Springer will Zanox schlucken

Das Medienhaus Springer treibt die Übernahme des Online-Werbedickschiffes Zanox voran. “Zanox stehe in exklusiven Verkaufsverhandlungen”, berichtet die Nachrichtenagentur Dow Jones Newswires. Der Kaufpreis liegt demnach bei mehr als 300 Millionen Euro. In den […]

Das Medienhaus Springer treibt die Übernahme des Online-Werbedickschiffes Zanox voran. “Zanox stehe in exklusiven Verkaufsverhandlungen”, berichtet die Nachrichtenagentur Dow Jones Newswires. Der Kaufpreis liegt demnach bei mehr als 300 Millionen Euro. In den nächsten Wochen soll angeblich die Entscheidung fallen. Weder Springer noch zanox wollten den Bericht kommentieren. Fakt ist jedoch, dass die beiden Unternehmen schon seit einigen Monaten intensiv verhandeln.

Die Berliner Zanox AG wurde 2000 von den Vorständen Thomas Heßler, Heiko Rauch und Jens Hewald gegründet. Das Unternehmen wirtschaftet nach eigenen Angaben profitabel und beschäftigt derzeit mehr als 260 Mitarbeiter. Geschäftszahlen veröffentlicht das Unternehmen nicht. Im vergangenen Jahr erwirtschaftete zanox vermutlich einen Umsatz in Höhe von rund 100 Millionen Euro. Zu den Dienstleistungen der Hauptstädter gehören neben Affiliate- Marketing und Suchmaschinen-Management auch Empfehlungsmarketing, Multichannel-Sales sowie Customer Loyalty. Zuletzt war zanox selbst in Kauflaune und übernahm das Online-Marketing-Unternehmen Free Network mit Sitz in Stockholm sowie den Suchmaschinen-Marketing-Spezialisten eprofessional.

Springer wiederum expandiert derzeit massiv ins Internet. Zuletzt schnappte sich das Medienhaus 51 % an der Betreibergesellschaft des Stadtportals “Hamburg.de“, erhöhte seine Beteiligung an “buecher.de“, “gamigo” sowie „Immonet“, schnappte sich wallstreet:online und stieg bei der tschechischen Autoplattform “Auto.cz” ein. Bei “StudiVZ” und “ImmobilienScout24” kam das Unternehmen hingegen nicht zum Zug.

Anmerkung: An “buecher.de” und “StudiVZ” hält die Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck Anteile – das Unternehmen ist auch an “deutsche-startups.de” beteiligt.

Alexander Hüsing, Chefredakteur von deutsche-startups.de, arbeitet seit 1996 als Journalist. Während des New Economy-Booms volontierte er beim Branchendienst kressreport. Schon in dieser Zeit beschäftigte er sich mit jungen, aufstrebenden Internet-Start-ups. 2007 startete er deutsche-startups.de.

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