Fragestunde mit Sven Schmidt von verwandt.de – die Antworten

Den user-generated Fragen der Leser von deutsche-startups stellte sich dieses Mal Sven Schmidt vom Familiennetzwerk verwandt.de (www.verwandt.de). Das Interesse an verwandt.de scheint hoch zu sein: Innerhalb der vergangenen Woche erreichten zahlreiche Fragen die […]

Den user-generated Fragen der Leser von deutsche-startups stellte sich dieses Mal Sven Schmidt vom Familiennetzwerk verwandt.de (www.verwandt.de). Das Interesse an verwandt.de scheint hoch zu sein: Innerhalb der vergangenen Woche erreichten zahlreiche Fragen die Redaktion, die Sven Schmidt abschließend quasi im Sauseschritt beantwortet hat.

Bitte beschreiben Sie doch einmal ganz genau das Geschäftsmodell von verwandt.de.
Vorweg: Alle bisherigen Funktionalitäten von verwandt.de sind kostenlos und bleiben kostenlos.
1. Werbung
2. E-Commerce wie Ausdruck von Stammbäumen als Poster oder Erstellung von Familienbüchern auf Basis Nutzer generierter Inhalte
3. Subskription im Bereich Stammbäume für zusätzliche Features (Stichwort „Pimp Your Family Tree!“)
4. Subskription im Bereich Ahnenforschung für Zugang zu Datenbanken und speziellen Inhalten

Womit sollen die Erlöse erzielt werden, bzw. wie sollen die Investments in die Community monetarisiert werden?
Hoffe, die Antwort zur Thematik Geschäftsmodell (siehe 1.) beantwortet auch diese Frage.

Gibt es Pläne unabhängig von möglicher Werbung, das Geschäftsmodell zu monetarisieren?
Hoffe, die Antwort zur Thematik Geschäftsmodell (siehe 1.) beantwortet auch diese Frage.

Plant Ihr für verwandt.de eine Open Social Schnittstelle? Was halten Sie generell von Googles Vorstoß in diese Richtung?
Die Schnittstellenthematik haben wir mittelfristig auf der Agenda. Dabei stellt sich die Frage, ob man die Facebook-Schnittstelle „nachbaut“ oder ob man auf Open Social aufsetzt. Wir beobachten die Entwicklung und werden erst eine Entscheidung treffen, wenn diese ansteht.

Wie sieht der durchschnittliche Nutzer von verwandt.de aus, unter anderem hinsichtlich des Geschlechts und Alters?
Das Durchschnittsalter ist leicht unter 30 Jahre und verwandt.de hat etwas mehr Frauen als Männer.

Was sagen Sie zu dem Vorwurf, nicht nur ein Copy&Paste Produkt zu sein, sondern das amerikanische Vorbild zudem auch optisch nachempfunden zu haben?
Da bitte ich jeden, sich selbst ein Urteil zu bilden. verwandt.de sieht optisch einzigartig aus, insbesondere nach Login. Zudem sind wir mit unseren frischen Farben und Comic Avataren auch einzigartig positioniert.

Welche Zusatzfunktionen bietet verwandt.de noch, um vorzubeugen, dass die Mitglieder nicht nur einen Stammbaum eintragen, sondern das Portal auch regelmäßig nutzen.
Generell verfolgen wir zwei Stoßrichtungen:
1. Familien-zentrisches Social Network. Dies erfordert die Anreicherung der Plattform mit den typischen Funktionalitäten wie Freunde (in diesem Fall Familienfreude) hinzufügen, Photoalbum, Kommunikationsmöglichkeiten (Nachrichten, IM, Chat etc.), Startseite mit „Social Graph“, Gruppen etc. Diese Funktionalitäten schalten wir gerade schrittweise live.
Wobei wir uns eindeutig von „normalen“ Social Networks differenzieren. Zum einen sind wir die Summe von vielen kleinen Mikro Social Networks (Familienfreunde bilden nur die „Brücken zwischen Inseln“), zum anderen liegt der Fokus auf Familien-gerechten Inhalten. Wir glauben nicht daran, dass der Enkel will, dass die Oma seine StudiVZ-Bilder sieht.
2. Führende Browser-basierte Familienstammbaumsoftware mit Zusatzangeboten für Ahnenforscher. Wir bieten schon jetzt Gedcom Im- und Export plus Ausdrucksmöglichkeiten, jeweils komplett kostenlos. Aktuell arbeiten wie an Funktionalitäten wie der Darstellung des Stammbaums als Fächer, dem Export als PDF-Dokument oder der Zusammenlegung von verschiedenen Bäumen. In zwei bis drei Monaten werden wir die führende Lösung haben. Aktuell arbeiten acht Entwickler an verwandt.de

Haben Sie Sorge, dass verwandt.de ein Sammellager für Karteileichen werden könnte?
Nein. Wir müssen unsere Aktivitätsrate natürlich steigern, aber die weitere Verbesserung des Angebotes wird dem Rechnung tragen. Wir sind erst sechs Monate alt und vom Erfolg überrascht worden. Jetzt haben wir eine skalierbare Plattform, die wir kontinuierlich ausbauen werden.

Welche Erfahrungen gibt es dafür aus den angloamerikanischen Mutterseiten?
Der Weltmarktführer, The Generations Network, hat meines Wissens 800 Mitarbeiter und 2007 ca. 200 Millionen USD Umsatz gemacht, u.a. weil der Nutzer sehr gut bindet. Dieser wirtschaftliche Erfolg und das Wachstum des Segmentes zeugen von der Attraktivität des Marktes.

Wie fühlt man sich, wenn man mit einem Portal, das eher die Reichweite kleiner Nischenportale erzielt und aktuell keine Umsätze liefert, einen hohen Millionenbetrag an Risikokapital einwirbt? Hat man da keine Angst, die Erwartungen der Investoren zu enttäuschen?
Unsere weltweite Reichweite ist sicherlich größer als die von „Nischenportalen“, insbesondere wenn man bedenkt, dass wir erst sechs Monate alt sind. Wir bedienen einen globalen Massenmarkt: Reichweite ist keine Herausforderung.
Und über unsere Risikokapitalgeber mache ich mir keine Sorgen. Das sind renommierte und erfahrene Investoren, die jeweils eine sorgfältige Entscheidung unter Abwägung von Kosten und Nutzen getroffen haben.

Mit welchen Key-Argumenten konnten Sie Hasso Plattner Venture (HPV) überzeugen?
Zum einen hat HPV sicherlich unsere Traktion überzeugt, zum anderen natürlich auch die Vision. Am besten stellt man die Frage Rouven Westphal und Eran Davidson von HPV direkt. Es ist immer schwer, eine solche Frage aus Unternehmerperspektive zu beantworten.

Wie lange haben die Verhandlungen vom ersten Gespräch bis hin zur Vertragsunterzeichnung insgesamt gedauert?
Das ging super schnell: Vom ersten Meeting bis zum Notartermin war es ziemlich genau ein Monat. Da kann ich vor HPV wie auch vor Neuhaus Partners (1. Runde) nur meinen Hut ziehen: Jeweils richtig, richtig fix!

Wer ist nun alles bei Ihnen investiert? Um welchen Gesamtbetrag handelt es sich hierbei?
Neben Neuhaus Partners und HPV sind noch Business Angels bei uns beteiligt. Zu den genauen Beträgen ist Stillschweigen zwischen allen Parteien vereinbart worden.

Stichwort Datenschutz: Bei Registrierung ist die Eingabe personengebundener Daten erforderlich, auch der Verwandten. Dürfen Sie diese Daten überhaupt speichern, wenn nicht alle Verwandten dazu Ihr Einverständnis gegeben haben?
Zugriff auf einen Familienstammbaum haben nur eingeladene Familienmitglieder. Die Daten sind nicht öffentlich. Genauso wenig wie Emails betreffend Ihre Verwandten in Ihrem GoogleMail-Account öffentlich sind, die Google natürlich speichert.

Wie werden die personengebundenen Daten gegen den Zugriff Dritter geschützt?
Zu unseren Sicherheitsvorkehrungen kann ich öffentlich nicht Stellung uns. Uns ist die Bedeutung dieser Thematik transparent und wir agieren gemäß. Ein verschlüsselter Login ist bei uns kostenfrei möglich.

Haben Sie Pläne aus den gespeicherten Daten Geld zu machen?
Hoffe, die Antwort zur Thematik Geschäftsmodell (siehe 1.) beantwortet auch diese Frage.

Um den Start und darüber hinaus wurde um verwandt.de viel Wirbel gemacht. Wie haben Sie diesen Medien bzw. PR-Hype hinbekommen? Welche Strategie sind Sie hierbei gefahren?
Wir haben PR immer als bedeutende Funktion im Unternehmen aufgefasst. Unseres Erachtens sollte das eine Kernkompetenz für Start-Ups sein. Dementsprechend haben wir die PR-Arbeit auch nicht an eine externe Agentur vergeben, sondern uns selbst drum gekümmert.

Was ist Ihrer Meinung nach ausschlaggebend gewesen für den Erfolg von verwandt.de? Auf welches Pferd haben Sie gesetzt: auf gutes online- oder doch vielmehr auf virales Marketing?
Es ist eine Mischung aus Online Marketing, viralem Wachstum, PR und auch technischer Suchmaschinenoptimierung. Das bedingt sich im gewissen Rahmen auch gegenseitig.

Wie lange hat es gedauert, die Webseite zu programmieren? Hatten Sie gleich zu Beginn Programmierer im Team oder haben Sie vollständig mit Freelancern zusammengearbeitet?
Wir haben verwandt.de zuerst extern programmieren lassen, da wir auf Grund von Dealjaeger.de sowie dialo.de keine internen Ressourcen zur Verfügung hatten. In der Zwischenzeit haben wir unser Entwicklungsteam ausgebaut und programmieren verwandt.de komplett intern. Die erste Version von verwandt.de hat knappe drei Monate gedauert.

Ihr erstes großes Projekt dealjaeger.de hat vor dem Hintergrund des Erfolges von verwandt.de in der öffentlichen Wahrnehmung ein wenig das Nachsehen. Wie steht es eigentlich um dealjeager.de? Wie hoch sind dort die Umsatzahlen und Mitgliederwachstum aus?
Dealjaeger.de hat ohne Frage unter dem Erfolg von verwandt.de gelitten. Wir haben als Folge nicht ausreichend Ressourcen für das Projekt gehabt. Des Weiteren ist Social Commerce in Deutschland im letzten Jahr nicht so gewachsen wie erwartet.
Das vorweg bemerkt werden wir bald wieder Gas geben betreffend Dealjaeger.de. Wir müssen das Projekt dabei Massenmarkt tauglicher machen. Und der Erfolgseintritt wird länger dauern, als wir ursprünglich erhofft haben. Aber viele Unternehmer, die jetzt erfolgreich sind, haben 2001 und 2002 gezeigt, dass „Reinbeißen“ dazu gehört. Das haben wir uns für 2008 vorgenommen.

Welche Tipps haben Sie für andere Startups, um ähnliche Hypes hinzukriegen.
Ich glaube nicht, dass verwandt.de ein Hype ist. Daher deute ich die Frage jetzt auf „Erfolg“ um. Wenn man verwandt.de mit Dealjaeger.de vergleicht, haben wir drei Punkte gelernt: Massenmarkt, Einfachheit & Internationalisieren. Das sind drei wichtige Kriterien. Dealjaeger.de ist noch nicht einfach, ist noch nicht Massenmarkt tauglich und ist nur auf Deutschland fokussiert. verwandt.de versteht meine Mutter, interessiert meine Schwester wie meine Oma und ist in sieben Sprachen verfügbar.

Mehr zum Thema:
* Fragestunde mit Sven Schmidt vom Familiennetzwerk verwandt.de
* Zehn Fragen an Sven Schmidt
* Hasso Plattner Ventures investiert in verwandt.de
* verwandt.de expandiert in die USA
* verwandt.de expandiert nach Italien und Polen
* FamilyOne und verwandt.de machen Ahnenforschung salonfähig

Christina Cassala, Redakteurin bei deutsche-startups.de, war schon zu ihren besten Uni- Zeiten in den 90er Jahren journalistisch tätig. Gleich nach dem Volontariat arbeitete sie bei einem Branchenfachverlag in Hamburg, ehe sie 2007 zu deutsche-startups.de stieß und seither die Entwicklungen der Start-up Szene in Deutschland mit großer Neugierde beobachtet.



  1. Cheater

    Das Problem beim Social Networking im eigenen Stammbaum ist wohl, daß die meisten Teilnehmer schon tot sind.



  2. John

    Jetzt mal bitte nicht so negativ;) Profil ist Profil! Dann müsste man auch zwischen aktiven und inaktiven Usern unterscheiden, also BITTE!
    Klasse fand ich “Pimp Your Family Tree!” ok also da würde ich echt was bezahlen um Onkel Klaus lozuwerden… von der Schwiegermutter garnicht zu reden:))

  3. Mhh… warum habe ich mir das vorher schon so vorgestellt? Ausweichende Antworten… inhaltslose Phrasen… echt schade.

    Auf die Frage “.. wie fühlt man sich ..” mit Ausflüchten zur Reichweite zu antworten, ist allerdings schon grandios! Und die Logik hinter:

    “Unsere weltweite Reichweite ist sicherlich größer als die von „Nischenportalen“, insbesondere wenn man bedenkt, dass wir erst sechs Monate alt sind.”

    erschließt sich vermutlich nur Herrn Schmidt selbst. Aber egal, man bedient ja “einen globalen Massenmarkt”.



  4. chucky

    to join the deadpool in 2008.



  5. Jan

    Sven, Danke das du trotz des operativen Geschäftes dir
    Zeit genommen hast die user-generated Fragen zu beantworten.



  6. Michael

    am Rande: findet Ihr nicht auch, dass sich “user generated Fragen” TOTAL schwachsinnig anhört? (nichts gegen Dich Jan, auch andere laben sich gern an den tollen Anglizismen)

  7. Kann mich eurer Meinung nicht anschließen. Ich finde, die Fragen wurden konkret und offen beantwortet.

  8. Ich habe weit weniger Informationsgehalt erwartet – ich bin sehr zufrieden mit den Antworten. Mittlerweile gehen mir die Nörgler in diesem Forum aber schon ein bisschen auf die Nerven! Erwartet ihr, dass der Macher komplett die Hosen runterlässt? Ein bisschen sehr naiv, oder?
    Fakt ist, dass die bei verwandt.de ihren Job richtig gut machen: Tolle PR, hervorragende Mitgliederzahlen und Gewinnung von namhaften und potenten Investoren.
    Sicherlich sehe ich auch einige Fragezeichen, was das Geschäftsmodell angeht, aber kann man hier nicht einmal die Erfolge von anderen akzeptieren und vor allem respektieren?
    Sicherlich werden die “Expertenblogger” zu 90% Recht behalten, was ihre negativen Einstellungen zu den Startups angeht, aber das liegt leider in der Natur der Sache. Aber vielleicht sollten die sich auch einmal klar machen, was es heißt, ein Unternehmen aufzubauen. Am Monitor hängen, ein bisschen recherchieren und dann seinen scharfen Senf abgeben, kann ja Lebensglück bedeuten. Das gönn ich auch jedem Blogger, aber genau so verlang ich Respekt vor jedem Unternehmer, der nicht nur am Stammtisch quatscht, sondern seine Ideen und Visionen verwirklichen will – und das über seinen Bildschirmhorizont hinaus.

  9. @Söm

    Genau! Alles ganz böse Meckerblogger hier!

    Ich finde es auch skandalös, daß Nehmer (das “Unter” gibts erst für erzielte Gewinne) hier nicht unkommetiert Ihre PR-Blasen absondern dürfen.

    > hervorragende Mitgliederzahlen

    Ui! Da bin ich aber gespannt! Wie hoch sind die denn?



  10. Peter

    Hallo Söm,
    ja nörgeln ist einfach und macht Spass ;-)

    Aber zum Thema: du schreibst ja selber “einige Fragezeichen, was das Geschäftsmodell angeht” … ja und genau das ist es worüber genörgelt wird.

    Wir wollen nichts von millionen Besuchern, angeblich angemeldeten Usern oder unzähligen Profilen wissen, sondern ganz klar: “Womit verdient dieses Unternehmen jemals Geld und in welcher höhe?”

    Das ist eine einfache Frage, die in jeden Businessplan gehört. Ansonsten nörgelt man zurecht!

    Ein investor gibt ja nicht aus Spass Geld dazu, sondern er will ordentlich rendite sehen.

    Das wäre eine Frage die bisher in keinem interview adäquat beantwortet wurde.



  11. Michael

    Naja, beantwortet wurde es schon:

    “1. Werbung
    2. E-Commerce wie Ausdruck von Stammbäumen als Poster oder Erstellung von Familienbüchern auf Basis Nutzer generierter Inhalte
    3. Subskription im Bereich Stammbäume für zusätzliche Features (Stichwort „Pimp Your Family Tree!“)
    4. Subskription im Bereich Ahnenforschung für Zugang zu Datenbanken und speziellen Inhalten”

    Allerdings halte ich 1. für schwer, da, ähnlich meiner Vermutung bei studiVZ, ein Targeting beinahe nicht möglich ist. Auf 2. kann in meinen Augen kein profitables Geschäftsmodell beruhen. 3. und 4. akzeptiere ich genauso wenig, da sich mir der Nutzen für den einzelnen User nicht erschließt. Es sei denn, 4. ist bezogen auf (externe) Unternehmen/Ahnenforscher oder sonst was.
    Also, beantwortet wurden zumindest in diesem Interview die Fragen der Cashgenerierungsabsichten. Was jeder davon hält steht auf einem anderen Blatt, äh, Blog.



  12. Jan

    Bei der Frage “Wie werden die personengebundenen Daten gegen den Zugriff Dritter geschützt?” kommt unter anderem der Satz “Uns ist die Bedeutung dieser Thematik transparent”

    Hä? Heisst transparent hier das selbe wie bewusst oder was soll uns hier gesagt werden?

  13. So schwer ist das mit dem Geschäftsmodell doch garnicht:
    Eine ganze Nation rennt hier los, um sich in diesem einzigartigen Projekt kostenlos selbst zu dokumentieren.
    Der Wert sind die Daten, egal wer sie kaufen wird, Konzerne, Geheimdienste oder fremde Regierungen.

  14. Ich denke schon, dass in den Antworten einiges zum Geschäftsmodell drin steht. Aber dass man nach sechs Monaten etwas über Umsätze sagen soll, ist doch regelrecht absurd im Fall von verwandt.de. Die werden jetzt zunächst einmal wachsen. Die Mitglieder zu monetarisieren wird noch eine Weile dauern. Was soll dann dazu gesagt werden? Da würden auch die Zahlen in den Excel-Sheets kaum helfen, denn das werden sie erst während ihrer Vermarktung merken, ob die Rechnung aufgeht.
    Wer hätte denn geglaubt, dass damals die Zahlen bei Jamba nicht nur stimmen, sondern vielfach übertroffen werden? Ich nicht. Und ihr Expertenblogger hättet dieses “Businessmodell” ebenfalls zerrissen.
    Zum Schluss eine Frage an die Experten: Welchen Werbeumsatz kann man denn pro Mitglied/Besucher/PI generieren? Wir hatten enorme Schwierigkeiten, da Zahlen in unseren Businessplan einzusetzen – und das, obwohl ich von Haus aus ein Werbefuzzy bin. Vielleicht kann mir da jemand helfen? Die Werbevermarkter ließen sich zu einer Prognose nicht hinreißen…

  15. An dieser Stelle will ich die Gelegenheit nutzen, noch mal ein paar Punkte zu adressieren, damit keine Mißverständnisse entstehen.

    * Bisher haben wir keine Umsätze generiert, da wir unsere Monetarisierungspläne (siehe Frage 1) noch nicht umgesetzt haben. Dementsprechend gibt es keine Zahlen zu veröffentlichen

    * Wir werden uns zeitnah darauf konzentrieren, unsere Reichweite und unseren “Traffic” zu vergrößern. Parallel gilt es, die Funktionalitäten auszubauen

    * Erst wenn das “Rad” groß genug ist, macht der Fokus auf Monetarisierung für ein Social Networking Start-Up Sinn. Als ersten Schritt planen wir die Vermarktung, aber auch erst zu Mitte des Jahres

    * Auch ohne (!) die Generierung von jedlichen Einnahmen sind wir für die nächsten zwei Jahre durchfinanziert. Dementsprechend nehme ich jede (!) Wette an, dass der “Deadpool” uns nicht sehen wird ;-)

    * Bisher haben sich über 1,6 Millionen (!) Familien (!) bei uns registriert. Damit sind wir weltweit in absoluten Zahlen die Nummer 2 hinter dem “The Generations Network”. Dabei wachsen wir in absoluten Zahlen sogar am schnellsten!

    * Sicherheitsmaßnahmen in der Öffentlichkeit zu diskutieren ist unseres Erachtens nicht sinnvoll. Wie skizziert ist die Nutzung via https möglich und die Registrierung erfordert minimale Angaben

    LG Sven, Mitgründer von verwandt.de

  16. @Cheater: Geiles Kommentar :D

    Auch wenn die Antworten von Sven hier einigen nicht passen, finde ich es bemerkenswert, dass er hier Frage und Antwort bei Leuten steht, die mit wenigen Ausnahmen alle Verwandt.de nicht leiden können. Sollte man auch zu würdigen wissen :)

    Viel Erfolg weiterhin Sven.

    Komisch finde ich, mit welcher Selbstverständlichkeit einige Kommentatoren hier erwarten, ein Startup müsste hier vor jeder Mann die Hosen runterlassen, aber selbst weder ihren vollen Namen, noch eine URL oder ähnliches angeben. Naja, just my two cents, ich halt mich raus ;)

    LG,
    Philipp

  17. @söm

    Du bist ja lustig. Erst “beschimpfst” Du uns als notorische, nichtswissende Meckerer und dann fragst Du um Rat? *schlapplach*

    >das werden sie erst während ihrer Vermarktung merken, ob die >Rechnung aufgeht.

    Genau das ist das Problem! So sehen das offenbar viele Startups und das ist auch der Grund, warum ich die nicht als “Unternehmen” bezeichne. Geschäftsmodelle wie Werbefinanzierung und E-Commerce sind doch keine Raketenwissenschaft und im Gegensatz zu den “Ausreden” vieler Gründer sehr gut prognostizierbar.

  18. > Bisher haben sich über 1,6 Millionen (!) Familien (!) bei uns registriert

    Ich dachte, das ist die Anzahl der angelegten Stammbäume oder willst Du jetzt behaupten, daß Ihr 1.6 Mio. angemeldete User habt?

  19. @Sebastian
    Schön, dass du mir richtig auf den Leim gegangen bist;-)
    Den Rat, den ich vorgab zu brauchen, soll zeigen, dass ihr das ebenfalls nicht wisst! Der Unternehmer muss aber etwas im Businessplan einsetzen, wenn er überhaupt die Chance haben möchte, sein Unternehmen mit dem notwendigen Kapital auszurüsten.
    Und das ist es, was ich euch vorwerfe: Es fehlt euch zuweilen an Respekt vor den Unternehmern! Dabei geht es mir gar nicht darum, ob ihr darüber sinniert, ob dies oder jenes funktioniert. Es geht darum, dass dort einer (oder ein Team) den Mut hat, eine Idee zu realisieren. Und diesen Respekt solltet ihr denjenigen entgegenbringen, bevor ihr euch an die (berechtigte) Kritik macht.
    Ich bin nicht überzeugt von verwandt.de – es ist für mich ein heftiger Ritt auf der Rasierklinge, aber als Unternehmerkollege ziehe ich den Hut vor dem Mut und den Erfolgen als startendes Unternehmen. Was hast du mit deinem Blog erreicht, das mich zum Hut ziehen bringen könnte?

  20. > soll zeigen, dass ihr das ebenfalls nicht wisst!

    Ich schon, aber Du offensichtlich nicht!

    > Es fehlt euch zuweilen an Respekt vor den Unternehmern!

    Ich habe Respekt vor jedem Unternehmer. Aber viele aktuelle Startuper haben diese Bezeichnung schlichtweg nicht verdient.

    > Was hast du mit deinem Blog erreicht, das mich zum Hut
    > ziehen bringen könnte?

    Ich lach mich echt schlapp!

    … diese Site ist einfach unbezahlbar. 1-Klick-instant-Entertainment.

  21. Erfahrene Websitevermarkter haben weniger Ahnung? Das lass ich mal im Raum stehen.
    Wir kennen unseren Freizeitmarkt schon seit 2004, aber ich gebe gerne zu, dass ich nicht genau weiß, wie viel und in welchem Umfang wir Online-Werbekunden generieren können. Wir haben Produkte und Strategien für unsere potenzielle Werbekunden entwickelt, aber ob sie auf die notwendige Resonanz stoßen werden, weiß ich nicht. Ich versuche es, aus meinen Erfahrungen mit meinen Kunden abzuleiten. Viel mehr bleibt mir leider nicht übrig und ich muss auf die Zukunft verweisen.
    Ich finde es nur schade, wie ambitionierte Unternehmer hier teilweise attackiert werden. Das ist manchmal unterste Schublade. Da meine ich nicht die Unternehmer, die sich im Promillerausch auf dem Baum singen, wie geil sie sind, sondern die, die einige Erfolge aufweisen können. Und für mich ist es beachtlich, was verwandt.de bislang erreicht hat.

    In deinem Blog hast du die arrogante Art von Startuppern kritisiert. Wahrscheinlich hast du sogar Recht, aber ich seh dich in einigen deiner Statements auf gleicher Stufe.
    Und damit du siehst, dass es mir in der Diskussion immer um die Sache geht: Dein Blog ist richtig gut und Nutzen stiftend. Es wäre schön, wenn ich deine zukünftigen Kommentare ähnlich beurteilen könnte.

  22. > Erfahrene Websitevermarkter haben weniger Ahnung?

    Mit wem hast Du denn da gesprochen? Ich halte das für ausgemachten Unsinn. Ich habe bisher immer eine grobe Hausnummer auskaspern können. In einigen Fällen haben wir sogar Garantiesummen bekommen.

    > seh dich in einigen deiner Statements auf gleicher Stufe

    Stimmt, aber mit dem Unterschied, daß ich es mir leisten kann ;-)

  23. Das Eingeständnis deiner Arroganz hat zumindest Stil;-)
    Und zu den Verhandlungen mit unserem (zukünftigen) Websitevermarkter würd ich dich gerne mitnehmen, da schein ich doch was lernen zu können, wenn das stimmt.

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