meinNachbar fordert Gebühren

Die lokale Online-Community meinNachbar (www.meinnachbar.net) ändert ihr Geschäftsmodell. In einer Mail an die Nutzer teilen die Betreiber mit, dass der einst kostenlose Dienst ab 29. Dezember kostenpflichtig wird. Versteckt wird diese – ziemlich […]

Die lokale Online-Community meinNachbar (www.meinnachbar.net) ändert ihr Geschäftsmodell. In einer Mail an die Nutzer teilen die Betreiber mit, dass der einst kostenlose Dienst ab 29. Dezember kostenpflichtig wird. Versteckt wird diese – ziemlich wichtige und gravierende Veränderung – hinter der Betreffzeille “Fröhliche Weihnachten und ein schönes neues Jahr 2008 / Änderungen der AGB”. Satte neun Euro monatlich sollen die Nutzer künftig halbjährlich im voraus für die Mitgliedschaft in der Nachbarschafts-Community bezahlen.

Die genauen Vertragsbedingungen müssen die angeschriebenen Mitglieder “den aktuellen AGB’s entnehmen”. Dort heißt es: “Der Vertrag für die Dienstleitung/den Service von meinnachbar ist auf zwei Jahre begrenzt. Die Teilnehme verlängert sich im Anschluss automatisch um zwei weitere Jahre, wenn der Nutzende nicht fristgerecht, einen Monat vor Ablauf des Vertrages, schriftlich (per Brief) kündigt”. Nutzer, die nicht vom Widerrufsrecht Gebrauch machen, müssen somit in den nächsten zwei Jahren stolze 216 Euro für die Nutzung der kleinen Community zahlen – rund 50.000 Mitglieder hat meinNachbar angeblich. Die feine englische Art ist dieses Vorgehen nicht, ordentliche Informationen über eine solch gravierende Veränderung des Geschäftsmodells sehen anders aus. Der Verdacht der Abzocke steht im Raum.

Neuer Besitzer kommt aus Dubai

Einher geht der Wechsel von kostenlos auf kostenpflichtig mit einem Gesellschafterwechsel. Laut Impressum wird meinNachbar nun von der netsolution FZE in Dubai betrieben. Ursprünglich steckte hinter der im Sommer gestarteten Community und der meinNachbar Ltd. ein kleines Team um Tobias Heine von der Leverkusener Agentur artista. Heine versichert gegenüber deutsche-startups.de, dass er mit dem neuen Betreiber und dem neuen Geschäftsgebahren nichts am Hut habe: “Ich möchte mich davon ausdrücklich distanzieren”. Der Gesellschafter- und Konzeptwechsel sei auch keinesfalls seit dem Start geplant gewesen. Wie zu hören ist, ging es hinter den Kulissen der Community zuletzt heiß her. Die netsolution FZE machte den Gesellschaftern von meinNachbar angeblich ein Übernahmeangebot. Heine war nach eigener Aussage dagegen, ein von Anfang an am Projekt beteiligter Investor dafür. Letztendlich setzte sich der ungenannte Geldgeber durch. Wenn dem so ist, hatten Heine und Co. ihren Investor mit zu großer Macht ausgestattet. “Wir haben unsere Erfahrung gemacht und müssen daraus nun lernen”, sagt Heine.

Der neue Besitzer ist in der Online-Welt übrigens kein Unbekannter. Das Unternehmen betreibt auch die Plattform nachbarschaft24.net. Laut “Computerbetrug.de” sorgt netsolution mit der Seite schon seit längerem “für Ärger, Verdruss und Beschwerden bei Verbrauchern”. Die Firma verschicke nämlich zig-tausende Rechnungen für angeblich abgeschlossene, kostenpflichtige Mitgliedschaften. Um an Opfer zu kommen, arbeiteten die Betreiber dabei “mit dubiosen technischen Tricks”. Auch ombudsmann.de, eine neutrale und unabhängige Schlichtungsstelle für Streitigkeiten über Internet-Käufe, ist das Unternehmen schon unangenehm aufgefallen. Einen Teil der negativen Presse wird trotzdem meinNachbar-Initiator Heine abbekommen – nicht nur, weil er bei der Denic weiter als Besitzer der Domain registriert ist. Der Änderungsantrag sei aber schon gestellt, sagt er. Weitere Leidtragende dieser unangenehmen Geschichte sind die Nutzer von meinNachbar, die die Veränderungen nicht wahrnehmen. Der Rat von Computerbetrug.de ist eindeutig: “Wer keine Lust hat, für seine Mitgliedschaft bei meinnachbar.net plötzlich eine hohe Rechnung zu bekommen, sollte also schnellstmöglich sein Profil dort löschen”. Dem ist nichts hinzuzufügen.

Artikel zum Thema
* meinNachbar stellt die Nachbarn vor

Alexander Hüsing, Chefredakteur von deutsche-startups.de, arbeitet seit 1996 als Journalist. Während des New Economy-Booms volontierte er beim Branchendienst kressreport. Schon in dieser Zeit beschäftigte er sich mit jungen, aufstrebenden Internet-Start-ups. 2007 startete er deutsche-startups.de.



  1. Michael

    Ich frage mich, ob Herr Heine nicht wenigstens die Möglichkeit gehabt hätte, die Nutzer über den Inhaberwechsel zu informieren?!



  2. horsten hotter

    das stinkt doch von vorn bis hinten.
    allerdings glaube ich kaum, dass diese AGB änderung rechtlichen bestand haben wird. imho muss der zugang der neuen AGB bewiesen werden können, ausserdem dürfe das doch stark gegen die Preistransparenz verstoßen.



  3. Roy

    Ich bin mir nicht so ganz sicher, ob hierbei die deutschen Gesetze eingehalten werden.

    Grundsätzlich muss man den AGB erst einmal zustimmen. Blöd natürlich, wenn man klickt ohne zu lesen. Und das werden sehr viele machen.

    Jedoch ist der schriftliche Widerruf (per Brief) eine streitige Sache. Denn man kann ein Unternehmen grundsätzlich nach freier Wahl auf den Wegen kontaktieren, wie es Kontaktmöglichkeiten bietet. Anders bei Privaten. Ein Widerruf per Email müsste also auch drin sein.

    Ebenso erscheint mir die Vertragsverlängerung auf zwei Jahre als absolut unverhältnismäßig. Bei Mobilverträgen ist dies gerade nur deshalb möglich, weil die Subventionierung des Telefons auf 2 Jahre läuft, also nichts anderes als eine Art Ratenkauf besteht. Dies ist schon daran zu sehen, dass sich Mobilfunkverträge im übrigen nur um 1 Jahr verlängern, ausser man bekommt irgendetwas vom Anbieter. Dies ist eindeutige Rechtssprechung.

    Im vorliegenden Fall halte ich die 2 Jahre daher für gesetzeswidrig, da nicht nur nicht kausal sondern auch unverhältnismäßig. Jeder der auf die Abzocke hereinfällt sollte sich daher an einen Anwalt wenden.

    Ich denke dieser wird im Detail noch mehr finden.

  4. Aber optisch seeeehr seriös aufgemachte Seite! Hut ab!



  5. wigger

    wieso nicht nochn paar mehr..mehr oder weniger erfolgreiche startups kaufen…und so verheizen, das rechnet sich sicherlich. der investor will geld sehen, wie ist ihm jetzt scheinbar egal. Zumindest mal eine neue Exitstrategie.



  6. Michael

    Außerdem frage ich mich, welcher Investor einen Exit nach schätzungsweise 10 Monaten Investment über sicherlich deutlich(!) weniger als 85 Millionen Euro realisieren will, wenn die Community doch scheinbar so wunderbar gelaufen ist?!!



  7. Tim

    Schuat mal wem die netsolution FZE in Dubai gehört… Überraschung, Überraschung! ;-)



  8. Michael

    @wigger, 2 Dumme ein Gedanke ;-)



  9. Michael

    Scheinbar besteht auch für diejenigen, die die ABG-Änderung “blind” akzeptieren, zumindest noch ein kleines Bisschen Hoffnung:

    Auszug eines Threads (http://board.protecus.de/t31681.htm)

    ——————
    Sehr geehrter Herr Wittfeld,

    Wir bedauern, dass Sie nicht länger Mitglied bei uns sein möchten. Jedoch
    respektieren wir Ihre Entscheidung.

    Wir bestätigen Ihnen hiermit, dass das zustande gekommene Vertragsverhältnis
    zwischen Ihnen und myneighbours nach Ablauf einer 24-monatigen
    Vertragslaufzeit beendet wird.

    Sollten Sie sich dennoch wieder um entscheiden, teilen Sie uns dies bitte mit.

    Mit freundlichen Grüßen

    Ihr Supportteam

    Beauftragtes Servicecenter Europe:
    Servicecenter/netsolution
    Via Vorame 98
    6612 Ascona
    Switzerland

    Netsolution FZE
    Twin Towers Rm 217
    Baniyas Road ,
    Dubai – United Arab Emirates
    P.O. Box: 4404

    Faxnummer: +423 662 901 808

    _________________________________________
    Sehr geehrte Damen und Herren,

    Wir bitten Sie uns eine schriftliche Kündigung per Post zukommen lassen.
    Sobald wir Ihre Kündigung bearbeitet haben, werden wir Sie umgehend in
    Kentniss setzen.

    Mit freundlichen Grüßen

    Ihr Supportteam

    Beauftragtes Servicecenter Europe:
    Servicecenter/netsolution
    Via Vorame 98
    6612 Ascona
    Switzerland

    Netsolution FZE
    Twin Towers Rm 217
    Baniyas Road ,
    Dubai – United Arab Emirates
    P.O. Box: 4404

    Faxnummer: +423 662 901 808

    ——————



  10. Michael

    Allerdings ist nicht erkenntlich, was im Endeffekt aus der Kündigung wurde. Ehrlich gesagt glaube ich nicht, dass man den/diejenige vor den 2 Jahren “entlassen” hat…



  11. Peng

    also ich finde ja, dass sich möglichst viele leute von hier einfach mal anmelden sollten, sich ne rechnung einfangen und dann mal abwarten was passiert.. solche abzockmodelle schaden ALLEN startups, die seriös operieren… ich würde dann auch 10€ für die finanzierung des präzendenzfalles spenden, wenn das noch ein paar leute hier machen würden, könnte man einfach mal proaktiv den leuten das handwerk legen.. indem man es dann auch noch mit ein bisschen presse aufbauscht.. und von deutsche startups das auch noch weiter begleitet wird..



  12. mike

    “sollte also schnellstmöglich sein Profil dort löschen”

    WO DENN? ES GEHT NICHT!



  13. Peng

    krass..bin ich zu blöd oder haben die die registrierungsmöglichkeit abgestellt? sodass sich neue mitglieder nicht registrieren können um alte zu warnen`?

  14. Definitiv eine Geschichte zum Totlachen! :-D



  15. Tim

    Ja, die Möglichkeit zur Neuregistrierung ist ausgeschaltet. Das nenne ich mal geschickt gemacht… (im negativem Sinne ;-) )

  16. Pingback: Kurzmitteilungen - Guut, Luupo, StudiVZ, meinnachbar, AD | Webregard - Watch the Web



  17. Karsten

    Abzock-Experten eben. Sie kappen jegliche Informationsmöglichkeit nach aussen.

    In dem Fall hätte ich fast Sypmathie für einen Hacker, der alle Nutzer in einem riesigen Banner auf meinnachbar.net darauf aufmerksam macht. :-D

  18. Wenn die Abzocke erstmal richtig los geht und DS mit dem Post hier bei Google auf Platz 1 ist, wird hier der richtige Kommentar “Spam” los gehen von Leuten, die abgezockt wurden :) Alexander, der Google Traffic kooooommt :D

  19. @ Philipp

    Google-Traffic ist nicht der Grund, warum ich diesen Artikel geschrieben habe. Viel lieber wäre mir, wenn viele Leute durch diesen Artikel von der Änderung der Geschäftsbedingungen bei meinnachbar erfahren.

  20. Pingback: Dann klappt es auch mit dem Nachbarn …. » Weggehört

  21. Pingback: Community meinNachbar zeigt ihr wahres Gesicht » Beitrag » zweinull.cc

  22. ach je, ich hatte schon diverse blogbeiträge über spam von meinnachbar.net und spam / dubiose registrierungsmechanismen bei nachbarschaft24.net geschrieben, aber dann doch nie veröffentlicht. da gibts einiges zu erzählen. ziemlich unverschämte abzocke. :(

  23. Hallo Herr Hüsing,

    genau das hab ich mir auch gedacht und bereits auf meiner Plattform eine Info darüber platziert.

    Gruss
    Coskun Tuna



  24. rob

    oh je da scheint es schon einige betroffene zugeben .. bei google kommen viele ergebnisse mit warnhinweisen



  25. ToB

    Hi,
    ich kenne die Mail von denen nicht, aber eine “versteckte Gebühr” in den AGBs ist so oder so nicht zulässig.
    Auch wenn man AGBs abklicken muss, in denen steht, dass der Dienst etwas kostet, diese Kosten bei der Anmeldung aber nicht klar ersichtlich sind, sind diese nicht zulässig.

    Weitergedacht kann ich mir dann nicht vorstellen, dass man Gebühren zahlen muss, nachdem man sich kostenlos irgendwo angemeldet hat und diese dann nachträglich eingeführt werden – zumindest solange man nicht etwas neues anklickt, und man damit die Gebühren bestätigt.

    Aber andererseits gibt es sicher immer Leute, die Angst bekommen und dann lieber zahlen, was natürlich nicht so schön ist.



  26. Eugen

    Ich sehe schon das BIZZ Fass ohne Boden :-)



  27. Peng

    Ist denn hier jemand da angemeldet? Das wäre ja ein Eintrittspunkt.. dann kann man Leute darüber anschreiben… vielleicht kann man auch ein Script drüberjagen, das das macht..



  28. Maik

    Das ist echt armseelig und belastet auch alle anderen fairen Communities.

    Rechtlich ist die Sachlage aber sehr einfach. Einfach nicht bezahlen.

    1. Versößt die Seite damit gegen geltendes Deutsches Recht.
    2. Müsste er erstmal klagen und das bei sehr vielen Nutzern, die mit Sicherheit nicht zahlen werden. Und den Prozess würde er zu 99% verlieren.

    Aber ein paar “Dumme” gibts immer.



  29. Kai

    Sehr amuesante Geschichte! Gruss nach Dubai

  30. Pingback: Mein Nachbar - | Businessplan



  31. Cheater

    @Tim, wem gehört netsolution FZE denn nun? Peter Jones, Barbara Fischer, usw.? Sagt mir erstmal nix.



  32. game blogs


  33. Peter Pan

    das kann gut sein, dass herr heine dem investor zu viel rechte eingeräumt hat. wenn man sich nicht auskennt, kann man da im eifer des gefechts leicht über den tisch gezogen werden. in dem fall hoffe ich, dass an herrn heine nichts kleben bleibt. denn die übernahme hat schon ein besonderes geschmäckle. bei dieser firma handelt es sich wohl um eine briefkastenfirma, wie man sich verschiedenorts zusammenreimen kann – mit wem haben denn die leute damals bei der übernahme verhandelt?

  34. Pingback: meinnachbar.net: Ohne Zustimmung keine Zahlungspflicht | Augsblog.de



  35. Majanka

    Ich bin (noch) Mitglied bei meinNachbar.net und habe nach Erhalt der neuen AGBs im Forum einen Mordswirbel gemacht, um möglichst viele zu warnen. Dabei haben viele geholfen, aber sicher haben wir nicht alle warnen können. Mittlerweile ist seit heute der Zugang zu allen Gruppen gesperrt, d.h. man keine Infos mehr geben.
    Jetzt warte ich nur noch darauf, dass auch mein Profil gesperrt wird. Wer sich allerdings dieses Profil ansieht, wird darin einen Warnhinweis finden. Das haben die vom Support noch gar nicht gemerkt.



  36. Mark

    Ihr glaubt doch wohl die Story nicht, die Herr Heine erzählt.

    Er verucht sich auszureden.

    Ihr könnt euch ganz sicher sein, dass die Firma nicht verkauft wurde.

    Die Firma ist sehr wahrscheinlich immer noch im Besitz des Gründers.

    Er hat lediglich eine Briefkastenfirma in Dubai online angemeldet, um sich auszureden.

    Solche Briefkastenfirmen kann man online in 10 Minuten anmelden, ob Dubai, Malta oder irgendwelche Inseln. Ich kenne das System.

    Glaub daher dem Herrn Heine nicht.

    Er hat alles genau geplant.

    Er wußte, dass er rechtlicher Ärger bekommt, daher hat er den Firmensitz ins Ausland verlegt.

    Rechtlich ändert sich aber dadurch nichts, da hier immer noch das gute Deutsche Rechtssystem maßgebend ist, unabhängig vom Sitz des Unternehmens.

    Herr Heine versucht nur sein Name zu decken.

    Es ist eine große Schande zu behaupten, er könnte nichts dagegen tun.



  37. Cheater

    @Mark, hast Du für die Behauptung auch Beweise? Das würde ja bedeuten, er steckt auch hinter nachbarschaft24.net, da das ja von der gleichen dubiosen Dubai-Firma betrieben wird. Aber dafür braucht man Beweise.

    Unabhängig davon wäre es für seinen guten Ruf ratsam, wenn Herr Heine den Verkauf etwas transparenter macht. Mit wem hat er verhandelt?

  38. Hui, das wird vor allem wieder für die anderen Communities bitter, die durch solche Geschichten in “Sippenhaft” genommen werden, weil die User denken, sie werden überall in eine Kostenfalle gelockt.

    Viele Grüße vom Wannsee,

    Sebastian



  39. Karsten

    Wenn das wirklich so durchgezogen wird, dann wird der Fall im Januar in 2 oder 3 Reportage-Magazinen im Fernsehen zu sehen sein.
    Das wäre ein großer Schaden für die gesamte Szene, wenn in der Öffentlichkeit stehen bleiben würde, dass diese modernen Internetportale gefährlich sein können, wenn man sich nicht genau auskennt.

    Aber es ist ja noch Zeit zu handeln. Wenn jemand bis Ende des Jahres eine Lösung kennt, diesen Raubzug zu unterbinden, könnte die ganze Geschichte sogar einen positiven PR-Effekt haben.



  40. Pass

    Gibts unter Euch keinen Weissen Ritter, der diesen Bullshit mit einer gehörigen DoS-Walze lahmlegen kann? Das gäbe den Herrn in Dubai eine angemessene physische Impression von der Stimmung in Deutschland;-)



  41. Mark

    @Pass
    Der Herr ist garnichts in Dubai, sondern sitzt in Leverkussen :-) und lacht sich über euch kaputt



  42. CorporateServices

    “Solche Briefkastenfirmen kann man online in 10 Minuten anmelden, ob Dubai, Malta oder irgendwelche Inseln.”

    … Nicht ganz. Man sollte nicht alles glauben was man auf jeder stumpfen Seite so liest. Firmengründungen sind doch auch in diverseren Inselstaaten nichts, was Otto-Normal-Surfer mal eben im Browser zusammenklickt. Das erfordert einen spezielle Dienstleister. Es gibt zwar Möglichkeiten, Firmen binnen Sekunden elektronisch zu gründen, z.B. auf Anguilla mit ACORN System (powered by the UK^^), aber das NUR von AUTHORISIERTEN, DUE DILLIGENCE GEPRÜFTEN, Service Providern. In Dubai widerum ist das noch was ganz anderes.

    Trotzdem ist es natürlich möglich, dass der Gründer selbst sein Unternehmen auf eine Auslandsstruktur übertragen hat.

  43. !!ACHTUNG!!! — Was hilft gegen Betrüger? Man schlägt Sie mit Ihren eigenen Waffen…. Also man stelle sich einfach mal vor aus besonders merkwürdigen Gründen werden zum Beispiel ganz viele Anwälte, die im Telefonbuch zu finden sind, dort angemeldet… Dann finden es die Anwälte mit Sicherheit nicht so spaßig, wenn Sie eine Rechnung von nachbarschaft24.net bekommen.. die sind nämlich noch offen…. Also: alle mal ran ans Werk!



  44. Roy

    @ Peter, Nr. 38. Eine sehr altruistische Denkweise. Das wird leider nicht funktionieren. Immerhin gibt es auch immer noch eine IP Adresse.

    Das stellt dann das Handeln unter fremden Namen dar. ebenso leicht heruaszubekommen.

    Bringt mehr Probleme als Lösungen.

    ALso besser nicht zu so einem Unfug aufrufen :-))

  45. die IP Adresse ist zwar leicht rauszubekommen, allerdings geben die Provider die nicht so leicht heraus… 1. nicht an den Anwalt und 2. erst recht nicht an die Betrügerfirma.. da müsste sich erst das Gericht und der Staatsanwalt einschalten.. die kümmern sich dann aber nicht um falsch eingegebene Daten sondern um diese dubiose Firma…

    und außerdem, lieber Roy, gibt es auch anonymizer… also…. Sätze wie “das bringt mehr Probleme als Lösungen” sind eben nur Ausreden…



  46. Lars

    Bei Xing findet man im Profil des Gründers keine Hinweise mehr auf seine jüngste berufliche Vergangenheit.

    Anmerkung: Den Rest des Kommentars habe ich entfernt, weil er im Grunde ein Aufruf zu Verleumdung und Rufmord war. Sorry, aber letztendlich werden wir eventuell für solche Sachen haftbar gemacht – Alexander

  47. Ich habe vor einiger Zeit auch von meinnachbar.net eine E-Mail bekommen mit dem Subject “Alex möchte dich zu deinen Nachbarn hinzufügen”. Hier habe ich noch einen Screenshot: http://www.flickr.com/photos/paulinepauline/2119445197/
    Zum einen ging die Mail an eine E-Mail-Adresse, die ich schon sehr lange nicht mehr benutze. Zum anderen ist das Ding auch noch als Newsletter gekennzeichnet, den ich nie abonniert habe. Einen Alex kenne ich auch nicht. Und einen Buddy namens Alex hatte ich nach dem Registrieren ebenfalls nicht. Demensprechend würde ich diese Mail als Spam bezeichnen.

    Der Meinnachbar-Support konnte mir bis heute nicht erklären, wer genau mich da eingeladen hat. Die Aussage von Meinnachbar war “Wir können das nicht mehr nachvollziehen, weil sich so viele User angemeldet haben.” Spam an gekaufte Adressen haben sie natürlich auch nicht verschickt! ;)



  48. Marco A.

    Das wars wohl mit meinnachbar.net. Die machen sich durch die Aktion eh kaputt. Trotzdem werden Sie davor nochmals ein wenig kassieren.

  49. danke für den Artikel und die Aufklärung. Bin gespannt wie sich das wohl weiter entwickelt.



  50. Ute

    Ok – Ich bin wohl schon im “fortgeschrittenen Modus”, mit diesen Herrschaften. Geht ja schon über einige Wochen!

    Habe mittlerweile eine Menge Screenshots, was da so alles passierte.

    Werde alle Screens im Blog veröffentlichen, incl aller Schreiben, welche an mich adressiert sind. Diese Schreiben, sind zu vergleichen mit “Drohbriefen”…

    Und wie die “raffinierte Einladungsmasche” bei denen begann, erkläre ich auch noch ausführlich…

  51. Ich kann mir ehrlich gesagt auch nicht vorstellen, dass man die Gebühren zahlen muss. Bei allen anderen Plattformen muss man doch immer ein Häkchen aktivieren, wenn neue AGB’s vorhanden sind, ansonsten wird man autom. gelöscht. Was ist zum Beispiel, wenn die Mail im Spamfilter gelandet wäre, daher muss doch der “Opt-In” mit dem Häkchen stattfinden, oder nicht?



  52. Tsching

    DAS WARS? Hakt der gute Herr Hüsing zum wohle aller Internetstartups jetzt da nicht mal nach? Investigativjournalismus wäre hier mal angebracht und würde den blog mal auf sowas wie ein journalistisches Niveau bringen. Flug nach Dubai buchen, Recherchen betreibe, nach Leverkusen fahren, den guten Herrn mal befragen, zu einer Auklärung drängen… das kann doch nicht einfach so begraben werden und die armen Leutchen die sich einschüchtern lassen einfach so von uns alleine gelassen werden… Hier versucht sich jemand auf Kosten aller Startups zu bereichern… !!!



  53. Karsten

    @Tsching
    Der Flug nach Dubai ist wohl überflüssig.
    Da steht man dann auch nur vor einem Briefkasten.

    Aber ansonsten gebe ich dir recht! Zumindest ein Telefonanruf in Leverkusen sollte (muss) drin sein.
    Immerhin entwickelt sich diese Seite zu dem Web 2.0-Startup-Leitmedium. Irgendwann muss man auch den nächsten Schritt gehen, um diesem Titel zu rechtfertigen.

  54. Lieber Tsching, lieber Karsten,

    wie ihr dem Artikel entnehmen könnt, habe ich in Leverkusen angerufen und mit Tobias Heine gesprochen. Seine Sicht der Dinge wird im Artikel lang und breit dargelegt. Selbstverständlich ist damit die Sache nicht zu den Akten gelegt und ich bleibe am Ball.



  55. Tsching

    @Alexander

    Wenn ich beim Wolf angerufen hätte, hätte er auch versichert, dass Rotkäppchen von reichen Scheichs adoptiert worden wäre und deshalb nicht mehr zu finden ist.. Der gute Herr könnte ja mal eine entpersonalisierte beglaubigte Kopie des Kaufvertrages vorlegen. Oder zumindest eine eidesstattliche Versicherung abgeben, dass er direkt oder indirekt nichts mehr mit den aktuellen Geschäften zu tun hat.



  56. Tsching

    @Alexander.

    Und ja. Vielleicht stehst Du vor einem Briefkasten, aber Du könntest noch beim Vermieter der Briefkästen nachhaken und der dortigen Handelskammer. Ich mein, das wäre mal ein Einsatz..



  57. Tsching

    Das wäre auch ein Einsatz, der vielleicht konventionelle Medien darauf lenkt sodass die normalen Leute auch eine Chance haben, das zu lesen..



  58. Tsching

    Abzocke! Meinnachbar entwickelt sich zum bösen Wolf. – Sowas sollte die Schlagzeile sein. Wenn jemand solch ein Spielchen spielt, ist das Betrug.



  59. Kai

    Man!!!! Kann bitte jemand diese Deppen aus Dubai verklagen? Ich habe mich dort nie angemeldet und die sollten auch keine Emailadresse von mir haben. Dennoch habe ich heute schon wieder Spam von denen erhalten: (Nachbar-kick.com verweist auf nachbarschaft24.net)

    Was fuer laecherliche Abzocker!!!

    —————-

    Sehr geehrter Nutzer der eMail: xxxx@web.de,

    wir haben dich in den letzten Tagen mehrfach an die Einladung und einer ungelesenen Nachricht von “Sandra” aus deiner Nachbarschaft oder Freundeskreis informiert.

    ### Leider hast du dich, trotz der Einladung noch nicht bei uns registriert ###

    Hol jetzt die Anmeldung schnell in nur einer Minute nach!

    Wir haben bereits 14 weitere Nachbarn in deiner nähreren Umgebung gefunden!


    Dies ist eine automatisch erzeugte Errinnerung an den Nutzer der
    eMail: xxxx@web.de.



  60. renitent

    …allzu lang dürften sich die miesen abzocker von nachbarschaft24.net nicht mehr halten. sollte die info richtig sein dann ist http://www.ip69.de der webhoster und die legen wie man mir in einem äusserst freundlich geführtem gespräch mitteilte wert darauf das sich ihre kunden an gewisse spielregeln zu halten haben. das nachbarschaft24.net sich an keine regeln hält lässt sich leicht untermauern. die angebliche fax nummer im impressum entpuppt sich als lichtensteiner mobilfunknummer die natürlich wie sollte es auch anders sein zur zeit nicht erreichbar ist. somit wäre eine kündigung per fax überhaupt nicht möglich. ein existierendes postfach für beschwerden etc, oder ein austragelink in der mail sucht man vergeblich warum auch man bietet ja keine dienstleistung an es geht hier ausschließlich darum leute auf gemein dreister art abzuzocken.



  61. Kelvin

    Den Blogeintrag von denen finde ich richtig zutreffend:

    “Wir freuen uns allen Usern mitteilen zu können, dass wir, die netsolution FZE, das Projekt meinNachbar.net zum 01.12.2007 übernommen haben und die Community zukünftig stark erweitern und ausbauen werden.

    Das gesamte, neue meinNachbar.net – Team freut sich auf diese Aufgabe :-)

    Wie alles auf dieser Welt wird sich auch meinNachbar.net verändern.:-) :-) :-) Das „alte“ meinNachbar.net wird von uns einen neuen Anstrich bekommen.” :-) :-) :-)



  62. franny

    “Wir können das nicht mehr nachvollziehen, weil sich so viele User angemeldet haben.” Spam an gekaufte Adressen haben sie natürlich auch nicht verschickt!

    -> hab von denen inzwischen auch schon mindestens 50 Spam-mails bekommen… hatte nie was mit dem Laden zu tun… zum Glück hat gmx die inzwischen auch auf der “schwarzen liste”…

  63. Pingback: Kasi-Blog » Blog Archive » MeinNachbar.net suddenly costs money

  64. Pingback: Startup-Barometer 12/2007 :: deutsche-startups.de

  65. Pingback: Das war Web 2.0 im Jahr 2007 | Online Heute Magazin

  66. Pingback: meinnachbar.net Betrug / Abo Abzocke - Security Forum

  67. Pingback: Das war Web 2.0 im Jahr 2007 | Österreich News



  68. Nici

    hallo…. mir wurde heut ein brief der schuldnerberatung zugesandt, ich soll doch bitte für die nutzung von meinnachbar.de etwa 100 ezro bezahlen. leider kann ich mich nicht erinnern, je kontakt mit dieser seite oder community gehabt zu haben!!! jetzt weis ich nicht, was ich machen soll! wenn ich das geld nicht bezahle, was passiert dann? oder kann ich einfach anzeige erstatten bzw vor gericht gehen?

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