Townster steht zum Verkauf
Die Wogen bei der lokalen Such-Plattform Townster sind nach der gescheiterten Finanzierungsrunde nicht mehr zu glätten. Anfang November wollten Thorsten Borsch, Thomas Mindnich und Gleb Tritus eigentlich von acht Business-Angels das erste Investorengeld einsammeln. Von einer siebenstelligen Bewertung ist die Rede. Tritus will sich dazu nicht äußern. Das Geld sollte unter anderem von Pixelpark-Gründer Paulus Neef und einigen allseits bekannten Business Angels kommen.
Doch es kam alles ganz anders: Mit-Gründer Mindnich machte nach Darstellung von Borsch und Tritus kurz vor Vertragsabschluss einen Rückzieher. “Ohne Angabe von Gründen”, sagt Tritus gegenüber deutsche-startups.de. Daraufhin wurde Mindnich “mit sofortiger Wirkung von seinen Pflichten entbunden”. Wie überraschend das Scheitern kam, zeigt die Tatsache, dass die Kölner noch in der vergangenen Woche Vorstellungsgespräche geführt haben. Aufgrund der aktuellen Entwicklung wurde das Team in der Zwischenzeit aber “reduziert”.
“Wir werden Townster nicht mehr weiterführen”
Die Puste für den weiteren Betrieb und Ausbau von Townster sowie eine erneute Finanzierungsrunde haben die beiden verbliebenen Geschäftsführer nun nicht mehr. Zumal Mindnich nicht nur Geschäftsführer und Gesellschafter war, sondern auch technischer Leiter von Townster. Er hat das Produkt dementsprechend konzipiert und maßgeblich entwickelt. “Wir werden Townster in der aktuellen Konstellation nicht mehr weiterführen”, sagt Tritus. Was bedeutet, dass Townster nun zum Verkauf steht. “Wir suchen jemanden, der unsere Idee würdig weiterführt.” Sicherlich keine leichte Entscheidung: Seit November des vergangenen Jahres hat Tritus gemeinsam mit seinen Mit-Gründern an Townster gearbeitet. Anfang Juli ging die lokale Such-Plattform, deren Entwicklung insgesamt einen sechsstelligen Betrag gekostet hat, online.
Grundgerüst von Townster mit seinen derzeit knapp 5.000 Mitgliedern ist ein soziales Netzwerk. Neben dem Knüpfen von Kontakten geht’s bei dem Cyber-Dienst – wie bei vergleichbaren Angbeoten – um die Bewertung von Restaurants, Clubs und Hotels. Darüber hinaus kann jeder Events ankündigen, Listen anlegen und sich in Gruppen austauschen. Ein wichtiger Punkt zur Abgrenzung von Konkurrenten ist für Tritus die Verbindung zwischen sozialem Netzwerk und lokaler Suche.
Artikel zum Thema
* Turbulenzen bei Townster
* Townster ist online
* Exklusiver Blick auf Townster
* Townster startet im Sommer
|
|
|
|
|
|
|
64 Kommentare »
15 Trackbacks »
-
ds: Townster steht zum Verkauf…
Bei deutsche startup lese ich gerade, dass Townster nach den Turbulenzen der letzten Woche nun zum Verkauf steht. Nach der anscheinend noch immer nicht begründeten Totalverweigerung von Mitgründer Thomas Mindnich wollen Gleb Tritus und Thorsten Borsch …
Trackback von Novello Group Weblog — 16. November 2007 @ 17:47
-
[...] Beitrag dazu im Townster Blog Artikel bei Deutsche Startups [...]
Pingback von » Die Akte Townster: Absturz kurz vor dem Durchbruch — 16. November 2007 @ 18:48
-
[...] (via deutsche startups) [...]
Pingback von Townster - Ende eines Startups? | readbox.blog — 16. November 2007 @ 18:50
-
[...] http://www.deutsche-startups.de/2007/11/16/townster-steht-zum-verkauf/ [...]
Pingback von *PhilBlog » Seifenoper 2.0 - Folge: Persönliche Egoshooter — 17. November 2007 @ 11:03
-
[...] und vor allem noch einmal nachtreten zu müssen. Man muss sich nur einmal die Kommentare bei Deutsche Startups oder Basic Thinking durchlesen, um zu merken, dass manche Menschen, die nicht viel Ahnung haben, [...]
Pingback von Startupblogger » Blog Archiv » Typisch “deutsch” — 18. November 2007 @ 23:26
-
[...] gibt es bei uns nicht viel Neues: Wir haben nach dem Announcement des vergangenen Freitags eine Reihe interessanter Angebote reinbekommen und werden diese Woche [...]
Pingback von About Townster » Blog Archiv » Ein Traum von Blau sucht neue Mieter — 20. November 2007 @ 14:47
-
[...] Viel Wirbel um Townster – dubios, dubios [...]
Pingback von » Schwitzen für Pagerank | seoFM - der erste deutsche PodCast für SEOs und Online-Marketer — 20. November 2007 @ 20:39
-
[...] meisten unserer Leser interessierten sich im November für das ins Trudeln geratene Startup Townster (www.townster.de). Seit Mitte November steht die lokale Such-Plattformn [...]
Pingback von Startup-Barometer 11/2007 :: deutsche-startups.de — 04. Dezember 2007 @ 08:00
-
[...] (www.townster.de). Nach einer gescheiterten Finanzierungsrunde steht die lokale Such-Plattform nun seit einer Weile zum [...]
Pingback von 2007 - Ein Blick zurück :: deutsche-startups.de — 07. Januar 2008 @ 12:27
-
[...] Investoren von ihrer Idee überzeugen. Doch es kam wie zuletzt bei Townster (www.townster.de) alles anders. Die Yieeha-Gründer waren offenbar nicht mehr auf einer Wellenlänge: [...]
Pingback von Yieeha-Gründer ziehen sich zurück :: deutsche-startups.de — 09. Januar 2008 @ 16:10
-
[...] Finanzierungsrunde samt Streitigkeiten unter den Gründern seit November des vergangenen Jahres zum Verkauf. Grundgerüst von Townster ist ein soziales Netzwerk. Neben dem Knüpfen von Kontakten geht’s bei [...]
Pingback von Ein Lebenszeichen von Townster :: deutsche-startups.de — 15. Oktober 2008 @ 08:58
-
[...] das Team in der alten Konstellation nicht weiter bestehen würde. Diese Nachricht hat damals die Webwelt und auch mich überraschend [...]
Pingback von axel-ratzer.de » Blog Archive » Townster steht zum Verkauf — 16. Oktober 2008 @ 00:11
-
[...] Finanzierungsrunde samt Streitigkeiten unter den Gründern seit November des vergangenen Jahres zum Verkauf. Grundgerüst von Townster ist ein soziales Netzwerk. Neben dem Knüpfen von Kontakten geht’s bei [...]
Pingback von Townster wird versteigert :: deutsche-startups.de — 16. Oktober 2008 @ 12:54
-
[...] Finanzierungsrunde samt Streitigkeiten unter den Gründern seit November des vergangenen Jahres zum Verkauf. Die Verhandlungen kamen zu keinem Abschluss, weil die potenziellen Käufer immer auch das [...]
Pingback von Townster für 37.827 Euro versteigert :: deutsche-startups.de — 24. Oktober 2008 @ 18:31
-
[...] InvestorenKapital, deutscheStartups, Dynamicdrive, [...]
Pingback von Der Aufstieg und Fall eines Startups – JAOOD — 25. Oktober 2009 @ 18:39
No Tweetbacks »
Einen Kommentar hinterlassen oder mit deinen Profil kommentieren
ein persönliches Profil anzulegen um sich der Community zu präsentieren.











Von einer siebenstelligen Bewertung ist die Rede .. für eine nichtsnutze community mit 1600 mitgliedern? dumm?
Kommentar von armer planet erde — 16. November 2007 @ 17:33
… das ist so was von bitter!
Kommentar von Dirk G. Schernikau — 16. November 2007 @ 17:34
Ein paar klärende Worte zur Situation von unserer Seite finden sich hier: http://blog.townster.de/2007/11/16/stand-der-dinge/
Danke für die Zusammenfassung, Alexander.
Grüße aus Köln
Kommentar von Gleb Tritus — 16. November 2007 @ 17:36
Nehmts mir nicht übel – aber ich finde die Reaktion lächerlich und total übertrieben. Rückschläge gehören zum Alltag und müssen überwunden werden – mögen sie noch so groß sein. Aber dann einfach den Kopf in den Sand stecken und “wir sind unschuldig” rufen zeugt von Zynismus und Feigheit.
Was mich wundert: Wo bleibt das Herzblut für die Idee und wo sind die Visionen der Gründer auf einmal hin?
Sonst berichten Web 2.0-Gründer immer überschwenglich wie sie die Welt verbesser wollen – und nun? Ausverbessert? Weltfrieden erreicht?
War wohl nichts mit dem schnellen Euro und nun fehlt die Puste?
Kommentar von Eugen — 16. November 2007 @ 18:02
Geil. 5000 Mitglieder bloß? Wieviel sind davon aktiv und wieviel haben ein Userfoto? So gut wie keiner.
Die Suche in den Großstädten zeigt, dass selbst dort tote Hose herrscht.
Was die Jungs von Townster nicht geschafft haben, soll nun Geld regeln?
Ich mein nichtmal die grundlegendsten Dinge sind da fertig: http://www.townster.de/members/search
Vor paar Monaten haben sie mich noch ausgelacht wo ich sage das “bundesweite Lokalportale” gegen regionale Portal keine Chance haben. Und nun? Lache ich.
Kommentar von Held — 16. November 2007 @ 18:14
Held, vielleicht kannst du erstmal sagen, wer du bist
Ich kanns absolut nicht zuordnen.
Grüße
Kommentar von Gleb Tritus — 16. November 2007 @ 18:21
Biete einen Euro….
http://www.townster.de/groups
Bei “Populäre Gruppen” ist die “iPhone-Gruppe”
mit 21 Mitgliedern der Spitzenreiter von der Mitgliederanzahl her und die neueste Nachricht vom: “22.08.2007″.
http://www.townster.de/events
Bei “Populäre Events” ist das “wöchentliches Entwicklertreffen” der Spitzenreiter, das fällt ja nun wohl schon länger aus.
Das ist ja bei jedem Web 1.0 Perserkatzen-Forum mehr los als bei Townster….
Just my 2 cents…
Kommentar von DaBlunted — 16. November 2007 @ 18:34
Das klingt mir zu sehr nach “Dolchstosslegende”…
Kommentar von Cem Basman — 16. November 2007 @ 18:43
6stellige Entwicklungskosten – geht’s noch? wieviele leute haben denn da wie lange entwickelt?
Kommentar von Peter Pan — 16. November 2007 @ 19:34
*puff..
Kommentar von stefan — 16. November 2007 @ 20:00
ganz Schwache Reaktion, die kann auch nur von BWLern kommen.
Aufstehen, Mundabputzen, Weitermachen …
Kommentar von Carsten — 16. November 2007 @ 20:14
Wozu brauch man noch Townster wenn TownKings viel geiler und voller ist?
Kommentar von Ritter — 16. November 2007 @ 20:15
Also bevor keine mehr drauf kommt, wünsch ich den Gründern, Angestellten, Investoren von Townster viel Glück für die Zukunft.
Schade das es nicht geklappt hat, weiter gehts also!!
Allen Oberschlaubis, nachher sowieso Besserwissern mal ein Link http://www.myvideo.de/watch/1233218
Kommentar von Sascha — 16. November 2007 @ 20:53
Nächstes mal wird es besser !
Kommentar von Michael — 16. November 2007 @ 22:10
Ja, ich denke auch, dass es die Gründer einfach weiter versuchen sollten !
Try and Try and Try…
Allerdings die “siebenstellige Bewertung” und die Entwicklungskosten mit einem “sechsstelligen Betrag” sind für das Ergebnis schlicht und einfach utopisch !
Ich weiss nicht wer für solch ein Produkt soviel Kohle hinblättert.
Zu TownKings : Auf der Startseite mit Leipzig wird mit “b” geschrieben, soviel dazu.
Kommentar von Andreas Welz — 16. November 2007 @ 23:10
Warum wundert mich das jetzt nicht?
Genau, weil all die großspurigen Projekte, die ständig in Zusammenhang mit Begriffen wie Business Angel usw. genannt werden häufig die ersten sind, die drauf gehen. Jeder will sofort große Brote backen, anstelle mit kleinen Brötchen anzufangen.
Achja, die Domain würd ich ja kaufen, aber den anderen Krempel könnt ihr gerne behalten.
Kommentar von Torsten Maue — 16. November 2007 @ 23:50
6stellige Entwicklungskosten, aber netter Versuch*lol*
Kommentar von Rob — 17. November 2007 @ 00:13
Tja, wenn so ein wichtiger Mann wie der IT-Verantwortliche keine Dokumentation schreibt, wenn kein Pflichtenheft angelegt wurde usw. dann hat auch ein Investor in eine Grube “Mist” investiert.
Das ist doch das AundO einer Investitionsprüfung. Und dann gibts da noch so etwas wie Gesellschafterverträge etc.
Wozu gibts denn soviele Berater und Rechtsverdreher dafür?
Ganz ehrlich: Alles ziemlich dummes Geschwätz. Denen ist einfach die Kohle ausgegangen und bevor gepfändet werden muss weil ja die Rechnungen und Gehälter weiterlaufen aber die Einnahmen fehlen, erfindet man schon mal einen guten Grund weshalb man aufgeben muss. Erlebe ich mit Auftraggebern jeden Tag. Deshalb immer Vorkasse.
Und noch ein Nachschlag: Die Software für diesen Service mache ich in 24 Stunden fertig. Ist nämlich ziemlich einfach. Das Design mache in 6 und die Domain entwickle ich nebenbei beim Duschen.
Nur zwei nette guys für die Starter-Boygroup muss ich noch aufreissen.
Fertig isses. Ach ja der Businessplan. Da guck ich mal was es im Netz so gibt (copy und paste)
Alles in allem ca. 31 Stunden ohne die Boygroup-rekrutierung.
Kommentar von terminator — 17. November 2007 @ 06:57
@terminator: du bist so gut? dann melde dich mal bei mir
Kommentar von Stefan Hess — 17. November 2007 @ 09:40
@terminator
Biste der Entwickler von StudiVZ?
Schau mal bei den Jobangeboten von Facebook nach, was man für Leute braucht, wenn so eine Community-Plattform mal richtig brummt.
Ok, ich denke deine Ahnungslosgkeit bewahrt dich davor die Komplexität von High-Taffic Communities zu überblicken.
PS: Nein ich habe nix mit der Townster Startup-Boy-Group zu tun.
Kommentar von Predator — 17. November 2007 @ 10:15
Wenn du sowas in 31 Stunden hin bekommst, warum machst du es dann nicht? Die “verdienen” jetzt bestimmt 40.000€ mit den Resten…das wäre für 31Stunden ja kein schlechter Lohn.
In Wahrheit braucht man ja schon für das finden des Names Townster und das Logo ca. 1 Woche.
6stellige Entwicklungskosten sind für gute Projekte grundsätzlich nicht zu hoch angesetzt. Aber Townster hat ja weder eine GPS-Integration noch interaktive Video-previews der Locations usw. also frage ich mich schon, wo das Geld geblieben ist. Ich hab da so eine Vermutung…
Kommentar von Lars — 17. November 2007 @ 10:53
Als Townster gestartet ist, habe ich Gleb in einem anderen Forum gefragt, ob das ganze wirklich funktionieren kann, weil es einfach viel zu viele Communities (allgemein gibt), die doch keiner mehr überblicken kann und an denen man als Normal-Arbeitender Mensch gar nicht mehr alles teilhaben kann, weil man abends nicht mehr 5 Stunden surft
“Wer braucht und nutzt diese ganze Communityplattformen? Ich fürchte – ich hoffe für dich das beste Gleb – dass die allermeisten -kommerziell- zum scheitern verurteilt sind. Auf so vielen Plattformen, die alle um einen als User buhlen, kann kein normaler Mensch aktiv sein. Und das ist ja nicht nur der Umstand, dass es schon 2-3 Seiten gibt, die das gleiche machen (Jaja Spielemagazine und so..) sondern die ganze anderen Communities, sei es flirten, foren, Xing-Clons etc.
Am Ende benutzt ich dann für die Pizzadienstsuche doch wieder Google und bleibe in dem einen Forum das ich kenne ); Vielleicht bin ich ja so ein besonderer Internetnutzer, dass nur ich ein ziemlich träger “Surfer” bin, ich kann es mir aber beinahe nicht vorstellen.
Schade eigentlich um die vielen schönen Ideen (gilt ja auch für Suchmachinen etc), die aber alle mangels kritischer Usermasse wohl kommerziell nciht sonderlich erfolgreich sein werden.”
Damals wurde ich mit
“Ich gebe dir grundsätzlich recht: Der Markt ist derzeit wieder stark übersättigt, es gibt alleine acht neue Plattformen für Mütter (!) im deutschen Web 2.0. Reichweite gewinnst du durch Alleinstellungsmerkmale und ein gutes Viralkonzept.
Townster – wohlgemerkt keine klassische Community, sondern mittelfristig eine vollwertige lokale Suchmaschine – hat beides plus ein paar sehr starke Partner, weshalb ich vom Erfolg auf jeden Fall überzeugt bin. Wer den Markt beobachtet, weiß, dass Local Search das nächste große Buzz-Thema nach Social Networks sein wird bzw. es gerade schon wird.”
von Gleb bedient. Warum beschleicht mich jetzt das Gefühl, dass ich Recht hatte?
Kommentar von Marian Härtel — 17. November 2007 @ 10:53
Townster hat nach meiner Meinung am Anfang einfach zuviel Wissen preisgegeben. Stealth Mode wäre besser gewesen…
Kommentar von Olaf — 17. November 2007 @ 11:34
kann mir mal einer erklären, wo man über eine Mio. Entwicklungskosten hingesteckt haben soll? studivz wurde mehr oder weniger von einer Person in 3 Monaten gecoded, wenn auch nur in Beta. Versteh nicht wo der Grossteil der Kosten hinfliessen sollte? Weder in die Gründung, noch im Serverbetrieb, noch in die Programmierer!! Also wo denn noch so??
Kommentar von Rob — 17. November 2007 @ 11:39
@rob: sie haben scheinbar eine bewertung von 1 mio gehabt, aber eine 6stelligen entwicklungsaufwand. d.h. ein paar (?) 100tausend – den sie scheinbar selbst finanziert haben. also bitte nicht die zahlen verwechseln. bewertungen sind nicht gleich investition der vergangenheit und ein 5-10 Mann-Team für 6-12 Monate ist nicht günstig.
Kommentar von Philipp (TownKings) — 17. November 2007 @ 11:55
hat man nicht mal irgendwo Einblick in eine Jahresbilanz eines Startups. Interessiert mich wirklich mal wie die Gelder so aufgeteilt sind.
Ich glaub studivz hat nach 3 Monaten erstmal nur Serverbetrieb gekostet. Entwicklung war ja quasi umsonst. Und wenn es dann richtig los geht, dann könnte es schon was kosten. Aber so wirlich transparent ist das ganze für mich und wahrscheinlich für die meisten noch nicht!!
Kommentar von Rob — 17. November 2007 @ 12:51
@marian: du hast recht und ich bin voll bei dir, wer soll all die netzwerke, services usw. benutzen?! klar, gibt es verschiedene altersgruppen die sicherlich auch nochmal verschieden surfen bzw. dinge nachfragen, aber kommt man am ende des tages da auf die kritische masse? es reichen nur ein, zwei, drei gute player im markt und das wars – die nische ist dicht. da kann man mit noch so vielen tollen sachen und features aufwarten, user sind träge und um die kritische masse zu erreichen, muss man schon sehr viele von denen bewegen.
just my 2 cents!
Kommentar von Robert — 17. November 2007 @ 14:06
@Robert
So träge sind die Nutzer gar nicht, wenn man sich auf einer Seite nicht registrieren muss.
Ein gutes Beispiel sind ja die Suchmaschinen. Wir haben doch alle Altavista, Fireball&co benutzt und sind innerhalb von Monaten auf Google umgestiegen.
Es geht also, wenn die Einstiegshürde nur niedrig genug ausfällt.
Kommentar von Lars — 17. November 2007 @ 14:22
Ich finde das alles hier absolut lächerlich und würde mit vor allem von der Redaktion von “deutsche-startups .de”etwas mehr rekationelle Klasse wünschen. Hier wird alles nur 1:1 so abgedruckt wie es die Pressemeldung der “Startups” vorgaukeln. Da wird nicht kritisch hinterfragt, alles wird nur hochgehypt und jedem und jeder drittklassigen Webseite wird hier ein Plattform geboten.
Dass Townster auf Dauer nicht überleben kann hat man doch schon von Anfang an absehen können. Der Mehrwert dieser Plattform ist gleich 0! Man muss sich auch nur mal ausrechnen, wieviele registrierte Nutzer, montliche Unique User bzw. Pageimpressions ein Portal generieren MUSS, damit man sich rein durch Werbung finanzieren kann. Da reichen 5.000 registrierte Nutzer nicht mal annährend aus, Konkurrenten gibts wir Sand am Meer, die Abgrezung zu exitierenden Angeboten war nicht sichtbar, sprich das hatte doch alles weder Kopf noch Fuss. Nur Google Maps einbinden und Web 2.0 draufschreiben reicht eben nicht aus.
Aber Deutsche Starups hypt den Laden hoch und jetzt jammern hier alle rum und verstehen die Welt nicht mehr? Ich kann das nur bemitleiden. Leider gibt es zig andere Beispiele analog Townster. Es wird VC reingeschoben in Schrott und nochmal Schrott. Wie die Gehälter der zig Geschäftsführer und Angestellten irgendwann mal finanziert werden sollen, das weiss auch keiner so genau. Oder es werden wilde Businesspläne aufgestellt die einfach so durchgewunken werden ohne dass irgendjemand überhaupt einen blassen Schimmer hat, ob die Zahlen realistisch sind oder nicht. Ich will jetzt hier nicht alle weitere potentiellen Konkurskandidaten aufzählen, aber um nur mal ein Beispiel aus dem “Lieblingskreis” hier zu nennen: Wieviel Umsatz macht eigentlich Amiando nach all den Monaten? Oder verwandt.de? Oder oder oder. Schonmal irgendjemand darüber nachgedacht? Oder ist man dann gleich ein Pessimist und sieht die großen Chancen der Zukunft nicht? Also ich kenn das irgendwo her…. Ist noch gar nicht so lange her.
Man muss sich auch nur mal reinziehen dass es hier vor kurzem noch einen Aufruf zum “Startup des Jahres” gab. Und in den Vorschlägen der Redaktion, wer tummelte sich da? Townster!
Kommentar von Bob — 17. November 2007 @ 15:37
Also für diese Startup-Boygroup Soap sollte Townster auf jeden Fall Start-Up des Jahres werden.
Vielleicht schaffen es ja ein paar andere Startup-Boygroups auch noch bis Sylvester ein fulminantes Ende hinzulegen.
Deutsche-Startups die Bravo der Geldverbrenner!
Selbst mit sowas machen die Samwers noch Geld.
Kommentar von Ora — 17. November 2007 @ 17:45
@Lars: hast recht!
nur leider gibts ja keine community ohne anmeldung?! also ich kenne zumindest keine.
Kommentar von Robert — 17. November 2007 @ 17:56
Was sind das eigentlich für Business-Angels, die ihre Ressourcen in Projekte stecken, die der Rentabilität gegenüber geradezu feindselig eingestellt sind? SPD-Mitglieder? Da sehe sogar ich als Geisteswissenschafter: dieser Einsatz ist a-fonds-perdu.
Steht die Bezeichnung “Angel” hier nicht eher für ein finanzielles Himmelfahrtskommando resp. eine Kalkulation, die mit dem Faktor “höhere Macht” arbeitet?
Kommentar von Pass — 17. November 2007 @ 18:04
Moin,
also zu aller erst tut es mir leid für sämtliche
aus dem Townster Team und ich wünsche denen für
die Zukunft alles Gute.
Soweit zum Menschlichen.
Was das ideologischen betrifft möchte ich all den
jungen “wir-haben-ein-VC-angebot-bekommen”-Hysterikern
folgendes empfehlen….
http://imdb.com/title/tt0256408
Dann ist der Absturz nur halb so schlimm.
Noch eine philosophische Web 2.0 Frage oben drauf!
Was ist für’n Start-Up besser:
1 Millionen in 10 Jahren
oder
10 Million in 1 Jahr?
Kommentar von Carlos — 17. November 2007 @ 18:39
klar, dass ein 5-10 mann team eine 6stellige summe kostet. aber wenn ein derart grosses team in diesem entwicklungszeitraum so wenig zustande bringt, muss man sich schon fragen: was ist da schief gelaufen?
wahrscheinlich war das entwicklungsteam kleiner, aber man hat sich zu hohe gehälter gezahlt. das ist imo auch eine ganz gefährlich sache, das war schon in der “neuen markt” boomzeit so: die gerade mal vorhandene kohle wurde von vielen startups einfach rausgehauhen und es wurde von den wenigsten an “morgen” gedacht. deshalb sind auch so viele unternehmen nach dem platzen der blase untergegangen …
Kommentar von Peter Pan — 17. November 2007 @ 18:48
Mich wundert ja nur, dass das Scheitern so zelebriert wird und der unliebsame “Ex-Kollege” zu einem Großteil dafür herhalten muss.
Finanzielles Scheitern ist bei einem Startup doch eher Regel denn Ausnahme. Nicht umsonst heißt es Risikokapital und nicht umsonst gibt es das nicht von der Sparkasse. Konkret müssen pro Erfolg 10-20 andere Scheitern, oder sage ich da etwas dummes?
Wenn das aber so ist, dann kann man doch mit erhobenem Kopf gehen und sagen: “Wir haben uns geirrt. Das Konzept rentiert nicht.” Ist doch nicht weiter schlimm, immerhin erkannt, bevor noch mehr Kohle verbrannt wird. Wenn aber diese Möglichkeit nie in Betracht gezogen wurde bleibt nur möglichkeit “Erfolg” oder “jämmerlicher Abschied”. Die Wahrscheinlichkeit für Fall 1 ist signifikant geringer, daher ist der schwache Abgang unprofessionell.
Das Scheitern eines Startups ist doch tausendmal wahrscheinlicher als der Erfolg, da muss man doch ein vernünftiges Konzept für den Abgang in der Schublade haben….? Ganz großes Theater!
Kommentar von hmm — 17. November 2007 @ 18:50
Diese ganze Kommunikation der Netlabs GmbH ist doch auch sehr einseitig und sollte mal hinterfragt werden. Möglicherweise gab es überaus plausible Gründe, die Investorenverträge nicht zu unterschreiben. Möglicherweise stimmten die Konditionen nicht oder die Gründer hätten ihre Entscheidungsunabhängigkeit verloren. Dieses Investorengelechze ist ja schrecklich.
Was uns zum zweiten Punkt bringt: Townster war wirtschaftlich am Ende, Gehälter mussten gar schon privat bezahlt werden. Klingt sehr nach einem “Egal welcher Investor, Hauptsache Kohle damit es weiter geht”. Wenn da einer der Gründer die Notbremse zieht und sich nicht auf vllt halsabschneiderische Konditionen einlässt ist das doch nachvollziehbar. GmbH-Anteile sind immerhin das Eigentum der jeweiligen Person.
Der arme Kerl steht mittlerweile überall als Buhmann da obwohl nur die Gründer wissen, was wirklich gelaufen. Das hat was von mittelalterlicher Hexenverbrennung und Totalitarismus. Hauptsache es gibt einen Sündenbock.
Ich denke man sollte die Schuldzuweisungen nicht so einseitig ausfallen lassen und beachten, dass wohl das ganze Team katastrophal gewirtschaftet hat, wenn so kurz nach der geplatzen Finanzierungsrunde Gehälter schon privat gezahlt werden müssen. Offenbar gab es eben keine soliden Finanz- und Wirtschaftspläne, die am Anfang aufgestellt worden sind. Dumm ist der, der sein Schicksal von einem Investor abhängig macht. Und das muss sich die ganze Crew gefallen lassen.
Nicht eine einzelne Person und nicht nur, weil es in einer Pressemitteilung steht.
Wir sollten da wirklich differenzierter sein!
Kommentar von stefan78 — 17. November 2007 @ 19:07
@Robert
(Noch) diese Seite hier zum Beispiel.
Ok…nicht das beste Beispiel für eine “Community” aber ich halte es technisch nicht für unmöglich, dass man Inhalte ohne Registierung zugänglich macht.
Wenn z.B. bei Townster Content fehlt wäre meine Entscheidung, dass man Content ohne Registierung erzeugen können muss. Dann hätte ich da auch schon mal was eingetragen, wäre viel häufiger auf der Seite, hätte vielleicht auch mal auf Werbung geklickt usw.
Andere Möglichkeiten sind natürlich Killerfeatures:
Warum kann ich auf meim GPS-Handy nicht auf den Knopf “suche Disco” drücken, und Townster ermittelt mir die bestbewertetste Disco die zu meinem Profil passt und in der sich möglichst viele Menschen befinden, mit denen ich gleiche Interessen teile.
Ausserdem sollte ich jetzt in die Disco rein kommen können und sie sollte im Umkreis von 1km liegen?
Und als Ausgabe bekomme ich den Weg zur Disco und die Fotos der Menschen die für mich am spannensten sind.
DAS Feature kostet natürlich die ein oder andere Millionen.
Aber würde es realisiert, dann sind 10mio Menschen in 4 Jahren alleine in Deutschland nicht utopisch.
Und um sowas zu realisieren brauchen wird mehr ECHTES Risikokapital @Bob. Die Angels&VCs müssen endlich unkritischer werden und nicht kritischer (Bei Killerideen!). Nur so können wir in Deutschland auch mal etwas wirklich krasses entwickeln und müssen dafür nicht erst in die USA gehen.
Bei solchen Features zuckt der Kapialgeber in D doch mächtig zusammen und sieht nur 5% Chance, dass man das überhaupt schafft….und lehnt ab.
Dabei müsste er doch sagen: Ich investiere in 20 dieser Ideen insgesamt 500mio und bekomme bei einem Unternehmen, dass solche Features tatsächlich realisiert 8Milliarden wieder raus.
Solches denken bräuchten wir eigentlich (Wenn auch mit etwas kleineren Summen).
Kommentar von Lars — 17. November 2007 @ 19:09
@Lars: mmh.. sorry aber was du da sagst, hat wenig Hand und Fuss. Du kannst keinesfalls eine Newsseite/Blog mit einer Community vergleichen. Geht nicht. Community Mitglieder haben ein ganz anderes Interaktionsspektrum, das man durch eine Anmeldung eingrenzen muss, will man den Content qualitativ halten.
Und was du sagst, von wegen BA und VCs muessen mehr risikobereit sein bei Killerideen. Hahaha.. wenn jeder genau wuesste, welche der vielen Ideen die Killer-Idee ist, dann waere das ja einfach. Schlechte Argumentation…
Kommentar von Kai — 17. November 2007 @ 19:55
“Dabei müsste er doch sagen: Ich investiere in 20 dieser Ideen insgesamt 500mio und bekomme bei einem Unternehmen, dass solche Features tatsächlich realisiert 8Milliarden wieder raus.”
So ungefähr funktioniert das ja auch jetzt schon. Nur muss ein Team halt auch akzeptieren, dass man zu der 19-er-Gruppe gehören könnte. Und dann zum rechten Zeitpunkt wieder aussteigen ohne die beleidigte Leberwurst zu spielen.
Kommentar von hmm — 17. November 2007 @ 20:04
@Kai
Communities ohne tolle Features brauchen als erstes viel Content (und diese Datenbank ist dann dieses Feature). Und da Web 2.0 User-Generated-Content ist, braucht man zuerst ein mal User. Und damit sich die Katze nicht in den Schwanz beißt, muss meiner Meinung nach auch Laufkundschaft ein Content-Produzent sein können (bis man genug Content hat).
Wenn man sich auf dieser Seite hier am Anfang hätte registieren müssen, dann wäre sie nur einen Bruchteil so groß.
Natürlich können manche Features wie “meine Freunde” nur nach der Registierung zur Verfügung stehen…das ist klar! Aber am Anfang eines Startups nutzt man das Produkt wegen der Leistung und nicht wegen der Freunde die man dort findet.
Und was Killerideen angeht hab ich ja ein Beispiel gebracht.
Killerideen zu erkennen ist doch ganz einfach:
Etwas was sehr viele wollen, sollte ohne Blockade und möglichst einfach in der Anwendung zur Verfügung stehen, wenn man es braucht.
Nur die Umsetzung dafür ist eben extrem teuer und kompliziert. Und weil kaum einer dieses Risiko nimmt, gibt es so wenig Killerideen (aus Deutschland).
Alleine schon die BrowserFenster-Blockade ist für 30% der Web-Start-Ups eher schädlich als das sie nützt.
Kommentar von Lars — 17. November 2007 @ 20:25
@hmm
So ist es ja leider nicht. VCs&Angels versuchen das Risiko bei jedem Einzelfall zu minimieren.
Dadurch werden die teuren und spannenden Ideen bei denen man nicht genau weiß, ob man sie auch realisieren kann häufig gestrichen / verschoben und es wird erstmal ein Forum mit einem glossy Logo drüber gebaut, wo sich die Zielgruppe treffen kann.
Wenn genügend Leute da sind, kann man ja immer noch über die risikoreichen Ideen reden.
Aber das die Zielgruppe erst mit den Features explodiert wollen viele nicht sehen.
Kommentar von Lars — 17. November 2007 @ 20:36
Für das Townster Team tut mir das Aus sehr leid. Die Diskussion hier auf der der Seite ist leider eine sehr deutsche Diskussion:
1. Es ist halt ein start up untergegangen – welches das eigene Geld verbrannt hat (noch nicht mal BA Geld hatte). Sie haben es versucht und sind gescheitert. Na und?
2. Start-up Boy Group oder andere Bezeichnungen sind völlig fehl am Platze.
3. Local Search wird ein großes Thema – im Silicon Valley bekommen diese Konzepte aktuell ordentliche Finanzierungen, so hat fatbook letztens 5.5 M USD bekommen (http://mashable.com/2007/11/13/fatdoor-funded/) – und diesmal sind die Ideen und Konzepte in Deutschland auf gleicher Augenhöhe. Wer hier die Argumentation von einem weiteren Social Network bringt, wo man sich nochmal registrieren muss und dass dies sowieso nicht laufen könnte, hat das Spiel nicht verstanden.
4. Noch ein Rat in Richtung Gleb und Townster Team: Hört doch bitte auf Euch öffentlich zu zerfleischen. Macht Euer nächstes Projekt. Je mehr Ihr Euch zerfleischt, desto mehr wird Euch das beim nächsten Mal noch verfolgen.
das sind meine 2 cents…
Kommentar von OldSam — 18. November 2007 @ 07:39
ich gebe auch meine 2 cent dazu ab.
ich verfolge diese startup-welle schon einige zeit und kann sagen, daß die meisten startup nur gierig und lechzend auf den exit schauen und sonst keinerlei tiefergehende grundlagen mitbringen.
anstatt zwei (!) oder maximal drei features zu entwickeln, die unglaublich reinhauen und noch nicht auf dem markt sind, verfolgen die meisten gründer die alte, inzwischen abgedroschene strategie der web 2.0 starups: hauptsache betaphase egal wie schlecht und wie oft kopiert das feature ist, nutzer finden die viel klicken und mit den angemeldeten nutzern auf investoren-jagd gehen.
ich bin an einem startup involviert, welches auch ein web 2.0 projekt ist, und ich kann euch sagen dort geht es anders zu.
die gründer bringen zwei hammer features, die von der zielgruppe wirklich seit langem gesucht wurden und wirklich etwas erleichtern bzw. nützlich sind.
es ist keine anmeldung nötig, um die meisten features nutzen zu können und content ist das A und O.
die gründer hierbei denken nicht an die millionen von den VC´s sondern machen ihr ding, weil sie es für nützlich halten und mit herzblut daran arbeiten, anderen nutzern mit den gleichen “Problemen” zu helfen.
das ist der grund, warum die nutzer kommen und sich das ganze herumspricht wie lauffeuer. werbung ist im moment nicht geplant deshalb wird auch kein investor ins boot geholt, der auf nutzerzahlen und klicks-generierung pocht um werbung schalten zu können und den exit zu beschleunigen.
um es auf den punkt zu bringen und wie es schon mal gesagt wurde: die meisten gründer sind vom geld und ruhm geblendet (meistens von dem, der anderen) und das bringt das projekt zum scheitern. sie schielen nur auf den erfolg der anderen und kommen unter druck. daran ist meistens der investor schuld, der schnellstmöglichst gewinne sehen will.
der wahre erfolg kommt von der überzeugung, etwas sinnvolles zu machen und nur dritt oder viertrangig an den erfolg zu denken. Ich weiss, daß jetzt mich viele hier für naiv halten aber glaubt mir, das bin ich nicht.
Kommentar von martin — 18. November 2007 @ 12:33
martin: verrätst du uns auch das lauffeuer?
Kommentar von stefan — 18. November 2007 @ 14:59
Onsari vielleicht?
Kommentar von Pass — 18. November 2007 @ 15:35
Tja…..
Die Amis machen keine halben Sachen und hören nicht wie die Deutschen auf “Sowas code ich in 32 Stunden” Scharlatane.
Von Anfang an das Team ordentlich staffen und dann kommen die Killer-Features von ganz alleine.
http://www.fatdoor.com/content/jobs.aspx
Kommentar von Predator — 18. November 2007 @ 16:27
@martin
Ich denke, dass sehr viele Gründer auch ohne VC einfach ihre tollen Ideen unabhängig von Geld professionell verwirklichen wollen.
Aber wie löst man die existenziellen Probleme? Wie wird die Miete Privat/Büro bezahlt, wie die Mitarbeiter? Wie finanziert man die Investitionskosten? oder gar das tägliche Frühstück? usw. während man an den Killerfeatures arbeitet?
Wie ist das denn bei euch gelöst? Haben die Gründer vielleicht ne Millionen geerbt? Und das Geld reicht dann, bis das Produkt fertig ist und sich selbst tragen kann?
Bei den meisten Gründern heißt die Lösung Risikokapital und durch die Geldgeber werden sie in Richtung Exit&Umsatz eingeschworen. In der Öffentlichkeit sehen sie dann zwangsweise so aus wie geldgierige Deppen ohne Ideen. :/
Kommentar von Lars — 18. November 2007 @ 18:27
@lars: soweit ich weiss waren die gründer von townster schon vor diesem projekt in unterschiedlichen bereichen erfolgreich. also selbstverdientes geld!
es ist ja nicht so, dass die meisten startups mit dicker kohle starten. die meisten starten klein, sehr klein. meist neben dem normalen job. sevenload starte z.B. in ibos küche unsere company aus meinem wohnzimmer heraus. um investoren zu werben muss man schon sehr deutlich in vorleistung gehen. das sind sehr erfahrene und wegen web 1.0 vorgewarnte entscheider. erste finanzierung sind also meist eigene rücklagen, friends & family.
wer hier schon blasen sieht. derzeit ist nicht mal 20% des VC kapitals unterwegs wie um 2000. die summen sind kleiner/verteilter die buisnesskonzepte werden sehr massiv auf nachhaltigkeit und geschäftsmodell überprüft.
my 2cent zu diesem thema könnt ihr auch hier lesen:
http://www.town-news.de/blog07/?p=65
Kommentar von Philipp — 18. November 2007 @ 20:39
Ist hier ja fast Kommentarrekord
Ich finde es wirklich immer wieder erstaunlich, wie schnell sich andere darüber lustig machen beziehungsweise aufregen müssen, wenn mal ein Projekt schief läuft. Hey die Jungs haben probiert eine Idee, an die Sie geglaubt haben umzusetzen, haben ihre Zeit und auch ihr Geld hierein investiert, nun ist es schief gelaufen. Und? Warum muss hier jeder – vor allem die mit Ihren Pseudonamen – denken sich jetzt hierüber lustig zu machen?
Ich kann nur hoffen, dass Thorsten und Gleb den Kopf nicht in den Sand stecken und sich etwas Neues einfallen lassen. Ich wünsche euch auf jeden Fall nur dass beste!
Kommentar von Patrick Landrock — 18. November 2007 @ 21:47
Ich verstehe manche hier auch nicht! Wieso kann man es denen denn nicht gönnen, wenigstens die Entwicklungskosten wieder zu bekommen? Was ist so falsch daran?
Kommentar von Manuel Langele — 18. November 2007 @ 22:22
@Manuel: Entwicklungskosten hin oder her – dieses ganze “draufhauen” verstehe ich überhaupt nicht und bekomm da n mega Hals.
Kommentar von Patrick Landrock — 18. November 2007 @ 23:04
@stefan: ich will das “lauffeuer” im Moment nicht verraten. Es ist aber kein onsari style oder etwas in die Richtung. Es ist ein kleines aber feines portal mit der Möglichkeit eine Premium Dienstleistung in Anspruch zu nehmen. Die ist nur ein Zusatz zu der “kostenlosen” und schon sehr umfangreichen Dienstleistung im Portal selbst.
Im kleinen funzt das auch seit ein paar Jahren und jetzt war es an der Zeit es auszubauen.
die zielgruppe ist eher schmal gehalten dafür generiert fast 80% der Zielgruppe einen kleinen Umsatz, der den weiteren Ausbau des Portals garantiert und das Ganze wachsen läßt. Langsam, dafür stetig und nachhaltig.
Sollte es mal so groß werden, daß sich mal Werbung lohnt und ins Konzept passt, wird darüber nachgedacht aber im moment braucht es keinerlei investoren.
natürlich wäre es schön, wenn jetzt ein investor dazukommt mit ein paar millionen im Hintergrund und es ermöglicht gleich international zu werden anstatt nur in momentan vier europäischen Ländern.
aber genau dann kommt druck ins spiel und der Kreis fängt an, sich zu drehen.
und ich finde jeder sollte aufstehen, wenn etwas scheitert und er sollte daraus lernen.
aber im moment habe ich das gefühl, es bekommen zuviele “inkompetente” leute VC Kapital.
Für den VC, der sein risiko streut ist es ok, weil irgendein copycat wird schon durchkommen aber die denkweise ist einfach kurzfristig.
Kommentar von martin — 18. November 2007 @ 23:55
Warum kann man nicht einfach akzeptieren: Ein Startup, welches sich selbst finanziert hat, ist platt gegangen. Punkt. Gleb und der Rest vom Townster Team sagen doch ganz klar “Wir haben nach all dem Streß keinen Bock mehr”! Fertig?! Da gibts nichts groß zu analysieren! Local Search, Web 2.0 Blase, blabla. In der Schule würde der Lehrer jetzt zu 70% der Comments hier sagen: “Setzen, sechs, Thema verfehlt”. Und dazu kommen dann auch noch Kommentare von Startups, wo 80% der Zielgruppe einen kleinen Umsatz generieren WERDEN… Ja ne, is klar!
Hellseher?
Theoretisch bzw. im Business Plan generiert jedes Startup Millionen, Betonung auf theoretisch!
Warum muss jetzt hier jeder aus seinem Loch 2.0 kriechen und sagen “Ich wusste es” oder “Ich weiß, woran es gescheitert ist” oder “Hätten sie dies das jenes gemacht, wäre es nicht so gekommen” und so weiter. Wer seid ihr? Ein Mix aus O’Reilly und Harry Potter?
So, von mir aus könnt ihr mich jetzt lynchen oder so
Ich musste das einfach mal los werden
Schönen Start in die Woche,
Philipp
P.S.: @carlos: Saugeiler Film
Hab ihn vor einem Monat oder so gesehen.
Kommentar von Philipp Götzinger — 19. November 2007 @ 06:22
Phillip, du sprichst mir aus der Seele!!! Danke!!! Genau das gleiche haben wir uns heute im Büro auch gedacht.
Kommentar von Christian — 19. November 2007 @ 06:30
@carlos und phillip: der film ist kult und eigentlich sollte man den schon vor Jahren gesehen haben, aber es ist nie zu spät für sowas.
was ich die ganze zeit meine ist, daß ich townster eigentlich nie wirklich angreifen wollte. ich weiss nichts zu den wahren hintergründen der pleite und gerüchte verbreiten sich ziemlich schnell in dieser branche.
projekte kommen und gehen. manche bleiben und manche nicht. und manche sind gut und werden trotzdem nicht angenommen. aufstehen und aus den fehlern lernen, sonst gehört man nicht ins business.
was unser projekt angeht, so hast du es etwas mißverstanden. lange vor unserem portal hatten wir umsatz generiert und wir sahen die chance, mit einem portal noch mehr kunden ansprechen zu können und noch mehr umsatz machen zu können.
wir lagen richtig und mit 80% meine ich, daß 80% der leute, die auf uns aufmerksam werden, generieren einen umsatz ohne die premiumleistung buchen zu müssen.
ich kann nur soviel sagen: wir bieten eine Möglichkeit, bestimmte Formalitäten automatisiert und ohne warteschlangen bei den jeweiligen Ämtern und Behörden zu erledigen. Dadurch schon kommt Umsatz durch die Provisionen rein (Versicherung / Bank) und jeder der zusätzlich betreut werden möchte, der bucht die Premium-Leistung.
der kern der sache sollte die grundständige art des Geldverdienens bleiben. wenn es daraus eine funktionierende community wird (auf dem weg sind wir ja schon), dann kann man über werbung nachdenken.
und leider basieren die meisten startups auf werbung und wenn die nutzer ausbleiben, dann ist das projekt gescheitert.
zuviel web 2.0 und zu wenig business.
Kommentar von martin — 19. November 2007 @ 08:50
Ein Businessplan, wie der von Townster, welcher nach 12 Monaten schon nichts, aber wirklich gar nichts mehr mit der Realität zu tun hat, ist das Papier nicht wert, auf dem er geschrieben wurde. Hier spricht aber auch wirklich alles gegen jedwede Seriosität der Gründer. Gute Business- und Finanzpläne sind auf 5 Jahre angelegt und berücksichtigen mehrere Szenarien. Unter anderem immer eines ohne Frendkapital.
Wenn man nach 12 Monaten schon Gehälter privat zahlen muss hat offenbar jeder 10-Klässler mehr Ahnung von einer betriebswirtschaftlich verantwortungsvollen Unternehmung.
Anhand dieses Beispiels verstehe ich all die hier in der Diskussion, die wieder von Lügen und Web 2.0-Blasen sprechen. Eine Hurra-Mentalität ist absolut nicht angebracht.
Kommentar von stedan78 — 19. November 2007 @ 08:53
sorry aber an der geschichte ist was faul. mir siehts eher so aus das das ding vor die wand gefahren ist und man nun versucht möglichst elegant einzucashen.
jungs hört auf so ein unsinn zu erzählen, so werdet ihr nie ernsthafe Unternehmer. Zurück auf die Uni Bank und bei mir Seminare hören wär ein Anfang!
Kommentar von grafzahl — 19. November 2007 @ 09:22
na ja, also wenn die gründer sooo überzeugt waren von der idee und daran geglaubt haben, dann ist es auch nur tugendhaft, wenn sie das durchgezogen haben und alles riskiert haben.
nur wie du schon sagtest, daran glauebn ist nicht alles. man muss schon mehrere szenarien einplanen.
mich wundert es nur, warum das projekt nicht weiterlaufen kann?
ich meine, die gründer können selbst noch locations eintragen und sich darum kümmern, daß die datenbank aufgefüllt wird. das kostet kein kapital und wenn schon viele user da sind warum es verroten lassen?
oder sind das doch fake user??
Kommentar von martin — 19. November 2007 @ 09:28
das konzept wurde eben nicht angenommen bzw. konnte dem user nicht angemessen als nützlich verkauft werden.
die 5.000 mitglieder waren vermutlich größtenteils alle selbst aus der branche um “nur mal zu gucken” und ohne nachhaltiges interesse am dienst an sich.
schade um die viele zeit und selbstverständlich das geld. aber wie gesagt – “aus fehlern lernen und daran wachsen” lautet die devise.
Kommentar von stefan — 19. November 2007 @ 09:31
selbst die gründer glauben nicht mehr an einen erfolg ! für mich ein absoluter PR-Gau. Verkaufspreis dürfte gegen Null tendieren.
Kommentar von grafzahl — 19. November 2007 @ 09:35
Ich hab gleich den nächsten “Konkurskandidaten”: http://www.kaioo.com
die einnahmen werden am jahresende sozialen zwecken gespendet. das ist ja sehr lobenswert. dann lebt das projekt also von luft und liebe? sehr schön! schade dass es trotzdem keiner braucht. null user = null einnahmen = null spenden!
Kommentar von Bob — 19. November 2007 @ 10:00
@Martin
Die Gründer waren tugenhaft und berauscht von ihrer Idee? Vielleicht. Das rechtfertigt jedoch keine Dummheit, Sorglosigkeit und fehlende oder grob falsche Business- und Finanzpläne. Soviel Betriebswirtschaft muss sein!
Vielleicht kann mal einer von Townster hier Stellung nehmen: Warum habt/hattet ihr kein solides und tragfähiges Finanzkonzept, das auch für längere Zeit ohne Fremdkapital ausgekommen wäre? Und was sind das bitte für Investoren, die so einen Quatsch mitmachen?
Stattdessen wird auf eine einzige Person eingeschlagen. Das ist voll daneben!
Kommentar von stefan78 — 19. November 2007 @ 11:30
Ich finde es schade, dass sich Townster “wahrscheinlich” von uns verabschieden wird, wenn sich kein Käufer findet. In den letzten Tagen und Wochen hat man ja keine weiteren Meldungen mehr erhalten, trotz das man in der Vergangenheit offen mit Informationen umgegangen ist.
Kommentar von Nagelforum — 14. Januar 2008 @ 22:44
Was soll denn Townster kosten?
Kommentar von ischroedi — 24. Januar 2008 @ 11:54