Die Idee ist nicht neu, ähnliche Versuche gab es offline schon häufiger – durchgesetzt hat sich davon bislang keine richtig. Nun starten die Gründer Dimitry Ivanov und Olexandr Zolotaryov eine neue Offensive und wollen mit dem Claim “You stick – we care” eine – allerdings kostenpflichtige – Online-Alternative zum Fundbüro werden. Auf StikCares (www.stikcares.eu) gibt es Aufkleber mit einer ID-Nummer zu kaufen. “Die können auf alle tragbaren Wertgegenstände geklebt werden”, sagt Zolotaryov und meint damit unter anderem Kameras, Notebooks und Handys. “Ausgenommen sind allerdings Pässe oder Kreditkarten – das ist kein persönliches Eigentum.”
Jede ID-Nummer wird nach einer einmaligen Registrierung online aktiviert und mit entsprechenden Informationen zum Gegenstand versehen. Der Finder wiederum meldet den Fund ebenfalls online und kostenfrei auf einer dafür eingerichteten Hotline, die auf dem auf dem Aufkleber notiert ist. “Wir informieren den Eigentümer über den Fund und organisieren den Rückversand”, verspricht Zolotaryov und erhebt für diesen Dienst eine Pauschale von zehn Euro.
Zaghafte Werbemaßnahmen geplant
Das bislang eigenfinanzierte Projekt wird auf massiv Werbung setzen müssen, um das Online-Fundbüro in der öffentlichen Wahrnehmung bekannt zu machen. Bislang sind aber nur zaghafte Versuche in der Mache. So setzen die Gründer erst einmal auf Mundpropaganda und Offline-Präsenz in München. “Wir wollen Aufkleber verteilen”, sagt Zolotaryov. Die bislang 130 registrieren User werden nicht ausreichen, um dem Fundbüro ernsthaft den Rang abzulaufen.


Fragen










Kommentare
… wie Du schon schreibst, wird es schwierig a) diesen Dienst bekannt zu machen (u. a. auch, weil ich mich mit Fundbüro`s nur beschäftige, wenn es gerade mal notwendig ist, also “viral” is hier nicht…) und b) werden auch offline kaum noch “Kameras, Notebooks, Handy`s” im Fundbüro abgegeben. VG, René
Kommentar von Gründernet 04. Dezember 2007 @ 13:09bitte? wer klebt denn auf alle seine gegenstände irgendwelche aufkleber? also wenn sich das etabliert, ess ich nen besen :-)
Kommentar von gerald 04. Dezember 2007 @ 13:18Auch wenn die Idee nicht neu ist, so ist das immer noch eine der besten, die hier in den letzten Wochen vorgestellt wurden.
Mir fallen auf Anhieb einige Dinge ein (gerade, wenn man Sport macht), auf die solche Aufkleber passen, und trotzdem nicht stören.
Natürlich muss das Ding erstmal bekannt sein, aber in dem Moment, wo Sachen verloren werden und ehrliche Finder stikcares.eu aufrufen, ist es schon minimal +1 bekannter.
Kommentar von Jan 04. Dezember 2007 @ 14:22… die ewige Sucherei und Rennerei in das Fundbüro nervt + man darf doch hoffen, dass es noch ehrliche Finder gibt. Ich drücke die Daumen für die Jungs und werde das mal ausprobieren.
Sabine
Kommentar von Sabine 04. Dezember 2007 @ 14:27Die Idee ist sehr gut, sollte aber besser noch was überarbeitet werden. Zum Beispiel könnte man die Unpraktischen Aufkleber besser durch einen simplen Chip ersetzen, der auch unauffällig versteckt werden könnte.
Kommentar von Anonymous 04. Dezember 2007 @ 14:44Chip=unheimlicher Mehraufwand, sowohl in Sachen Kosten als auch bzgl. der Abwicklung/Logistik/Technik.
Ich frage mich jedoch: sind die Aufkleber überhaupt nötig? Wäre es nicht einfacher/praktikabler, wenn der Finder eine detaillierte Beschreibung des Gegenstandes ins System eingibt (anhand vorgegebener Variablen) und das System passende “Verloren-Meldungen” ermittelt?
Kommentar von Michael 04. Dezember 2007 @ 15:17Wobei, zugegebenermaßen, die Sticker-Variante (theoretisch) eine 100%ige Genauigkeit liefert.
Bleibt nur die Frage: will ich einen Aufkleber auf meinem/r Handy/Tennisschläger/Brille?
Eigentlich eine nette Idee, allerdings könnte ich doch einfach auf einen Gegenstand einen selbst gebastelten Aufkleber draufmachen, anstatt diese teuer bei StrikeCares zu bestellen…
Allerdings erhält man durch die Aufklebern eine Verlustgarantie… ich vermute dass hier das Konzept ansetzt, da sie wohl vorhaben in großem Stiel diese Versicherung zu vertreiben. Das mit den Stickern ist nur eine zusätzliches Feature, um dem Ganzen etwas Gestalt/Funfaktor zu geben.
Kommentar von constantn 04. Dezember 2007 @ 15:55und der aufkleber müsste ja noch so groß sein, dass der finder weiß, dass der nicht ab werk dort drauf gehört und weiß, was er jetzt bitte zu tun hat.
von der idee wohl sehr nett (vor allem wenn man gerade in der lage ist) .. aber am ende ists immer noch besser, auf seine 7 sachen aufzupassen.
Kommentar von gerald 04. Dezember 2007 @ 16:04Ohje, mit Aufkleber verteilen als Werbemaßnahme kommt man heutzutage ja nicht mehr sehr weit.
Kommentar von Kahuki 04. Dezember 2007 @ 17:38@Kahuki: Das ist wohl auch eher überhaupt nicht das Konzept von stikcares
Kommentar von Michael 04. Dezember 2007 @ 17:47Wie wärs wenn man gleich seine Handynr. draufschreibt?
Kommentar von Peter R. 04. Dezember 2007 @ 22:49@peter:
Kommentar von Constantin 05. Dezember 2007 @ 09:17Ich denke auch: die Aufkleber bieten eigentlich keinen Mehrwert im Gegensatz zum selbst gemachten Zettelchen mit der eMail oder Telefonnummer. Aber wie ich schon geschrieben habe: mit den Aufklebern bekommst du einen 2-jährigen Verlustschutz. Demnach verdienen die Jungs vermutlich an der Provision für diese Versicherung.
was soll bitte ein 2-jähriger Verlustschutz sein? das ist doch nur marketing-blabla… oder heißt das, ich kann für 7,50 2 jahre lang mein laptop versichern und wenn ich ihn zufälligerweiße dann verliere, bekomme ich das geld wieder? :D da habt ihr glaube ich was falsch verstanden…
Kommentar von Tobias Steinbrecher 05. Dezember 2007 @ 09:59@tobias:
Kommentar von constantn 05. Dezember 2007 @ 10:34Also marketing-BlaBla ist das wohl nicht, da dann die erste Abmahnung nicht mehr weit wäre. Allerdings bis zu welchem Betrag das Produkt versichert ist kann ich ohne mich anzumelden nicht erkennen. Außerdem: warum sollte ich denn sonst 7,50 € für einen läppischen Aufkleber ohne Mehrwert bezahlen??
Es ist keine Versicherung!
Allerdings ist das Konzept alles andere als neu… die Geschichte ist in USA mit stuffbak und trackitback usw. schon recht erfolgreich.
Diese “Innovation” ist bzgl. “Make or Copy” wohl eher als schlechte Kopie zu betrachten.
In diesem Geschäftsbereich sind auch schon zwei weitere Portale am Start: numigo.com und http://www.befairy.com
- Letzteres ist eine sehr spannende Sache, da die auch eine kostenlose Dienstleistung für entlaufene Tiere anbieten, welche mit ISO-Transpondern/Tätowierung oder Beringung gekennzeichnet sind. Zudem bieten die ein breites Portefolio an Sicherheitsmarken an.
Gruß aus Leipzig
Kommentar von Herbert 26. April 2008 @ 06:42Herbert
es wird sich zeigen, ob sich solche Ideen am Markt durchsetzen. Wobei man sich jedoch bei http://www.numigo.com kostenlos registrieren und Etiketten ausdrucken kann, das bieten die anderen Anbieter nicht.
Kommentar von Lucy 20. Mai 2008 @ 17:12@herbert:
komisch ist nur bei befairy, daß schon so viele Erfolgsgeschichten auf der Website zu lesen sind, obwohl man noch gar keine Sicherheitsmarken kaufen kann….
Kommentar von Lucy 30. Mai 2008 @ 15:14@lucy:
Vielen Dank für deinen Kommentar. Ich habe mir die drei Anbieter mal recht genau unter die Lupe genommen: numigo und befairy machen da einen sehr guten Eindruck.
Bei befairy habe ich mich registriert und meine Haustiere gespeichert. Die haben schon eine Kennzeichnung (Tätowierung und Chip) und dann brauche ich keine Etiketten oder sonst was!
Die Registrierung ist ebenfalls kostenlos.
Die Erfolgsgeschichten sehe ich als Werbung und finde ich ganz nett gemacht. Insgesamt gefällt mir die Seite. Ich warte nur drauf, dass der Shop endlich öffnet und man die Produkte sehen bzw. erwerben kann.
Bei numigo hatte ich an unterschiedlichen Stellen ein schlechtes Gefühl. Mir erscheint die Sache weniger professionell bzw. an einigen Stellen definitiv unprofessionell.
Aber auch ich bin gespannt, was aus den drei Anbietern wohl werden wird. Ich empfinde es auf jeden Fall als eine interessante Dienstleistung, die es so noch nicht in Deutschland gab.
Gruß
Kommentar von Herbert 03. Juni 2008 @ 18:47Herbert
@herbert
Ja, ich finde es auch interessant, daß es diese Dienstleistung bislang in Deutschland noch nicht in der Form wie in den USA gibt. Wirklich spannend, ob sich das Konzept durchsetzen wird.
Ich finde jedoch schon, daß Numigo professionell ist. Ich habe dort Etiketten bestellt und einen guten Eindruck hinsichtlich der Abwicklung bekommen. Auch auf eine email-Frage von mir wurde prompt und sehr freundlich geantwortet.
Grüße
Kommentar von Lucy 11. Juni 2008 @ 14:28Lucy
ich war eine der ersten kunden bei stikcares und muss sagen, die jungs haben das konzept ordentlich durchdacht und bieten sehr guten service an. die steuerung auf der seite ist sehr einfach und intuitiv,
keine werbung, kein glitzer – lobenswert!
die 2 anderen dienste haben kein solches angebot:
- bei numigo kauft man zwar günstig etiketten, muss man aber nach dem verlust selbst sich mit finder in verbindung setzen
- bei befairy funktioniert noch gar nicht, obwohl bereits so viele erfolge gemeldet wurden – echt irreal und sehr unseriös. ich werde dieser firma keine meiner sachen anvertrauen.
Sabine
Kommentar von Sabine 24. Juni 2008 @ 12:13hey, mir gefällt auch persönlich besser das erscheinungsbild von http://www.stikcares.eu
grüssle, Gerhard
Kommentar von Gerhard01 24. Juni 2008 @ 12:38Stikcares scheint ja leider tot zu sein, sehr schade!
Kommentar von Philipp Grunwald 11. März 2010 @ 05:57BeFairy sieht recht gut aus, auch wenn mir StuffBak angebotstechnisch besser gefällt. Preislich ist BeFairy schon sehr gut. Bei mir ist nur noch immer die Frage offen, welches Label am Besten für einen durchschnittlichen Finder (welcher Nationalität/Sprache auch immer!) handzuhaben ist, also v.a. bzgl. Telefonnummer, die ja international anhand der Angabe (ohne weitere Landesvorwahl, falls wie bei US-Anbietern nicht aufgedruckt!) erreichbar sein muss. Bei beiden Anbietern vermisse ich Textiletiketten, die es nur bei numingo zu geben scheint.
Ja, Stikcares hat’s wohl nicht geschafft. Bei BeFairy finde ich die Bezahlung mit Sicherheitsmarken sehr merkwürdig. Auch, daß die Gültigkeit der Labels begrenzt ist, finde ich nicht so toll. Ist mir zu unübersichtlich. Stuffbak gibt’s ja auch noch nicht in Deutschland. Eine amerikanische Hotline-Nummer nützt ja in Europa nichts. Da ist es sicherlich sinnvoller, wie bei Numigo nur eine Webadresse auf den Labels anzugeben. Es hat doch fast jeder mittlerweile einen Internetzugang. Es stimmt, nur Numigo hat Textiletiketten. Das ist schon sinnvoll für teure Kleidung. Und die Labels oder Nummern sind zeitlich unbegrenzt gültig.
Kommentar von Lucy 28. April 2010 @ 14:52