onsari will den Netzwerkmarkt aufmischen
Netzwerke sind derzeit äußerst angesagt. Der Platzhirsch ist ohne Zweifel “studiVZ“. Die Studenten-Community mit seinen knapp drei Millionen Mitgliedern ist längst auch außerhalb von Deutschlands Universitäten und Hochschulen ein Begriff. Ebenfalls einen guten Lauf haben die “Lokalisten“. Rund eine Million Mitglieder hat das vor zwei Jahren gestartete Netzwerk mittlerweile. Im Berufsleben hat sich “Xing” durchgesetzt. Neben diesen drei Netzwerken buhlen etliche weitere heimische (”JoinR“, “unddu.de“, “meineleute.de” und ausländische Anbieter (unter anderem “MySpace” und “Facebook”) um Nutzer. Marc Antwertinger, Thomas Fankhauser und Patrick Landrock wollen den Markt nun mit ihrem brandneuen Netzwerk “onsari” aufmischen.

“Die Plattform soll aber mehr als nur eine virtuelle Gemeinschaft im Internet darstellen. Diese Gemeinschaft soll das Sinnbild für Unterhaltung, neue private- und geschäftliche Kontakte und jede Menge Spaß sein”, teilen die Macher aus Leinfelden-Echterdingen mit. Auf der blauweißen Cyber-Plattform können sich die Mitglieder untereinander vernetzen, nach Veranstaltungen und Lokalitäten suchen sowie an einem Model-Wettbewerb teilnehmen. Wobei in den Rubriken Events und Locations noch gähnende Leere herrscht. Als besonderen Service bietet “onsari” (übrigens eine Verbindung aus “on” für online und dem japanischen Wort “sari”, welches für suchen und finden steht) eine Immobilienbörse. In dieser sollen die Mitglieder demnächst nach privaten und gewerblichen Immobilien stöbern.
Zwei Millionen Mitglieder bis zur Jahreswende
Künftig wollen Antwertinger, Fankhauser und Landrock “nach und nach weitere innovative Module in die Plattform integrieren”. Bereits fest eingeplant ist ein “Online-Desktop, welcher dem herkömmlichen PC-Desktop ähnelt und sich nach dem Einloggen über die myBasis von ‘onsari’ öffnen lässt”. So kann jeder Nutzer über seine virtuelle Festplatte Programme unabhängig von einer festen Arbeitsumgebung direkt über das Web starten. Nicht nur bei den Applikation, sondern auch bei den Nutzerzahlen haben die “onsari”-Macher sehr viel vor. “Wir sehen für unsere Plattform, die in den nächsten Tagen erweitert und auch nach und nach internationalisiert wird, ein gigantisches Marktpotenzial, das wir kontinuierlich abschöpfen möchten”, sagt Landrock.
Allein für den deutschsprachigen Raum rechnet er bis zur Jahreswende mit “über zwei Millionen Mitgliedern”. Ein äußerst ehrgeiziges Ziel! Vor allem wenn man bedenkt, wie lange die Konkurrenten gebraucht haben, um die breite Masse zu erreichen. Auch an der Selbstbeschreibung sollten die Netzwerk-Macher arbeiten. So heißt es auf der Website etwa: “Mittlerweile wird ‘onsari’ von vielen als ein neues Webwunder angesehen”. Wer solche reißerischen Steilvorlangen liefert, muss sich nicht wundern, wenn er besonders kritisch beäugt wird.
Artikel zum Thema
* Neue Bestmarke für die Lokalisten
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* Aus Vicinia wird Youmato
* youop vernetzt Menschen, empfiehlt Kneipen und sucht Gemeinsamkeiten
* Yumondo vernetzt Menschen, Plätze, Veranstaltungen und Dinge aller Art
* Unternehmen in der Startup-Falle
* JoinR setzt auf Individualisten
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23 Kommentare »
6 Trackbacks »
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[...] Die Rede war von onsari.de und Blogger allerortens griffen bereitwillig in die Tasten, diese Nachricht in die Welt hinauszuposaunen. Alex Hülsing läßt sich bereitwillig die abstrusen Vorstellungen der Macher in den Blog diktieren, darunter lesenswerte Zitate wie: “Wir sehen für unsere Plattform, die in den nächsten Tagen erweitert und auch nach und nach internationalisiert wird, ein gigantisches Marktpotenzial, das wir kontinuierlich abschöpfen möchte” [...]
Pingback von Webvogel » Blog Archive » Onsari.de - Abgrundtief schlecht — 12. September 2007 @ 20:11
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[...] Größenwahn und die Blase ist zurück Auf zweinull wird über ein neues Startup berichtet (update jetzt auch auf deutschestartups). (von dem ich bislang noch nie etwas gehört habe) . Und was macht dieses Startup ? Irgendwie nichts was nicht auch alle anderen machen ein bisschen Shopping, ein bisschen Community, ein bisschen Networking, alles ganz hübsch aber halt nichts besonderes. Trotzdem wollen Sie in den verbleibenden Monaten diesen Jahres noch ca. 2 Mio Nutzer finden. Na dann mal tau.. [...]
Pingback von Größenwahn und die Blase ist zurück « Startupstarters — 13. September 2007 @ 17:04
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[...] Artikel zum Thema * onsari will den Netzwerkmarkt aufmischen * Neuer studiVZ-Chef sieht Nachholbedarf im Ausland * Unimall expandiert nach Österreich * Semester-Books verkauft Bücher * StudiHelp ist online [...]
Pingback von izaar macht in Kleinanzeigen :: deutsche-startups.de — 26. September 2007 @ 17:57
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[...] Mit der Ankündigung bis zur Jahreswende “über zwei Millionen Mitglieder” in ihrem noch jungen Dienst zu versammeln, ernteten Marc Antwertinger, Thomas Fankhauser und Patrick Landrock, die Gründer des Netzwerkes onsari, vor wenigen Wochen sehr viel Kritik. Nun legt das Trio aus Leinfelden-Echterdingen nach und verkündet den Einstieg von zwei Privatinvestoren: “Gegen ein Investitionsbudget von über 6 Millionen Euro, welches sich aus Bar-, Werbe- und Produktleistungen zusammensetzen wird, wurden 20 % der Unternehmensanteile still übertragen”. [...]
Pingback von onsari gewinnt Investor :: deutsche-startups.de — 29. Oktober 2007 @ 16:11
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[...] Betreiber von onsari.de hatten bereits letztes Jahr mit ihren Pressemitteilungen für schmunzeln gesorgt. Onsari.de war und ist eine ziemlich mies umgesetzte Community für Models (glaube ich, ist nicht [...]
Pingback von onsari.de und der Eingriff in die Geschichte des Internets — 07. Februar 2008 @ 15:40
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[...] zum Thema * onsari will den Netzwerkmarkt aufmischen * Neue Bestmarke für die Lokalisten * allesklar.com startet meineleute.de * Aus Vicinia wird [...]
Pingback von Cyworld steht in den Startlöchern :: deutsche-startups.de — 10. März 2008 @ 16:25
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Hier gibt es noch weitere eine Sichtweise und gerade die Kommentare sind sehr lesenswert bzw. was dabei zu Tage gefördert wird:
http://www.zweinull.cc/ein-neues-social-network-und-dessen-wahnwitziges-ziel/
Kommentar von Tim — 12. September 2007 @ 14:42
da kennt sich wohl irgendwer gar nicht aus
studivz hat ja gerade mal drei millionen mitglieder. die einzige möglichkeit soviel mitglieder in so kurzer zeit auf die seite zu holen wären massive werbeinvestitionen (bei 1.5 € pro Nutzer 3 mio € budget) oder viel skandal pr. werbung für eine community in Q4 ist auch nicht gerade schlau
ich bin gespannt.
Kommentar von Harry — 12. September 2007 @ 14:42
gerade mal angeschaut, finde es gar nicht so schlecht, jedenfalls nicht ganz so kinderkanal wie joinr. wenn sich die jungs noch ein bißchen professioneller positionieren könnten sie sich zumindest halten.
bin da mal gespannt auf die weiteren features.
Kommentar von impuls — 12. September 2007 @ 14:59
Mmh.. also ich freue mich ja fuer jedes neue Startup, aber ein solches Ziel ist ja wohl mehr als unrealistisch (ausser sie kaufen sich fuer ein paar Mio die User von anderen Netzwerken ein)… ob man sich mit diesem wahnwitzigen Ziel nur in den Medien durchsetzen will? Grmpf.. Siehe auch http://www.zweinull.cc/ein-neues-social-network-und-dessen-wahnwitziges-ziel/
Kommentar von Kai — 12. September 2007 @ 15:13
Ups.. da war Tim schneller mit der URL, sorry, hatte diesen Kommentar vor 20 Minuten begonnen und eben erst fertigschreiben koennen
Kommentar von Kai — 12. September 2007 @ 15:14
mal ein social network^^wow^^was neues^^
Kommentar von Michael Kaminski — 12. September 2007 @ 15:38
Ehh….2 Mio. User in drei Monaten mit einem SN, dass irgendwie jeden Themenbereich mitnehmen will? Nichts für ungut, aber…
Kommentar von Gleb Tritus — 12. September 2007 @ 16:07
Sollte man sich fast als Marketingstrategie merken
Kommentar von Tim — 12. September 2007 @ 17:01
hoch dubios:
https://www.xing.com/profile/Patrick_Landrock
und wenig seriös:
http://www.google.de/search?source=ig&hl=de&q=Patrick+Landrock&meta=
http://www.axion-net.de/cms/index.php?page=153
Kommentar von ta — 12. September 2007 @ 18:47
Das Xing-Profil finde ich nicht so dubios, die Google-Ergebnisse sind allerdings vernichtend! Vielleicht wäre es gut, so etwas auch mit in die Artikel einfließen zu lassen bzw. gleich auszusortieren.
Natürlich kann man auch Fehler machen und das sollte niemanden zum Verhängnis werden, aber die Sprache, die Google spricht hat nichts mehr mit einem Fehler zu tun, das wäre ja noch perfekt, wenn es “nur” ein Fehler gewesen wäre…
Kommentar von Tim — 12. September 2007 @ 19:21
It´s 99!
Kommentar von Sebastian Fiebiger — 12. September 2007 @ 22:16
@ Tim
Marketingstrategie ist vielleicht genau das richtige Wort. Man kann dieses Rausschreien von Parolen wie “Wir sind toll” etc. auch so sehen. Man sagt, wie toll man ist und welche große Ziele man hat und alle schreiben drüber. Quasi ein kalkulierter Skandal. Und im Fall von onsari funktioniert es. Zumindest sind die Macher dank dieser Aussagen nun im Gespräch. Ob es gelingt dank dieser Aufregung Nutzer anzulocken, ist natürlich eine ganz andere Sache.
Kommentar von Alexander Hüsing — 13. September 2007 @ 08:47
@ Sebastian
Der Stil der Pressemitteilung erinnert in der Tat an die wilde Zeit an ‘99. Allerdings kommt es immer wieder vor, dass sich Unternehmen, die gerade gestartet sind als Marktführer, Webwunder usw. positionieren. Eine Schwalbe macht aber bekanntlich noch keinen Sommer.
Kommentar von Alexander Hüsing — 13. September 2007 @ 08:51
Hallo, also ich finde die Pressemitteilung einfach nur inhaltsleer und nichtssagend.
Oder habe ich etwas überlesen?
Wenn man sieht, dass die Jungs schlechte Texte von Ihrer Website für noch schlechtere Pressemitteilungen verwenden – naja.
LG Martin
Kommentar von Martin — 13. September 2007 @ 10:38
Ich finde die ganze Meldung klingt ein wenig nach pubertierenden Teenagern da ist die Selbstwahrnehmung immer ein bisschen verzerrt und alles etwas größer als in echt
Frage mich nur ob sie sich damit in Bezug auf Investorensuche einen großen gefallen getan haben ?
Kommentar von Paul — 14. September 2007 @ 16:21
Nachtrag:
Wer weiss ob diese Größenwahn Diskussion nicht gerade das war was sie auslösen wollten… Dann wiederum ein netter Schachzug, auch wenn ich nicht glaube das man mit Krisen PR bzw. Show Off PR soviel gewinnen kann.
Kommentar von Paul — 14. September 2007 @ 16:22
Bin gespannt auf die neuen Topmodels!
) Wünsche den Betreibern in jedem Fall viel Erfolg und werde gleich auch mal reinsehen.
Gruß
Andreas
Kommentar von Andreas von Casting-Agentur.de — 15. September 2007 @ 22:21
ja, ich bin auch etwas verwundert über die Seite…Dennoch viel glück auch von mir…^^
lg steffen
Kommentar von steffen Fuchs — 16. September 2007 @ 22:57
Ich denke da steckt wirklich was dahinter, habe heute deren Werbespots und Berichte auf sunshine live gehört. Vielleicht haben die wirklich was im Petto und haben mit Absicht diesen kuriosen Start hingelegt! Grüße, Michael
Kommentar von Michael Munderer — 25. September 2007 @ 00:33
Was ist den bei onsari los? Keine News mehr (kompletter Newsbereich ist verschwunden) und die kompletten Topmodel- und Profilbilder gehen nicht! Doch keine Revolution?
Kommentar von Michael Munderer — 20. Oktober 2007 @ 23:42
Mit einem Besuch der Ermittlungsbehörden rechnen die auch schon fest:
http://www.onsari.de/ermittlung
Kommentar von Da Blunted — 21. Oktober 2007 @ 11:48
So einen Unsinn habe ich ja schon ewig nicht mehr gehört. Ich wundere mich sehr darüber, dass solch eine renommierte Seite, wie diese hier über so einen Quatsch überhaupt berichtet!?
Wird man inzwischen schon dafür belohnt, wenn man mehr heisse Luft produziert als ein Industrieföhn?
Kommentar von Hiro — 29. Oktober 2007 @ 17:21
Man hört, dass Sie Newsletterwerbung buchen und nicht bezahlen…genau so versuchen sie Portale “aufzukaufen”.
Kommentar von Derda — 10. November 2007 @ 14:38