OpenSocial: Neben Xing ist auch amiando dabei

Die OpenSocial-Initiative von Google sorgt derzeit für reichlich Gesprächsstoff. Mit OpenSocial (Projektname Maka-Maka) will der Suchmaschinengigant einen offenen Programmierstandard etablieren, mit dem Applikationen auf allen Online-Plattformen laufen, die diesen Standard unterstützen. Besonders kleinere […]

Die OpenSocial-Initiative von Google sorgt derzeit für reichlich Gesprächsstoff. Mit OpenSocial (Projektname Maka-Maka) will der Suchmaschinengigant einen offenen Programmierstandard etablieren, mit dem Applikationen auf allen Online-Plattformen laufen, die diesen Standard unterstützen. Besonders kleinere Dienste dürften von OpenSocial profitieren, denn die Entwickler müssen ihre Applikationen künftig nicht mehr an viele unterschiedliche Plattformen anpassen. Zudem stehen durch diesen Programmierstandard dann jedem Anbieter hoffentlich unzählige Applikationen zur Verfügung. Daneben ist OpenSocial aber auch ein Angriff auf Facebook.

Aus deutschen Landen sind bisher nur das Karriere-Netzwerk Xing und der Einladungs- und Ticketdienst amiando bei OpenSocial mit dabei. Zu den internationalen Startpartnern gehören unter anderem bebo, Flixster, iFamily, LinkedIn, Netvibes, Ning, PayPal, Plaxo, Slide und Viadeo. Als besonderen Partner präsentierte Google zudem Dickschiff MySpace. “Für uns ist es sehr spannend, mit solchen Partnern gemeinsam arbeiten zu können”, sagt Felix Haas, Gründer und Vorstandschef der amiando AG. Die 2006 gründete Online-Einladungsplattform ist mittlerweile in drei Sprachen verfügbar (deutsch, englisch, französisch) und bietet seit dem Sommer auch ein Ticket-Shop-System an, mit dem jeder Nutzer einen Online-Vorverkauf für seine Veranstaltung einrichten kann.

Nachtrag: Die Reise-Community Cosmotourist tritt laut Unternehmenangaben als dritter deutscher Vertreter der OpenSocial-Initiative bei. “Der OpenSocial- Standard wird eine unglaubliche Beschleunigung für soziale Applikationen und deren Funktionsumfang mit sich bringen. Dies ist insbesondere für eher kleinere und spezialisierte Netzwerke wie dem unsrigen eine unglaubliche Chance”, sagt Frederik Kraus, Geschäftsführer von Cosmotourist. Die Reise-Community wurde 2006 von Kraus und Constantin Wunn ins Leben gerufen.

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Alexander Hüsing, Chefredakteur von deutsche-startups.de, arbeitet seit 1996 als Journalist. Während des New Economy-Booms volontierte er beim Branchendienst kressreport. Schon in dieser Zeit beschäftigte er sich mit jungen, aufstrebenden Internet-Start-ups. 2007 startete er deutsche-startups.de.



  1. CBS

    Irgendwie werde ich den Eindruck nicht los, dass manchmal gezielt Themen um ein Startup herum “gestrickt” werden ohne dass dazu ein besonderer Anlass besteht. Deutlich bedeutender als die Darstellung es hier vermuten lässt, ist doch aus deutscher Startup-Sicht in der Tat die Teilnahme von XING am OpenSocial-Standard. Warum also diese inhaltliche Verzerrung in diesem offenbar hier bisher einzigen Beitrag zum Thema?



  2. Yella

    Bei Amiando sehe ich irgendwie auch gerade nicht so den OpenSocial Sinn? Vielleicht könnte mir das jemand erklären? Meine XING Freunde einfach zu Events einladen über Amiando oder so?

    Da alles offen ist kann übrigens im Prinzip auch onSari direkt mitmischen ;-)

  3. Während Xing eines der Partner-Social-Networks ist, wird amiando vermutlich eine Applikation bereitstellen. So deute ich die Meldung. Hätte man ruhig etwas differenzieren können. Denn sicherlich werden außer Xing vorerst nicht viele Social Networks aus Deutschland als Partner dabei sein. Dagegen wird die Anzahl der Applikationen hiesiger Dienste sicher schnell steigen und in naher Zukunft viele bis alle nennenswerten Web-2.0-Anbieter aus Deutschland umfassen, da bin ich mir sicher.

  4. wie ist das eigentlich? kann da einfach jeder sagen “wir machen mit”, oder reicht das irgendwo ein?

    rein prophylaktisch könnte ich ja nun sagen … “wir machen auch mit” :-)

  5. Zumindest Xing und amiando stehen auf der offiziellen Partnerliste. Wenn ich es richtig verstanden habe, sind die meisten Startpartner auf Einladung von Google auf die Liste gekommen.

  6. ah okay .. dann werden mal auch eine solche liste machen und einladen :-))))



  7. mike

    Sehe ich das richtig, dass ich in meine persönliche Community keine Funktionen einbauen kann, damit meine User mit z.B. MySpace-Leute kommunizieren können?

    Dazu muss ich dann erst “Partner” sein und viel zahlen oder?



  8. Philipp

    @mike Genau das frage ich mich auch gerade. Wie “open” ist das Ganze, wenn andere Leute ausgeschlossen werden?!



  9. Andreas

    Fakt ist, dass mit amiando und Xing weltweit nur zwei deutsche Unternehmen von Google für dieses Projekt eingebunden wurden. Das finde ich schon eine sehr interessante News. Was soll daran “gstrickt” sein?



  10. Thorsten

    @ Alexander Hüsing: Sie können ja gleich Amiando für Ihre Einladungen benutzen. ;)

    Aber ich verstehe hier die ganze negative Stimmung nicht die immer verbreitet wird, seien wir Deutschen doch froh dass Google zwei WEB 2.0 Startups aus unserem Land mit ins Boot genommen hat!

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  14. ToB

    Die negative Stimmung bzw. der Einwand hat doch auch nichs damit zu tun, dass 2 Deutsche Unternehmen mit an Board sind, sondern es wurde angemerkt, dass amiando hier groß gefeiert wird – mit Logo im Artikel etc. Als wenn in China gerade 100 Säcke Reis gleichzeitig umgefallen sind.

    Und – zumindest wenn man mal nach dem Alexa-Rank schaut und danach geht, hat wohl Xing eine sehr viel größere Reichweite als amiando (Nagut, nach der Mehrsprachigkeit, der Anzahl Mitglieder etc. höchstwahrscheinlich auch).

    Das hat schon sehr den Anschein, als würden hier einige Namen “in aller Munde kommen sollen”, und lieber mehrfach erwähnt werden.

    Und das nicht nur in diesem Artikel, sondern auch in anderen, bei denen man dann die PM ließt, und sich fragt was das soll…



  15. ToB

    Achja, und dann noch die Reise-Community (ich hab den Namen schon wieder vergessen).

    Ich verkünde hiermit: Meine private Homepage wird auch mitmachen.

  16. Herzlichen Glückwunsch an die amiando Gründer. Aus einigen spricht leider der blanke Neid. Ich wünsche Euch alles Gute und Erfolg mit dieser super Kooperation!

    Jörn Kunst

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