memoloop bewahrt Erinnerungen

An schöne Ereignisse, Orte oder Dinge erinnert man sich gerne zurück. Mit “memoloop” gibt\’s nun einen Ort, an dem jeder seine Erinnerungen in Form von Texten, Bildern oder Videos mit anderem teilen kann. […]
memoloop bewahrt Erinnerungen

An schöne Ereignisse, Orte oder Dinge erinnert man sich gerne zurück. Mit “memoloop” gibt\’s nun einen Ort, an dem jeder seine Erinnerungen in Form von Texten, Bildern oder Videos mit anderem teilen kann. “Wir hinterlassen permanent Spuren, befinden uns gemeinsam mit anderen an Orten, die wir kollektiv kurzfristig beleben und dann geht jeder seines Weges, es sei denn, man lernt sich zufällig kennen”, sagt Ideengeber Florian Wagner.

Mit “memoloop” will der Geschäftsführer der Strategieagentur Licennium dem Zufall nachträglich auf die Sprünge helfen. Wer in der neuen Community eine Erinnerung hinterlässt wird umgehend “informiert, wenn jemand zur gleichen Zeit oder zu einem identischen Ort einen Eintrag gemacht hat”. Die Navigation durch den Erinnerungsschrein, der sich nach eigenen Angaben derzeit in der offenen Beta-Version befindet, erfolgt über verschiedene Filterfunktionen (Jahr, Ort, Emotionen) und eine Suchmaske. Wobei alle Ergebnisse auf einer schmucken Landkarte dargestellt werden.

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* Zeitkapsel.de informiert die Nachwelt

Alexander Hüsing, Chefredakteur von deutsche-startups.de, arbeitet seit 1996 als Journalist. Während des New Economy-Booms volontierte er beim Branchendienst kressreport. Schon in dieser Zeit beschäftigte er sich mit jungen, aufstrebenden Internet-Start-ups. 2007 startete er deutsche-startups.de.



  1. Christian

    Die Chance, dass zwei Nutzer einen Eintrag machen, wo sie zur gleichen Zeit am gleichen Ort das selbe erlebt haben, geht gegen Null.

    Anders ausgedrückt: die kritische Masse, die notwendig ist, diese nette Idee zum fliegen zu bringen, ist riesig groß. Einfach eine Dimension zu viel.

  2. In der Meldung steht nicht, dass die beiden Bedinungen zwingend miteinander verknüpft sind. Wenn jemand in einem bestimmten Zeitraum nach mir eine Eingabe macht, kann mir das ja auch mitgeteilt werden.

    Erinnert mich irgendwie an Plazes, aber eben mit zusätzlichen Bildern, Videos etc.

  3. Pingback: memoloop - Erinnerungen teilen « PHvB - Wirtschaft im weitesten Sinne



  4. André

    Langsamm stellt sich mir die Frage: Wie viel Web 2.0 braucht der Mensch?

    Kann doch wirklich nicht sein, dass jeder mit irgendwelchen Ideen um die Ecke kommt, die eigentlich völlig nutzlos sind.

    Wenn man meint umbedingt dabei sein zu müssen sollte mann sich wenigstens was sinnvolles ausdenken.

    Wenn wir ehrlich sind ist die nächste Bubble bereits auf dem Weg, den jeder Mist kann und wird sich einfach nicht durchsetzen.

    Hier geht es nicht mehr um gute Ideen, sondern darum ein Teil vom Kuchen abzubekommen, egal wie!

    Mit unglaublichen Projekten, die dann auch noch mehrfach nachgeahmt werden, wird versucht User zu binden. Aber auf wie vielen Seiten soll ich mich noch anmelden?

    Frührer brauchte man solche Projekte auch nicht.

    Wie gesagt, die nächste Bubble ist nah.



  5. Christine

    @Christian: Früher hast du ja auch (von weniger oder mehr Erfolg gekrönt) nach der nächsten Telefonzelle gesucht, wenn du dringend irgendwo anrufen musstest … Ich denke, dass du da sehr pauschal eingestellt bist. Und vielleicht auch hier einfach am falschen Ort. Des einen Fortschritt heißt manchmal auch des anderen Stagnation.

    Wie auch immer: Nutzlos ist nur, wer nicht weiß, woraus und wie er Nutzen ziehen soll/kann.
    Ist ja auch nicht jeder Fan von Grünpflanzen. Fazit auch hier: Des einen Nutzen, des anderen Verharren.



  6. Christine

    sorry war natürlich @André

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  10. @André
    Weißt du, die Spekulationsblase 2001 ist deshalb geplatzt, weil plötzlich viele Firmen in Konkurs gegangen sind und dabei unglaublich viel Geld verloren ging. Danach wollte niemand mehr investieren.

    Wesentlich war aber, dass vorher _zu viel_ Geld investiert wurde.

    Was zur Zeit passiert ist, dass sehr viele Projekte _gestartet_ werden. Das ist nicht per sé schlecht. Wer sie nicht interessant findet, verwendet sie nicht.
    Problematisch wäre es, wenn all diese Projekte Millionen an Risikokapital bekommen würden.

    Aber, um noch einmal zusammen zu fassen: Das Risikokapital war Schuld am Platzen der letzten Spekulationsblase. Heute wird deutlich weniger Risikokapital investiert, als zu den besten Zeiten des “Web 1.0″, obwohl viermal so viele Menschen im Internet sind.

    Und: Fortschritt bedeutet, dass viele Ideen ausprobiert werden. Nicht alle werden in 5 Jahren noch da sein. Aber wer hätte gedacht, dass Twitter so erfolgreich sein würde? Sogar _jetzt_ noch lese ich Kommentare, dass Facebook bald nicht mehr da sein wird, obwohl die Seite dieses Jahr schon dutzende Millionen Dollar Gewinn machen wird.

    Lasst den Gründern ihre Freude mit memoloop! Ich selbst sehe keinen Nutzen daran, aber vielleicht jemand anderer. Es gibt neben mir noch ein paar Milliarden anderer Menschen da draußen. Es genügt, wenn 10 Millionen davon memoloop sinnvoll finden.
    Und: Sollte das Projekt scheitern, ist nicht viel passiert, außer, dass die beiden Gründer unnötig Geld und Zeit investiert haben.

    So what?

  11. Sebastian schliesse ich mich gerne an. Unabhängig von Memoloop gibt es viele Projekte die für mich keinen Nutzen haben und ich wundere mich über die vielen vielen Social Networks die jetzt auftauchen.

    Und noch mehr wundere ich mich über die Investoren (Z.B. die Betreiber dieser Seiten) die (kleine) Summen verschleudern.

    Aber es ist wirklich egal: deren Zeit, deren Geld.

    Und wenn sie es schaffen: Es sei ihnen gegönnt.

  12. Es gibt sicherlich eine ganze Reihe Ideen und Konzepte, mit denen der Einzelne nichts anfangen kann. Dass muss aber auch nicht sein. Ein unsportlicher Onliner findet ein Sport-Netzwerk vermutlich nicht toll und schüttelt den Kopf. Trotzdem gibt es dafür eine große Zielgruppe.

    Die Mediennutzung – inbesondere TV – zeigt in den letzten Jahren wohin die Reise geht. Special Interest heißt das Zauberwort. Im Printmarkt funfktioniert dies seit Jahren. Dass kann man übrigens an jedem Bahnhofskiosk sehen. Es gibt quasi für jede Zielgruppe (Eisenbahner, Tattofans etc) eigene Magazine. Diese Zielgruppen sind sicherlich auch unter den Millionen Internetnutzern zu finden. Vielleicht muss man sich einfach von der Vorstellung lösen, dass jedes Angebot die breite Masse erreichen muss. Kleine Projekte lassen sich vielleicht auch mit weniger Nutzern finanzieren.

  13. @ Alexander: Sehr richtig! Nischenmärkte sind (Longtail!) im Rahmen einer sich am Rande zunehmend individualisierenden Gesellschaft der Renner.

    Insofern halte ich “Special Interest” Seiten wie zb die überstrapazierte “Community” für Modellbaufans etc für sehr vielversprechend.

    Dann muss sie aber auch authentisch und Zielgruppen gerecht gemacht sein.

    Bestes Negativbeispiel ist nämlich zb ein Netzwerk für Senioren, gemacht von Twens in Bonbonfarben- mit anderen Worten: Bitte auch immer die Sprache der Nutzer mit authentischer Leidenschaft sprechen, dann kann es tatsächlich was werden- übrigens auch ohne Investoren.

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