Gruner + Jahr kauft Chefkoch.de

Das Medienhaus Gruner + Jahr übernimmt nach einem Bericht des “Handelsblatt” die Rezept-Community Chefkoch.de. Weder Gruner + Jahr noch die Chefkoch.de-Macher haben den Deal bisher bestätigt. Der Kaufpreis soll bei rund acht Millionen […]

Das Medienhaus Gruner + Jahr übernimmt nach einem Bericht des “Handelsblatt” die Rezept-Community Chefkoch.de. Weder Gruner + Jahr noch die Chefkoch.de-Macher haben den Deal bisher bestätigt. Der Kaufpreis soll bei rund acht Millionen Euro liegen. Interessierte Verlage wie Burda und Axel Springer sollen angesichts dieses hohen Preises abgewinkt haben. “Das 60fache des Gewinns oder gar noch mehr zu zahlen, ist doch absurd”, zitiert das Blatt einen Branchenkenner.

Die Koch-Community Chefkoch.de existiert bereits seit 1998. Im Oktober klickten die Nutzer die riesige Rezeptsammlung laut IVW auf 4,8 Visits und 58,5 Millionen Page Impressions. Damit gehört Chefkoch.de zu den zehn größten Websites mit nutzergenerierten Inhalten im deutschsprachigen Web. Neben dem Online-Rezeptpionier Chefkoch.de buhlen unzählige andere Koch-Websites um die Gunst von Deutschlands Hobbyköchen. In letzter Zeit kamen außerdem einige neue Konkurrenten hinzu – beispielsweise starcookers. Auf der Koch-Plattform verraten Sterne-, Hauben- und TV-Köche ihre Rezepte. Das Medienhaus Burda schickte BonGusto ins Rennen. Mit der Food-Community wollen die Münchner alle kochbegeisterten Onlinern – vom Kochanfänger über Gourmet bis zum reinen Genießer – eine zweite Heimat geben.

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Alexander Hüsing, Chefredakteur von deutsche-startups.de, arbeitet seit 1996 als Journalist. Während des New Economy-Booms volontierte er beim Branchendienst kressreport. Schon in dieser Zeit beschäftigte er sich mit jungen, aufstrebenden Internet-Start-ups. 2007 startete er deutsche-startups.de.



  1. 8 Millionen

    8 Millionen zu viel für eine der größten “nutzergenerierten” Deutschen Websites? Wenn man das mal in relation zu Studivz setzt, ist das mehr als gerechtfertigt. Da lässt sich sicher besser Geld mit umsetzen, als mit Studis die sich Nachrichten verschicken. In den USA sind das Größenordnungen die alltäglich sind … Ich kann nur herzlichen Glückwunsch sagen

  2. Wow! Tolle Sache. Ich weiss noch genau, wie sie gestartet sind vor ein paar Jahren. Haben sich toll entwickelt und auch die harten Zeiten gut ueberstanden und immer schön nach und nach gewachsen. Guter Preis für alle Beteligten. Motiviert sicher auch andere Web 1.0 Überlebende, richtig durchzustarten ;-).

  3. Sehe ich ganz genauso. Chefkoch.de scheint mir eine der wenigen Web 2.0 Dienste zu sein, die richtig, richtig gut laufen und bei denen auch das Erlösmodell vollkommen offensichtlich ist. Und Gewinne werden auch bereits generiert, wirklich hochwertiger Content ist schon ohne Ende da und die Zielgruppe dürfe auch vergleichsweise vermögend sein. Glückwunsch an beide Seiten zu dem Deal! Über Burda und A. Springer kann ich in dem Fall ja wirklich nur lachen (falls die zitierte Aussage so stimmt).

  4. … die 8 Millionen sind sicher sinnvoll investiert.

    Das aktuell das Thema “Kochen” in allen Medien so boomt, hätte ich nicht gedacht, schon erstaunlich und bin mal gespannt, wieviele Koch(Internet)seiten noch an den Start gehen…

    VG, René

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  6. Nur acht Millionen für 300.000 Mitglieder – das macht keine 27 Euro pro Mitglied. Bei StudiVZ sollen es 85 Euro pro Mitglied gewesen sein. Wenn man davon ausgeht, dass man länger kocht als studiert, verwundert mich dieser geringe Preis schon. Zumal Chefkoch bereits Geld abwirft. Aber wahrscheinlich liegt es daran, dass die anderen eigene Koch-Projekte bereits am Start haben und bei StudiVZ die Möglichkeit besteht, vom großen Facebook übernommen zu werden.

  7. Endlich mal ein Buyout der meines Erachtens sinnvoll und gerechtfertig ist! Schließe mich meinen Vorrednern an: Geschäftsmodell vorhanden, Gewinnabsichten klar und vor allem realistisch. Zielgruppe besitzt (reine Spekulation) Geld und ist bereits dieses auszugeben.
    Denke 8 Mio. sind nicht zu viel – interessant wäre es zu wissen wie hoch der EBIT ist.

  8. chefkoch.de ist eine richtig gute web2.0 Anwendung! deren Qualität auch und vor allem darinnen liegt, sich weder als web2.0 zu verstehen, noch hyper angestrengt versucht über diverse blogs neuigkeiten bekanntzugeben.
    kein geplärre über iphone kompatibilität, tolle altbackene “community” features etc. etc. etc.

    die jungs haben etwas vorgemacht, was sich hier manch einer mal zu herzen nehmen sollte: die zukunft liegt nicht im labern sondern im realisieren.



  9. AlterBekannter

    Also ich muss sagen ich kenne die Jungs von Anfang an, da wir gleichen Ort sitzten und uns auch so ziemlich zur gleichen Zeit selbstständig gemacht haben. Ich habe damals die erste Software für die geschrieben um Rezepte aus Offlinequellen in Ihr System einzulesen. Ich muss sagen ich bin Stolz auf die Jungs. In den USA hätten Sie wahracheinlich mehr als das doppelte bekommen. Und neue Ideen sind ja auch schon da… ;->

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