Eine digitale Reputation wird für viele Menschen immer wichtiger. Den wenigsten aber gelingt es, ihr privates Weblog, ihre Bookmarks bei “Mister Wong” und ihre vielen anderen Accounts bei “Xing“, “Qype” oder “MyVideo” unter einen Hut zu bringen. Stefan Hess hat dieses Problem erkannt und “linkmybox.com” ins Netz gejagt. Mit dem “Profile Aggregator” können Onliner ihr gesamtes digitales Leben auf einer einzigen Seite abbilden – samt Foto, Kontaktdaten, Kommentarfunktion und vielen Links. Die neue Plattform überzeugt dabei durch ihre besonders einfache Bedienung. Mittels “dezent platzierter Werbung” wollen Hess und sein Partner Christian Schneider ihr Reputationssystem demnächst refinanzieren. Viel muss dabei für einen dauerhaften Erfolg gar nicht zusammen kommen, denn der Betrieb von “linkmybox.com” verschlingt keine große Summen und die Entwicklung war ebenfalls nicht teuer.

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Kommentare
Neu ist das aber nicht .. http://www.ikarma.de macht das schon länger :-)
Kommentar von Marco Ripanti 27. April 2007 @ 14:30Das Ganze gibt es schon länger sehr professionell und werbefrei auf Basis des zukunftsträchtigen OpenID-Formats hier: ClaimID
Weiterhin gibt es das “PIP, the personal identity management system from VeriSign“, welches dann für den eher anspruchsvollen “Business-User” geeignet ist.
Weitere Alternativen werden deswegen denke ich nicht gebraucht.
Kommentar von Philipp Grunwald 27. April 2007 @ 20:19Ich hatte das auch schon bei http://www.Zoolit.com gesehen.
Kommentar von Karl 27. April 2007 @ 20:41@Philipp
Kommentar von Roland 28. April 2007 @ 11:44Und weil es schon eine Lebensmittel-Kette ALDI gibt soll es kein Norma, Plus etc. geben ? Sorry nur weil schon ein Angebot da ist heisst das doch nicht dass es keine Mitbewerber geben darf. Nur so entstehen neue Features und letzlich hat der Kunde bzw. User davon. Siehe Ex-Monopol der T-Com…
Also ich muss sagen das ganze “Gibts schon”-Geschwätz nervt mich in letzter Zeit immer mehr. Im Prinzip gibt es alles in verschiedenen Facetten ja schon. Es gibt duzende Suchmaschinen, hunderte Video-Sharing-Seiten, tausende Bookmark-Services usw. Im Prinzip könnte man also allen Folgern das Existenzrecht absprechen – was aber gleichzeitg weniger Innovationen und keinen Wettbewerb bedeuten würde. Anstatt also in die deutsche Angewohnheit zurückzufallen, sollten wir uns lieber mal freuen, dass zwei Jungs in einem umkämpften Nischenmarkt eine neue Kombination ausprobieren. Hoffen wir mal lieber, dass nicht wieder die Samwer kommen und ein Clon mit medialer Marktmacht durchdrücken….
Kommentar von Daniel 28. April 2007 @ 13:34Wenn dieses Blog hier ernstgenommen werden will, dann würde es im Artikel erwähnen, dass es ähnliche Dienste schon zu Dutzenden gibt und auch auf diese linken.
Kommentar von marcel weiss 29. April 2007 @ 19:01Nicht nur mir drängt sich aber der Verdacht auf, dass das hier wohl eher so eine Art erweiterte PR-Maschine wird/ist.
Eigentlich wollte ich mich erst melden, wenn mindestens 6 Kommentare geschrieben sind, aber da nun doch schon zwei Tage vergangen sind, denke ich es wird Zeit. Ich bin einer der beiden “Gründer” und möchte die Gelegenheit nutzen, ein paar Anmerkungen der Vorkommentatoren aufzugreifen:
Wettbewerter
Natürlich gibt es diese und auch einige, die es schon länger machen. Aber ich denke in der Kombination, wie wir sie anbieten, wenige. Zudem geht es hier um einen großen Kuchen und daher haben auch mehrere Services ihre Existenzberechtigung – wenn nicht, dann entscheidet das schon der Markt.
OpenID
Das von “Philipp Grunwald” angesprochene Thema OpenID brennt mir doch ein wenig auf den Fingern, deswegen möchte ich die Gelegenheit nutzen hier auch ein paar Worte dazu zu sagen. Erstens sind die meisten OpenID-Anbieter Unternehmen (!) und diese werden über kurz oder lang Geld verdienen müssen, entweder über Werbung, über Gebühren oder den Verkauf von Nutzerdaten. Dementsprechend wäre ich sehr vorsichtig bei der Wahl des OpenID-Anbieters. Hinzu sind noch folgende Aspekte zu bedenken: 1. Der Login-Effekt 2. Die umfangreichen Nutzerprofile, die erstellt werden und 3. die Angreifbarkeit der Daten. Bei unserem sehr kleinen Service ist es jedem selbst überlassen, welche Daten wir von dem User wissen und welche veröffentlicht werden, bei OpenID-Anbietern ist die Datenspeicherung universeller Art. Dem entsprechend möchte ich die beiden auch gar nicht miteinander vergleichen.
Werbung
Unser Service ist Werbefrei und wird es auch in absehbarer Zeit sein. Irgendwann, wenn wir viele Nutzer haben, werden wir alleine um die Kosten zu decken ein wenig dezente Werbung einblenden. Mehr aber auch nicht.
Ich hoffe ein paar Sachen geklärt zu haben und freue mich über jede weitere Anmeldung bei linkmybox.com, Vorschläge und Kooperationsangebote. Über gute Programmierer, die sich bei mir melden freue ich mich selbsverständlich auch.
Bis bald
Kommentar von Stefan Hess 29. April 2007 @ 19:38Stefan Hess
Ganz unabhängig davon, dass die genannten Anbieter (Fast???) ausschließlich nicht deutsche Anbieter sind, ist vermutlich alleine die Existen verschiederner Anbieter ein Beleg dafür, dass es auch einen Markt dafür gibt?
*grübel*
Kommentar von Nico 02. Mai 2007 @ 15:31