute registriert als es überhaupt Studenten gebe und diesen wolle man ein eigenes VZ geben. Gute Idee! Das wäre dann das FakeVZ.
Kommentar von Pass 28. Januar 2008 @ 17:55Also in den Stellenanzeigen von StudiVZ kann ich keine Technologien finden, um die sich fähige Programmierer scharen, bzw. wo für man diese benötigen würde.
vgl.
http://www.facebook.com/jobs/
mit
http://www.studivz.net/l/jobs/
ich sage nur:
Kommentar von Ora 28. Januar 2008 @ 18:05“Lichtjahre voraus”…..
Besonders gut ist das StudiVZ Management halt (noch) nicht.
Kommentar von Felix 28. Januar 2008 @ 18:33Kann es sein, dass der Autor sich ein kleines Schnäpschen beim Verfassen der Meldung genehmigt hat? Ich sag nur der 2. Absatz? Vieleicht nochmal korrekturlesen vorm Veröffentlichen :)
Kommentar von Bulli 29. Januar 2008 @ 00:01Nachdem ich das Faz-Interview gelesen hab, würde ich sagen, dass es sich da um Säbelrascheln seitens des VZ handelt. Mir kommts eher so vor als wollte man Facebook noch mal einen Anreiz für die Übernahme geben.
Kommentar von Bulli 29. Januar 2008 @ 00:20Säbelrascheln … herrlich
Kommentar von Lance 29. Januar 2008 @ 04:41Für das FreundeVZ würde ich “notyetanotherVZ” als Name vorschlagen :-)
Kommentar von Eugen 29. Januar 2008 @ 07:43Einige Sachen sind mir schon Anfang des Jahres aufgefallen:
http://blog.MyAlikes.com/web/was-macht-studivz-nichts/
Die Markenstrategie von ***VZ wird in der 2. Möglichkeit erwähnt…
Kommentar von Manuel von MyAlikes 29. Januar 2008 @ 10:13facebook wird doch studivz sowieso aufkaufen wenn der erfolg (von facebook) in dtl. ausbleiben wird…
Kommentar von seoline 29. Januar 2008 @ 13:54Ich verstehe die Internet-User-Gemeinde nicht! Wozu haben wir unsere Rechte u.a. in BGB und BDSG manifestiert, wenn wir diese von einigen Anbietern so mit Füssen treten lassen?
Neben den Innovationen sollten wir auch mehr auf “Recht und Ordnung” achten. Spätestens wenn die Daten der Mitglieder bzw. Kunden kommerziell ausgeschlachtet, dürfte das große Erwachen kommen.
Gruß
Kommentar von Lorenz Isbeih 29. Januar 2008 @ 13:58Lorenz Isbeih
Wusste nicht, dass bei OpenSocial schon etwas passiert ist. Xing z.B. hat eine Presseerklaerung herausgegeben und seitdem gibt es nichts neues. Wobei eine API-Mailingliste bei Xing seit knapp einem Jahr existiert – nur Nachrichten gab es da noch keine zu lesen.
Kommentar von Till Klampäckel 29. Januar 2008 @ 14:39Bin ja schonmal gespannt, was passiert wenn Facebook in Deutschland erstmal richtig loslegt.
Kommentar von Max 29. Januar 2008 @ 23:06