Zehn Fragen an Jörn Kunst von Luupo
Können Sie sich eine Welt ohne Internet vorstellen?
Ja. Aber ich freue mich, dass es das Internet und die damit verbundene Möglichkeit dieser spannenden Informationsverteilung gibt. Es ist natürlich nicht lebenswichtig, missen möchte ich es aber nicht mehr.
Wann waren Sie zum ersten Mal im Internet?
Das war ziemlich genau 1998. Ein Kollege zeigte es mir und wir surften in einem Forum. So richtig kapiert hatte ich es aber damals noch nicht. Meinen ersten Rechner hatte ich mir erst 2002 gekauft. So bin ich also ein „Spätzünder“ in diesem Bereich.
Auf welche Website können Sie nicht verzichten?
Xing.com war bisher sehr wichtig für unseren Kontaktaufbau und ich würde ungerne drauf verzichten wollen. Google ist hilfreich und Luupo wächst mir immer mehr ans Herz.
Worauf können Sie im Internet verzichten?
Auf die vielen Frauen, die mich täglich mit ganz merkwürdigen Mailadressen anschreiben.
Was war bisher Ihr größter Erfolg?
Körperlich: Den Annapurna-Treck (bis 5416 ü.N.N.) in Nepal gelaufen zu sein. Geistig: Meine Idee zu Luupo mit meinem Bruder Kris zusammen in 1,5 Jahren harter Arbeit realisiert zu haben.
Was Ihr größter Flop?
Ich hatte eine spannende Idee einer selbstreinigenden Toilettenanlage, die komplett in der Wand versenkt wird. Leider hatte General Electric 1956 die gleiche Idee schon als Patent angemeldet.
Worüber können Sie lachen?
Über Situationskomik.
Was bringt Sie zum Weinen?
Die Tatsache, dass Macht und Geld sich meistens gegen Vernunft durchsetzen.
Mit wem würden Sie gerne mal tauschen?
Mit dem großen Erfinder Leonardo da Vinci würde ich gerne für eine Weile tauschen wollen, ob er es aber mitgemacht hätte, wage ich zu bezweifeln.
Was sollte unbedingt mal jemand erfinden?.
Es gab jemanden, der meinte, Benzin aus Sand herstellen zu können. Gab allerdings gewisse Probleme, die vielleicht mit der Zeit behoben werden können. Also, Benzin aus Sand und dazu noch absolut frei von Schadstoffen.
Zur Person
Jörn Kunst, eigentlich Physiotherapeut, gründete im März 2007 mit seinem Bruder Kris und dem Business Angel Rudolf Dorbert die Luupo AG. Bei der Schnäppchen-Community Luupo, die Ende Juli online ging, können Nutzer durch Rückwärtsauktionen auf die Jagd nach günstigen Artikeln gehen.
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Ist das versuchte soziale Integration eines Menschen, der sein Geld damit verdienen will, dass es noch Leute gibt, die einen Intelligenzquotienten knapp über den Anrufern bei 9Live haben?
Da hab ich lieber sympathische Gründer, ohne richtig feststehendes Erlösmodell als so eine opportunistische Einstellung.
Kommentar von Jörg — 26. Oktober 2007 @ 08:47
Wieso müssen eigentlich fast alle Gründer bei der Frage (Auf welche Website man nicht mehr verzichten kann?) ihre eigene Site angeben? Heutzutage gibt es viele Ideen und zu jeder Idee gleich mehrere Angebote, warum sollte das eigene, gerade neu gegründete Unternehmen dann schon nicht mehr verzichtbar sein?
Klar ist es wichtig Werbung zu machen, aber sich selbst zu loben kommt bei Nutzern sicherlich nicht gut an.
Kommentar von Alex Müller — 26. Oktober 2007 @ 09:45
@Jörg
Du hättest besser den Mund gehalten. Es dreht sich hier nicht um wen “Du lieber hast”, es dreht sich um Geschäftsmodelle. Und ich wünsche Dir und allen denen “ohne richtig feststehenden Erlösmodell” viel Glück,spricht nicht gerade für deren Intelligenz.
Kommentar von Ulf Glattkowski — 26. Oktober 2007 @ 09:47
@Ulf
Basis eines tollen Startups sollten aber auch Business Ethics sein. Wo kommen wir sonst hin? Ich finde es jedenfalls auch bedenklich, wenn sowas Gründerpreise bekommt. Es nutzt einen Spieltrieb der Leute aus und oft gerade bei Leuten, die es sich eigentlich nicht leisten können.
Außerdem bin ich ein bisschen über Deinen Ton verwundert… man sollte doch ein gewisses Maß an Höflichkeit gegenüber den Menschen walten lassen, wenn man sie direkt anspricht.
Kommentar von Daniel — 26. Oktober 2007 @ 11:26
@Alle, ich bekunde offensichtlich mein Unverständnis betreff Jörgs Kommentar – kann mir jemand erläutern, worauf er anspielt?
Kommentar von Michael — 26. Oktober 2007 @ 13:15
Verstehe ehrlich gesagt auch nicht worauf Jörg hinaus möchte. Habe die beiden Gründer beim Gruenderszene Interview als äußerst sympatisch, nett und offen kennenlernen dürfen.
@Alex
Ich glaube wenn ein Gründer Monate an seiner Idee bastelt, kann er nicht mehr drauf verzichten. Und wenn doch dann sollte man das Geschäftsmodell lieber nochmal hinterfragen.
Kommentar von Marko — 27. Oktober 2007 @ 15:46
“Da hab ich lieber sympathische Gründer, ohne richtig feststehendes Erlösmodell als so eine opportunistische Einstellung. ”
…ist eine ziemlich sinnfreie Aussage. Wo soll denn bitte das Geld für die Gehälter herkommen, wenn nicht durch ein “feststehendes Erlösmodell”? Symphatisch, aber pleite und ein Insolvenzverfahren am Hals? Da bin ich dann lieber total unsymphatisch aber mein Unternehmen wächst zweistellig und ich schaffe jedes Jahr ein paar Dutzend neue Arbeitsplätze, oder?
Kommentar von Cheater — 28. Oktober 2007 @ 10:10