Fernsehberichte sind das Salz in der Mediensuppe. Kein anderes Medien mobilisiert so viele Nutzer. Startups, die in Fernsehberichten genannt werden, – sei es auch nur sehr kurz – dürfen sich trotz Medienbruchs meist über sehr viele Besucher freuen. Gleich zwei Berichte sorgten in den vergangenen Tagen bei mehreren jungen Unternehmen für wahre Besuchermassen. Am Dienstag lief im ZDF bei “Frontal21″ ein Bericht über das Thema “Intimes im Internet“. Darin ging unter anderem darum, wie freizügig sich viele Menschen in Social Networks präsentieren und welche Probleme dadurch entstehen können – etwa bei der Jobsuche. Im Verlauf des Berichts kam Steffen Rühl von yasni.de (www.yasni.de) zu Wort. Die Folge: Nach der Sendung brachen bei der Personensuchmaschine die Server zusammen. “Eine sechsstellige Anzahl Menschen versuchte zeitgleich, Informationen zu recherchieren”, sagt Rühl. “Wir waren auf wirklich viel vorbereitet. Es war eine Riesen-Überraschung, wie gigantisch das Bedürfnis nach Transparenz ist.” Dieses Bedürfnis spiegelte sich auch auf unseren Seiten wider. Knapp 7.000 Page Impressions bei deutsche-startups.de am Dienstag lassen sich direkt auf yasni.de zurückführen. Offenbar durchstöberten viele Nutzer das Netz nach weiteren Informationen zu yasni.de. Das Video zur Sendung gibt’s hier.
Am Mittwoch berichtete RTL2 in seiner Hauptnachrichtensendung über das Trendthema Live-Shopping. In dem gerade mal zweiminütigen Beitrag wurden die Plattformen schutzgeld.de (www.schutzgeld.de), Preisbock (www.preisbock.de), Guut.de (www.guut.de) und sportlet.de (www.sportlet.de) kurz genannt. Die Auswirkungen der Sendung waren erneut nicht nur auf den jeweils vorgestellten Seiten zu spüren. “Dem Traffic nach zu urteilen, der selbst hier im Blog aufschlägt, scheint das Thema den Nerv des Big Brother Publikums getroffen zu haben”, schreibt etwa Jochen Krisch von “Exciting Commerce“. Auf unseren Seiten entdeckten die TV-Zuschauer besonders häufig den Artikel “Live-Shopping brummt“. Knapp 8.000 mal wurde dieser Beitrag aus dem Mai seit der Ausstrahlung des Beitrags bisher angeklickt. Am meisten profitieren von der Berichterstattung aber die verschiedenen Live-Shopping-Dienste – diese waren am Tag danach ausverkauft. Das Video zur Sendung gibt’s hier.
Und die Moral von der Geschichte? Wer sich auf TV-Berichte einlässt, sollte immer mit dem Schlimmsten – sprich sehr vielen Besuchern – rechnen und sich so gut es geht darauf vorbereiten.
Artikel zum Thema
* Bei Schnellig.de zählt die Geschwindigkeit
* Guut.de nennt Zahlen
* Neuer Look für urdeal
* Live-Shopping brummt
* Noch mehr Live-Shopping
* Invasion der Live-Shopping-Dienste

Fragen





Kommentare
Aber das TV ist schon immer etwas spät dran…bis die mal “Hypes” erkennen ^^
Kommentar von Nicolai 18. Januar 2008 @ 11:58Man darf dabei aber nicht vergessen, dass viele Themen zwar einen gewissen Kreis bekannt sind und durchaus in dieser Szene ein Hype sind. Die breite Masse hat davon aber sicherlich noch nichts gehört.
Kommentar von Alexander Hüsing 18. Januar 2008 @ 12:03Genau, es gibt viele Beispiele, was TV-Beiträge aus Portalen machen kann. S. u.a. http://www.holidaycheck.de
Kommentar von ToM80 18. Januar 2008 @ 12:13@ Alexander Hüsing
Kommentar von Markus 18. Januar 2008 @ 12:13Das ist wirklich wahr. Viele Startups glauben, dass wenn sie in der Startup-Szene bekannt sind, dann sind sie automatisch bei normalen Verbauchern auch bekannt. :-) Dem ist aber nicht so.
Das ist natürlich richtig, aber die Aufgabe des TVs ist es doch, zu recherchieren…dann kann man solche Hypes auch mal schneller erkennen und vor allem den LiveShopping Portalen die News vor Weihnachten herausbringen :P
Kommentar von Nicolai 18. Januar 2008 @ 12:15*zu Liebe der LiveShopping Portale
Kommentar von Nicolai 18. Januar 2008 @ 12:16Im Grunde geht es dabei um das berühmte “im eigenen Saft schmorren”. In der Szene wird man relativ schnell bekannt. Der Weg in den Massenmarkt dagegen ist schwierig und dauert meist sehr lange. Beim Medienliebling studiVz hat es immerhin auch sehr lange dedauert, bis die Massenmedien das Thema entdeckt haben.
Kommentar von Alexander Hüsing 18. Januar 2008 @ 12:18ich hoffe jedenfalls, das die nächste Woche ein bischen ruiger wird. *fertigbin* :)
Kommentar von Christian Grötsch 18. Januar 2008 @ 13:36Jaja … Schelte verstanden, wir arbeiten dran … ;-)
Das Spannende ist, das auch noch Tage danach der Traffic um mehrere 100% über dem Vorstand liegt.
Und am Montag probieren wir dann Tageszeitung – FAZ. ;-)
Kommentar von Steffen 18. Januar 2008 @ 13:50Ja, da können wir wohl mitreden. “Damals” als das RTL Nachtjournal bei uns zu Besuch war. Frazr, texteln, wie auch wamadu konnten dem kurzen Beitrag übers twittern nicht standhalten. Wobei frazr sich dank besserer Server sogar noch am längsten aufrecht halten konnte.
Meiner Meinung nach ist es immernoch verdammt wichtig im TV präsent zu sein. Mich würde mal interessieren, inwieweit sich die Nutzerzahlen bei z.B. lokalisten.de verändert hat seitdem deren TV-Spots laufen.
Glückwünsch auf jeden Fall an die Live-Shopper. Hoffe, das hat ein wenig was in die Kassen gespielt ;)
Kommentar von Tobias Tadysiak 18. Januar 2008 @ 13:52Fernsehbeiträge sind um einiges Trafficfördernder als schnöde Werbung. Werbung ist vllt. als Imagekampagne geeignet, aber sie muss immer wieder penetriert werden und kostet unsummen. Da gibt es bessere Möglichkeiten
Kommentar von ToM80 18. Januar 2008 @ 14:04Die deutschen Microblogging Dienste waren nach einer Erwähnung bei RTL damals auch alle down. Und das war glaub ich im Nachtjournal – also sicherlich keine tolle Peaktime. Geholfen hat es denen trotzdem nicht, Frazr ist glaube ich der einzige, der’s geschafft hat.
Kommentar von Yella 18. Januar 2008 @ 14:06Frazr ist tot. Selbst Alex spricht Bände dazu, da sieht man nicht mal mehr einen Ausschlag ;-)
Kommentar von Tim 18. Januar 2008 @ 14:36Meinte “Alexa” ;-)
Kommentar von Tim 18. Januar 2008 @ 14:38ist alexa überhaupt aussagekräftig?
Kommentar von ToM80 18. Januar 2008 @ 15:07daten werden doch nur dann gesammelt, wenn alexa auch auf dem client installiert, ist oder?
Alexa ist erstaunlich praezise musste ich immer wieder feststellen.
Kommentar von Felix 18. Januar 2008 @ 15:14Die Trends zu erkennen, ist in der Regel nicht das Problem der TV-Sender bzw. Redakteure, aber einen Beitrag über ein Thema zu senden, mit dem die Mehrheit der Zuschauer noch nichts anfangen kann, ist oft ein zu hohes Risiko. Das kann leider sehr schnell mal ein paar Prozentpunkte bei der Quote ausmachen (zumindest ist das häufig die Befürchtung).
Kommentar von Marcus 18. Januar 2008 @ 15:14ich habe alexa mit der website meines arbeitgebers verglichen und da besteht ein unterschied wie zwischen tag und nach.
Kommentar von ToM80 18. Januar 2008 @ 15:22bei alexa haben wir richtung 0 gehende zugriffe.
unsere eigenen zahlen generieren wir unter anderem per tracking mittels omniture site catalyst
Ich finde das toll mit den TV Berichten. Freut mich fuer die Websites.
Ich muss Nicolai zustimmen, wenn er sagt, dass die TV Sender (und andere Medien) extrem lahm sind. Bezueglich globalzoo.de haben mich schon so viele Journalisten angerufen. Vor wenigen Tagen hat jemand ganz aufgeregt am Tel erzaehlt, dass er einen richtig coolen Artikel fuer eine Zeitung schreibt und er darin auf die “innovativen Funktionen einer Web 2.0 Seite” intensiv eingehen moechte.
a) Web 2.0 wird jetzt erst in den “Massenmedien” aufgegriffen (wo doch das Wort von uns schon keiner mehr hoeren kann)
b) Funktionen wie ein Gaestebuch oder eine Freundeliste sind beim besten Willen keine “innovativen Features”.
Ausserdem stelle ich immer wieder fest, dass man Journalisten die coolsten Ideen und Zukunftsplaener fuer eine Community unterbreiten kann. Letztendlich wird immer nur das gedruckt, was Otto Normalverbrauche hoeren will: “Jutta hat einen neuen Freund ueber eine Website gefunden”.
Wow! Ganz toll…! ;-)
Kommentar von Kai 18. Januar 2008 @ 15:24ich nehm meine aussage zurück, ich habe die zahlen falsch gedeutet. da geht es um einen rank und nicht um absolute zahlen.
Kommentar von ToM80 18. Januar 2008 @ 15:27aber auch da mag ich an der verlässlichkeit zweifeln. da ich mir unser mitbewerber umfeld angesehen habe.
@tom80
Kommentar von Felix 18. Januar 2008 @ 15:38Kleine Websites erfässt Alexa imho sowieso nicht. Meine Vergleichswerte passen/passten. Sind aber auch größere, englischsprachige Sites.
Wir handeln ja hier auch alle nicht mit hohen absoluten Zahlen sondern mit hohem Potenzial.
Erst wenn viele Millionen auf einem Zug sitzen, bekommt es die Durchschnittsmasse überhaupt mit.
Anscheinend ist diese Grenze so langsam beim Thema Web 2.0 gefallen.
Andere Millionen-Phänomene wie eBay oder Counter-Strike wurden ja auch erst einige Jahre nach ihrem erscheinen in dem Medien aufgegriffen.
Kommentar von Karsten 18. Januar 2008 @ 15:47das mit den kleineren websites ist mir klar. immerhin sind 2 schwestern von uns in den top 100 gelistet.
Kommentar von ToM80 18. Januar 2008 @ 15:56trotzdem habe ich meine zweifel an der zuverlässigkeit
Tom80: Du hast vollkommen Recht. Jeder, der nur halbwegs technisch affin ist, weiß, wie ungenau und unsinnig Alexa ist. In den USA ist es noch als Trendbarometer brauchbar, in Deutschland aber selbst dafür nicht. Trotzdem, man kommt einfach immer wieder in Versuchung, Alexa abzuchecken :) Ich kann mich dem auch nicht verwehren, obwohl ich weiß, wie unsinnig die Zahlen sind :) Kleines Beispiel für den Unsinn:
http://www.alexa.com/data/details/traffic_details/schwarzekarte.de?site0=schwarzekarte.de&site1=deutsche-startups.de&y=r&z=3&h=300&w=610&range=6m&size=Medium
Schwarzekarte hat so ca. 300k Mitglieder, weisst via IVW den Traffic aus etc. Laut Alexa ist deutsche-startups.de wesentlich größer :) Alexander würde sich freuen, wenn er den Traffic hätte :)
Naja, trotzdem: Man schaut immer mal ganz gerne bei Alexa rein, auch wenn man weiß, wie unsinnig es ist. Die Verlockung ist groß :)
Kommentar von Philipp Götzinger 19. Januar 2008 @ 19:01Auf meinen Websites passt Alexa genau…
Kommentar von Felix 19. Januar 2008 @ 19:37Wieviel Traffic hat schwarzekarte denn laut IVW? Mitgliederzahlen heißen ja nix…
Kommentar von Felix 19. Januar 2008 @ 19:44Und wieviel unique Visitor hat joinr.de am Tag?
Schwarzekarte laut IVW:
Visitors: 697.999
Page Impressions: 18.508.834
Auf die Zahlen kommt Deutsche-Startups einfach nicht. Oder vergleiche es mit BasicThinking (Alexa 10k), Robert legt ja seine Besucherzahlen recht freizügig offen. http://www.basicthinking.de/blog/2007/03/08/trafficdaten/
Wir können das Ganze drehen und wenden, wie man möchte, Alexa Werte sind einfach unzuverlässig. Aber wie schon gesagt, ich schau auch drauf ;)
Kommentar von Philipp Götzinger 19. Januar 2008 @ 21:01Schwarzkarte: Unique Visitors am Tag, Monat, Jahr?
Die basicthinking Statistiken sind ja uralt. Zudem sind 6.000 Besucher am Tag ja auch so gut wir gar nichts. Je kleiner die Website desto höher ist natürlich die Fehlerwahrscheinlichkeit.
Die Alexa Werte sind für meine englischsprachigen Websites sehr genau (anfänglich auch zu meiner eigenen Verwunderung). Wenn ein Tag mal schwächer war, kann man das bei Alexa nachvollziehen. Das kann man ebenfalls drehen und wenden wie man möchte.
Aussagen wie: “Du hast vollkommen Recht. Jeder, der nur halbwegs technisch affin ist, weiß, wie ungenau und unsinnig Alexa ist.” disqualifzieren dich in meinen Augen ohnein. “Unsinnig” ist die Seite sicherlich nicht. Ich weiß wie gesagt nicht wie exakt Alexa bei deutschen Websites ist, aber für die USA ist es mehr als nur ein Trendindikator.
Abgesehen davon kann ich natürlich verstehen, wenn manche die Alexa Statistiken nicht wahr haben wollen ;)
Kommentar von Felix 20. Januar 2008 @ 00:10@Felix
IVW weist pro Monat aus. BasicThinking Statistiken von Oktober findest Du hier http://www.basicthinking.de/blog/2007/11/01/trafficreport-oktober-07/
Höher als die 6k, immernoch ~6x kleiner als Schwarzekarte.
Mal davon abgesehen, das ich schrieb, dass es auf englischsprachigen Websites anders aussieht aufgrund der Alexa Verbreitung in den Staaten: Jeder wird Dir bestätigen, dass Alexa in DE ungenau ist. Es ist ganz einfach. Alexa trackt über die Toolbar; wer hat die Toolbar? Webmaster, SEOs, Tech-affine Leute. Normalos? Nein. Warum? Weil Alexa Toolbar für sie keinen Mehrwert darstellt. Logische Schlussfolgerung: Websites wie BasicThinking, SEO Foren, Webmaster Communitys bzw. allgemein gesagt Websites mit Tech-affinen Publikum haben einen Alexa Rank, der wahnsinnig hoch ist. Bei anderen sieht es wieder anders aus (siehe Schwarzekarte). Aber vielleicht kannst Du mir ja erklären, warum der Alexa Vergleich von Schwarzekarte und BasicThinking so ausfällt, wenn Alexa doch so genau ist.
Vergleich einfach mal Deine Seiten mit Robert Basic und schau, wie es da aussieht. Könnte ja sein, das die IVW neuerdings lügt ;)
Wie gesagt; Alexa macht Spaß, ich gucke auch ständig drauf aber man sollte sich auf die Zahlen einfach nicht verlassen, schon gar nicht was deutschsprachige Websites angeht. Schau Dir lieber Comscore oder Nielsen an, deren Daten sind wesentlich zuverlässiger! Und wenn Du mir nicht glauben willst, google einfach mal nach Alexa bzw. Alexas Genauigkeit.
Ich bin draussen ;) Viel Spaß noch.
Kommentar von Philipp Götzinger 20. Januar 2008 @ 03:33Ein kleines Beispiel noch:
http://www.spin.de/
9,8 Mio Visits
436 Mio PI
Quelle: IVW Ausweisung 12/2007
http://www.alexa.com/data/details/traffic_details/spin.de?site0=spin.de&site1=deutsche-startups.de&site2=basicthinking.de&y=r&z=3&h=300&w=610&range=6m&size=Medium
Na, fällt Dir was auf? Oder bist Du ehrlich der Meinung, Deutsche-Startups.de und BasicThinking kommen auf ~10Mio Visits und ~440Mio PI? :) Beide zusammen schaffen das nicht! Und was sagt Alexa? Sowohl DS als auch BasicThinking sind vor Spin.
So, das wars jetzt aber wirklich von mir :) Wie gesagt, für genauere Zahlen gibts Comscore oder Nielsen, wobei die beide n schweine Geld kosten :D
Liebe Grüße und ein schönes Wochenende!
Kommentar von Philipp Götzinger 20. Januar 2008 @ 03:42Ich kenne die Funktionsweise von Alexa und dass hier auf der Seite und auf basicthining mehr SEOs mit der Toolbar unterwegs sind sollte auch klar sein. Daher die extreme Abweichung.
Und genau aus diesem Grunde ist es möglich mit Alexa auf die Besucherzahlen zu schließen wenn man entsprechende Vergleichswerte hat. So ist es bei mir und es passt. In den Staaten ist das sicherlich repräsentativer als in D, weil dort mehr Leute Alexa als Toolbar haben.
Ich bleibe dabei, dass Alexa durchaus repräsentativ und kein Unsinn ist. Sogar hier in Deutschland: http://www.alexa.com/data/details/traffic_details/studivz.de?site0=studivz.de&site1=frazr.com&site2=lokalisten.de&y=r&z=3&h=300&w=610&range=6m&size=Medium
Wie gesagt, man sollte schon drauf achten welche Seiten man vergleicht.
Kommentar von Felix 20. Januar 2008 @ 13:27Sehr interessanter Post!
Kommentar von Simon 16. Januar 2009 @ 18:02